Amazon verbietet Verkauf von USB-C-Produkten, die nicht den Standards entsprechen

artikel_usbcBenson Leung, Kämpfer gegen falsch gekennzeichnete USB-C-Kabel, hat bei Amazon eine neue Entdeckung gemacht. Diesmal ist es nicht etwa ein Kabel, das sein Chromebook Pixel 2 schrotten würde, sondern eine Änderung seitens Amazon bezüglich des Verkaufs von USB-C-Kabeln. Zu finden in den „verbotenen Einträgen“ befinden sich nun auch USB-C-Kabel, die nur dann verkauft werden dürfen, wenn sie den Spezifikationen der „USB Implementers Forum Inc.“ entsprechen. Ist dies nicht der Fall, dürfen die Kabel oder Adapter nicht verkauft werden. Klingt erst einmal toll, hat aber auch einen großen Haken.

[color-box color=“gray“ rounded=“1″]Any USB-C™ (or USB Type-C™) cable or adapter product that is not compliant with standard specifications issued by “USB Implementers Forum Inc.”[/color-box]

Was theoretisch verboten ist, ist in der Praxis schwer nachvollziehbar. Amazon wird kaum alle angebotenen Kabel und Adapter überprüfen, es liegt also letztendlich an den Verkäufern, diese Regeln einzuhalten (oder es so lange zu probieren, bis man zufällig auffliegt). Dennoch ein wichtiger Schritt, da er dafür sorgen dürfte, dass so einige „schädliche“ Angebote verschwinden werden, vor allem wenn Menschen wie Benson Leung weiterhin die Angebote testen und entsprechend melden.

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10 Kommentare

  1. Ich kann mir vorstellen, daß dies zwar weniger den Verkauf verhindert, aber Regressansprüche der Kunden stärkt. Denn wenn der Kunde geschädigt wurde und den mangelhaften Standard nachweist, geht u.U. Amazon gegen den Händler vor, weil er gegen die Verkaufsbedingungen verstoßen hat. Dies könnte u.U. bei Schadensersatz hilfreich sein.

  2. „Zu finden in den „verbotenen Einträgen“ befinden sich nun auch USB-C-Kabel, die nur dann verkauft werden dürfen, wenn sie den Spezifikationen der „USB Implementers Forum Inc.“ entsprechen.“

    Formulierung!

  3. Ich finde den „großen Haken“ nicht! 😉

  4. Augenwischerei. Amazon geht selbst bei offensichtlichen Markenfälschungen wie Originalkabeln, Kopfhörern oder Ersatzakkus nicht auf Hinweise ein, sondern speist die Kunden ab.

    Als ich eine nur leidlich gut gemachte Kopie eines Samsung Akkus bei einem Händler gekauft habe, hat Amazon mich nur darauf hingewiesen, dass ich diesen doch einfach zurückschicken könne. Derselbe Händler bietet nach wie vor den Artikel an und nach mir fallen noch weitere Kunden darauf rein.

  5. und wie merkt man als Kunde, dass das Kabel den Spezifikationen entspricht, bevor eine Gerät hinüber ist?

  6. Was Oliver sagt, passiert sogar bei Amazon selber, nicht nur bei Dritthändlern. Amazon hat auch schon selber über „Prime“ gefälschte Markenakkus verkauft. Dazu gab’s auch mal eine Untersuchung von Heise.

  7. Ich finde es eine gute Haltung von Amazon Produkte aus dem Programm zu nehmen, welche dem Kunden schaden könnten – das gleiche ist ja vor Wochen mit den dauerhaft abbrennenden Hoverboards auch schon passiert.

    In welchem Ausmaß Amazaon das jetzt kontrollieren kann, ist natürlich ne andere frage…

  8. Ich finde diese Panikmache von diesem Google Mitarbeiter furchtbar. Hat man es so nötig Kabel schlecht zu machen, nur weil deren eigenen Geräte nicht mit diesen Kabeln umgehen können?
    Man hat noch nirgendwo gehört,dass ein billiges Type C Kabel irgendwelche Geräte zerschossen hat ausser bei einem Nexus Smartphone oder Chromebook. Das Problem liegt wohl eher bei Google Geräten als an den Kabeln. Sollen sie ihre Geräte günstiger verkaufen, dann würden Kunden diese auch nutzen und man hätte diese unnötige Werbung um andere anzukreiden nicht nötig.

  9. @steffen nur dass wenn man dann offensichtlich sieht dass bspw sachen falsch gepolt sind etcund offensichtlich gegen den USBc Standard verstoßen, na dann…

  10. @steffen, das dafür verantwortliche Kabel war – soweit ich mich erinnern kann- gar nicht mal so günstig. 40USD rum oder so…

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