9-Euro-Ticket: Nachfolger geplant, aber wesentlich teurer

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Die Regierung hat ein Entlastungspaket für Bürger  und Unternehmen beschlossen. 65 Milliarden Euro stehen da im Raum. Mit den ersten beiden früher im Jahr beschlossenen Paketen komme man damit auf insgesamt 95 Milliarden Euro, betonte Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin.

Teil jenes Paketes: der Nachfolger des 9-Euro-Tickets. Das ist über 52 Millionen mal verkauft worden – und die SPD hatte sich vor kurzem schon für einen bundesweit gültigen Nachfolger stark gemacht, der 49 Euro kosten soll. 49 Euro stehen nach den aktuellen Informationen auch im Raum, das würde aber nur den Einstieg markieren – Stand heute plant man im Rahmen von etwa 49 bis 69 Euro pro Monat.

So heißt es unter Berufung auf die Ampel-Koalition: Zudem ist die Bundesregierung bereit, den Ländern für ein bundesweites Nahverkehrsticket jährlich 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen, „wenn die Länder mindestens den gleichen Betrag zur Verfügung stellen.“

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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106 Kommentare

  1. 49 Euro für eigenes Bundesland lt Personalausweis und 69 Euro für bundesweit…
    Da wäre ich sofort dabei.
    Na sind wir mal weiter gespannt was auf uns zu kommt.

  2. Um 60€ wäre ein Schnäppchen, als Beispiel, Berlin AB bereits jetzt im Abo rund 65€ pro Monat. Womöglich aber deutlich teurer für Leute welche in ländlichen Gebieten ein Abo nutzen

    • Das BVG AB Firmenticket kostet nur 40€,
      mit den gleichen Vorteilen des normalen Tarifes 😉

      • Mit der Bedingung, dass es nicht übertragbar ist. Und die Firma muss die entsprechende Vereinbarung mit der BVG haben,deshalb nicht ganz vergleichbar.

    • HVV-Ticket für den Gesamtbereich kostet 260 Euro im Monat, aber ganz ehrlich: das ist ja immer noch günstiger, als ein Auto unterhalten und fahren zu müssen, weil der ÖPNV halt gar nicht vorhanden ist. Das ist eben das Ärgerliche an dem Ticket: Es werden wieder mal die Großstädter bessergestellt, alle müssen es bezahlen und die 3 Milliarden Euro, die da jetzt mehr reingehen, gehen eben nicht in bessere Verbindungen, damit ÖPNV endlich für alle benutzbar wird. Ich finds scheiße.

      • Deine Rechnung ist falsch. Das ist nur wieder „die anderen kriegen was und ich bleibe auf der Strecke“. Wenn diese 3 Milliarden nun nicht dafür verwendet werden, heißt dies nicht, dass es an anderer Stelle deshalb sinnvoller investiert wird. Ich verstehe was du möchtest und bin sogar auf deiner Seite, aber das sollte separat gelöst werden und nicht mit der jetzigen Diskussion verbunden werden. Am Ende kommt gar nichts zustande, wenn immer jeder mit seinen persönlichen Wünschen kommt und dadurch andere Sachen verhindert.

      • Oliver Müller says:

        Ich kann dieses „Mimimi, aber die Großstädter!“ echt nicht mehr hören. Dann zieh halt in eine Großstadt, wenn da alles so viel besser ist.

        So funktionieren nun mal Steuern. Es wird auch Diesel mit meinen Steuern subventioniert, ich tanke aber keinen Diesel, muss den Diesel-Fahrern aber trotzdem den günstigeren Diesel finanzieren.

        Ich wohne auf dem Land in einem Ort mit weniger als 1000 Einwohnern, die nächste größere Stadt ist 40 km entfernt. Ich habe alleine letztes Wochenende an jedem Tag mehr Geld für den ÖPNV ausgegeben als die ganzen drei Monate 9-Euro-Ticket zusammen.

        Egal ob nun 49 oder 69 Euro, ich freue mich auf einen „Nachfolger“ des 9-Euro-Tickets.

        • Ich kann dieses „Mimimi, aber die Dieselfahrer!“ echt nicht mehr hören. Dann fahr halt Diesel, wenn das so viel besser ist.

          Im Übrigen ist „muss den Diesel-Fahrern aber trotzdem den günstigeren Diesel finanzieren“ Ausdruck von Propagandisten und Propagandaopfern: Diesel wird _nicht_ subventioniert („bezuschusst“), sondern nur weniger hoch besteuert. Mit jedem Liter Diesel zahlt der Tankende bei 2,15€ Tankstellenpreis 90 €-Cent Steuern und Abgaben*.
          Die geringere Steuerlast wird dabei z.T. bereits durch höhere Kfz-Steuer kompensiert.

          * Berechnung laut https://www.n-heydorn.de/abgabenbelastung-benzin-diesel.html

          • Oliver Müller says:

            > Dann fahr halt Diesel, wenn das so viel besser ist.

            Ich sehe, du hast das Problem verstanden. Herzlichen Glückwunsch, damit bist du weiter als Jan.

            > Diesel wird _nicht_ subventioniert („bezuschusst“), sondern nur weniger hoch besteuert.

            Das ist unterm Strich irrelevant, das Geld fehlt im Steuertopf und muss dann an anderer Stelle eingespart (oder eingenommen) werden.

  3. 49€ ist nicht wenig, aber dennoch weniger als eine Monatskarte für Bus und Bahn eines Berufstätigkeiten.
    Es sollte jedem klar sein, dass mit dem 9€ Ticket der ÖPNV nur Verluste gemacht hat. Personal und Co muss ja auch bezahlt werden und der Staat kann es nicht finanzieren. Zudem wir das alles ja nachzahlen dürfen. Da reichen die 3 Mio erstmal vom Sommer.

    • Der motorisierte Individualverkehr verursacht jedes Jahr Kosten in Höhe von ca 90 Milliarden Euro für die Allgemeinheit, die durch keine Steuereinnahmen aus dem MIV gedeckt sind. Wir würden viel Geld sparen, wenn wir statt in MIV-Subventionen aller Art die Steuergelder in den ÖPNV stecken. Kostendeckend ist ÖPNV nie und das muss er auch nicht, genauso wie das Auto.

      • GooglePayFan says:

        Das Argument ist so aber falsch.
        Individualverkehr bringt der Allgemeinheit KFZ-Steuer, Maut, Mineralöl-Steuer, Mehrwert-Steuer für Auto und Benzin, Energiesteuer und nicht zu vergessen Lohnsteuer für die in der KFZ-Branche Beschäftigten.

        Außerdem ist die meiste Infrastruktur ohnehin notwendig, selbst wenn es keinen Individualverkehr geben würde: LKW, ÖPNV, Polizei und Rettungsdienste, Fernbusse, Lieferverkehr, Handwerker, Transit, usw.

        • Oliver Müller says:

          Das was der Individualverkehr einbringt reicht bei weitem nicht, um die dadurch verursachten Kosten zu decken.

          • Ich finde, ob nun Pro oder Contra, alle Argumente fragwürdig, die darum kreisen, ob sich irgendwas „rechnet“. Das ist für den Staat relevant, es geht aber um mehr, es geht um Gesellschaft.

            Die junge Generation (sorry) hat Mobilität dermassen verinnerlicht, das die Bedeutung euch gar nicht klar ist. Das fängt bei den ganz großen Themen an, wie Völkerverständigung und kennenlernen, weswegen „der Franzose“ heute nciht mehr unser „Erbfeind“ ist. Und das geht runter zu den eher kleinen Themen, dass ich nach 40 Stunden konzentrierter, verantwortungsvoller Erwerbsarbeit verdammtnochmal irgendwie in Ruhe und allein im Wald spazieren gehen will, ja, MUSS, ohne andere Hackfressen sehen zu müssen. Und nicht mit’m 2er Bus 2 Zonen zum Jahrmarkt.

            Und so ganz nebenbei ist es für viele eine menschliche Tragödie, die das Geld ihrer Lebensleistung zusammengekratzt haben, um 2 Kinder „im Grünen“ groß zu ziehen und jetzt von Energiekosten für Heizen und Pendeln ruiniert werden.

            Ihr macht euch das zu einfach mit diesem ganzen „Ich wohn in Hamburg-Mitte, ZUM saufen fahre ich mit’m Car2Go, VOM Saufen mit dem Bus, und in Hamburg Ost bin ich nie gewesen, aber öfter mal im Flieger“.

          • GooglePayFan says:

            Das ist so ohne Beleg erstmal eine haltlose Behauptung.

          • Doch. Aber das Geld wird für andere Sachen rausgeschmissen. So wäre z.B. die Benzinsteuer eigentlich laut Gesetz nur für den Straßenbau zu verwenden. Dieses Gesetz wird aber jedes Jahr durch Abstimmung im Bundestag übergangen, um mit dem Geld andere Löcher füllen zu können ….

    • Der ÖPNV wurde auch vorher schon zu ca. 2/3 mit Steuergeldern finanziert. Es ging nie um Gewinn beim ÖPNV. Wenn ich sehe wieviel Geld für die 300 euro Pauschale und den Tankrabatt ausgegeben wurde hätten wir dafür auch einen kostenfreien ÖPNV einrichten können.

      • Ja. Aber halt nur für ein Jahr oder so und nicht auf Dauer. Man sollte einmalige Auszahlungen nicht mit dauerhaften Kosten verwechseln.

    • Sehr viele Dinge werden von staatlicher Seite subventioniert. Warum muss sich der ÖPNV finanziell rechnen?

    • Manuel Person says:

      welches Personal. Gerade in den letzten Wochen habe ich in fast keinem Zug von Berchtesgaden bis Berlin. Nirgendwo mehr war Begleitpersonal anzutreffen.

  4. Wenn die Länder den gleichen Betrag zahlen, kommen wir bei 49€ raus. Das ist Fair, alle Seiten tragen die Kosten für ein Klima- und Entöastungsticket. Muss bitter sein für die Länder, das die Bundespolitik auch mal konkrete Forderung an die Länder stellt und nicht nur Geld wollen, obwohl die mehr Steuereinnahmen haben als der Bund

  5. Immer her damit, alles besser als meine 157 Euro im Monat.

  6. Irgendwie unlogisch die 49€ wenn im Hartz 4 Regelsatz nur 39€ für „Verkehr“ vorgesehen sind, wobei man von den 39€ ja auch noch sonstigen Verkehr bestreiten muss wie z.B. ein Fahrrad. Wenn man 5€ im Monat fürs Fahrrad und 5€ für Schuhe ansetzt, bleiben 29€ für ÖPNV übrig.
    Das ist der Preis, den das Ticket logischer Weise kosten müsste. Und bei dem Preis würde es auch ein riesiger Erfolg werden. Mit 49€ ist es ein Rohrkrepierer, arme Menschen sind weiterhin von der Mobilität ausgeschlossen.

    • In fast allen Städten gibt es doch vergünstigte Sozialtickets: https://www.hartz4.de/sozialticket/

      • Nein, es ist umgekehrt. Nur eine geringe Zahl an Städten bietet Sozialtickets an. In meiner Stadt bspw auch nicht und in den Kreisen drumherum ebenso wenig.

    • Gut gerechnet. Berliner Sozialticket kostet 27,50 Euro. Also theoretisch noch 1,50 Euro `gespart`.

      Mal schauen wie dieses 49 Euro Ticket angenommen wird.

    • Mit welcher Begründung müssen ARBEITSLOSE unbedingt durch ganz Deutschland reisen können? Um uns arbeitenden die Mobilitätskapazitäten weg zu nehmen, bzw. die Reise zur Arbeit madig zu machen? Die können sich doch weiterhin für 2-4€ nen Ticket kaufen, wenn sie mal zum Arzt oder einkaufen müssen.
      Und alle die zusätzlich Hartz4, bzw. bald Bürgergeld bekommen, die können auch 10€ oder 20€ im Monat dazu beisteuern, zumal diese dann auch über die Steuer etwas absetzen können oder ggfs. andere Sozialleistungen bekommen. Nenne mir bitte mal ein Beispiel, was eine Person haben müsste, für die es „unfair“ ist. Kann ich nicht arbeiten, muss ich nicht 5 Tage pro Woche reisen, will ich nicht arbeiten, verbietet es sich überhaupt Forderungen zu stellen.

      • Du hast ja den Schuss nicht mehr gehört. Und absolut keine Ahnung, wer alles mit der Bahn gefahren ist.

      • Es tut mir sehr leid das du gar keine Ahnung hast. Weder können Hartz4 Bezieher irgendetwas absetzen noch haben sie etwas übrig um etwas beizusteuern. Lass mal die Arbeitslosen weg in deiner Agumentation. Die Geringverdiehner müssen entlasstest werden und der Nahverkehr muß attraktiver werden. Ich halte 1€ am Tag für den optimalen Preis.

      • Oliver Müller says:

        Es geht dich einen Scheißdreck an, wohin Arbeitslose mit dem ÖPNV fahren.

        • Danke. Word.

          In den letzten Jahren fällt mir immer mehr auf, dass irgendwelche Ansagen, würde man sie gegen Ausländer tätigen, vollkommen zurecht als Volksverhetzung geahndet würden — aber völlig problemlos z.B. gegen die Empfänger von Sozialleistungen oder Schüler rausgehauen werden dürfen. „Schmarotzer“, oder sogar ein Bestseller(!) mit dem Titel „Hummeldumm“.

          Was geht hier eigentlich ab???

          Ein Regierungswechsel reicht, und der eben noch „zukunftsträchtige“ Studienabschluss ist wertlos. Ein falscher Schritt auf dem Bau, und man ist erwerbsunfähig. Das geht so verdammt schnell. Oder die Frau ist weg, das Kind hat einen Unfall, und man kommt erstmal nicht wieder auf die Füsse. Dinge passieren.

          Aber in der Elitewelt der Besserverdiener scheint es nur den Typus bocklosen Alki zu geben. Spannenderweise oftmals bei ausgerechnet denjenigen, die beruflich weiter oben sind und nun dafür sorgen, dass andere völlig zu recht “bocklos“ auf Arbeit sind. Pinkelpause muss ja nicht sein und so.

    • GooglePayFan says:

      Aus dem gleichen Grund, wieso in einigen Städten die Rentner-Tickets erst ab 9 Uhr gelten:
      Die einzigen beiden Gruppen, die ÖPNV nutzen müssen(!!!), sind Berufstätige und Schüler/Studenten!

  7. Wer den Nachfolger eines 9 Euro-Tickets für 69 Euro verkauft, hat der hat das Konzept eines 9 Euro-Tickets nicht verstanden.

  8. Es ist allenfalls ein Belastungspaket und kein Entlastungspaket. 49€-69€ Ist für einen Menschen, der Armutbetroffen ist, schlicht nicht finanzierbar. Da sollten die Ämter schon die Kosten für übernehmen. Wird ein sehr spannender Winter.

    • Soll ja auch nicht unbedingt die Arbeitslosen entlasten sondern die normalen Berufstätigen und da dürften die meisten um die 80€ Minimum im Schnitt bezahlen. Allein ich als Student muss um die 368€ Monatlich zahlen damit ich Pendeln kann. 49-69€ würde ich freiwillig sehr gerne zahlen und mich würde es unglaublich entlasten. Wer unter 80€ Kosten hat, könnte vermutlich auch Fahrrad fahren, weil diese Personen sowieso näher dran wohnen.

      So böse es auch klingen mag, aber wer sich nicht mal die 49€ Ticket leisten kann, der hat sowieso keine Nennenswerte Kaufkraft was zu sichern gilt.

      • Es geht nicht immer nur ums „können“, sondern auch ums „wollen“. Und 49 Euro im Monat sind einfach zu viel, dafür hat der ÖPNV einfach zu viele systembedingte Nachteile, vor allem die Gebundenheit an Fahrpläne und Haltepunkte.

  9. An die bisherigen Verkaufszahlen wird das nichtmal ansatzweise rankommen.
    Bei 9 Euro (vielleicht noch bis 19 Euro) kaufen das sehr viele, auch wenn es sich kaum lohnt (Preis ggü. Einzeltickets). Der Komfortgewinn ist überwiegt dann nämlich.
    Für 50 Euro ist das ein Geschenk an alle bisherigen Abobesitzer. Es wird nur wenig zusätzliche Käufer geben. War das wirklich das Ziel?

    • @ticket: Es war das Ziel, die Pendler zu entlasten. Es ging nicht darum, den nächsten Sonntagsausflug ins Grüne zu subventionieren. Die o.a. Preise in Verbindung mit der Zusage, dass diese Modell Bestand hat, dürfe viele drüber nachdenken lassen, auf das Auto oder zumindest den Zweitwagen verzichten zu können, sofern es die ÖPNV-Anbindung zulässt. Und das war das Ziel!

      • Wenn ich mir angucken, wie voll die Straßenbahn meiner Wahl morgens um 5 Uhr war, dann waren das sicher keinen Ausflugsfahrten. Wenn ich jetzt um 5 Uhr an der gleichen Straßenbahn mit den Auto vorbei fahre, sehe ich immer noch keine Ausflügler, aber auch kaum noch Passagiere. Bestimmt super nachhaltig und wirtschaftlich mit fast leeren Straßenbahnen durch die Gegend zu fahren.

      • Sorry, aber das wird nicht passieren. Das Ticket ist in unserem Fahrverbund gerade mal 7€ billiger als das normale. Deswegen lässt niemand das Auto stehen.

      • „Es ging nicht darum, den nächsten Sonntagsausflug ins Grüne zu subventionieren.“

        Hinterfragst du eigentlich beim Tanken auch immer, wohin die Reise vom Auto nebenan geht? Ich finde es so bitter, dass man den Menschen, die umweltfreundlicher unterwegs waren, nicht mal ihren Ausflug gönnt. Dass die Infrastruktur der Bahn kaputtgespart worden ist, liegt nicht in der Schuld dieser Leute. Schau mal, wieviel etwa in der Schweiz pro Kopf in die Schiene investiert wird und wieviel in Deutschland.

        • @Karl_Fu: Ich finde es dagegen bitter, dass es bei einigen quasi schon als Grundrecht angesehen wird, dass der Staat den nächsten Wochenendausflug subventionieren soll.

    • Zumindest wirft es die Frage auf, wie die wegfallenden Einnahmen der Verbünde für die Fahrkarten über den 69€ ausgeglichen werden sollen.
      Durch Jobticket und Pendlerpauschale dürfte hier in der Gegend allerdings für viele ein 19€-Ticket werden.

  10. Hin und Rückfahrt zur Arbeit mit dem Auto: 25 Minuten, mit der Bahn/Bus: 90 Minuten

    Da ich bevorzuge in meinem Büro zu arbeiten, rechne ich das mal auf ein volles Jahr – Urlaub hoch. Also 220 Tage.

    mit dem Auto: 5500 Minuten = 92h (hochgerundet)
    mit der Bahn/Bus: 19800 Minuten = 330h

    Das entspricht 238h die ich in öffentlichen Verkehrsmittel verschwende, nahezu 10 Tage.

    Bei einem 9€ Ticket wars mir wert, so konnte ich auch spontan entscheiden Verwandte/Bekannte zu besuchen bzw. mit Kumpel wegzufahren. Bei 60€ fahre ich wieder nur mit dem Auto.

    Für Pendler, Studenten und Co natürlich eine Riesenersparnis. Vielleicht haben wir in 10 Jahren dann mal einen kostenlosen ÖPNV, wenn die Gatismentalität der Dienstwagenfahrer wegfallen sollte…

    • Ich bin Pendler seit 15 Jahren und ich fand noch nie das ich Zeit in der Bahn verschwendet habe. Man kann so viele Dinge machen. Filme und Serien schauen, Bücher lesen, Mails beantworten, usw…

      Im Auto zu sitzen dagegen ist für mich verlorene Zeit.

    • Oliver Müller says:

      Michmädchenrechnung. Ich z.B. arbeite bereits im ÖPNV bei der Anfahrt ins Büro. Da ist es mir dann egal, ob ich etwas länger unterwegs bin.

      Im Auto kann ich die Zeit maximal zum Telefonieren nutzen.

      • Finde ich auch nicht, man kann im ÖPNV entspannen, entweder (in meinem Fall) was für die Uni tun/lesen/Karteikarten etc. Oder aber auch Serien/Filme anschauen oder Games zocken. Im Schnitt kommt man entspannter an, als wenn man sich ständig im Verkehr aufregen muss, wegen irgendwelchen Beinahe Unfällen, Langsam Fahrern, Rasern oder sonst was. Kopfhörer sind aber Pflicht.

        • Entspannen kann ich mich im Auto – ich fahre und höre Radio.

          Im Bus muss ich entweder stehen und mich festhalten, oder ich sitze eingequetscht und schlage die Zeit mit Fang-die-Wurst auf dem Handy tot.

          Arbeiten? Was fahrt ihr denn für Busse und Bahnen? Und selbst wenn — kaum ein Arbeitgeber wird mitgehen, wenn ich eine halbe Stunde später auftauche und sage, ich hätte im Bus gearbeitet.

    • Dieser Kommentar passt bei mir zu fast 100%.

      Weg zur Arbeit mit dem Auto 30 Minuten
      Mit dem ÖPNV 90 Minuten (allerdings nur wenn alles passt und kein Bus/Zug Verspätung hat bzw. ausfällt)

      Das 9 Euro Ticket hatte ich ergänzend und habe Fahrten in meiner Freizeit ersetzt. Teilweise mit der ganzen Familie.

      Ein 59 Euro Ticket kann nicht der Nachfolger des 9 Euro Tickcts sein.
      Ein solches Ticket ist sicherlich nett für Leute, die sowieso schon ÖPNV fahren und dadurch ein paar Euro gegenüber ihrem aktuellen Ticket sparen. Aber hat mit dem 9 Euro Ticket nichts zu tun.

      So viel Freizeit habe ich garnicht, um damit ausreichend Fahrten zu machen.
      Und für den Weg zur Arbeit aufgrund fehlender direkter Verbindungen und einem riesigen Umweg absolut uninteressant.

      • Oliver Müller says:

        > So viel Freizeit habe ich garnicht, um damit ausreichend Fahrten zu machen.

        Dein Fehler ist, die Zeit im ÖPNV als genauso nicht anderweitig nutzbar wie Zeit im Auto hinterm Steuer anzusehen.

  11. Ich brauche das nicht. Weder das 9 Euro noch ein 69 Euro Ticket. Der Bahnhof hier im Ort wurde geschlossen.
    Somit ist das Nutzlos hier auf dem Land!!!
    Hab auch kein Bock auf die Übelriechenden Mitfahrer in den Überfüllten Bahn und Bussen.
    Da bin ich froh das ich mit meinem E-PKW mit eigener PV Aufladung Recht günstig und CO Neutral voran komme.

    • Wenn du jetzt noch eine Aufladung für deine Rechtschreibung bekommst, dann bist du top; vielleicht recht es dann auch noch für Kohlenstoffdioxid statt -monoxid 😉

    • Ich glaube das wird im Ländlichen Bereich eher die Zukunft sein. Man hat Zuhause eine größere Solaranlage die den eigenen Bedarf inkl. dem Verbrauch des Autos deckt. Gerade hier ist man ja nicht limitiert was Fläche und Wohnraum angeht, somit sind solchen Dinge möglich.

      Eine Vernünftige Bus/Bahn Anbindung gab es hier das letzte mal zu DDR Zeiten, danach wurde es in die Bedeutungslosigkeit gespart. Die einzige Lösung die es einmal geben könnte wären Autonome Busse, die könnten erheblich kürzer getaktet auch im nirgendwo fahren.

    • Oliver Müller says:

      Na du bist ja ein ganz sympathisches Kerlchen. Ich verrate dir was: Auf Menschen wie dich können wir im ÖPNV gerne verzichten.

      Schade finde ich nur, dass ich mit meinen Steuern deine Scheiß-Karre mit finanziere.

  12. Ich bin sehr gespannt wie kulant es zugehen wird, mit im vorausbezahlten Jahreskarten.
    Erst im Juli gingen für den Arbeitsweg wieder 1400€ vom Konto ab…

    • Das sollte dann wie beim 9 Euro Ticket sein. Einfach den neuen Betrag abbuchen bzw. den Rest zurück erstatten und die Restriktionen entfernten.

  13. Ich zahle in der Schweiz 340 CHF für ein GA Abo, kann damit Bus, Bahn, Tram (Strassenbahn) und zum Teil Schiffe nutzten. Den ganzen Monat so viel ich will. Und manche beschweren sich da über 69€ ?? Klar ist auch, das man den ÖV in Deutschland ausbauen muss !!!!!!!

  14. Klärt mich auf. Ich kann damit bundesweit mit dem Ticket das Bus und Bahn fahren oder was?

    Ich kann damit jeden Tag quer durch Deutschland fahren oder nur im eigenen Bundesland?

    Selbst wenn es nur das eigene Bundesland wäre, sind 99,90€ angebracht. Billiger darf es nicht sein.

    Vorallem fragt man sich doch dann hier, was ist mit der BahnCard. Macht diese noch Sinn oder verarscht man hier eher die Besitzer solcher Karten?

    • Ich nehme an es umfasst wieder nur Nahverkehr. ICE/IC und EC fallen wahrscheinlich raus also kann die Bahncard noch einen Nutzen haben. Aber die Bahn muss halt trotzdem deren Angebote anpassen.

  15. 69€? Dann fahren die Straßenbahnen genau so leer durch die Gegend wie seit dem 1 September. Damit bringt man niemanden von Auto zu Bahn, lediglich die, die eh schon Bahn fahren werden sich freuen, da sie dann weniger bezahlen. Verkehrswende verpasst.

    • Das Entlastungspaket ist nicht für die Verkehrswende gedacht.

    • also hier in duisburg sind die strassenbahnen morgens um 5 auch schon voll

    • GooglePayFan says:

      Quark. Für 69€ kann niemand einen ganzen Monat lang Auto fahren.

      Wenn die Leute Auto fahren und nicht ÖPNV, dann liegt das schlicht daran, dass der ÖPNV zu schlecht ist um das Auto zu ersetzen und dann sind dabei die Kosten egal.

  16. Knut Ludwiczak says:

    Schade, dass in diesem Land nur noch überlegt wird, wie Wohltaten ohne Gegenleistung verteilt werden. Das Bürgergeld geht ja in die gleiche Richtung. Irgendwann halten alle die Hand auf und niemand wird mehr arbeiten.

  17. 49 EUR sind vollkommen in Ordnung, eine Jobticket Monatskarte für den Arbeitsweg würd mich locker das 3-fach kosten.
    Man muss auch mal dran denken, das dies auch finanziert wird und der ÖPNV eh schon eine gewaltiges Zuschußgeschäft ist.

  18. Ich weiß nicht. Ein Ticket, das mich mehr als mein Monatsticket zum Büro kostet, finde ich nicht hilfreich. Das ist für Leute mit geringem Einkommen zu teuer. Und für Leute mit höherem Einkommen unattraktiv wegen der vorhandenen Alternativen. 49 Euro im Monat halte ich persönlich für die absolute Grenze.

    Zudem frage ich mich noch immer, was mit diesem Ticket erreicht werden soll. Die Umfragen zum 9 Euro Ticket haben bereits gezeigt, dass der Umstieg vom Auto auf die Schiene so nicht erreicht werden kann. Vielmehr scheint so ein Ticket den Wunsch nach Mobilität zu erhöhen. Und so etwas könnte uns gesellschaftlich das Genick auf einer völlig anderen Ebene brechen. Denn machen wir uns nichts vor: jede Form der Mobilität verbraucht Ressourcen, belastet die Umwelt und löst keines der aktuell dringenden Probleme – im Gegenteil.

    • Oliver Müller says:

      Ich habe mein Auto in der 9-Euro-Ticket-Zeit vollständig abgeschafft. Fahre jetzt zu regulären Preisen und spare immer noch viel Geld.

      Mir hat das 9-Euro-Ticket gezeigt, dass es auch auf dem Land ohne Auto geht. Die Busse fahren unter der Woche alle 30 Minuten, dazu noch ein gutes Fahrrad.

      • Danke für diese Rückmeldung, Sie zeigt doch, dass Fortschritte erzielt werden, das Eichhörnchen sich aber mühsam ernährt.

      • GooglePayFan says:

        Wenn bei dir der Bus alle 30 Minuten fährt, dann wohnst du ganz sicher nicht auf dem Land.

        Wenn überhaupt, dann im ländlichen Randgebiet einer Großstadt.
        Ich habe tatsächlich auf dem Land gewohnt und dort fährt der Bus morgen 2 mal für die Schulkinder, mittags zwei mal, damit die wieder zurück können, und abends einmal, falls jemand nachsitzen musste oder so.

        Und selbst in der Stadt hier fährt bei weitem nicht jede Linie alle 30 Min…

        • Oliver Müller says:

          > Wenn bei dir der Bus alle 30 Minuten fährt, dann wohnst du ganz
          > sicher nicht auf dem Land.

          Das ist so ohne Beleg erstmal eine haltlose Behauptung.

          • Solche Kommentare sind eine Frechheit. Weil ich Diskussionen wie DIESE hier langsam satt habe, habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, an meinen Ausflugszielen auf die Fahrpläne zu gucken. Das Ergebnis passt in einen Satz:

            Die Busse fahren passend zur Schule, Sonntags gar nicht, Samstags um 7 und 14 Uhr je einmal, Werktags alle paar Stunden.

            Mach dich bitte nicht lächerlich. Wenn Du nicht dran glaubst – guck nach, Fahrpläne stehen im Netz.

            • Nicht aufregen, u.U. ist er weder Troll noch Besucher des Paulanergartens, sondern einfach privilegiert.
              Dann ist es natürlich höchst unseriös, propagandistisch, das (idR wider besseres Wissen) zu verallgemeinern, aber das weiss Oliver sicher.

              • Oliver Müller says:

                Ja, ich bin extrem privilegiert, und das weiß ich auch. Und nein, ich verallgemeinere nicht. Ich widerspreche aber denen, die pauschal meinen, ÖPNV würde nur den Bewohnern von großen Städten nutzen. Das ist nämlich falsch.

                • Dann erkläre mal, wie ein nicht vorhandener ÖPNV den nicht-Städtern nutzt.
                  Die Logik erschliesst sich mir nicht, wie fehlende Bonbons trotzdem lecker sein können.

                  • Oliver Müller says:

                    Solange nicht-Städter ihre nicht-Stadt nie verlassen, nützt der ihnen nicht. Das dürfte aber eher selten vorkommen, spätestens wenn ein nicht-Städter dann mal seine nicht-Stadt verlässt kann der ÖPNV genutzt werden.

                    Zum ÖPNV zähle ich übrigens auch Rufbusse, gibts hier in meiner nicht-Stadt auch.

            • Oliver Müller says:

              Dieser Kommentar war eine Replik auf einen Kommentar von GooglePayFan auf einen anderen Beitrag von mir.

              Natürlich gibt es Gegenden, in denen der ÖPNV keine Alternative zu einem Auto ist. Das habe ich auch nie bestritten.

              • GooglePayFan says:

                „Natürlich gibt es Gegenden, in denen der ÖPNV keine Alternative zu einem Auto ist. Das habe ich auch nie bestritten.“

                Dann ist es aber einfach nur falsch, sich das Ticket für den ÖPNV von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen, wenn es nicht durch alle genutzt werden kann.
                Insofern ist es zu begrüßen, wenn der Preis so hoch ist, dass der Anteil an Steuergeldern dafür möglichst gering ist.
                Womit wir wieder beim Anfang wären…

                • Oliver Müller says:

                  > Dann ist es aber einfach nur falsch, sich das Ticket für den ÖPNV
                  > von der Allgemeinheit bezahlen zu lassen, wenn es nicht durch alle
                  > genutzt werden kann.

                  Du meinst, so wie die von mir bezahlten Steuern nicht für die Auto-Infrastruktur verwendet werden, da ich kein Auto habe? Oder so wie die von mir bezahlten Steuern nicht für die Rettung von Uniper verwendet wird, weil ich eine Wärmepumpe habe?

                  Wer so argumentiert wie du hat in der Schule gepennt.

                  • …und schon wieder so eine ‚verkürzte‘ Darstellung, wie man sie primär von den Propagandisten kennt:
                    – Sie verwenden Autoinfrastruktur, z.B. für Liefer- und Rettungswesen, zudem als Standortfaktor (Attraktivität für Firmen und autofahrende Steuerzahler)
                    – 2021 wurden laut stat. Bundesamt 15% des Stromes aus Gas generiert, ab 2023 könnten es (Voraussetzung: Verfügbarkeit Gas) bis zu 30% werden, da die 15% aus KKW ja auch irgendwoher kommen müssen
                    – weil Sie oben (5. September 2022 um 08:10 Uhr) auch noch das ‚Argument‘ „was der Individualverkehr einbringt reicht bei weitem nicht, um die dadurch verursachten Kosten zu decken.“ brachten: Das sind von Interessierten willkürlich festgesetzte Kosten, insb. wurde bei der Berechnung unseriöserweise der Nutzen des Verkehrs im Allgemeinen und des Individualverkehrs im Besonderen ignoriert.

                    „Wer so argumentiert wie du“ plappert Propaganda nach.

                    • Oliver Müller says:

                      > Sie verwenden Autoinfrastruktur, z.B. für Liefer- und Rettungswesen,
                      > zudem als Standortfaktor (Attraktivität für Firmen und autofahrende
                      > Steuerzahler)

                      Nein, die nutze nicht ich, sondern die Liefer- oder Rettungsdienste, Firmen oder autofahrenden Steuerzahler.

                      > 2021 wurden laut stat. Bundesamt 15% des Stromes aus Gas generiert

                      Ich nutze einen 100% Ökostrom Tarif. Zumindest statistisch wird mein Strom nicht aus Gas produziert, mir ist durchaus bewusst, dass das technisch anders funktioniert, das kann ich aber leider nicht ändern.

                      > willkürlich festgesetzte Kosten

                      Nein, das sind Studien, die sich nachvollziehen lassen.

                    • >> Sie verwenden Autoinfrastruktur, z.B. für Liefer- und Rettungswesen,
                      >> zudem als Standortfaktor (Attraktivität für Firmen und autofahrende
                      >> Steuerzahler)

                      >Nein, die nutze nicht ich, sondern die Liefer- oder Rettungsdienste, Firmen oder autofahrenden Steuerzahler.

                      Ich nutze überhaupt keinen Strom, das machen nur die Steckdosen.

                    • Oliver Müller says:

                      > Ich nutze überhaupt keinen Strom, das machen nur die Steckdosen.

                      Nein, Steckdosen nutzen keinen Strom.

  19. 50 Euro, 2 Erwachsene, 1200 Euro pro Jahr. Für eine im Umland oder Fahrt > 50 km kaum brauchbare oder nicht vorhandene Leistung. Kind käme dann auch noch dazu.

    Danke, wir bleiben beim Auto. Schon die 9 Euro waren uninteressant.

    Mich interessiert nicht das Pendeln zwischen Großstädten. Ich wohne, wo ich arbeite. Ich will am Wochenende nach Undeloh, Strande, Schönau, Rosengarten oder Haseldorf.

    • Oliver Müller says:

      Am Wochenende nach Strande mit dem Auto? Womöglich noch im Sommer? Muahaha. Viel Spaß bei der Parkplatz-Suche.

      • Verstehe deinen beissenden Spott nicht. War dieses Wochenende da, hab‘ jemanden in Kiel abgesetzt, Sommer haben wir ja wohl noch, ganztägig parken hat 3,50 gekostet und der Parkplatz war dreiviertel leer um die Mittagszeit. Bin mit meiner Frau rüber zum Leuchtturm, hab ’ne Wurst gegessen und dann zurück. Dann weiter nach Eckernförde, noch’n Eis, dann wieder nach Kiel und zurück nach Hamburg. Selbst bei den monströsen Spritpreisen grad piece of cake verglichen mit irgendwelchen anderen Fortbewegungsmitteln, superschnell, superbequem, drei Leute am Start, Transport von Essen, Einkäufen und Ersatzkleidung easypeasy.

        Wir können gerne ’ne Verkehrswende zum E-Auto machen, aber wer das Auto an sich in frage stellt, kriegt von mir keine Wählerstimme — egal wie weit nach rechts oder links ich wählen muss, um das Thema durchzusetzen. Verkehr ist Auto. Kein Bock auf Spielzeugmobilität mit Fahrrädern, Viehtransport im Bus oder Bonzenpreise im Carsharing.

        • Oliver Müller says:

          Der Sommer ist vorbei, die Ferien in den meisten Bundesländern auch. Versuch mal im Juli am Wochenende bei schönem Wetter einen Parkplatz in Strande zu bekommen, dann reden wir weiter.

          Ich war am Wochenende mit dem ÖPNV in Schleswig, superschnell, superbequem, vier Leute am Start mit dem SH Ticket easypeasy.

          Im Übrigen stellt niemand das Auto in Frage. Und ja, da bin ich bei dir, leider ist Verkehr bei uns immer noch Auto, weil die Politik (primär CDU/CSU) in den letzten Jahren versäumt hat, das in eine andere Richtung zu lenken. Ich hoffe, die nächste Generation bekommt das korrigiert. Fast 50 Millionen Autos in Deutschland sind einfach deutlich zu viel.

          • > Der Sommer ist vorbei, die Ferien in den meisten Bundesländern auch.
            > Versuch mal im Juli am Wochenende bei schönem Wetter einen Parkplatz
            > in Strande zu bekommen

            Extrem unseriöse Antwort. Wieder einmal „ergänzt“ Du meine Aussagen durch nicht gestellte Anforderungen, um diese dann zu widerlegen. Aber die kommen von DIR.

            1. Ich habe nie gesagt, ich müsse IM SOMMER nach Strande.
            2. Guck auf’n Kalender, selbst wenn ich im Sommer da hinwollte: Wir haben Sommer, ich war da.
            3. SommerFERIEN habe ich erst recht nicht gesagt, aber selbst wenn, der Parkplatz ist generell da — steht man halt mal früher auf.
            4. Selbst wenn ich mit dem Auto keinen Parkplatz finde, fahre ich halt nach Bühl, Schwedeneck, Eckernförde oder Kiel. Alles Thema von 15 Minuten.

            > Ich war am Wochenende mit dem ÖPNV in Schleswig

            Eben. Stadt-zu-Stadt. Ich will nicht in die Nachbarstadt, ich will in die Natur. Deswegen hatte ich auch Strande als Beispiel genommen, nicht weil da so irre viel los wäre, sondern bei Kälte alles leer ist.

            Niemand hat in Frage gestellt, dass man mit dem ÖPNV gut von Hamburg nach Bremen kommt. Aber eben nicht in den Wald oder auf’s Feld, und das sind MEINE hauptsächlichen Fahrten.

            > Im Übrigen stellt niemand das Auto in Frage.
            Doch. Linke, Grüne, Ökos stellen das Auto in Frage. Und dagegen bin ich. Wir können gern die Antriebsarten modernisieren, ich brauche keinen „Fahrspass“. Das Auto wird aber dadurch infrage gestellt, dass man es verunmöglicht: Anwohnerparkzonen, Treibstoffpreise, Stauprovokation durch Tempolimits, Radwege und Busspuren. Was nutzt mir mein Auto, wenn die gesamte Hamburger Innenstadt nicht realistisch beparkbar ist (Will sagen: 2 Stunden 10 Euro und ähnliche Scherze…)

            Ich will, dass wir uns wieder auf das Auto fokussieren. Das private Auto ist die bestmögliche Mobilität, darum muss sich die Verkehrspolitik drehen. Weg mit Radwegen und Busspuren. Die Politik soll mal lieber dafür sorgen, dass es auch beim Hartz-IVer noch irgendwie für einen Gebrauchtwagen reicht.

            Wir müssen was gegen CO2 tun, gern. Sehr gern reiche ich eine krass lange Liste an Vorschlägen durch, aber das Auto muss unantastbar sein. Ich will 6 Spuren in der Innenstadt, das finde ich lebenswertes wohnen. Und nicht Radwege und Busse. Keinenb Fuss setze ich da rein, egal, was Sprit kostet.

            • Oliver Müller says:

              > Stadt-zu-Stadt.

              Nein, ich wohne nicht in einer Stadt.

              Und nein, auch die GRÜNEN stellen das Auto nicht in Frage. Aber ja, es muss maximal unbequem sein, das Auto zu nutzen. Anders gelingt die Verkehrswende nicht.

              > Ich will, dass wir uns wieder auf das Auto fokussieren.

              Nein. Der Fokus muss weg vom Auto.

              > Weg mit Radwegen und Busspuren.

              Spätestens jetzt hast du dich komplett lächerlich gemacht.

              • GooglePayFan says:

                Ich frage mich, wieso es schon seit Jahren meistens heißt, dass das Auto unbequem werden muss, und nicht etwa, dass der ÖPNV einfach besser werden muss, als das Auto.

                In dieser politischen Absicht verbirgt sich doch schon die Offenbarung, dass ÖPNV immer schlechter als Individualverkehr bleiben wird, und man mit keiner Maßnahme dies ändern könnte.
                Also macht man einfach Bewährtes schlechter, statt Alternativen zu verbessern.

                Das ist keine Verkehrswende, das ist eine Zwangswende.

  20. Das Hauptziel eines derartigen Tickets sollte die Enlastung der Pendler sein. Warum wir ein deutschlandweites Ticket brauchen, erschließt sich mir nicht. Kaum jemand fährt täglich durch ganz Deutschland. Und Just-for-Fun-Fahrten sollten hierüber nicht finanziert werden. Wenn dann mehr Fahrzeuge eingesetzt werden müssen, um den Bedarf zu decken, haben wir mehr Belastung der Umwelt anstatt weniger. Ein „Umkreisticket“ mit z. B. 150 km sollte für die meisten Pendler eine Entlastung bringen. Die Grenzen der Bundesländer dürfen hierbei aber keine Rolle spielen, da m. E. genau diese aufgrund unterschiedlicher Verkehrsverbünde die hohen Ticketkosten ausmachen, selbst wenn die Entfernung nur gering ist.
    Ein weiteres Ziel sollte sein, dass der Tarifdschungel entfällt, daher sollte es auch die Möglichkeit geben derartige Tickets tages- oder monatsweise kaufen zu können.
    Egal wie es kommen wir, ist es durchaus möglich, dass es nicht für alle interessant ist. Mich würde ein Jobticket 32 Euro pro Monat kosten. Dieser Preis wird schon einmal nicht unterboten werden.

    • Oliver Müller says:

      150 km Umkreis, aber bitte keine Grenzen an den Bundesländern? Genau wegen solcher Komplexen Überlegungen gilt das Ticket einfach bundesweit. Viel Zeit und Geld für Verwaltungsoverhead gespart.

    • Tagesweises Kaufen würde das Ticket ad absurdum führen.

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