Amazon Echo Link und Amazon Echo Link Amp starten in Deutschland

Amazon macht auf Sonos (Sonos Amp). Zumindest ein bisschen. Bereits im September 2018 stellte Amazon die neuen Audio-Lösungen Amazon Echo Link und Amazon Echo Link Amp vor. Die starten nun auch Deutschland. Für Cord-Cutter und Streamer sind die beiden Geräte eine Antwort auf eine Frage, die nie gestellt wurde. Sie richten sich nämlich an Menschen, die entweder noch ein klassisches Audio-Setup („Stereoanlage“) oder zumindest ordentliche Passivboxen haben.

Echo Link

Echo Link Amp und Echo Link sind Stereo-Produkte mit mehreren Optionen für Audio-In und Audio-Out. Etwa sind als Schnittstellen Ethernet und Coaxial an Bord. Der Link ist dabei aber nur als Verbindung zu einem bereits vorhandenen Receiver oder Verstärker konzipiert, während der Echo Link Amp einen eigenen Dual-Verstärker mit 60 Watt mitbringt – hier lassen sich dann also ganz direkt bereits vorhandene Lautsprecher anschließen.

Auf Mikrofone verzichten sowohl der Echo Link Amp als auch der Echo Link, da sie für den Einsatz in Verbindung mit Echo-Lautsprechern konstruiert worden sind. Im Grunde fungieren beide Produkte als zwischengeschaltete Lösungen zwischen den Echos und einer bereits vorhandenen Stereo-Anlage, mit der ihr sonst eure Musik genießt.

Amazon richtet sicher hier also an Menschen, die höhere Ansprüche an Audio haben. Theoretisch könnte man ja auch einfach einen Echo mit Audio-out an die Stereoanlage anschließen und hätte quasi schon die reinen Software-Funktionen abgedeckt. Und wer will, der soll wohl auch ein Multiroom-Setup bestehend aus klassischen Echo-Lautsprechern und Echo Link / Link Amp einrichten können – hierzu muss ich sagen, dass das bei mir nicht klappen wollte. Die Echos untereinander hätten funktioniert, sobald ich Link oder Link Amp auswählte, waren die anderen Lautsprecher nicht mehr anwählbar.

Hier einmal die reine Übersicht über die Möglichkeiten.

Device Echo Link Echo Link Amp Ecjo Dot
Overview Stream hi-fi music to your stereo system Stream and amplify hi-fi music to your speakers Add Alexa to any room
Streaming music * * *
Amplifier 2 channel, 60W at 8 Ohms, Class D Digital Amplifier
Built-in microphone *
Works in a multi-room speaker group * * *
Audio inputs Analog (1 x L/R RCA), Digital (1 x Coaxial RCA, 1 x Optical Toslink) Analog (1 x L/R RCA), Digital (1 x Coaxial RCA, 1 x Optical Toslink)
Audio outputs Analog (1 x L/R RCA, 1 x Subwoofer RCA), Digital (1 x Coaxial RCA, 1 x Optical Toslink) Analog (1 x L/R RCA, 1 x Subwoofer RCA), Digital (1 x Coaxial RCA, 1 x Optical Toslink), L/R Speaker Binding Posts 3.5mm output jack
Headphones output TPA6120A2 High Fidelity Stereo Headphone Amplifier with 3.5mm output jack TPA6120A2 High Fidelity Stereo Headphone Amplifier with 3.5mm output jack 3.5mm output jack
Analog Line-out Performance Dynamic Range: min 94dB
THD: < 0.008%
Channel Separation: min 100dB
Dynamic Range: min 94dB
THD: < 0.008%
Channel Separation: min 100dB
Dynamic Range: min 80dB
THD: < 0.04%
Channel Separation: min 80dB
Ethernet 1xRJ45 connector 1xRJ45 connector

Ihr könnt somit – je nach Setup – also nicht nur euren Plattenspieler anschließen und nutzen, ihr könnt auch die bei Amazon hinterlegten Musikdienste hören, alternativ euer Smartphone zum Streaming einsetzen. Vielleicht ganz cool: Durch den optischen Eingang kann man vielleicht den modernen TV noch an die „gute alte“ Anlage mit ihren Lautsprechern bringen, wenn diese ordentliche Boxen hat.

Eingerichtet werden die Geräte klassisch über die Alexa-App von Amazon, da verhält es sich 1:1 wie bei den Echo-Lautsprechern. Hier muss man schauen, was man machen möchte, denn bekanntlich kann man einen Amazon Echo ja lediglich als Empfänger für Befehle nutzen, die Audio-Ausgabe kann über das Festlegen von Amazon Echo Link oder Amazon Echo Amp als Standardlautsprecher ja umgebogen werden – funktioniert bekanntlich auch mit Sonos-Lautsprechern. Über die Alexa-App können Nutzer die Bässe, Mitten und Höhen des Echo Links oder Echo Link Amps einstellen. Sie können auch die Frequenzweiche (bei Verwendung eines angeschlossenen, aktiven Subwoofers) und die linke/rechte Balance ändern. Natürlich kann man den Bass auch via Sprache steuern, oder den Equalizer resetten.

Echo Link Amp

Echo Link Amp

Wie schaut das bei euch aus? Seid ihr da die Zielgruppe für einen Amazon Echo Link oder Amazon Echo Link Amp? Falls ja, lasst gerne hören, wie euer zukünftiges Setup aussehen soll.

Der Amazon Echo Link und Amazon Echo Link Amp sind ab sofort bei Amazon in Deutschland zu haben. Der Amazon Echo Link kostet 199,99 Euro und der Amazon Echo Link Amp 299,99 Euro. Natürlich ist man da günstiger als Sonos mit deren Amp oder Connect, auf der anderen Seite finde ich die Sonos-App mit ihren vielen Integrationen besser gelöst. Des Weiteren – auch wenn man audiophile Menschen ansprechen will – hätte man ein optional deaktvierbares Mikrofon (für Alexa) einbauen können.

Der Amazon Echo Link ist eine gute Option, wenn man bereits Echo-Benutzer ist und dem bestehenden Stereo-System einen hochwertigeren Sound hinzufügen möchte. Wenn man keinen eigenen Verstärker und Lautsprecher besitzt oder sich nicht so sehr um die Klangqualität kümmert, dann braucht man den Link nicht, sondern nutzt einfach einen Echo (Dot) und seinen Audioausgang.

Der Echo Link kostet 199,99 Euro, der Echo Link Amp schlägt mit 299,99 Euro zu Buche.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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19 Kommentare

  1. Der Amp hört sich wirklich interessant an, aber nachdem ich den Preis gesehen hab, ist das Interesse schnell wieder verflogen 😉

  2. Das sind echt so Nischenprodukte.
    Den Link könnte ich mir gerade noch so vorstellen, für Leute, die ihre alte Stereoanlage mit einzelnen Decks von vor 20 Jahren um den Empfang von Streamingdiensten erweitern möchten. So eine Stereoanlage von damals hat wenigstens noch Qualität.

    Wenn ich nur einen AVR habe, der noch nicht nativ auf Streamingdienste setzt, würde ich mir das Geld statt für den Link lieber anteilig für einen neuen AVR zur Seite legen und mir so lange anderweitig behelfen.

    Aber bevor ich mir den Amp irgendwo hinstelle – da müssen dann ja auch wieder noch Lautsprecher bei – würde ich mir für das Geld lieber ein Paar Aktivlautsprecher besorgen. Da findet sich in der Preiskategorie garantiert was, mit ähnlichen Anschlussmöglichkeiten.

    Für wen das Geld eh keine Rolle spielt, für den gilt eh: Haben ist besser als brauchen. Weshalb es dann auch keine Kontra-Argumente gibt.

  3. Verstehe ich nicht. Wieso nicht einfach einen Dot an die Stereoanlage hängen? Wozu brauche ich da noch was dazwischen?

    • Wegen der Qualität?

      • Good point. Aber wer Wert auf Qualität legt, hat längst nen vernünftigen DAC. Ich glaube, dass es für die Echo-Links keine große Zielgruppe gibt…

        • Hast Du einen Tipp, mit welchem DAC ich z.B. Spotify auf meiner Stereoanlage abspielen kann? Welche Konfiguration ist empfehlenswert? Habe im Moment auch „nur“ einen Dot an der Anlage hängen. Danke.

          • Ich nutze den Auralic Aries Mini, der ist nicht billig, dafür aber ein ausgewachsener Streaming Client. Tippitoppi Gerät, aber er setzt zwingend IOS voraus.

    • Eugen Zimmermann says:

      Oh, ich hab einen Dot an meiner Soundbar hängen, aber der Klinke-Ausgang an dem Teil ist das Letzte. Ein Dot mit optischem Ausgang wäre super. Den Link könnte ich mir auch vorstellen, um auch nicht ständig Alexa „stumm“ zu haben, wenn die Anlage aus ist oder stattdessen das Kabel ziehen zu müssen. Aber bei dem Preis frag ich mich, wer das kaufen soll.

  4. mapleleafsmauri says:

    Teufel – Connector + eigene Stereoanlage (5:1 JBLs) + 2x Teufel Lautsprecher für die Beschallung in anderem Raum

  5. Also ich habe mir nen 20 Euro Bluetooth Empfänger für die Stereoanlage gekauft und den Echo bei Bedarf damit verbunden. Reicht vollkommen.

    • Genau so löst man das Problem, das geht nicht nur mit der 35 Jahre alten Heimanlage, sondern auch mit Bluetooth Kopfhörer, deswegen reicht ein Eco Dot völlig aus, selbst das telefonieren funktioniert hervorragend, den kann man nicht mehr verbessern höchstens kaputt Patchen z.b ein paar Mikrofone abschaltet so das man die Kommandos brüllen muss , wie bei einem schwer hörigen Familien Mitglied

  6. Ralf Grafe says:

    Ich verwende seit Jahren ein Echo Show als Zuspieler für meine Steroanlage. Die angeschlossene Class-D Endstufe schalter sich selber ein und aus, wenn sie ein Musiksignal sieht (hört).
    Warum die für so ein Teil 199€ aufrufen, entzieht sich meines Verständnisses. Und mit 60W ist der Amp eh zu schmalbrüstig für vernünftige Lautsprecher. Haben die keine Elektroingenieure in der Entwicklung und im Marketing?

    • Biff Tannen says:

      Das sollte in den allermeisten Fällen schon deutlich ausreichend Leistung sein. Vernünftigen Lautsprechern reicht eigentlich auch ein kleiner dimensionierter Verstärker. Zwei-Wege Lautsprecher kommen in der Regel selbst bei erhöhter Zimmerlautstärke eher selten über einen einstelligen Watt-Bereich. Man wird den Verstärker in einem normalgroßem Raum auch mit Standboxen kaum voll ausreizen können.

      Wenn 60 Watt tatsächlich nicht reichen sollten, haben die Lautsprecher wohl einen äußerst bescheidenen Wirkungsgrad.

      • Genau das ist leider falsch. Wer mit grossen Lautsprechern einen 60W Verstaerker „ausreizt“, wundert sich oft wo auf einmal seine Hochtoener geblieben sind.
        Um einen Bassimpuls sauber zu produzieren braucht es schon etwas Leistung. Wenn die nicht da ist, clippt der Verstaerker und die dann reichlich vorhandenen Oberwellen grillen auf dauer die Tweeter. Das merkt der durchschnittliche Zuhoerer natuerlich nicht. Der Ingenieur schon.

  7. Meines Erachtens würden die Dinger nur Sinn ergeben, wenn sie (analoge) Zuspielgeräte per Multiroom weiterverteilen könnten, ähnlich wie der Soundtouch Wireless Link von Bose. Genau das können die Teile aber nicht.

  8. Hm, ich bin beim neuen Sonos Amp gelandet und damit sehr zufrieden. Er hat halt auch noch HDMI und lässt sich auch per Infrarot steuern. In Kombination mit FireTV Stick und Alexa über Echo Dot echt ne coole Sache.

    Da hüpft mir Amazon etwas zu kurz. Aber okay, andere Preisklasse.

    Grüße,
    Sebastian

  9. Mich würde der Link definitiv interessieren. Ich habe die ganze Wohnung mit Echos angeschlossen und nutze gerne ab und dann die Multiroom Funktion für Spotify Connect. Zb Echo Dot 3 im Badezimmer, Echo in der Küche und im Wohnzimmer hängt ein Echo Input schön versteckt am Yamaha Aventage mit Dali Speaker und alles läuft syncron. Nachteil ist halt einfach der Klang über den klinkenanschluß (in dem Fall Klinke auf Cinch) Es ist schon um einiges dumpfer, als zb spotify direkt über den Receiver. Daher wäre der Link für mich mal einen Test wert. Aber gerade deswegen wird es ein Nischenprodukt sein. Und wer weiß, beim Cyber Deal etc werden die bestimmt auch mal günstiger kommen.

  10. Immerhin steht die direkt in der Artikelbeschreibung das die Teile (noch?) unbrauchbar sind:
    ————–
    Wichtige Informationen
    Echo Link Amp unterstützt derzeit keine […], Umverteilung über den Line-Eingang sowie Multiroom-Musik über Audiokabel oder Bluetooth.
    ————–
    Genau diese Verteilung von Line-Signalen wäre ja DAS Feature, Um Musik auf ne Anlage/Aktiv-Boxen zu bekommen, gibts ja schon ‚Echo Input‘.
    Ideal wäre natürlich, wenn automatisch alle dafür ausgewählten Echos im Haus das Line-Signal abspielen, sobald sie nicht mit was anderem beschäftigt sind.

    Habe aktuell in Bad und Schlafraum je ein Kabel von der Musikanlage auf Aktivboxen. Die Musikanlage macht ‚alles‘, also gerade auch den Ton fürs Fernsehen (egal ob Receiver, FireTV, Netzwerkplayer, BluRay) und Webradio/Musik per Squeezebox.
    Zusätzlich steht inzwischen an beiden Stellen ein Echo. Musik läuft Standard ‚im Haus‘, egal welcher Echo angesprochen wird, Musik kommt überall raus.
    Die Kabel (und Boxen) könnte ich dann ersatzlos und ohne Funktionsverlust entfernen.
    Dann käme der Link an die Musikanlage und der Ton wäre weiterhin auch in den andren Räumen.

    Für Link und Link-Amp gäbe es Einsatzmöglichkeiten, so diese Geräte es (per Software) sinnvoll können:

    Amp: Für ‚am Fernseher‘. Wer ’nur‘ Stereo braucht, das aber mit gutem Klang kann seine alte Anlage ggf einmotten und die Boxen weiter verwenden. Neben dem Ton aus vermutlich 3 Quellen (Analog, Optisch, Coax) hat man so die Alexa-Möglichkeiten auf den Boxen. Frage: wie erfolgt die Quellenwahl? Und ist das Teil ‚immer an‘.

    Für den Link z.B. den Fall der Anlagen-Aufwertung zum Multiroom (was ja jetzt gerade noch fehlt).

    Jedenfalls sehe ich gerade keinen Grund, warum man statt solchen Geräten seine Anlage gegen eine mit eingebautem Streaming austauschen sollte. Wie der Fernseher bei mir nur das Bild anzeigt (weil FireTV, Chromecast o.ä. das Streaming einfach besser können und der separate Doppel-Tuner-HDD-Sat-Receiver seinen Job auch besser kann), so muss die Musikanlage nur Ton umwandeln (inkl Raumklang).
    Zusatzvorteil: Die jeweilige Quelle kann auch einfach mal weiterlaufen, ohne gerade aktiver Eingang zu sein.
    Die Squeezebox spielt immer Radio zu (ein Grund, warum Echo Input noch kein voller Ersatz ist).
    FireTV auf Pause und Nachrichten gucken, dann zurückschalten geht auch deutlich flotter als in der SmartTV Oberfläche alles neu aufzurufen.

  11. Ich hab zum Glück noch einen Chromecast Audio zu Hause. Allerdings fehlt mir die richtige Anlage dazu.

    Ständig gibt es neue (Audio-)Codecs, sodass man sich gar nichts neues mehr kaufen will. Aktuell würde es auf eine Soundbar hinaus laufen. Mal sehen… so lange müssen also die TV-Lautsprecher reichen.

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