Windows 8: Microsoft führt „Kinder“-Konten ein

Wolltet ihr bislang eure Kids schützen oder überwachen, wenn sie ohne Aufsicht am Rechner sitzen, musstet ihr bislang Extra-Software installieren. Könnt ihr euch bei Windows 8 zukünftig sparen, weil man praktischerweise ermöglicht, dass für Kinder spezielle Nutzer-Konten angelegt werden.

 

Wenn ihr als Administrator eines dieser Kinder-Konten anlegt, müsst ihr lediglich einen Haken bei „Family Safety“ setzen und der Schutz ist aktiviert. Eltern erhalten wöchentlich einen Report, der fein säuberlich aufbröselt, was die Kiddies getrieben haben am Rechner. Direkt aus diesem Bericht heraus könnt ihr dann bestimmte Web-Seiten sperren, die eurer Meinung nach nicht von euren Kids aufgerufen werden sollen.

Anstelle selbst alle relevanten Seiten zu sperren, könnt ihr auch auf vorgefertige Listen zugreifen, die ihr dann einfach nur noch ergänzt. Auch die Zeit, die die Kinder am PC verbringen können, lässt sich durch die Funktion justieren.

Neugierige Sprösslinge haben aber noch mehr schlechte Nachrichten zu verkraften: auch beim Runterladen von Dateien sind sie eingeschränkt, können weder auf Mails und Dokumente der Eltern zugreifen, noch ihren eigenen Account konfigurieren. Alles in allem ein feines Feature in Windows 8.

Quelle: Microsoft via CNET

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

28 Kommentare

  1. Finde ich gut (aus Elternsicht). Kennt jemand zufällig gute Alternativen zu so einer Kindersicherung am PC?

  2. Klar, ist sinnvoll. So kann man sich als Eltern wunderbar vor der Verantwortung drücken, seinen Kindern selbst Medienkompetenz beizubringen und Zeit mit ihnen verbringen zu müssen.

  3. Finde ich eine richtig gute Idee.

  4. @Hansi0r
    Eigentlich hilft da nur eine Vernünftige Aufklärung über die Gefahren im Internet. Zusätzlich sollte der PC nicht von Anfang an im Kinderzimmer stehen.
    Ich persönlich halte nicht soviel von den Schutzprogrammen. Wenn die Kinder eine Lücke suchen, dann finden diese auch meist eine.
    Natürlich werden sie auch mal ungewollte Seiten aufrufen.
    Ein wirklicher Schutz ist, alle Seiten zu Sperren und auf Anfrage freischalten zu lassen. Alles andere ist meiner Meinung nach Augenwischerei.
    Wird zuviel gesperrt, kann der PC im Zweifel nicht für Referate etc benutzt werden, weil bestimmte Seiten fälschlicherweise gesperrt wurden oder die OnlineZeit beschränkt wurde.
    Aus bequemlichkeit wird eher zuwenig gesperrt.
    Gewöhnt sich das Kind an eine solche ständige Überwachen wird es bestimmt auch später nichts dagegen haben vom Staat überwacht zu werden. Das sind ja echt rosige Aussichten…

  5. „Direkt aus diesem Bericht heraus könnt ihr dann bestimmte Web-Seiten sperren, die eurer Meinung nach nicht von euren Kids aufgerufen werden sollen.“

    Wieder Verbote statt Medienkompetenz vermitteln und sich selbst kümmern. Halte ich für den falschen Weg.

  6. @Hansi0r
    schau dir mal die kostenlose Norton-Online-Family an

    https://onlinefamily.norton.com/familysafety/loginStart.fs?ULang=deu

  7. Da kann ich mich Jogi nur anschließen. Ich halte absolute nichts von Kindersicherungssoftware und Sperren. Wichtig und mit höchstmöglichem Stellenwert muss es belegt werden, die Kinder sobald als möglich mit der nötigen Medienkompetenz auszustatten und Ihnen in jungen Jahren immer an der Seite zu stehen und zu Sie Anfang in den ersten Schritten am PC und im Web zu begleiten. Dann sind auch solche Schutzmaßnahmen unnötig.

  8. Ich habe keine Kinder, sehe solche Software aber auch nicht als der Weisheit letzten Schluss.

    Letztendlich kann man die Kinder doch nicht immer vor allem schützen – auch ich habe in jungen Jahren schon Pornobildchen gesehen, obwohl da noch niemand einen Comp zu Hause hatte.

    Wenn ich allerdings in die Situation käme, mal zu sehen, wie ein 10-jähriger sich nackte Mädels am Comp anschaut, dann würde ich auch nicht peinlich berührt wegschauen sondern den darauf ansprechen.

    Wenn der einen roten Kopf bekommt, ich würde es sicher nicht – man kann über alles reden. Und Eltern sollten und müssen das heute eben auch (oder gerade) tun.

  9. korbinian says:

    ekelhaft. eltern die ihre kinder überwachen – geht’s noch? ich find white- oder blacklisting bei kleinen kindern schon ok, aber aktiv mitzutracken was die kinder so treiben is paternalistische kackscheiße – auch kinder haben ein recht auf ihre intimsphäre.

  10. Man kann ja 2 verschiedene Konten verwenden:
    „Kind-Schule“ hat zugriff auf die passenden Websites und KEINE Zeitbeschränkung
    „Kind-Spielen“: hat zugriff auf „alle“ Webseiten und die Spiele auf der Platte, aber eine beschränkte Nutzungsdauer.

    Eine gute Alternative scheint auch die „Kindersicherung“ (Hoffentlich die Richtige: http://www.salfeld.de/software/kindersicherung/index.html) zu sein, mein Kollege hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich selbst benötige so etwas bislang nicht. 😉

  11. Medienkompetenz, Medienkompetenz, Medienkompetenz – ist das das neue In-Wort? Zur Kindererziehung gehören nun auch mal Verbote, weswegen man dieses Feature nur begrüßen kann. Oder lasst ihr eure Kinder auch gleich mit Kreissäge und Winkelschleifer hantieren, um ihnen die notwendige „Werkzeukkompetenz“ gleich von Anfang an mitzugeben??

  12. Hansbert says:

    Schwierig. Medienkompetenz hin und her, aber *ich* kann mich ja schon nicht zurückhalten, rumzusurfen statt zu arbeiten. Wenn die 2 Stunden Recherche für Referat dann nur für Facebook verwendet werden ist auch nicht toll. Immer daneben stehen ist aber auch keine Lösung. Wie machen das Eltern heutzutage?

    Was mich interessieren würde: Sowas wie besuchte Internetseiten usw., geht vermutlich nur mit dem IE, oder?

  13. Vorweg: ich habe selber keine Kinder

    Eine „Kindersicherung“ (ich halte den Begriff für falsch) ist ganz hilfreich für Eltern, die selber keine tiefgehnden Berührungspunkte mit dem Internet haben. Da kann man sich mit relativ einfachen mitteln ein ruhiges Gewissen erkaufen.

    Allerdings ist immer die Frage, ob die Kinder nicht woanders sich gerade das anschauen, was Sie zu Hause nicht dürfen (so war es zu meiner Jugendzeit, Verbote waren zum übertreten da…)

    Sinnvoller fände ich den Einsatz als ein unterstützendes, erzieherisches Mittel.
    Noten zu weit im Keller -> Facebook gesperrt.
    Kind kommt morgends nicht aus dem Bett -> Internet wird um 22:00 Uhr (Je nach alter auch früher) abgeschaltet.

  14. Achja, Medienkompetenz ist super, ich selbst habe die auch selbst lernen müssen.
    Mein damaliger Kumpel auch, als in die Polizei abgeführt und seine PCs beschlagnahmt hat, weil er (damals!) sein Internet über illegale Logindaten verwendet hat. War irgendwer, der dann eine Rechnung über 500DM erhalten hat und die Polizei ermitteln ließ.

    Ich bin generell FÜR Medienkompetenz, und meine Kinder werden das auch mal von mir lernen.
    AAABBEERRR ich würde einige Seiten trotzdem sperren, die einfach illegal sind. Immerhin stehe ich ja für meinen DSL-Anschuss ein und muss Strafe für illegale Downloads zahlen. Nein Danke!
    Nacktseiten sind da unerheblich, darüber kann man im Nachhinein reden. (Wenn man sowas sehen will, braucht man ja nur RTL gucken, das reicht schon. 😉 )

  15. @Seppel: Ich habe schon so lange ich denken kann immer mitgeholfen wenn es um’s Heimwerken und Basteln im Haushalt geht. Und da wurde ich von meinen Eltern immer Schritt für Schritt an neue Werkzeuge und Techniken herangeführt. Ja, ich habe Werkzeugkompetenz von meinem Elternhaus mitbekommen. Und genau so würde ich es mir auch am Rechner wünschen!

  16. Schrecklich.Erstens lässt sich das auch für nicht-Kinder missbrauchen und zweitens ist es einfach nur widerlich den eigenen Kindern hinterherzuspionieren. Hat man als Kind kein Recht auf Privatsphäre?

  17. Entweder der Kinderschutz bringt nichts (merke ich zum Beispiel in unserer Schule,die Kindersicherung sperrt vieles Wichtiges und lässt „böse“ Sachen offen),oder sie greift so stark ein,dass dagegen vorgegangen wird.
    Und wenn die Eltern denken,ein Kind kann mit einem PC und dem Internet umgehen und wenn ein Kinderschutz drin ist,ist Alles gut,dann sollte diesen wohl zuerst ein Riegel vorgeschoben werden.

  18. @drice
    Was hat dich denn zu einem Entweder-Oder-Typ werden lassen?

    Die Möglichkeiten (übrigens Caschy – Windows 7 kennt so etwas auch schon in abgeschwächter Form, also ganz so neu ist das nicht, allerdings nun praxistauglicher umgesetzt, wie es sich anliest) sollen sich miteinander ergänzen. Medienkompetenz ist schön und gut, aber wenn Sohnemann oder Tochterherz von einem Thema gefesselt sind, wird auch mal schnell die Zeit vergessen. Ich habe übrigens bei meinen Kindern in sehr jungen Jahren das Taschengeld einführen müssen, weil sich der Glaube manifestiert hatte, dass man sich das Geld aus dem Automaten holt, wenn man welches braucht. Die Idee des Sparens (Finanzkompetenz) musste erst noch geboren werden. Trotzdem haben die immer noch Wünsche, die ihren finanziellen Rahmen überschreiten, diese … Kinder. 😉

  19. Aufklärung statt Zensur gilt nicht nur für Politiker, sondern auch für Eltern.

    Abgesehen davon, kann das Kind ja dann immer noch bei Freunden, im Internet Cafe oder sonst wo komplett unkontrolliert im Web Surfen – und wird es auch tun!

    Dieser Versuch die Verantwortung an eine Software zu übergeben halte ich persönlich für mehr als nur Dilletantisch!

    „Wir“ wollen unsere Kinder in einer Demographie „großziehen“, Zensieren sie aber schon in der Kindheit – wie grotesk!

  20. Absolut richtige Entscheidung von MS. Das Analyse Tool ist zwar krass, kann aber doch auf Seiten die nicht in der vordefinierten Blacklist stehen hinweisen. Über zu vermittelnde Medienkompetenz brauchen wir nicht diskutieren, die ist heute Pflicht. Es gibt aber auch viele Eltern, die sich bei weitem nicht so gut mit dem Medium Internet auskennen wie die Leser in diesem Blog. Zudem darf man nicht vergessen, wie schnell man per Popup oder nem Klick „daneben“ auf ner Porno- oder Gewaltseite landet. Die Einschränkung bei Referaten etc. kann ja bestimmt temporär entfernt werden. Man sollte auch nicht die jüngeren Kinder vergessen, wir lassen unseren 8 jährigen max. eine Stunde am Tag ins Internet. Da sollte man öfter mal hinschauen, und weil er absichtlich oder aus Neugier auf Seiten ab 16, 18 surft, das Passiert halt. In vielen Familien sind auch beide Elternteile, wenn es überhaupt zwei sind, berufstätig, vielleicht sogar auf Schicht. Hier kann sowas gut helfen. Auch preventiv strafrechtlich kann eine Blacklist äußerst hilfreich sein, der Anschlussinhaber haftet nun mal. Ich persönlich bin auch für eine kompetente Erziehung von Kindern und vermisse das bei anderen leider sehr oft, aber deswegen darf man nicht gleich anarchisch gegen jede Form der Kontrolle oder Einschränkung schießen. So denkt man ja nur bis zum Tellerrand.

  21. Der Mix machts. Ohne Aufklärung und miteinander Reden ist sonst auch nix mehr sinnvoll. Aber eine vernünftige Zugangskontrolle unterstützt die Eltern schon. Man kann sie flexibel anpassen und den Bedürfnissen anpassen und auf Dringlichkeiten wie Referate flexibel reagieren. White- oder Blacklist ist eine Altersfrage. Ich habe schon einige Leute in dieser Hinsicht beraten und technisch unterstützt. Im Schnitt lief es darauf hinaus, dass zwischen 8 und 14 Jahren eine Whitelist lief, sehr restriktiv auf die Onlinezeiten geachtet wurde und man sich intensiv gemeinsam (!) mit dem Kind und dem Internet auseinandergesetzt hat, sodass das ganze ab 13-14 Jahren freier und lockerer gehandhabt wurde. Ich habe es auch öfters bei Mädchen erlebt, dass sie sich eine zusätzliche Sicherheit gewünscht hatten, vor allem wenn sie mal wieder irgendwelche Links von ihren pubertierenden Klassenkameraden bekamen und oft nicht sicher waren, wo sie hinklicken sollten oder nicht. Nicht jeder, der mit rotten.com groß geworden ist, wünscht sich heute /b/ gore für die Tochter.

  22. @Oliver: gut auf den Punkt gebracht! 🙂 (Wir haben damals in der Schule Bilder von rotten.com als Hintergrundbilder auf den Schul-PCs eingerichtet – damals war’s lustig – aus heutiger Sicht eher dumm…)

  23. Verzeiht mir:

    Medienkompetenz wird hier von einigen gefordert?

    Von allen erwachsenen die ich kenne haben die allerwenigsten selbst so etwas wie medienkompetenz. Gaebe es so etwas wuerden die ganzen privaten tv mit ihren muell schon lange pleite sein.

    Und mit erwachsenen meine ich dabei keine old people in wheelchair, sondern leute ab 18.

    Einerseits wird in solchen diskussionen gefordert es darf keinerlei einschraenkungen im internet geben, die eltern sind ja verantwortlich – und WENN die eltern etwas machen ist es zensur und die eltern druecken sich gerade damit dann angeblich aus der verantwortung.

    Eine kranke argumentation.

  24. @Hansi0r: ezähl bitte mal einem „altjugendlichen“ (61), was es mit diesem rotten.com auf sich hat.

    Ich hab erst 2007 mit Comps angefangen, kenne das also nicht von „früher“. Anhand des Namens „rotten“ kann ich mir schon was denken, aber du weißt das ja genau. Danke.

  25. @JürgenHugo: Es steht dir frei die Seite selbst anzuschauen und dir ein Eindruck zu verschaffen. Heute ist die Seite scheinbar nur noch ein Archiv von alten Bildern.

  26. Na, das Archiv mit alten Bildern hab ich auch gesehen. Aber bitte, wenn du nix sagen willst, ich finde das auch so raus… :mrgreen:

  27. Medienkompetenz? Wow, super Wort. Kann ich den Kindern dann gleichzeitig Schusswaffenkompetenz beibringen und die Knarren rumliegen lassen? Passiert ja nichts, haben ja Schusswaffenkompetenz?

    Nein Herr Richter ich habe mir nichts dabei gedacht meinen Sohn im Auto spielen zu lassen während der Schlüssel steckte. Er hatt doch Automobilkompetenz.

    Eltern müssen nunmal potenziell Kindsgefährdendes von ihren Kindern fernhalten. Das Kinderzimmer ist ja auch Zensiert. Oder darf ich bei den Medienkompetenzschreiern mal nen paar DVDs und Zeitschriften deponieren? Wohl eher weniger.

    Das Problem ist nunmal das Kinder die allein im Wohnzimmer oder Kinderzimmer spielen in einer, normalerweise, gesicherten Umgebung sind. Es liegen keine Pornos und Gewaltsachen rum und man parkt auch nicht den Pedobär auf der Couch. Da können die Eltern dann mal in der Küche verschwinden und Kochen oder arbeiten. Das ist völlig normal ab einem gewissen alter.

    Das geht aber im Internet nicht, also schafft man einen einigermaßen sicheren Raum. Wo ist das Problem? Das ist Aufgabe der Eltern und zwar trotz Medienkompetenz. So kann ein 8 Jähriger auch eben allein am Pc so nen Kinderspiel spielen und fertig.

    Und bei Teens haben Eltern nunmal die Aufgabe dafür zu sorgen das nichtnur Diablo 3 mal gelegt wird sondern auch der Französischlehrer. Und dort sollte mit Vertrauen gearbeitet werden. Aber wenn das Vertrauen missbraucht wurde dann kann man halt auch auf anderes zurückgreifen.

    Und wenn man das als Zensur sehen will, dann ist es Zensur. Dann ist es aber auch Zensur wenn euer 8 Jähriger von nem Freund Doom kriegt und ihr es ihm wegnehmt.

  28. Tablette says:

    Auch Kinder haben ein Recht auf ein Grundmaß an Privatsphäre. Eine solche Totalüberwachung, bei der jede besuchte Website und jeder eingegebene Suchbegriff aufgelistet werden, finde ich schrecklich. Will heute denn niemand mehr ein Vertrauensverhältnis zu seinen Kindern aufbauen? Überwachen und Hinterherspionieren sind da der denkbar schlechteste Weg. Blacklists mit gesperrten Seiten meinetwegen, aber das hier geht dann doch etwas zu weit. Am Ende wird man sowieso nicht drumrum kommen sich selbst im direkten, persönlichen Kontakt um seine Kinder zu kümmern.