Windows 7 Backup und Systemwiederherstellung

24. Oktober 2009 Kategorie: Backup & Security, Windows, geschrieben von:

Windows 7 beherrscht viele Backup-Möglichkeiten. Da wäre zum Beispiel das komplette Backup (Systemabbild), welches man entweder via Kommandozeile als auch mit grafischer Oberfläche bedienen kann. Beides Backups, mit dem ich im Notfall das komplette System wiederherstellen kann. Eine weitere Möglichkeit ist die Sicherung einiger ausgewählter Daten, die auch automatisch erfolgen kann.

back1

Die Sicherung ausgewählter Dateien funktioniert fast wie die Komplettsicherung, ausser, dass man hier eben nicht das System entscheiden lässt, sondern man selber Ordner festlegt. In der Systemsteuerung erreicht man diesen Punkt unter „Sicherung des Computers“ erstellen.

Wie beim Vollbackup gibt man hier als erstes das Ziel an:

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Im nächsten Schritt gibt man allerdings an, dass man die zu sichernden Dateien selber aussuchen möchte:

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Wer seine Dateien in regelmäßigen Abständen sichern möchte, der kann auch nun einen Zeitplan erstellen.

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Nach dieser Sicherung findet ihr an eurem Zielort nicht wie beim vollständigen Systemabbild eine VHD-Datei, sondern eine Datei, die euren PC-Namen trägt. Per Doppelklick auf diese habt ihr später die Möglichkeit einzelne Backups herauszuziehen, falls ihr mal versehentlich etwas löscht.

Der Nachteil bei den beschrieben Lösungen ist: man führt sie entweder manuell oder zeitlich gesteuert aus. Will ich etwas am System ausprobieren, habe aber kein Backup, so muss ich entweder eines erstellen, oder den automatisierten Backup-Vorgang anwerfen.

Nun könnte man einen Systemwiederherstellungspunkt in Windows 7 erstellen, oder? Ein wirklich tolles Tool, doch in Windows 7 noch mehr versteckt als im Vorgänger Vista. Denn schließlich kann man mithilfe dieser Systemwiederherstellungspunkte das System ratz fatz in den Ursprungszustand zurücksetzen, entweder unter Windows selbst oder per Windows 7-DVD.

Der gängige Weg einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen läuft über die Systemsteuerung. Dort gibt man im rechten oberen Suchfeld Wiederherstellungspunkt (oder eben kürzer) ein und findet dann den Punkt vor:

systemwieder

systemwieder2

Eine total frickelige und lange dauernde Sache, oder? Klar – es gibt Shortcuts zu den jeweiligen Fenstern, doch wer kann sich die schon merken? Ganz schnell würde zum Beispiel der Aufruf von rstrui.exe im Ausführen-Dialog (Shortcut WIN+R). Aber selbst dort habt ihr ein paar Klicks vor euch um einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen.

vbs

Nun aber zum Deal: das Ganze kann man super automatisieren, sofern man sich zu diesem Zweck ein Visual Basic Script erstellt (Download für Faule):

If WScript.Arguments.Count = 0 Then
Set objShell = CreateObject(„Shell.Application“)
objShell.ShellExecute „wscript.exe“, Chr(34) & WScript.ScriptFullName & Chr(34) & “ Run“, , „runas“, 1
Else
GetObject(„winmgmts:\\.\root\default:Systemrestore“).CreateRestorePoint „Manueller Systemwiederherstellungspunkt“, 0, 100
End If

Einfach als Systemwiederherstellungspunkt.vbs speichern und fertig. Jedes Mal wenn ihr dieses Script ausführt wird ein Systemwiederherstellungspunkt erstellt:

systemwieder3

Also, auch wenn es langweilig ist: ein paar Basics sollte man nie vergessen – auch wenn sich diese oft gut verstecken. Systemwiederherstellungspunkte haben mir schon oft bei einigen Low-Brainern einiges an Arbeit erspart. Des Weiteren sieht man mal wieder, dass man zu Backup-Zwecken eigentlich keine extra Software benötigt – oftmals langen Boardmittel.

Schönes Restwochenende noch 🙂


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