Braucht man Acronis TrueImage?

24. September 2009 Kategorie: Backup & Security, Internet, Windows, geschrieben von: caschy

Provokative Frage, oder? Braucht Otto-Normal-Benutzer überhaupt Acronis TrueImage? Ich kenne viele die es einsetzen. Die meisten nutzen nicht die Möglichkeit, live irgendwelchen Kram zu sichern. Da lässt man ganz easy ein Mal pro Woche (maximal!) ein Vollbackup erstellen und das war es. Dafür Geld ausgeben? Ne, oder? Erinnert sich noch jemand an den ersten Vorläufer der Systemwiederherstellung unter Windows ME (More Errors)? Die, die nie funktionierte.

Mit der Einführung von Windows XP wurde das Ganze dann ein wenig besser und heute mit Windows 7 sage ich: das ist wirklich gut geworden. Ich habe gerade den Selbstversuch unternommen: Erstellen eines Images mit anschließender “Rücksicherung”. Funktionierte echt gut. Geht auch ganz einfach. Geht dazu in die Systemwiederherstellung und gebt der Einfachheit halber oben rechts im Suchfeld das Wort Sicherung ein.

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Wählt nun aus, dass ihr den ganzen Computer sichern wollt. Danach wird geprüft, wo ihr euer Backup ablegen könnt.

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Dann wird logischerweise gefragt, welche Datenträger man sichern will. Wer sich über die 100 Megabyte große Partition wundert, der sollte mal Google nach Windows 7 und 100 Megabyte anschmeißen ;)

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So – nur noch einmal bestätigen und schon kann gesichert werden. Geht relativ flott vonstatten.

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Nun wird gefragt, ob man einen Systemreparaturdatenträger erstellen möchte. Unbedingt machen. Normale CD reicht – dauert nicht lange.

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Nun zum Plot: mit der CD kann man im Notfall seinen PC booten und auswählen, dass man seine Platte von einem Image wiederherstellen möchte. Screenshots habe ich nicht machen können, ist aber wirklich ein Selbstgänger. Geht alles ratz fatz und hat in meinen Tests einwandfrei hin gehauen. Bin wirklich begeistert. Kleine technische Info: Images liegen im VHD-Format (Virtual Hard Disk) vor, ein Standard der es euch ermöglicht, dieses Image auch in Microsofts Virtual PC oder auch in der VirtualBox zu nutzen. Man kann die so erstellten Images auch anders als Backup nutzen.: sie lassen sich nämlich öffnen und so kann man einzelne Daten entnehmen.

Soviel dazu. Vielleicht beschreibe ich beizeiten noch einmal die Installation und das Booten direkt in eine VHD hinein. Alternativ könnt ihr gerne schon einmal hier lesen: Windows 7 parallel zu XP oder Vista installieren ohne aufwändige Partitionierung – einfach in ein Datei mittels virtueller Festplatte (VHD). Ist auch eine coole Sache. Man kann sich wenig zerschießen, schließlich kann man seine VHD lustig kopieren und bei Bedarf wieder einhängen….aber das alles ein anderes Mal ;)

Über den Autor: caschy
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58 Kommentare

Adrian Sauer 24. September 2009 um 21:46 Uhr

Ich nutze oft Acronis True Image, wenns um Datensicherungen geht. Ab Windows 7 kann man die interne Backupfunktion nutzen und sie ist gar nicht mal so schlecht. Danke für den Beitrag.

Gruß,
Adrian

WongKit 24. September 2009 um 21:48 Uhr

Setzt die Sicherung mit der Windows 7 Boot CD voraus, dass man auch Windows 7 als Betriebssystem installiert haben muss? Und kann man auch eine Sicherung auch von Boot CD erstellen oder auch Mounten?
Ich möchte ja auch gerade eine Partition oder einzelne Daten wiederherstellen, wenn mein Win7 nicht mehr vorhanden ist (z.B. beim Wechsel des Betriebssystems).

caschy 24. September 2009 um 21:49 Uhr

@wongkit: ja logen brauchste 7. Aber das Image kannste öffnen mit WinImage oder so. Oder komplett in eine VM hängen – das ist ja das coole :)

markus 24. September 2009 um 21:50 Uhr

Das automatisierte Win7 BackUp erfüllt alle Otto-Normal Wünsche. Acronis ist somit überflüssig.

2 Sachen stören allerdings noch: Wenn man mehr als 1 Windows (32bit und 64bit) installier hat, so erstellt er immer von beiden Laufwerken ein BackUp. Das ist auch nicht änderbar.

Und das man das BackUp immer nur aufs Root-Verzeichnis einer Partition schreiben kann, stört mich auch.

Trotzdem kein Grund, etwas anders zu nutzen. Bin zufrieden.

TomTom 24. September 2009 um 21:53 Uhr

Seit Vista funktioniert die Systemwiederherstellung bzw. “Sichern und Wiederherstellen” absolut Problemlos.
Acronis (ältere Version) nutze ich – wenn – nur noch von CD. Leider kranken auch hier die neueren Versionen an featuritis. Das was da mittlerweile alles drin ist, benötigt kaum jemand.
Außerdem fressen diese ganze Dienste bei einer Installation nur wieder Ressourcen.

Chris 24. September 2009 um 21:56 Uhr

Na das trifft sich ja gut, dein Artikel kommt genau richtig. Hatte gerade heute die Werbung von Acronis für das Update auf die neue Version 2010 in der Mailbox. Sicher – es sind ein Haufen Zusatzfeatures dabei, aber die meisten hab ich in den letzten 5 Jahren nie benutzt und wenn das Backup mit Win7 zuverlässig funktioniert, um so besser..

WongKit 24. September 2009 um 21:58 Uhr

@Cashy: Danke für die Antwort.
Dann würde ich behaupten: Man braucht Acronis TrueImage. Jedenfalls haben bei mir nicht alle Rechner Windows 7, sodass ich sie nicht alle auf die gleiche Art “backuppen” (?) könnte.
Da ist die Lösung mit einer einheitlichen Boot-CD/USB um einiges komfortabler.
Und nichts gegen Windows ME! Mein erster Computer hatte dieses wunderbare Betriebssystem.
Nur leider hab ich dann nach wenigen Wochen Paint unbewusst zerstört, sodass nurnoch eine Eingabeaufforderung aufploppte…

René (twitter ) 24. September 2009 um 22:01 Uhr

Ist diese Funktion in allen Win 7 Versionen enthalten?

SmilingJ 24. September 2009 um 22:02 Uhr

Dieses Windows-Image gab es bei Vista auch schon (allerdings nicht ganz so ausgereift und nur auf Platte (bei dem “nur auf Platte” bin ich mir nicht sicher)) – Da war’s allerdings auf die Buisness Versionen und drüber beschränkt.

Ist das mit Win7 nun auch in der Home (Premium) Version dabei – hab hier “nur” die Pro am Laufen? – Wer blickt bei den ganzen Versionen schon noch durch?

caschy 24. September 2009 um 22:03 Uhr

Jau. Überall.

@WongKit: Ja sicher haste Recht. Ich nutze auch Acronis und bin seit Jahren zahlender Kunde. In diesem Beitrag geht es aber um das reine Vollbackup alle paar Wochen :)

maas-neotek 24. September 2009 um 22:04 Uhr

Caschy, installieren und booten von Win7 direkt von VHD? :-) Das wollte ich mal als Gastbeitrag bei dir anbieten; leider keine Zeit.
Bin heute auf eine Beschreibung im I-Net gestoßen auf der noch weitere Möglichkeiten beschrieben wurden: komplexe Multiboot Installationen mit (glaube ich) nur lesenden Betriebssystemen.

Schon mal versucht eine auf die beschriebene Art gesicherte VHD in Virtual PC zu öffnen und die Maus freizugeben? Das hat vor drei Wochen (damals aktuelle Version von MS Virtual PC) noch den kapitalsten Absturz eines BS (also Win7 natürlich) verursacht den ich je erlebt habe.

TomTom 24. September 2009 um 22:06 Uhr

So weit ich weiß, ist es auch bei der 7 HomePremium dabei.
Bei Vista jedenfalls in der Ultimate. Auf DVD kann man aber auch sichern …

@SmilingJ: Deshalb kaufe ich nur die “Vollversion”.
Und 160€ für eine 7 Ultimate SB ist ja auch nicht so viel.
So muss ich mich wenigstens nicht ärgern, das etwas fehlt.

coriander (twitter ) 24. September 2009 um 22:08 Uhr

Heute wurde auf winfuture.de gemeldet, dass es einen Trojaner gibt, der selbst eine Systemwiederherstellung überlebt. Da vertraue ich doch lieber einer autarken Boot-CD/USB-Lösung.

caschy 24. September 2009 um 22:11 Uhr

Systemwiederherstellung != VHD-Image ;) Da schweigen sich die News aus…

Beelzebot (twitter ) 24. September 2009 um 22:14 Uhr

Man kann die vhd Datei auch direkt über die Datenträgerverwaltung von Windows einhängen, und dann die Dateien rüber kopieren.

TomTom 24. September 2009 um 22:14 Uhr

Vielleicht ist bezüglich VHD folgendes für euch interessant …
http://www.windowsblog.at/search.aspx?q=VHD

Pampy 24. September 2009 um 22:19 Uhr

Hah lustig, genau darüber bin ich heute auch gefallen und dachte mir “… und wohin sicher ich das nun? Alles voll -.-”
Das mit den 100MB war mir neu, danke für den Tip!
Bei XP warens doch nur 7 MB, kann das sein?

Josef 24. September 2009 um 22:20 Uhr

Ich nutze Acronis seit Jahren und es hat mir mehrfach gute Dienste geleistet auf vielen Rechnern und Notebooks. Ich werde es auch weiterhin nutzen. Eine einfachere vollautomatische Sicherung von Daten oder dem ganzen System kenne ich nicht. Top Produkt zu einem unschlagbarem Preis-Leistungs Verhältnis.

NEIN ich arbeite nicht für die Firma.

mandy 24. September 2009 um 22:24 Uhr

maas-neotek sagt

Bin heute auf eine
Beschreibung im I-Net gestoßen auf der
noch weitere Möglichkeiten beschrieben
wurden: komplexe Multiboot
Installationen mit (glaube ich) nur
lesenden Betriebssystemen.

gibt es dazu auch einen Link? plz

maas-neotek 24. September 2009 um 22:27 Uhr

Morgen erst, der Verlauf ist auf einem anderen PC und ich weiß nicht mehr wonach ich gesucht habe. Und das war nur ein Link in einem Suchergebnis, möglicherweise auch noch ein dynamischer.

Marko (dericy) (twitter ) 24. September 2009 um 22:30 Uhr

hmm, er (sicherungstool) bietet mir als sicherungsort nur mein dvd-lw an. muss ich etwas eine extra eine hdd anstöpseln?

TomTom 24. September 2009 um 22:34 Uhr

Marko (dericy):
Du kannst nicht auf die selbe Partition sichern.
Wenn du nur eine hast, wird nur das DVD-RW Laufwerk angezeigt.

Markus 24. September 2009 um 22:56 Uhr

Wäre alles schön und gut, wenn Windows nicht unbedingt immer meine 300 GB Datenplatte mitsichern wollte, nur weil ich den Ordner “Eigene Dateien” darauf gemappt habe. Leider gibt es keinen Anschein einer Funktion sowas auszusparen.

Andererseits sind inkrementelle Backups auch nicht sooo schlecht ;)

Kai 24. September 2009 um 23:24 Uhr

Ich bin (dienstlich) sehr zufrieden mit Drive Snapshot: http://www.drivesnapshot.de/de/index.htm … erstellt ein Image im laufenden Betrieb, absolut ressourcenschonend.

Für das Rückspielen nutze ich ein VistaPE …

gregoa (twitter ) 24. September 2009 um 23:52 Uhr

Hat jmd. mal probiert ein Backup von einer Platte auf eine neue (größere) wiederherzustellen (verschiedene Hersteller)?

Bei Wiederherstellung eines Systembackups vom Juli 09, was letzte Woche mal sein musste, durfte ich erleben, dass es oben re. zwar blinkte, aber nichts weiter folgte. Unklar, probierte dann das ursprüngliche vom Jan., mit dem gleichem Ergebnis.

Folglich durfte ich meinen Rechner neu aufsetzen, sehr ärgerlich, denn es ging nicht nur Zeit vorher mit den Backups verloren.

War mir neu und hätte ich nicht erwartet, war eigentlich von Acronis überzeugt, allerdings einen Dienst am Laufen haben, finde ich auch nicht so prächtig, auch wenn es praktisch ist. Nun ja, für automatisierte Backups ist es schon sehr komfortabel.

Der_Ventilator 25. September 2009 um 01:30 Uhr

Legt das System dann immer eine komplette Sicherung an oder kann man das auch auf “inkrementell” umstellen?

haichen 25. September 2009 um 01:49 Uhr

Ich will im Oktober auf win7 umstellen. Da die Acronissicherung in eine VHD umgewandelt werden kann, möchte ich mein Windows XP als vhd sichern, um es dann unter Win7 in Virtualbox weiter zu nutzen.

Leider startet die zur vhd gewandelte Sicherung weder in VBox noch in VMWare. Auch weiteres konvertieren über raw nach vdi hilft leider nicht. WinXp fängt zwar an zu booten, dann bleibt das VBoxfenster aber schwarz.
Vielleicht hat jemand einen Tip.

markus 25. September 2009 um 03:50 Uhr

@ Der_Ventilator: – ist immer ein Vollbackup
- ein frisches Win7 / 13 GB wird als VHD auf 11,8 GB komprimiert
- und auf ein anderes Laufwerk kopiert. Die alte Sicherung wird gelöscht (optional)
- das erneute Sichern des Systemabbilds dauert wieder 15 Minuten bei ca. 160MB/s schreibend
- das ganze ist per Scheduler planbar

siggi 25. September 2009 um 06:38 Uhr

Grüße!

Wird beim Backup eine Komprimierung durchgeführt? Kann mir das jemand beantworten?



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