Apple dementiert „Move to Android“-Gerüchte

Apple_logo_black.svg2015 war das Jahr der Android-Apps aus dem Hause Apple. Man erinnere sich nur an die Apple Music-App, sondern auch an das viel gescholtene Move to iOS. Während die Musik-App wohl nicht erklärt werden muss, so ist Move to iOS doch einige wenige Worte wert: mit dieser App, einer eingekauften White Label-Lösung, will es Apple Nutzern erleichtern, von Android zu iOS zu wechseln. Man munkelt dass es durchaus Nutzer gibt, die auch mal über den Tellerrand schauen und den Sprung von Android zu iOS oder vice versa wagen. Während Move to iOS die Idee von Apple war, sah es doch mit einer anderen App anders aus, die angeblich kommen sollte.

Apple

Laut The Telegraph übten die Mobilfunkprovider in Europa Druck auf Apple aus, damit Apple eine Gegen-App zu Move to iOS erstellt – Move to Android quasi. Große europäische Provider sind laut des Berichtes der Meinung, dass Nutzer in manchen Fällen nur deshalb nicht zu Android wechseln, um den Aufwand zu umgehen, der mit einem solchen Wechsel verbunden ist. Das wiederum schwäche die Provider in den Verhandlungen mit Apple.

Völliger Blödsinn? Habe ich auch gedacht – und es scheint auch so zu sein, wie eine Apple-Sprecherin gegenüber dem Medium Buzzfeed mitteilte. Man sei eher darauf fokussiert, dass Nutzer von Android zu iOS wechseln. Persönliche Meinung dazu? Während ich durch die Nutzung von Google-Diensten ohne Probleme jederzeit die Plattform wechseln kann, weil ich Mails, Kontakte und Co ohne Stress mittels Google synchronisiere, scheint das bei anderen Nutzern wohl anders auszusehen. Hier sollte aber vielleicht Google eingreifen und es den Nutzern ohne Ahnung noch einfacher machen, oder?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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24 Kommentare

  1. Wer sich für ein Apple Gerät entscheidet weiß doch, dass er sich an die Plattform bindet.
    Ist ja nix neues.
    Weiß nicht, warum JETZT auf einmal so ein riesen Fass aufgemacht wird. Ist ja nicht so, als wäre diese Inkompatibilität was brandaktuelles.

  2. Ich denke, da wollte mal jemand die Lage sondieren, wie so eine Idee ankommt. Dem Gedankengang konnte ich eh nicht folgen…
    a) Warum sollte Apple ein App machen, damit User „leicht weg können“. Wenn dann wäre das die Aufgabe von Google/Samsung/etc. um User dorthin zu ziehen. (genauso unsinnig wie wenn Google eine Android2iOS App bauen sollte)
    b) Wieso sollte Apple auf Druck der Telcos dafür sorgen, dass ausgerechnet letztere eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Apple haben??? Wenn, dann wär so ein Hirngespinst eher Kartellbehörden oder EU-Auflagen entsprungen.

  3. Informierte Quelle says:

    „Move to Android“ war kein falsches Gerücht, es wurde nur falsch interpretiert.

    Es soll nämlich keine App zum leichteren Umstieg auf Android werden.

    Vielmehr hat Apple eingesehen, dass iOS Android hoffnungslos unterlegen ist und wird in naher Zukunft seine Geräte mit einem gescheiten OS, nämlich Android ausliefern.

  4. Also ich finde auch, dass es Google Umsteigern von Android auf iPhone oder WindowsPhone erleichtern sollte… Mir fällt gerade nur nicht ein warum das google machen sollte.
    Würde Apple wirklich eine App von Google für den Umzug auf Android anbeiten/veröffentlichen?!

    Alles andere ist hier doch gut erklärt?
    https://www.android.com/switch/

  5. Das mag jetzt vielleicht nicht ins Bild passen, gerade für Menschen, die eine sehr gefestigte Meinung zu Android/iOS haben, aber #Funfact:

    Was iPhones mit den iCloud-Servern sprechen, sind zum allergrößten Teil Standardprotokolle. Kontakt-Sync läuft über CardDAV, Kalender über CalDAV, das iCloud-Drive ist ein WebDAV-Server.

    iMessage und die iCloud-Keychain sind proprietär, weil es keine offenen Protokolle gibt, die bei gleicher Funktionalität dieselbe Sicherheit bieten (schaut euch mal Jabber/XMPP an).

    Ein Freund, der lange Zeit ein iPad und ein OnePlus One besaß, hatte viel mehr Probleme damit, die Google Cloud mit allen Funktionen (Kalendereinladungen, Custom fields in Kontakten z.B.) in iOS zu integrieren, weil Google zunehmend proprietär wird. Gmail spricht zwar IMAP, dreht aber an einigen Stellen an der Logik, mit der das Protokoll arbeitet (etwa „Labels statt Ordner“).

    Wenn man sich die Unterstützung von Standards wie Cal/Card/WebDAV im sich mit Offenheit rühmenden Android anschaut, sieht es düster aus. Man muss Software nachkaufen oder mit Werbung leben.

    Nachdem besagter Freund sich entsprechende Software besorgte, konnte er ohne Probleme iCloud unter Android nutzen.

    Was den Umzug von iCloud zu Google anbelangt: das sollte unter OS X und am PC dank des iCloud-Plugins auch möglich sein, solange man die Google-Cloud mit Standard-Dateiformaten wie ICS und vCard befüllen kann. 🙂

  6. seit wann muss es der Gerätehersteller machen? Ok – nur dann wenn die Provider entsprechende Macht besitzen.
    Wobei diese es ja eigentlich selber anbieten und machen können. Und sei es nur als Service. huch – dass kennen die ja gar nicht.
    Denke da liegt das eigentliche Problem

  7. General Failure says:

    Im Hinblick auf die erneuerten und ab 2018 EU-weit geltenden Datenschutzbestimmungen fand ich das gar nicht so weit her geholt. „Portabilität“ der eigenen Daten von einem Anbieter zu einem anderen ist ab dann ein Teil der Verordnung. Google ist hier mit Takeout seit Jahren seht gut aufgestellt, Apple könnte jetzt öffentlichkeitswirksam und mit wenig Aufwand nachziehen bevor sie es evtl. irgendwann müssen.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/datenschutz-einigung-auf-neue-eu-regeln-a-1068046.html

  8. @Lennart Pelz

    Danke, dass du der erste bist, der hier endlich mal FAKTEN niederschreibt. Der vorurteilsbeladene Blödsinn deiner Vorredner ist ja kaum zu ertragen.

    An alle Google Fans: Offenheit bitte nicht mit Sparmaßnahmen in der Entwicklung und Auswertung persönlicher Daten verwechseln.

  9. @Chris
    Inwiefern bindet man sich bei Apple anders „an die Plattform“ als es bei Google oder Microsoft oder sogar Amazon der Fall ist?

    P.S: Vielleicht hilft Nachdenken bevor man etwas schreibt.

  10. Wäre schön, wenn man die Hersteller dazu zwingen könnte eine „Move to Wunsch-OS“ – Funktion einzubauen.
    Das ganze auf Gerät A starten – > Datenpaket mit gewünschten Informationen wird erstellt – > die Datei auf Gerät B per Kabel, Cloud etc. schieben und auf „importieren“ drücken – > fertig.

    Und das alles ohne Anmeldung bei Accounts, zusätzliche Apps oder ähnliches Geraffel und natürlich bei voller Kompatibilität untereinander.

  11. Ich kann Lennart Pelz hier nur zustimmen. Ich persönlich nutze Linux und ein iPhone. Den iCloud-Kalender konnte ich einfach in Thunderbird auf meinem Rechner einbinden. Für Google brauche ich ein Addon und muss mich darauf verlassen, dass der Entwickler dieses stets weiterentwickelt bei Änderungen seitens Google.

  12. Und was spricht dagegen einfach iCal vom Google Kalender zu nutzen?

  13. iCal ist nicht CalDAV. Du kannst bei iCal keine Termine hinzufügen/ändern/löschen. Also nur ansehen.

  14. naja, man kann bei android ja cal-/card-/webdav ohne probleme integrieren. auch wenn es dafür zusätzlicher apps bedarf: ich investiere lieber n paar euro in apps, um diese standards auch auf android nutzen zu können, als ein paar mehr hundert euro, um ein hardware-gerät zu kaufen, was das standardmäßig implementiert hat… und wenn man sich dann noch eine eigene owncloud bastelt, kann man seine daten ganz ohne die big player verwalten. das ist echt kein hexenwerk…

  15. @alerta: Ja, klar geht das. Das kann ja auch jeder machen, wie er’s will. Ich finde diesen Glaubenskrieg unglaublich schwachsinnig, es gibt für beide Plattformen Pro- und Contra-Argumente. Ich finde es bloß schade, wenn Plattformen diese wirklich universellen Standards nicht von Haus aus unterstützen. Auch im Desktopbereich ist hier OS X weit vor Windows (Linux mal ausgeklammert).

  16. @Lennart Pelz
    Das ist auch das Hauptargument gegen Spacken die behaupten iOS oder OS X seien geschlossenene Systeme. Wenn’s um Kommunikation mit Diensten geht, oder um Protokolle, sind die Geräte so offen wie es geht. Mit iCloud selbst ist es nicht anders. Keiner würde die Geräte kaufen wenn sie nicht mit Diensten anderer funktionieren würden.

  17. der wechsel zu android bedarf eh keiner hilfe weil alles viel einfacher und umfangreicher funktioniert. apple ist aber ein angenehmer konkurrent damit die androidseite keinen monopolisten quatsch macht. also alles ok solange die aktiengewinne der vergangenheit noch lebenslang alle androidkäufe decken 🙂

  18. @Dirk
    „der wechsel zu android bedarf eh keiner hilfe weil alles viel einfacher und umfangreicher funktioniert.“

    Inwiefern?

    Aber ja, Android existiert nur und wird auch nur weiterentwickelt, weil es iOS gibt, denn Google macht mit Android alleine zu wenig Gewinn, als das sich dieser Bereich aus finanzieller Sicht lohnen würde. Es lohnt sich rein strategisch. Google hat nur Angst den Anschluss zu verlieren, deswegen entwickeln sie Android, der Wettbewerbsdruck ist der einzige Grund dafür. Deswegen warten sie auch immer ab, was Apple bringt und bauen es dann später in Android ein, siehe Fingerabdruckerkennung oder neuerdings die Rechteverwaltung. Copy and Paste, so sieht’s aus!

  19. @Lennart Pelz
    Das mag deine kindliche Naive Meinung sein das OS X weit vor Windows liegt, aber jeden das seine. Ich als Jahrelanger PC und Mac Nutzer habe bis heute kein verkrampfteres System gefunden als OS X.

  20. @ShyAngel: Voll gut, dass du so eine überzeugte Meinung von deinem Betriebssystem der Wahl hast. 🙂

    Bitte achte aber darauf, dass sich mein „OS X vor Windows“ auf die Unterstützung für universelle PIM-Standards wie CalDAV, CardDAV und WebDAV bezog. Diese unterstützt OS X schon seit langer Zeit. Unter Windows – wie auch Android – muss man dafür Software nachkaufen und ist darauf angewiesen, dass diese Software ständig kompatibel mit dem System gehalten wird.

    Alles andere kommt sicherlich sehr auf die Art und Weise an, wie und für was man seinen Rechner benutzt. Ich würde vorschlagen, dass wir uns darauf einigen, dass jeder das nutzt, was er für’s Beste hält. 🙂

  21. Danke @Lennart, deine Argumentation spricht wirklich gut für die Apple Produkte. Ich komme eher aus dem Android Lager und sehe iOS/MacOS immer nur bei Freunden und Kollegen und hatte durchaus das Gefühl, dass man darin sehr gefangen ist. Aber die Unterstützung der Standards macht schon was her.

    Allerdings stimmt die Argumentation natürlich in gewisser Weise trotzdem, wenn man sich auf die Gerätewahl bezieht. MacOS darf ich nur auf einem Apple-Rechner installieren, selbst wenn es über vmware (mit Hack) auch von anderen Systemen aus geht. Und Apple ist der einzige Hersteller von Geräten mit iOS. Das ist natürlich bei Windows/Linux deutlich besser, muss aber nachher nicht zwingend für bessere Qualität sorgen, aber zumindest für mehr Freiheit bei der Gerätewahl.

    Aber gerade MacOS macht mich durchaus immer mehr an – aber ich würde dafür lieber die 50-100€ zahlen als ein MacBook für 1000€ kaufen zu müssen :/

  22. dabei ist doch ein Macbook gerade im Vergleich zu den üblichen Verdächtigen (Lenovo/ Dell) nicht teurer

  23. @THO: Danke, dass dir meine Argumentation gefällt. Ich finde eh, dass man – egal über welchen großen Konzern man spricht – grundsätzlich immer skeptisch sein sollte. Ich bin also quasi Un-Fanboy schlechthin.

    Auf deine letzte Aussage bezugnehmend: wie schon vorher geschrieben ist das Problem bei externer Software, dass sie kompatibel mit den Entwicklungen des Systems gehalten werden muss. Beispiel: Nehmen wir mal an, man müsste auch unter OS X die CalDAV-Unterstützung mittels externer Software nachrüsten. Mit OS X 10.8 führte Apple System-Notifications ein. Diese können auch interaktiv sein. Wenn ich also von meinem Team eine Kalendereinladung erhalte, kann ich direkt in der Notification darauf antworten. Oder ich kann sagen, dass ich in X Minuten noch mal an einen Termin erinnert werden möchte. Diese neuen Erinnerungs-Einstellungen für den Termin werden dann auch auf alle anderen Geräte gesynct. Diese Features waren mit dem 10.8-Release funktional, ich musste nicht erst auf das Update meiner externen Software warten. Auch wenn man einen Blick auf die Funktion „Erinnere mich, wann ich mich auf den Weg machen muss“, wird klar, warum eine systemseitige Unterstützung Mehrwert bringt (im Gegensatz zu Google Now funktioniert das ganze ohne Wolke und mit allen Kalender-Systemen).

    Und nun der Rest: Natürlich die die freie Wahl des Betriebssystems toll. Und geschlossene Systeme sind immer erstmal scheiße. Aber die Bündelung von Hardware und Software macht – wieder entgegen allen Verschwörungstheorien – technisch Sinn. Beispiel: AirPlay-Mirroring. Da wird der Bildschirminhalt in Quasi-Realtime auf ein Apple-TV gestreamt. Das ganze funktioniert nur auf mittelneuen MacBooks, ein Freund von mir regte sich darüber auf. Wenn man genauer hinschaut, baut das ganze auf Intel Quicksync auf, was im Grunde Hardware-Encodierung von h.264 ist. Ohne diese Technik wäre die CPU voll ausgelastet und der Rechner nicht mehr nutzbar (+Akkuverbrauch). Eine kurze Recherche zeigt: alle MacBooks, deren CPU QuickSync eingebaut hat, unterstützt AirPlay-Mirroring.

    Die Geschlossenheit von iOS ist natürlich nervig. Ich bin auch Jailbreaker, ohne Jailbreak würde ich zu Android wechseln. Die Geschlossenheit bringt aber einen entscheidenden Vorteil: iPhones sind relativ sicher, selbst wenn man überhaupt keine Ahnung hat. Und das ist erstrebenswert bei einem Gerät mit Kamera, Mikrofon und GPS, welches eine ständige Internetverbindung hat.

    Außerdem bringt das AppStore-Ecosystem einen Vorteil für Developer. iOS ist die einzige Plattform, auf der man als Entwickler gutes Geld mit Apps verdienen kann, weil es keinen (offiziellen, einfachen) Weg vorbei gibt (+relative Sicherheit) und vor allem die Zahlungsbereitschaft gegeben ist.

    Bei Computern sind Macs und Thinkpads die einzig kaufbaren Geräte. Wirf mal einen Blick in Agenturen, da findest du nichts anderes, weil die Geräte Arbeitsmittel sind, die jeden Tag funktionieren müssen. 🙂

  24. aber wirklich viele Gründe für ein Jailbreak gibt es nicht mehr. Seit iOS7 habe ich keines mehr durchgeführt

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