Android: Der Nikolaus bringt das Ende von Nearby-Benachrichtigungen mit

Es gibt sie schon seit einigen Jahren und sicher habt auch ihr schon das eine oder andere Mal von ihnen Gebrauch machen können oder sie zumindest auf eurem Android-Smartphone eingeblendet bekommen – die Nearby-Benachrichtigungen. Hierbei handelt es sich ganz simpel gesagt um Benachrichtigungen, die immer dann auf eurem Display erscheinen, wenn beispielsweise kostenloses WLAN in der Nähe genutzt werden kann oder ein Museum via Locations-basierter Beacons eine digitale Führung per Smartphone anbietet.

Doch pünktlich zum Nikolaustag, den 6. Dezember dieses Jahres, wird Google die Unterstützung für jene Benachrichtigungen einstellen. Grund hierfür sei vor allem, dass sich in den letzten Jahren leider zeigte, wie stark jenes Feature immer mehr für Spam und irrelevante Informationen missbraucht worden ist. Da diese Entwicklung nicht mit den Qualitätsansprüchen, die Google an sich und seine Technologien stellt, vereinbar war, möchte man sich nun lieber von diesem Feature trennen. App-Entwicklern gibt Google diesbezüglich noch folgendes mit auf den Weg:

On December 6th we will stop delivering both Eddystone and Physical Web beacon notifications. You will still continue to have access to the beacon dashboard and can deliver proximity based experiences similar to Nearby Notifications via your own apps using our Proximity Beacons API. We have two related APIs, Nearby Messages and Connections, that are available for developers to build device-to-device connectivity experiences, and also have Fast Pair, for device discovery and pairing. We will continue to invest in these APIs and support products using these technologies. We sincerely appreciate the efforts of the Android developer community in supporting and evolving Nearby technology and the feedback that has helped us improve. We look forward to continuing to deliver engaging proximity experiences to users and seeing what developers create within their apps with our APIs.

via Android-Entwicklerblog 

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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6 Kommentare

  1. Da gehe ich leider voll mit. Ich hatte mich damals echt auf das Feature gefreut, aber zu 90% bekomme ich Spam von Snackautomaten auf U-Bahnhöfen usw .
    Zumindest hier in Berlin macht das keinen Spass .

    • was heißt hier SPAM? Ihr möchtet Werbung haben und von div. Rabatten profitieren aber keiner will die Infos dazu bekommen. das verstehe ich nicht. ich höre nur: ich will Rabatte haben aber keine Werbung auf meinem Handy… Ich höre hier nur MIMIMIMI. schaltet Nearby ab und GUT ist.
      Nearby ist super klasse. um Rabatte zu bekommen. Hier wird ein MIllionen Geschäft vernichtet.
      Arbeitsplätze werden jetzt in 6 Wochen vernichtet………… Ich habe es für SUPER empfunden habe auch hier meinen Unterhalt bestreiten können. leider ab 6 Dezember nicht mehr DANKE GOOGLE
      Vor allem war es Umweltfreundlich. Hier könnte man Papier für Flyer usw. einsparen.
      Hier regt sich keiner auf wenn die Flyer überall herum geworfen werden und so die Umwelt Verschmutz wird, seltsam, Nearby ist ein super Gedanke, das jetzt so einfach von heute auf morgen abzuschalten, ist sehr schade. Ohne eine alternative anzubieten. Danke Google

  2. Habe mir vor kurzem Bluetooth Kopfhörer gekauft und bekam die ersten Benachrichtigungen der Telekom.
    Am Sonntag habe ich dann einfach mal ganz frech bei der Telekom nachgefragt auf welcher Grundlage (DSGVO…) die mir einfach Benachrichtigungen aufs Handy senden.
    Erst danach habe ich gesehen, dass es diese Nearby APP ist.

    Denke aber mit der DSGVO sollte das ganze System eh nicht vereinbar sein?

    • Solange keine persönlichen Daten gespeichert oder verarbeitet werden und nur ein Hinweis dein Gerät erreicht sollte das meines Erachtens DSGVO-konforn sein. Hab aber keine Ahnung wie das System tatsächlich funktioniert….

      • Peter Brülls says:

        Zumindest mit Bluetooth-Beacons ist es klar: Die senden da ständig zwei IDs und es ist Aufgabe der OS darauf zu reagieren.

        Bei iOS muss man aktiv einstellen, auf welche IDs das Gerät reagiert, ist dann üblicherweise die Aufgabe einer App, die IDs kennt und beim Location Service hinterlegt, dass es benachrichtigt werden möchte. Ich benutze das mit Geofency mit eigenen BTLE-Beacons, so dass das Telefon weiß, wann ich das Büro betrete und verlasse und darüber Buch führt.

        Google, so verstehe ich das, hatte da einen allgemeinen Dienst. Kein Wunder, dass der für Spam missbraucht wurde.

        • BT Beacons haben nichts mit Nearby zu tun, bzw. nur am Rande… Bei Nearby geht es um Benachrichtigungen von POIs usw. direkt auf dem Display.
          BT Beacons usw. kann man auch bei deaktiviertem Nearby nutzen. Leider nutzen aber eben nicht nur „wichtige“ Sender die Funktion, sondern auch viele nutzlose Geräte (wie die oben von mir erwähnten Snackautomaten).
          Ich bin neulich mal über den Kudamm gelatscht und alle paar Minuten kam ne Message, allerdings zu 95% eben „pseudo-werbung“.

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