Windows 8: Microsoft führt „Kinder“-Konten ein

Wolltet ihr bislang eure Kids schützen oder überwachen, wenn sie ohne Aufsicht am Rechner sitzen, musstet ihr bislang Extra-Software installieren. Könnt ihr euch bei Windows 8 zukünftig sparen, weil man praktischerweise ermöglicht, dass für Kinder spezielle Nutzer-Konten angelegt werden.

 

Wenn ihr als Administrator eines dieser Kinder-Konten anlegt, müsst ihr lediglich einen Haken bei „Family Safety“ setzen und der Schutz ist aktiviert. Eltern erhalten wöchentlich einen Report, der fein säuberlich aufbröselt, was die Kiddies getrieben haben am Rechner. Direkt aus diesem Bericht heraus könnt ihr dann bestimmte Web-Seiten sperren, die eurer Meinung nach nicht von euren Kids aufgerufen werden sollen.

Anstelle selbst alle relevanten Seiten zu sperren, könnt ihr auch auf vorgefertige Listen zugreifen, die ihr dann einfach nur noch ergänzt. Auch die Zeit, die die Kinder am PC verbringen können, lässt sich durch die Funktion justieren.

Neugierige Sprösslinge haben aber noch mehr schlechte Nachrichten zu verkraften: auch beim Runterladen von Dateien sind sie eingeschränkt, können weder auf Mails und Dokumente der Eltern zugreifen, noch ihren eigenen Account konfigurieren. Alles in allem ein feines Feature in Windows 8.

Quelle: Microsoft via CNET

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28 Kommentare

  1. Der Mix machts. Ohne Aufklärung und miteinander Reden ist sonst auch nix mehr sinnvoll. Aber eine vernünftige Zugangskontrolle unterstützt die Eltern schon. Man kann sie flexibel anpassen und den Bedürfnissen anpassen und auf Dringlichkeiten wie Referate flexibel reagieren. White- oder Blacklist ist eine Altersfrage. Ich habe schon einige Leute in dieser Hinsicht beraten und technisch unterstützt. Im Schnitt lief es darauf hinaus, dass zwischen 8 und 14 Jahren eine Whitelist lief, sehr restriktiv auf die Onlinezeiten geachtet wurde und man sich intensiv gemeinsam (!) mit dem Kind und dem Internet auseinandergesetzt hat, sodass das ganze ab 13-14 Jahren freier und lockerer gehandhabt wurde. Ich habe es auch öfters bei Mädchen erlebt, dass sie sich eine zusätzliche Sicherheit gewünscht hatten, vor allem wenn sie mal wieder irgendwelche Links von ihren pubertierenden Klassenkameraden bekamen und oft nicht sicher waren, wo sie hinklicken sollten oder nicht. Nicht jeder, der mit rotten.com groß geworden ist, wünscht sich heute /b/ gore für die Tochter.

  2. @Oliver: gut auf den Punkt gebracht! 🙂 (Wir haben damals in der Schule Bilder von rotten.com als Hintergrundbilder auf den Schul-PCs eingerichtet – damals war’s lustig – aus heutiger Sicht eher dumm…)

  3. Verzeiht mir:

    Medienkompetenz wird hier von einigen gefordert?

    Von allen erwachsenen die ich kenne haben die allerwenigsten selbst so etwas wie medienkompetenz. Gaebe es so etwas wuerden die ganzen privaten tv mit ihren muell schon lange pleite sein.

    Und mit erwachsenen meine ich dabei keine old people in wheelchair, sondern leute ab 18.

    Einerseits wird in solchen diskussionen gefordert es darf keinerlei einschraenkungen im internet geben, die eltern sind ja verantwortlich – und WENN die eltern etwas machen ist es zensur und die eltern druecken sich gerade damit dann angeblich aus der verantwortung.

    Eine kranke argumentation.

  4. @Hansi0r: ezähl bitte mal einem „altjugendlichen“ (61), was es mit diesem rotten.com auf sich hat.

    Ich hab erst 2007 mit Comps angefangen, kenne das also nicht von „früher“. Anhand des Namens „rotten“ kann ich mir schon was denken, aber du weißt das ja genau. Danke.

  5. @JürgenHugo: Es steht dir frei die Seite selbst anzuschauen und dir ein Eindruck zu verschaffen. Heute ist die Seite scheinbar nur noch ein Archiv von alten Bildern.

  6. Na, das Archiv mit alten Bildern hab ich auch gesehen. Aber bitte, wenn du nix sagen willst, ich finde das auch so raus… :mrgreen:

  7. Medienkompetenz? Wow, super Wort. Kann ich den Kindern dann gleichzeitig Schusswaffenkompetenz beibringen und die Knarren rumliegen lassen? Passiert ja nichts, haben ja Schusswaffenkompetenz?

    Nein Herr Richter ich habe mir nichts dabei gedacht meinen Sohn im Auto spielen zu lassen während der Schlüssel steckte. Er hatt doch Automobilkompetenz.

    Eltern müssen nunmal potenziell Kindsgefährdendes von ihren Kindern fernhalten. Das Kinderzimmer ist ja auch Zensiert. Oder darf ich bei den Medienkompetenzschreiern mal nen paar DVDs und Zeitschriften deponieren? Wohl eher weniger.

    Das Problem ist nunmal das Kinder die allein im Wohnzimmer oder Kinderzimmer spielen in einer, normalerweise, gesicherten Umgebung sind. Es liegen keine Pornos und Gewaltsachen rum und man parkt auch nicht den Pedobär auf der Couch. Da können die Eltern dann mal in der Küche verschwinden und Kochen oder arbeiten. Das ist völlig normal ab einem gewissen alter.

    Das geht aber im Internet nicht, also schafft man einen einigermaßen sicheren Raum. Wo ist das Problem? Das ist Aufgabe der Eltern und zwar trotz Medienkompetenz. So kann ein 8 Jähriger auch eben allein am Pc so nen Kinderspiel spielen und fertig.

    Und bei Teens haben Eltern nunmal die Aufgabe dafür zu sorgen das nichtnur Diablo 3 mal gelegt wird sondern auch der Französischlehrer. Und dort sollte mit Vertrauen gearbeitet werden. Aber wenn das Vertrauen missbraucht wurde dann kann man halt auch auf anderes zurückgreifen.

    Und wenn man das als Zensur sehen will, dann ist es Zensur. Dann ist es aber auch Zensur wenn euer 8 Jähriger von nem Freund Doom kriegt und ihr es ihm wegnehmt.

  8. Auch Kinder haben ein Recht auf ein Grundmaß an Privatsphäre. Eine solche Totalüberwachung, bei der jede besuchte Website und jeder eingegebene Suchbegriff aufgelistet werden, finde ich schrecklich. Will heute denn niemand mehr ein Vertrauensverhältnis zu seinen Kindern aufbauen? Überwachen und Hinterherspionieren sind da der denkbar schlechteste Weg. Blacklists mit gesperrten Seiten meinetwegen, aber das hier geht dann doch etwas zu weit. Am Ende wird man sowieso nicht drumrum kommen sich selbst im direkten, persönlichen Kontakt um seine Kinder zu kümmern.

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