WhatsApp: Abgleich des Adressbuchs verstößt gegen Datenschutzgesetz

29. Januar 2013 Kategorie: Android, Internet, Mobile, geschrieben von: Gastautor

WhatsApp bekommt weiterhin Negativschlagzeilen. Der Nachrichtendienst verstößt, laut Ansicht der niederländischen und kanadischen Behörden, gegen die bestehenden Datenschutzgesetze in den jeweiligen Ländern.

Grund ist die bekannte Vorgehensweise, dass WhatsApp einen kompletten Abgleich des Adressbuchs vornimmt und automatisch alle Kontakte abgleicht und den Kontakten hinzufügt.

Da das komplette Adressbuch natürlich, trotz der großen Popularität des Dienstes, auch viele Nicht-Nutzer enthält und diese ohne Einflussnahme mit übertragen werden, ist eine Verletzung  der Privatsphäre und Grund der Untersuchung.

Die Behörden gestehen WhatsApp, in den Ergebnissen der Untersuchung, zwar erste Verbesserungen im Datenschutz (u.a. Verschlüsselungsmechanismen und manuelles hinzufügen von Kontakten) zu, dennoch sieht man noch einige offene Punkte. Sollte WhatsApp keine Nachbesserungen durchführen, droht man auch entsprechende Strafen zu verhängen.

Ob der Dienst weltweit die Vorgaben per Update umsetzt, oder nur in den entsprechenden Ländern ist derzeit nicht klar. Sicherlich hat es WhatsApp aufgrund der großen Verbreitung getroffen. Für einige Anbieter ähnlicher Dienste dürfte dies aber auch ein Warnsignal sein und sollten zumindest in Zukunft ebenfalls einen manuellen Abgleich anbieten. [via, Quelle]


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