SPD möchte bundesweit gültiges 49-Euro-Ticket

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Das 9-Euro-Ticket steht vor seinem Ende, eine Lösung danach gibt es noch nicht. Teilweise gibt es Städte und Verbände, die derzeit laut über einen Nachfolger nachdenken. Geht es nach der SPD, dann gibt’s zukünftig ein bundesweit gültiges 49-Euro-Ticket. Man wolle in Zusammenarbeit mit den Ländern ein bundesweit gültiges ÖPNV-Ticket mit einem monatlichen Preis von 49 Euro einführen, das von Bund und Ländern jeweils zu 50 Prozent getragen wird. Bestehende Sozialtarife, Angebote für Gruppen wie Schüler, Auszubildende, Studenten und Senioren sollen in die neue Tarifstruktur sozialverträglich integriert werden.

Gleichzeitig sind Bund und Länder in der Verantwortung, erhöhte Betriebskosten im ÖPNV abzufedern, um das bestehende Angebot zu sichern, so die Fraktion. Ebenso wolle die SPD nach Vorliegen von Ergebnissen des Ausbau- und Modernisierungspakts den ÖPNV gemeinsam mit Ländern und Kommunen vor allem auch im ländlichen Raum strukturell verbessern. Auch die kurzfristig wirkenden Entlassungsmaßnahmen müssen die besonderen Herausforderungen für Pendle insbesondere im ländlichen Raum berücksichtigen. Hierfür seien geeignete Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Dies könnten Direktzahlungen sein, aber auch gezielte Förderungen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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90 Kommentare

  1. Viel, viel, viel zu teuer! Wer zur Hölle soll das bei den derzeitig wahnsinnigen preisen bezahlen?!?!

    • Günstiger als ein Auto. Spritkosten sind doch viel teurer. 😉

      • Whatabouttism at its best. Thema verfehlt, setzen – 6!

        • Um mal auf Deinem Niveau zu bleiben: Du hast Whataboutism nicht verstanden. Setzen. 6.
          Jedes Angebot muss sich am Markt messen und attraktiv gegenüber dem Auto sein, um erfolgreich zu sein. Die Menschen werden genau nachrechnen, ob es für sie sich lohnt oder nicht.

        • Was sollen in einem ernsthaften Gedankenaustausch solche Modeworte wie „Whatabouttism „? Kannst Du das nicht auf eine für jeden verständliche Art ausdrücken, was du damit meinst ? Ja ich kenne nicht jedes Modewort und mache es mir auch nicht zu eigen. Mode und Modeworte sind vergänglich , ich nutze auch diese Analphabeten-Zeichen Emogies nicht . Ich kann lesen und schreiben . Also bitte : wichtiges Thema , also sprich und schreibe adäquat! Was haben wir in der Schule über den Unterschied zwischen restringiertem und elaboriertem Sprachstil gelernt??

          • Weil eine kurze Google-Suche anscheinend zu lange gedauert hätte: Whataboutism ist ein Begriff, der in den 70er Jahren als Bezeichnung ablenkender Konversationstaktiken der Sowjets entwickelt wurde, in der eine Frage nicht mit einer Antwort, sondern einer kritischen Gegenfrage erwidert wird. Meist wird hierbei versucht den Fragesteller auf seine eigenen Fehler hinzuweisen und somit seine moralische Basis für die anfängliche Frage zu untergraben. Putin ist Meister auf diesem Gebiet und benutzt Whataboutism regelmäßig, wenn er auf seine autoritären Machtspiele oder seine Menschenrechtsverletzungen hingewiesen wird. Es ist also weder ein neuer oder selten verwendeter Begriff, noch eine neue Thematik, die er beschreibt.

            • Hi Chris, Danke, Mir ist dieser begriff aber erst in einigen Kommentaren u. a. in diesem lblog aufgefallen, hielt ihn daher für ein Beispiel dieses „Internet-jargons“. Alles Klar nun, dank.

              • Was Chris in seiner Erklärung vergessen hat ist leider die häufige Nutzung des Begriffes um unliebsame Diskussionen sofort zu beenden indem man die Relevanz eines Kommentares untergräbt. Leider oft ohne zu versuchen zu verstehen was der andere mit seinem Kommentar ausdrücken wollte.

    • Jeder der damit mit dem Zug statt mit dem Auto zur Arbeit fährt?

    • Teuer? 49 Euro bundesweit? Wo lebst du denn?

      Eine Monatskarte nur für INNERHALB berlin kostet schon fast 70 Euro. IM Abo paar Euro günstiger….

    • Die Monatskarte München Stadtgebiet kostet schon etwa 59,00, im Abo etwas weniger (nächste sicher kommende Preiserhöhung noch gar nicht berücksichtigt), von Außerhalb noch mehr.
      Es gibt Menschen die müssen das oder sogar mehr schon jetzt zahlen um zur Arbeit zu kommen.
      Es gibt also verdammt viele Menschen die das bezahlen würden, weil es ihnen sogar eine Ersparnis bringt.

    • Eine Monatskarte nur für eine Stadt kostet derzeit so um 80€, wenn man ein Abo über mindestens 12 Monate abschließt. Ohne Abo kostet es 90€.
      Wenn man in ein Paar Städte weiter vom Arbeitsplatz entfernt wohnt, kostet es schon jenseits von Gut und Böse: https://www.vrr.de/de/tickets-tarife/ticketuebersicht/ticket2000/#navigation-destination-1

      49€ bundesweit wäre sehr günstig.

    • Man kann sich den anderen hier nur anschließen. Es ist deutlich günstiger als der Großteil der regional beschränkten Tickets bereits heute kostet. Dass es keinen Nachfolger zu einem Preis von 9€ geben wird halte ich sogar für den richtigen Ansatz, denn so benötigt es weniger Steuergeld und reduziert somit auch den Groll derer die auf dem Land leben und davon aufgrund des mangelnden ÖPNV Ausbaus nicht profitieren können.

    • Hansjuerg Wuethrich says:

      Also da muss ich freundlich, aber bestimmt widersprechen!. 49€ sind ein Segen! Ich meine gratis kann es ja auch nicht sein. Und 49€ istvein extremst fairer preis! Im gegensatz zu vorher!

    • Das ist ein echt fairer Preis, nur weil du einmal im Monat Bahn fährst hat das nichts zu sagen…

    • Fritz Mukula says:

      Was genau ist bei 49,- € zu teuer? Die günstigste, regionale Monatsfahrkarte kostet aktuell bereits über 50,- €. Was ist dann bitte bei einem 49,- € Ticket, welches bundesweit gelten soll und wahrscheinlich wie das 9€ Ticket die Regionalbahnen beinhalten würde, zu teuer?

      • Ich finde es gut wenn das 49 € Ticket kommt , meine Enkelin muss in ihrer Ausbildung zwischen zwei Bundesländern täglich pendeln , das kostet weit über 100 € im Monat

    • Eine Flatrate, mit der man jederzeit bundesweit den Nahverkehr nutzen kann, ist mit 49 Euro „viel zu teuer“? Verstehe, da tankt man lieber dreimal im Monat das Auto voll – ist natürlich viel günstiger und umweltfreundlicher #ironieoff

      Vielleicht solltest du doch mal überlegen, welche Kosten für andere Fortbewegungsmittel so anfallen, mit denen sich größere Strecken zurücklegen lassen…

  2. Ich will ein 365€ Ticket als Ersatz, was ich aber auch für 1€ pro Tag buchen kann.

    • kann ich dich auch für 1€ ala Uber pro Tag buchen?
      Merkste selber das das ne möglich sein wird

    • Und ich hätte gerne kostenlose Taxis mit Einhörnern als Fahrer…

      Ironie off
      Aber interessant, was manche Leute sich echt vorstellen….

    • @Andi hoffentlich gibt es niemals ein Ticket, das tagesweise gebucht werden kann und nur den entsprechenden Bruchteil des Jahrestickets kostet. Denn das senkt die Attraktivität des Jahrestickets. Gerne könnte man aber ein 2€ pro Tag Ticket machen. Dann hätten Wenigfahrer immer noch ein günstiges Ticket, aber es lohnt sich für viele trotzdem schnell das Jahresticket zu nehmen um günstiger zu sein.

      • 365€ fürs ganze Jahr, 40€ im Monat (wären dann ca 9,50€ mehr) und 2€ am Tag (von mir aus auch 5 oder 10€, wobei das für viele, die nur Kurzstrecke mitm Bus fahren, schon wieder zu teuer ist) wäre echt gut. Ich zahle für ca 1h Fahrt/ca 80km mit der Regio nach Hamburg 23,80€ für eine Strecke bzw 31,50€ für eine Tageskarte.

  3. Das klingt doch erstmal vernünftig. Kein komplett unrealistisch niedriger Tarif, aber ein Großteil der Zeitkarten ist wohl aktuell teurer.

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass gerade mit dem steigenden Homeoffice eine bundesweite Gültigkeit noch einmal mehr Gründe liegent so ein Abo zu kaufen. Vielleicht fährt nicht jeder täglich ins Büro.

    Natürlich sind die angesprochenen Themen des Ausbaus und der Verlässlichkeit des ÖPNV wichtiger als so ein Ticket.

  4. Der Vorschlag geht für mich in die richtige Richtung.

    Wirklich sinnvoll wird es aber erst, wenn auch in Deutschland die Infrastruktur von ÖPNV und Bahn so ausgebaut wird, wie in der Schweiz oder den Niederlanden. Das ist hier nach drei Jahrzehnten kaputtsparen ja zum Desaster geworden.

    Wenn damit dann ein großer Teil der Pendler und Fahrer vom Auto auf Bahn und ÖPNV umsteigen, bringt das allemal mehr an Klimawirkung, als weniger Fleisch oder weniger Flüge zum Ballermann.

  5. Da wäre ich sofort dabei. Zahle für lumpige 25 km Entfernung mehr als das Doppelte und darf dann auch nur diese eine Strecke damit fahren.

    • Telekomiker says:

      Dito!
      Bei mir sinds 18km, inkl. 2/3 der Zeit Zugausfälle oder Verspätungen von mind. 20 Minuten (Fahrtzeit sind 16 Minuten). Und zusätzlich kostet es ab 01.09 knappe 40€ mehr.

  6. Super. Gekauft!

    Berlin AB kostet aktuell mit Einmalzahlung für ein Jahr schon 61€/Monat (monatsweise 86€).
    Berlin+Brandenburg sind es schon 173€/Monat (monatsweise 215€). Viel zu teuer..

    • 63,38 Euro kostet ein Jahresticket AB bei der BVG bei monatlicher Zahlung. Der Rabatt für die Einmalzahlung ist nicht wirklich attraktiv. Ich nutze es ausschließlich für die Arbeit, privat steige ich um Gottes Willen nicht in den Berliner Nahverkehr und nutze Auto und Fahrrad.

  7. Leute setzt Euch gemeinsam an den Tisch und beschließt endlich gemeinsam eine Lösung. Der Wissing ist angepisst, zurecht. Er will das die Strukturen & Prozesse besser werden: Weniger Verbünde. Deutschlandweites Ticket / Ticket für das Bundesland, möglichst die gleichen Systeme, keine ich ich ich sondern WIR, eine konkrete Planänderung. Liefern tun sie Ländern aktuell gar nichts.

  8. Das ist ein guter, sehr guter Kompromiss „ monatlichen Preis von 49 Euro einführen, das von Bund und Ländern jeweils zu 50 Prozent getragen wird. Bestehende Sozialtarife, Angebote für Gruppen wie Schüler, Auszubildende, Studenten und Senioren sollen in die neue Tarifstruktur sozialverträglich integriert werden“

    Aber es darf nicht das bestehende System als Differenzzahlung angesehen werden, das Zahlsystem muss strukturiert werden. Was soll das bringen wenn die Strecke 70€ und in Zukunft 50€ macht kein Sinn die Differenz 20€ oben drauf zu zahlen.

  9. 49€ ist so realitätsfern! Ein paar Kilometer weiter von mir in Tirol kostet das Jahresticket etwa so viel im Monat und das ist nur Tirol und nicht ganz Österreich. Wie soll das finanziell für ganz Deutschland funktionieren bei 49€ im Monat ohne das Millarden an Steuergeldern dazu kommen?

    • Du bist Autofahrer? Dann bekommst du die Infrastruktur auch zu einem Großteil aus Steuern geschenkt. Und damit meine ich nicht die direkten Steuern für KFZ und Benzin, sondern aus dem Steuertopf, in den jeder einzahlt, auch der ohne Auto. Ausgleichende Gerechtigkeit, wenn auch der ÖPNV teilweise aus allgemeinen Steuergeldern finanziert wird.

      • Dir ist aber schon bewusst, das ein Bus auch genau diese Straßen benötigt?

        • Der Bund möchte in diesem Jahr 3,2 Milliarden Euro nur für den Erhalt der Autobahnen ausgeben: https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/interner-finanzplan-so-viel-kostet-ein-einziger-kilometer-autobahn/
          Welcher ÖPNV-Bus benötigt die Autobahn?

        • Sogar als Fußgänger benutzt man die Straßen, normalerweiße eher den Gehweg als die Fahrbahn aber brauchen tust du sie auch.

        • Hallo Michael, ja reichen aber gut ausgebaute innerörtliche Straßen und Bundesstraßen, BAB mit vielen Spuren braucht kein Bus, kann man ja eh nicht aus- und zusteigen. Vorschlag: Alle BAB werden, wo sie dreispurig pro Fahrtrichtung sind auf zwei Spuren zurückgebaut und die beiden Spuren die über sind werden für Frachtzüge umgebaut – da muß man ja auch nicht überall ein- und ausladen können . Viele Firmen haben ja gern Autobahnzubringer in der Nähe , kriegen dann Schienenanschluß und man bringt LKW von der Straße , Frachtzüge von den Trassen die man für den Personenverkehr braucht und das tut allen gut.
          Letzlich auch denen die das Auto wirklich brauchen und sich mit weniger Stau rumärgern

      • @Weberli: In den letzten Jahren lagen die Steuereinnahmen aus der Kfz-Steuer immer höher, als die Investitionen in die Straßeninfrastruktur.

    • Beim Straßenverkehr aka PKW kommen ja auch Milliarden an Steuergeldern dazu, weil KFZ-, Mineralölsteuer und alle anderen KFZ-Bezogenen Steuern zusammen leider viel weniger einbringen, als wir für Bau und Unterhalt der Straßen aufwenden. Warum soll das nur für Autos funktionieren, aber nicht für U-Bahnen, Busse und sowas? Bereits heute wird ein Teil der Kosten für den ÖPNV nicht durch Tickets sondern Steuergelder gedeckt, diesen Anteil müsste man nur etwas erhöhen. Wäre übrigens dann noch immer weniger, als wir im PKW versenken. Das Minus pro PKW beträgt je nach Studie irgendwo zwischen 2000 und 4000 Euro im Jahr, die die Gesellschaft jedem einzelnen Autofahrer an Subvention zukommen lässt, damit er nicht die ganzen Kosten alleine tragen muss.
      Dabei ist übrigens explizit noch nicht das Dienstwagenprivileg einbezogen, das nochmal Extra oben drauf kommt. Aber das liegt ja nicht am Verkehrsmittel an sich. Lindners Porsche wird schon in der Anschaffung mit rund 50k€ an Steuergeldern gefördert, der Betrieb kommt dann oben drauf. Für das Geld kann man schon einen Drittel Akku-Bus kaufen.

    • was kostet uns die Infrastruktur für PKW´s und warum werden die bevorzugt ?

    • An alle! Ich bin Autofahrer weil hier nur zwei mal am Tag der Bus fährt! Nicht jeder wohnt in Ballungsräumen!

      • An dich! Auch die Leute in Ballungsräumen die dort kein Auto fahren finanzieren deine und deren aller anderer Autofahrer Infrastruktur mit.

        • Das ist mir schon klar und ich finanziere deren ÖPNV aber ich find es halt unverschämt wie manche Leute das Auto für Teufelszeug halten und einen als böse Person dar stellen obwohl manche keine andere Möglichkeit haben als das Auto um von A nach B zu kommen.

    • Naja, es kommen halt Milliarden an Steuergeldern dazu. Das ist jetzt auch schon der Fall, weil auch bei den normalen Preisen fast kein Verkehrsunternehmen kostendeckend arbeitet. Dann werden es eben noch ein paar Milliarden mehr, irgendwer wird es schon zahlen. Und das für ein Ticket, bei dem der gewünschte Effekt, nämlich das Stehenlassen des Autos, wohl noch weniger eintrifft, als laut Studien jetzt beim wesentlich günstigeren 9-Euro-Ticket.

    • Das frage ich mich tatsächlich auch. Allerdings ist meiner Meinung nach der Nahverkehr aktuell viel zu teuer (ohne 9€-Ticket). Die einfache Fahrt von Sonthofen nach Kempten kostet 8€! Da fahre ich doch dann lieber mit dem Auto.

  10. Telekomiker says:

    Ja, Lindner will kein Geld ausgegeben. Daran scheiterts. Aber der Grundgedanke ist doch sinnvoll. Warum nicht Summe X z.B. 49€/Bundesland/Monat und 99€ für ganz Deutschland ergänzend zu den aktuell geltenden Tarifen. Die Länder entscheiden dann einfach, welche Tickets vorerst nicht buchbar sind, also alle, die mehr als 49€ (NUR im eigenen Bundesland) kosten und das Ganze 1 Jahr als Testversuch. Wenns gut klappt entweder so weiter oder wenn möglich auf 79€/39€ (oder Summe X/Y) 49€/29€ (so wie es die Grünen vorgeschlagen haben) nachbessern und fertig?

  11. Wie zur Hölle kann es eigentlich sein, dass gefühlt ganz Deutschland und so ziemlich alle regierenden Parteien einen Nachfolger des Tickets wollen – bis auf eine einzige Person und das ist der Lindner. Und so ziemlich deswegen kommt es nicht??
    Die FDP ist von den drei Parteien die schwächste und aus irgendeinem Grund scheint sie trotzdem die mit Abstand meiste „Macht“ zu haben, während Grüne und SPD nur hier und da Vorschläge machen, die die FDP bzw. Lindner dann ablehnt.

    • Nö, ich möchte das solange auch nicht, bis dieses ticket auch wirklich der gesamten Bevölkerung zu gute kommt und nicht nur Leuten in größeren Städten

      • Daran ist doch gedacht: „Ebenso wolle die SPD nach Vorliegen von Ergebnissen des Ausbau- und Modernisierungspakts den ÖPNV gemeinsam mit Ländern und Kommunen vor allem auch im ländlichen Raum strukturell verbessern.“
        Was müsste dafür konkret geschehen, damit auch Du dafür wärest?

      • Nur wenn die in der Stadt wohnen dann auch die frische Luft und Ruhe bekommen!

      • Vielleicht ist hier (in Baden-Württemberg) der Nahverkehr nicht ganz so kaputt, aber ich kenne durchaus einige Leute auf dem Dorf, die mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren. Das ist nicht super ausgebaut, aber funktioniert meistens und ist schon jetzt günstiger als mit dem Auto. Entscheidungen „für alle“ wird es sehr selten geben, weil wir ja (zum Glück) auch unterschiedlich sind.

      • Es kommt jedem zu gute, wenn mehr Leute den ÖPNV nutzen.

      • Soviel Egoismus in nur einem einzigen Kommentar….ich habe da keinen direkten Nutzen von? Dann soll das niemand haben! Vor allem in Ballungsräumen macht das unglaublich viel Sinn, da vor allem dort der Einsatz von PKW eher Probleme schafft als diese löst.

    • Unabhängig von politischer Ausrichtung ist Herr Lindner nun auch unser Finanzminister. Von diesem erwarte ich schon im ersten Schritt, dass er die Steuergelder beisammen hält und nicht gleich alle wahnwitzigen populistischen Vorschläge unterstützt. Das ist meiner Meinung nach in einer Demokratie wichtig und richtig.

      Das hat allerdings nichts mit meiner Meinung zu einem 49€ Ticket zu tun. Wenn das letztendlich sinnvoll umsetzbar sein sollte, dann sollte hoffentlich auch die FDP mitspielen.

  12. Ich finde 49€ für ein bundesweites Ticket sind ein guter Preis. Das ist etwa die Hälfte von dem was mich ein HVV Abo kostet. Als Pendler kann man also durchaus viel Geld damit sparen. Unglücklich finde ich nur das bei Hartz 4- Empfängern mit 40€/Monat für Mobilität gerechnet wird. Da sollte es noch eine Anpassung geben

    • ALG2 gibt es ab nächstem Jahr eh nicht mehr… Im Bürgergeld sollten dann andere Sätze drinnen sein.

      • Eine nennenswerte Erhöhung wird mehr es beim neuen Hartz IV aka „Bürgergeld“ nicht geben. Die 40-50 € mehr, die Minister Heil mal in Aussicht gestellt hat, decken noch nicht mal die Inflation von 2022 und 2023 und die FDP hat ja schon angekündigt, dass sie den Ärmsten keine Erhöhung gönnt.

        Und so bleibt alles beim alten, die Ärmsten müssen in ihrer kalten Bude hocken und hungern, während alle anderen schön mit ihren 49€-Tickets durchs Land reisen.

  13. Würde ich sofort kaufen, zahle jetzt deutlich mehr und kann damit nur in die nächste Stadt! Auf die im Moment enthaltene Mitnahmeregelung verzichte ich gerne wenn ich dafür bundesweit fahren könnte. Spart neben den monatlichen Kosten fürs Jobticket auch noch einige private ICE Fahrten die man durch Fahrten mit dem RE ersetzen könnte mit etwas Zeitaufwand. Würde ich nicht bei sehr großen Strecken machen, aber bis 250km geht das schon.

  14. GooglePayFan says:

    Ich finde 49€ ist ein ganz vernünftiger Preis.
    Hoch genug, dass der Kauf eine Vernunftsentscheidung wird und nicht dem sinnlosen hin und her fahren, Sitze blockieren oder nur dem Wochenendausflug nach Sylt dient.

    Günstig genug, dass es sich jeder leisten kann, der einer Lohnarbeit nach geht und für Pendler mit Bus und Bahn eine deutlich Entlastung darstellt und bestimmt auch noch den einen oder anderen vom PKW weg bringt.

    Das bleibt dann auch das Problem:
    Es gibt so viele Millionen Pendler, die tatsächlich einfach nicht die ÖPNV nutzen können, z.B. wenn einfach kein Bus vom Wohnort aus fährt.

    Immerhin müssen die bei einem Ticketpreis von 49€ nicht unverhältnismäßig stark zum Ticket über ihre Steuergelder beitragen, wie es noch bei dem Schnellschuss über 9€ war…

    • Die konnten dann wenigstens über den Schnellschuss Tankrabatt günstiger tanken – also alles gut :).

      • Nein, das ist etwas einfach gedacht. Die gesenkte Kraftstoffsteuer hat nicht verhindert, dass der Endpreis von Kraftstoffen seit Kriegsbeginn höher als davor ist. Bahnfahren war hingegen drei Monatelang deutlich günstiger als zuvor. Hier hat also kein Autofahrer übermäßig profitiert.

      • GooglePayFan says:

        Ja, das war auch ein Schnellschuss. Weil er der Mineralölindustrie viel mehr genutzt hat, als dem Autofahrer.
        Der Sprit wurde ja nur 5-10 Cent günstiger, war also noch extrem teuer.

        Du kannst dich von deiner komischen Wunschvorstellung verabschieden, dass ohne Tankrabatt ALLE Bundesbürger das 9€ Ticket verwendet hätten und somit eine Zeitenwende der Mobilität, weg vom Porsche, hin zu Lastenrad und Bummelbahn eingeläutet hätte.

        Wer keinen ÖPNV nutzen kann, der kann ihn einfach nicht nutzen, selbst wenn der Steuerzahler alle Kosten übernehmen würde.

    • Mira Bellenbaum says:

      Entscheidest DU welche Fahrten Sinnlos sind?
      Die allein Erziehende mit Kind/ern, die dank 9 €-Ticket endlich am WE auch mal rauskam,
      Sinlos?
      Welch ein Egoist muss man sein?
      Zitat: „Günstig genug, dass es sich jeder leisten kann, der einer Lohnarbeit nach geht…“
      1. eben nicht!
      2. Asozial, weil Du grundsätzlich Rentner, usw. andere Menschen, mit niedrigem Einkommen
      einfach ausschließt! Wer nicht arbeitet, ist Deiner Meinung nichts wert?
      Hat keine Rechte, soll verrecken oder was auch immer?

      Aber grundsätzlich halte ich das bundesweite 49 €-Ticket erst ein mal für einen richtigen Schritt,
      aber es darf nicht vergessen werden, den ÖVPN auch besser auszubauen.
      Später dann sollte der Preis dann aber auch weiter abgesenkt werden.
      (Später dann, heißt in Jahren, bzw. wahrscheinlich Jahrzehnten)

  15. Das bringt nichts, da der Tarifdschungel nicht aufhört. Da das 9 Euro Ticket schon keine Entlastung im Verkehr gebracht hat, werden die Leute jetzt auch nicht umsteigen. Richtig wäre ein Preis für eine Strecke egal wie lang usw.

    • Mit dem 9€-/49€-Ticket ist der Tarifdschungel ja gerade irrelevant.

      • Ja, aber sobald man Einzel oder Tagestickets braucht ist man wieder da – das sollte dann als nächstes geklärt werden. Das mein Tagesticket aus Hamburg auch in Berlin zählt und das gleiche kostet.

    • Leute steigen nicht um wenn sie wissen, dass der Spuck nach drei Monaten wieder vorbei ist, aber nutzen eine günstige Alternative natürlich gerne sofern es passt.

  16. Die 49 € wären vor allem eins: Ein Rabatt für Leute, die heute schon ein Abo haben. Die 9 € haben ja gerade mehr Leute angesprochen, das hätte sich auch mehr nach Verkehrswende angefühlt, wenn man nicht Zeitgleich Autofahrer zusätzlich subventioniert hätte. Apropos, manchmal kommt es so rüber, als wenn das ganze so schrecklich teuer gewesen wäre. Ne wars nicht. Erstens wird der Öpnv eh mit 50 % Bezuschußt und zweitens hatte man keine zusätzlichen Kosten, sondern nur Mindereinnahmen. Kostet ja das gleiche, egal ob der Zug leer oder voll fährt.

    Denke alle Nachfolgeideen werden platzen oder sich nicht lange halten können. Weil keiner das System selbst angeht. Warum haben wir so viele Tarifbünde? so viele Tarifarten in einem Gebiet? Und die Kosten werden noch erheblich steigen. Energie macht alles teurer, am Ende wollen die öpnv’er auch mehr verdienen. Das muss entweder auf die Ticketpreise durchschlagen oder die Subventionsanteile müssen stark steigen. Es brauch ne große Lösung und ich sehs auch eher Steuerfinanziert als Infrastruktur.

    • Naja, auch Busse und Bahnen sind mit teurerem Benzin und Diesel gefahren… Also teurer wird es schon.

    • GooglePayFan says:

      Du kannst dich von deiner komischen Wunschvorstellung verabschieden, dass ohne Tankrabatt ALLE Bundesbürger das 9€ Ticket verwendet hätten und somit eine Zeitenwende der Mobilität, weg vom Porsche, hin zu Lastenrad und Bummelbahn eingeläutet hätte.

      Dafür war der Tankrabatt viel zu gering, kam kaum bei den Bürgern an und die Preise waren trotzdem so hoch, dass die Bahn eigentlich vom Preis her konkurrenzfähig ist.
      Aber Preis ist nicht alles!
      Wer keinen ÖPNV nutzen kann, der kann ihn einfach nicht nutzen, selbst wenn das Monatsticket 0€ kosten würde.

      Und nein, natürlich hat das 9€ Ticket mehr Kosten verursacht. Es sind zusätzliche Züge gefahren, es war mehr Personal nötig (Sicherheit, Schaffner, Bundespolizei).
      Berufspendler die auf Pünktlichkeit angewiesen sind, mussten temporär (hoffentlich nicht dauerhaft…) aufs Auto wechseln, weil wegen der ganzen Spaßfahrer keine Mitnahme mehr garantiert war. Usw.

  17. Ich habe in den letzten Monaten vermehrt die Öffentlichen benutzt. Etwa 80% der Fahrten (bis ca. 50 Kilometer Umkreis) waren ein Desaster. Ich kam verspätet, mit deutlichen Umwegen oder überhaupt nicht am Ziel an. Wollte heute mit der Bahn an die Arbeit fahren, zum Glück habe ich vorher in den Navigator geschaut – für die kommenden Tage entfällt meine Linie wegen nicht näher definierten Schäden. Ich empfinde 9 Euro für die gebotene Leistung noch als zu viel.

    • Den gleichen Gedanken hatte ich bei meinen letzten RE Fahrten von/nach Köln auch. Katastrophal wie unzuverlässig die Linie ist, unter 50% Pünktlichkeit. Da sind einem die 9€ noch zu schade, immerhin für die S Bahn in Berlin hat es sich gelohnt

    • Hallo Robert, das ist nicht Schuld des 9-Euro-Ticket . Das ticket ist nur der „Kanarienvogel“ des ÖPNV: genau wie früher Bergleute einen Kanarienvogel mit unter Tage nahmen weil der auf giftige Grubengaskonzentrationen früher reagierte als Menschen war das 9-Euro-ticket das Anzeigeinstrument für all die Stellen im ÖPNV wo es klemmt: Personal, rollendes und festes material, Abläufe und Organisation. Klar wußte man auch vorher shcon wenn man es wissen wollte aber das Ticket hat es für alle sichtbar gemacht. Insofern: nicht dem Kanari den hals umdrehen sondern für bessere Bewetterung in der Grube sorgen sprich den ÖPNV ausbauen an all den Schwachstellen die nun für viele sichtbar zu Tage traten. Und ja dafür müssen Steurmittel aufgebracht werden das kann sich nicht selber tragen. Dann eben woanders kürzen – Subventionen für PKW-Anschaffungen z. B. oder Stopp des Autobahn-neubaus, nur noch Erhaltungsmaßnahmen – die sind schon teuer genug. Oder: man hat soviel Bahnstrecken stillgelegt – warum werden eigentlich nicht mal weniger frequentierte Autobahnen zurückgebaut oder auf Bundesstraßenniveau zurückgestuft? Rückbau von Auto-Infrastruktur – bei der Bahn ging das immer leicht und easy , jetzt könnte ich mir Straßenrückbauten und -stillegungen gut vorstellen. Oder da wo jetzt ne Straße ist Schienen z. B. für Frachtverkerh hinbauen – um Trassenrechte muß man sich ja nicht mehr kümmern …

  18. Kein schlechter Ansatz.
    Ist aber verbesserungsfähig. Für bedürftige mit geringem Einkommen kostet derzeit in NRW das Mein Ticket (Sozialticket) 39,80 € von DSW 21, Sie würden davon kein Vorteil haben, gerade die Gruppe welche eine Entlastung am nötigsten hat.

  19. WillyWonker says:

    Die Regierung verspricht. Das ist mit der Regierung selbst das Problem.
    Man will den Bürgern jetzt Dinge andrehen, um das totale Versagen dieses Haufens in Berlin zu vertuschen.
    Bei vielen ist die CoronaHilfe , die 2020 versprochen wurde, immer noch nicht angekommen.

  20. Steinigt mich, aber wie wäre es mit einer ÖPNV-GEZ? Dafür bekommt jeder Bundesbürger umgekehrt ein Ticket, mit dem er unbegrenzt sich mit Bus&Bahn (inkl. Fernverkehr) reisen darf.

    Gleichzeitig muss natürlich ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auch in ländlichen Regionen erfolgen. Wir müssen gerade dort Mobilität neu denken. Ich glaube nicht, dass ein getakteter Verkehr die dortige Lösung sein wird. Stattdessen glaube ich, dass Ride-Sharing, in Großstädten ist oftmals nur ein Komfortdienst, in die breite Fläche muss. Natürlich kann das ohne Subventionen nicht erfolgen, aber wir müssen zur Prämisse kommen, dass vernünftige Mobilität ein Grundrecht wird. Hier müssen alle Ebenen des Staatswesens (egal ob Bund, Land oder Kommune) eine ganzheitliche Lösung entwickeln – ohne parteiideologische Vorbehalte. Alles andere endet wieder in klein-klein….

    • Mira Bellenbaum says:

      Endlich mal jemand, der es begriffen hat, der nicht nur an sich selbst denkt!

    • Hallo MH, gebe Dir recht – Mobilität ist ein Grundbedürfnis wie sauberes Wasser , Energie, Gesundheit, Sicherheit , Bildung und Wohnen . Dafür von allen per Umlage einen Beitrag zu erheben und ihnen dann eine Basisversorgung anzubieten ist eine gute Idee. Nur dann müssen diese Dienstleistungen weg vom „das muß sich rechnen oder gar noch Gewinne für private Unternehmen abwerfen“-Gedanken. Sieht man ja in vielen Bereichen wie die Befriedigung von Grundbedürfnissen vom Staat wegdeligiert wurde in private Hände – Gesundheit, Versorgung alter und behinderter Menschen – und wie schief das geht wenn private Unternehmen mit diesen Aufgaben einfach nur Geld verdienen wollen . Ich zahle gern mehr Steuern und Abgaben wenn ich dafür eine solide , von Rechnungshöfen und Parlamenten kontrolliert öffentlich geförderte Grundversorgung bekomme.

    • Die Idee ist super – bis hier meine ich das ironiefrei – und in Teilen auch schon umgesetzt worden: die Vorstände der Deutschen Bahn werden bereits ähnlich gut bezahlt wie die (ehemalige) Intendantin des rbb…

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