Android 13: Das Ökosystem wächst weiter zusammen

Greifen Leute oftmals zu Apple, dann heißt es, „das Ökosystem“ sei der Grund. Und das kann man doch an vielen Ecken und Enden verstehen, da greifen viele Zahnräder wirklich schön ineinander. Google hatte es sich mit Android 13 bereits auf die Fahne geschrieben: In puncto Ökosystem soll auch bei Android etwas passieren. Im Rahmen der Google I/O hat man nun zahlreiche Szenarien gezeigt, wie man sich da das Zusammenwachsen des Ökosystems so vorstellt.

Google Cast ist Googles Protokoll, um Video- und Audio-Inhalte auf andere Geräte zu übertragen. Sei es den Google TV oder auch die Smart Speaker. Das Cast-Protokoll bedarf in meinen Augen etwas mehr Pflege, vielleicht kommt die künftig. Denn: Google plant, das Cast-Protokoll auf weitere Gerätschaften auszuweiten. Einzug soll Cast auf dem Android-Smartphone oder dem Tablet in die Google-TV-App halten. Dient dazu, Filme und Serien eben auf den großen Screen zu werfen.

A tablet casting a movie from the Google TV mobile app directly to a TV.

Einzug halten soll Cast zudem auf Chromebooks und Autos mit „integriertem Google“ – gemeint ist da wohl Android Automotive. Praktisch, wenn man da an der Ladestation eben die Inhalte übers Smartphone aussuchen, aber auf der Medieneinheit im Auto abspielen kann. Zudem wird eben auch ein Chromebook zum potenziellen Empfänger – ganz ohne Chromecast.

Im Rahmen der CES hatte man bereits den Gerätewechsel für Kopfhörer gezeigt. Da kann man dann einfach vom Android-Smartphone zum Android-Tablet wechseln und die Kopfhörer folgen – sowie vice versa. Kennen wir bereits: Machen Samsung und Apple genauso. Bei Google ist das künftig aber eben ins System integriert und unabhängig vom Kopfhörer-Hersteller.

Earbuds switching the audio from a recipe video on a tablet, to a phone next to it receiving a phone call

So soll die Funktion „in den nächsten Monaten“ auf diversen „ausgewählten“ Kopfhörern einziehen. Da nennt man nun auch mit Sony, JBL erste Partner. Verfügbar ist das Ganze aber auch auf den eigenen Pixel Buds – neu vorgestellt hat man da die Pixel Buds Pro. Man arbeitet da unter anderem mit Qualcomm zusammen, damit auch weitere Chips kompatibel werden. Klingt ganz danach, als können da auch auf dem Markt befindliche Kopfhörer per Update nachgerüstet werden. Da ist Jabra ja oft sehr vorbildlich. Schauen wir mal, was sich da tut, auch bei Sony, die eben zu den ersten Partnern gehören und deren Kopfhörer wohl sicherlich bei einigen Nutzern noch für Jahre im Einsatz sein werden.

In Zusammenarbeit mit Qualcomm bringt man zudem Spatial Audio für Android voran. Mittels Kopfbewegungen passt man da den Sound an, sodass ein räumliches Klangerlebnis entsteht. Unterstützt wird zudem LE Audio als Codec – geringere Latenzzeiten bei höherer Audioqualität verspricht man da. Als Partner für Spatial Audio nennt man unter anderem Samsung, OnePlus, aber auch Sony. Auch die frisch vorgestellten Pixel Buds Pro werden per Update mit der Funktion versehen.

Zudem arbeitet man auch an einer geteilten Zwischenablage. URL oder Foto auf dem Smartphone kopieren und auf dem Tablet einfügen – oder umgekehrt – sei dann kein Problem. Besagte Funktion zur Zwischenablage soll mit Android 13 für Smartphones und Tablets bereits im Herbst folgen. Phone Hub auf einem Chromebook soll ebenfalls um geräteübergreifende Funktionen reicher werden. Da wäre die Möglichkeit, Messaging-Apps des Smartphones direkt auf ein Chromebook zu streamen.

A phone sending a chat message, with the replies appearing on a laptop for responding and continuing the conversation

Auch das Zusammenspiel mit Matter hat man kurz gezeigt. Daher hier nur kurz erwähnt.

Fast Pair erlaubt bereits das schnelle Koppeln von Kopfhörern mit Android-Smartphone, Chromebook oder auch dem Google TV. Fast Pair wird für Smart-Home-Gerätschaften ausgeweitet. Heißt: Mit nur wenigen Klicks soll sich ein neues Gerät dann ins Netzwerk aufnehmen lassen.

A phone showing the process of connecting a smart plug into the Google Home app with Fast Pair for Matter-enabled devices

Bleibt zu hoffen, dass auch alles so kommt, wie von Partnern und Google gedacht.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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12 Kommentare

  1. Ganz ehrlich. Das klingt alles nach copycat von Apple. DAS als Strategie vorzustellen, ist so ziemlich das langweiligste, was man erwarten durfte. Hätten sie wenigstens zu 2-3 Punkte sehr konkrete Fortschritte präsentiert, so hätte man dies abnehmen können. Der Wunsch, Apple in Sachen Ökosystem nahezukommen, ist nun sicher viele viele Jahre alt. Aber allein der Wunsch bringt gar nichts. Man sieht es beim nun schon jahrelangen vergeblichen Versuch, Hardware und Software aus einer Hand anzubieten. Auch da läuft Vieles noch nicht rund genug. Apple hat sein Ökosystem und die Abstimmung von Hard- umd Software über sehr viele Jahre entwickelt und war dabei viel freier als es Google jemals sein wird. Gerade die Masse an angeteaserten Planungen lässt mich da an frühere IOs erinnern, wo auch das Blaue vom Himmel versprochen wurde und bis jetzt senig davon überhaupt noch auf der Agenda steht.

    • Das war vielleicht eine der Strategien. Die Hauptstrategie war für mich eindeutig die Philosophie das Leben der Menschen zu verbessern und das ist derzeit einzigartig. Würdest du ein Pixel 6 nutzen wüsstest du um was es geht.

      Ich bin so ziemlich weg von Apple, ich vermisse nichts, Null Komma nix. Alle Apps die ich nutze laufen über die Cloud und sind auf iOS und Android verfügbar. Ich kann wunderbar meine Google Docs Dokumente Geräteübergreifend bearbeiten. Man muss sich halt nur Mal etwas mit der Materie befassen.

      Apple funktioniert auch nicht so supertoll Geräteübergreifend. Es klemmte bei mir eigentlich immer. Die Cloud kostet extra damit ich das vielleicht Mal anständig hätte nutzen können. Schneller Airpods Geräte Wechsel? Pustekuchen. Übrigens nutze ich seit 2008 Apple also erzähl mir nix! Es hat ein Grund warum mich Apple nicht mehr überzeugt aber das ist ein anderes Thema.

      • Als langer Pixel Nutzer und jetzt bei Apple kann ich dem nur widersprechen. Apple hat ein Ökosystem, wovon Google bisher nur träumen kann. Ein Backup zu machen und ein neues Handy einzurichten dauert bei Android bei vielen Dateien und Apps Stunden, bei Apple wenige Minuten und ich bin in einigen Apps schon angemeldet. Beim Tablet ist Google Jahre zurück, es gibt schlicht viel zu wenige gute Apps dafür angepasst. Das iPad ist weit davon entfernt ein Produktivgerät zu sein, wenn man appübergreifend arbeiten muss, aber deutlich besser als alles bei Android. Die Apple Watch ist auch deutlich ausgereifter. Meine Galaxy Watch hatte deutlich die Nase vorn bei Fitnesstracking nativ durch Samsung, aber alles andere hat gefehlt. Für AW gibt es immerhin eine gute Auswahl an Apps.

      • Offenbar ist da ein ganz anderes tehma, denn du hast null Punkte gebracht, die überzeugt hätten. Welches Tablet, welcher Laptop kann denn mit Apples Produkten von Google mithalten. Die haben ja nicht mal was im Regal. Und ganz ehrlich, das Pixel als Ersatz für ein aktuelles iPhone anzuführen, entlarvt dich doch endgültig als verbitterten Geizhals, der seine getroffene Entscheidung im Nachhinein unbedibgt rechtferigen will.

  2. Ich bin mal gespannt wann google erste Ergebnisse abliefert und vor allen Dingen von welcher Qualität diese sein werden. Bisher merkt man leider immer noch an vielen Stellen, dass Funktionen gerade bei der Integration ins Ökosystem bei Apple um Welten sauberer umgesetzt sind als bei Apple.

    Schade, dass google dieses Thema seit vielen Jahren derart sträflich vernachlässigt hat.

    • Schwer verständlich aber das stimmt so nicht, falls ich es richtig verstanden habe. Google Dienste laufen um Welten besser auf Android als auf iOS und das ist Fakt. Auf iOS gibt es noch nicht mal mehr Google Assistent, der meiner Meinung nach der Beste Sprachassistent auf Smartphones ist. Die WatchOS App ist extrem schlecht auf iOS, vor allem komplett gunktionsbeschränkt, eine Uhr auf iOS damit einzurichten ist mehr als schlecht zu machen, vermutlich wieder so ein Apple Ding damit man ja die AW kauft.

  3. Also mit einer eigene Watch, Smartphone, Tablet und Chromebook mag Google das ja vlt. irgendwann mal hinbekommen.

    Aber seit dem ich mehre Apple Gerätschaften besitze, merkt man eben doch wie da ein Rad ins andere greift.

    Problem bei Android ist eben, selbst wenn Google was ins System einbaut, heißt es ja nicht, dass man es nutzen kann, da viele Hersteller doch mit ihren UI`s ihr eigenes Ding machen.

    Auch hat Google schon viel versprochen, es dann mistig umgesetzt, um es dann irgendwann wieder einzustampfen. Aber lassen wir uns überraschen. Fest steht jedenfalls, die Watch 4 mit dem hochgelobten Wear(OS) 3 ist auch noch sehr naja mit viel Luft nach oben.

  4. Und erst recht die Integration mit Laptop/Desktop ist bei Apple um Längen besser als mit Android/Windows.

    • KaaaFuuuKooo says:

      Hier hat Samsung nebst Apple‘s Ökosystem klar die Nase vor allen anderen Android Herstellern, auch Google selbst, weit vorn.
      Mit One Ui for Windows, den Smartphones, den Watches, den Tablets und den Notebooks von Samsung greift alles auch geräteübergreifend wie Zahnräder und One UI for Windows bei den Galaxy Books sieht auch noch 1zu1 auf dem Notebook aus wie auf dem Smartphone, mit den Vorteilen von Windows selbst.
      Ich bezweifle, dass Google hier etwas Vergleichbares auf die Beine stellen kann. Vor allem wegen ihrer Chromebooks sowieso nicht.

  5. OutOfOrder says:

    Gibt kaum was toxischeres auf Cashys Blog, als wenn jemand damit beginnt, Apple und Android oder andersherum Vergleiche in den Kommentaren zu ziehen.
    Da wird direkt die ganze Kommentarspalte übersprungen.

  6. Das ganze steht oder fällt m. E. mit der Integration in die Windows-Welt – denn weder mac-Computer noch Chromebooks sind der Standard in Unternehmen oder im Privathaushalt. Nur wenn hier das geschlossene und nahtlose Benutzer-Erlebnis hergestellt werden kann könnte da Google wirklich punkten. Denn iOS-Nutzer sind tendenziell wohl eher auch auf Tablets oder Computern mit MacOS unterwegs als Leute die ein Phone mit Google-basierten Apps nutzen einheitlich oder auch nur mehrheitlich Chrome-OS nutzen. Denn: erst war der mac und sein OS dann kam iOS dazu und wuchs langsam mit den Macs zusammen. Bei Google-Diensten auf Android-Telefonenen ist es andersrum: Chromebooks sind noch viel zu neu und unbedeutend im Verhältnis zu Windows und selbst Mac-OS-Computern … da fehlt einvach der nahtlose übergang zu Desktop und Notebook . Und im Tabletmarkt dominiert auch iOS und nicht Google.

  7. Das sind alles tolle Entwicklungen und zu Chromebooks gab’s auch tolle News auf der Google I/O!
    Nearby Share funktioniert schon super mit meinem Pixel und Pixelbook.
    Pushbullet benötige ich dann bald nicht mehr, um Texte (oft) oder Bilder (1x im Monat?, da Gdrive & Fotos) vom Pixel ans Chromebook oder andersherum zu schicken.
    Seit 2018 immer hauptsächlich im Google Ökosystem. Wird immer besser!
    MacBook Air M1 nur noch für Adobe Premier Pro und gelegentlich Photoshop.
    iPhone SE 2020 und iPadMini 6 verstauben, außer wenn ich neue Inhalte erstelle, in denen ich beschreibe, wie das Gelcihe in der Google Welt geht.
    Auch nach 4-5 Jahren, in denen ich jetzt versuche irgendwie mit dem Apple Ökosystem klar zu kommen und Freude daran zu finden, hat’s mich bis jetzt nicht gepackt :p Die Bedienung (macOS, iPadOS, iOS) ist nicht so meins und AirDrop brauche ich nur für den Austausch von Texten. Nutzt ihr Apple Fans das wirklich zum Austausch von Fotos zwischen iPhone und MacBook und nicht Apple Fotos?

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