Anker Soundcore Boom 2 im Test – Kompakt, aber kraftvoll

Der kompakte Boom 2 braucht sich nicht hinter dem Motion Boom Plus zu verstecken.

Anfang Januar dieses Jahres hat Anker unter anderem seinen neuen transportablen Lautsprecher Soundcore Boom 2 vorgestellt. Jener soll 129,99 Euro kosten und ist ab sofort verfügbar. Ich habe mir den kleinen Brüllwürfel nun schon ein paar Tage anhören dürfen, den letzten Test diesbezüglich hatte ich mit dem Soundcore Motion Boom Plus, quasi dem großen Bruder des eigentlichen Boom-Vorgängers. Und Spoiler: Dem kommt der neue Boom 2 deutlich näher als dem ersten Motion-Boom-Modell.

Auf der Haben-Seite stehen beim Boom 2 neben 60 Watt Leistung (80 Watt per BassUp-Feature), LED-Partybeleuchtung, IPX7-Zertifizierung und eine Akkulaufzeit von bis zu 17 Stunden – letzteres ein Rückschritt im direkten Vergleich. Im Boom 2 arbeiten jetzt ein Tieftöner und zwei Hochtöner. Der Vorgänger setzte noch auf jeweils einen Hoch- und einen Tieftöner, leistete zudem auch 30 Watt weniger.

Mir persönlich gefällt das neue Design sehr gut, auf den ersten Blick wirkt allerdings alles ein wenig „billig“, was am Kunststoffgehäuse liegt. Dabei soll alles hochwertig verarbeitet sein. Die Gummierungen an den richtigen Stellen sorgen dafür, dass das Gerät trotz der Materialwahl nicht einfach auf glatten Oberflächen hin und her rutschen könnte.

Die sieben Tasten haben einen einwandfreien Druckpunkt, die Tasten zu direkten Mediensteuerung bieten ein gut fühlbares Relief. Die Passivradiatoren sitzen seitlich am Gerät und sind zudem mit LEDs ausgestattet. Damit lässt sich dann beim Abspielen von Musik optional entsprechend Partybeleuchtung mit ins Spiel bringen, am besten einzustellen über die Soundcore-App. Das ist für mich persönlich aber eher ein Randfeature des Speakers.

Auf der Rückseite befindet sich erneut eine Gummilasche, hinter der sich der Ladeanschluss für das Gerät, aber auch ein USB-A-Ladeport mit IQ-Technologie versteckt, der zum Laden anderer Geräte genutzt werden kann. Immerhin bietet die Boom 2 mit bis zu 17 Stunden Laufzeit noch immer ausreichend Kapazität, um damit zwischendurch auch mal das Smartphone aufzuladen oder dergleichen.

Die angegebenen 17 Stunden habe ich im Test nicht ganz erreicht, mit 16 Stunden und 42 Minuten aber gar nicht so weit davon entfernt. Abhängig ist die Laufzeit natürlich auch davon, ob ihr nun mit den standardmäßigen 60 Watt oder dauerhaft mit BassUp-Technologie mit 80 Watt Musik abspielt. In meinem Fall schalte ich sie mittlerweile gar nicht mehr aus, da mir das Mehr an Bass sonst nach einer Weile fehlen würde – Geschmäcker eben.

Der Sound geht absolut klar, wenngleich ein wenig mehr Augenmerk auf die Basswiedergabe gelegt worden zu sein scheint. Dennoch klingen auch Mitten und Höhen noch sehr sauber, Gesang ist klar zu verstehen und selbst in hohen Lautstärken leistet sich der kleine Brüllwürfel keine Ausreißer.

Einen Trageriemen oder dergleichen hat man nicht, hier reicht bei der kompakten Größe aber auch der feste Tragegriff zum Transportieren. Jener bietet an der Unterseite zudem eine Art Riffelung, damit der Griff noch weniger in der Hand rutscht. Über die kostenlose App aktualisiert ihr nicht nur die Firmware des Geräts, auch lassen sich hier die wichtigsten Funktionen und die Equalizer einrichten.

Eine weitere Verbindungsoption neben Bluetooth nennt sich PartyCast, die der geneigte Soundcore-Nutzer sicherlich schon kennt. Hiermit lassen sich weitere Soundcore-Lautsprecher mit dem Boom 2 verbinden, PartyCast synchronisiert dann die Musik und Rhythmus-abhängige Lichteffekte über alle verbundenen Lautsprecher. Genau wie schon beim Motion Boom Plus wollte ich dann doch wissen, ob Wasser dem Boom 2 wirklich nichts anhaben kann. Immerhin ist das Gerät nicht nur entsprechend IP-zertifiziert, sondern soll auch schwimmen können.

Letzteres habe ich noch im heimischen Badezimmer bestätigen können. Da es in den vergangenen Tagen immer wieder regnete, habe ich den Boom 2 schlicht zwei Tage lang im Garten am Trampolin hängen lassen. Nicht nur, dass der Akku weiterhin trotz Kälte voll aufgeladen war, auch der Wiedergabefähigkeit und dem Klang konnte das Wetter nichts anhaben. Dem Musikspaß am Strand und Pool steht damit jedenfalls nichts im Wege. Vom Hersteller gibt es jedoch keine Aussagen zu Reaktionen mit gechlortem oder salzigem Wasser – hier wäre ich einfach weiter vorsichtig.

Am Ende bin ich vom Gesamtpaket Boom 2 sehr angetan. Der Preis geht im Verhältnis zum Gebotenen klar, zumal das Gerät viel eher mit dem großen Motion Boom Plus mithalten kann, als dass man es mit dem ersten Motion Boom vergleichen müsste. Top Klang, wasser- und staubfest, kompakt und optional auch noch beleuchtet – definitiv ein gelungenes Update für 2024.

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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4 Kommentare

  1. Mir fehlen noch Angaben zu Gewicht
    Deswegen hier mal
    Abmessungen (BxHxT): 296 x 185 x 101 mm Gewicht:1,6 kg

  2. Brüllwürfel 🙂 ich brech ab… genial

  3. Speicherkarteneinschub wäre nice weil wenn ich unterwegs 17 Stunden per Smartphone streamen will ist eher das Smartphone leer wie die Box oder?

  4. schBenedikt says:

    Gibt es eine Möglichkeit, diesen in ein Smartes Home zu integrieren?
    (z. B. Home Assistant, Apple Home, Google Home, Alexa)?
    Vielen Dank schon im Vorraus!

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