Warum ich nicht mehr Evernote nutze, Cloud einschränke und Minimalist bin

15. September 2012 Kategorie: Backup & Security, Internet, Privates, geschrieben von: caschy

Ich schrieb es schon einmal vor einiger Zeit, ich bin ein Minimalist in manchen Dingen. Ok, nicht in Sachen Gadgets und Co, eher in Sachen Onlinediensten, Apps, Erweiterungen und Co. Im normalen Onlineleben komme ich mit schlappen 5 Erweiterungen in meiner Chrome-Installation aus. Ich bin auch mal seinerzeit dazu übergegangen, sämtliche Dokumente bei Evernote zu speichern.

Alles, was man so behalten muss und eben nicht in Papierform vorrätig haben muss. Aber ich habe alles aus Evernote abgezogen und bin wieder auf meine gute, alte “Letztes-Jahrtausend”-Strategie umgestiegen.

Warum ich Evernote nicht mehr nutze? Ganz einfach: ich kann zwar die Texte innerhalb von Evernote einzeln verschlüsseln, aber nicht die Dokumente. Und bei meinem Dokumente-Aufkommen ist das eben Blödsinn, einzelne Notizen textmäßig zu verschlüsseln, Dokumente aber nicht. Wie meine alte Strategie ist? Nach Jahreszahlen. Ordner. 2011 > Rechnungen > Heizung. So zum Beispiel. Einscannen mit dem Scanner oder mit dem Smartphone abfotografieren.

In der Cloud speichern? Klar, könnte ich ohne Probleme. Aber warum? Auf die Dokumente muss ich nicht immer zugreifen können. Sicherungen? Klar, Time Machine auf dem Mac und Dateiversionsverlauf unter Windows 8. Zusätzlich noch auf das NAS. Dokumente, die zwingend in die Cloud müssen? Gibt es nicht. Eher Notizen. Blogbeiträge. Die kann ich direkt ins Backend schreiben oder mittels meines Editors nvALT direkt verschlüsselt in die Dropbox schieben. Die kostenlose OS X-Software taugt auch für Notizen aller Art.

Mobile Notizen? Klar, da kann man für unsensible Daten für Android zum Beispiel die Google Docs oder eine der vielen Apps setzen, die sich mit Google Docs verbinden (unter iOS auch gerne Google Docs oder auch Dinge wie Plain Text oder iA Writer, die Dropbox-Anbindung haben).

Vorteil? Dropbox, alle Google-Dienste, Facebook, selbst LastPass lassen sich mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten und so noch sicherer machen. Ich mag bequeme Clouddienste und schreibe auch gerne über diese. Dennoch versuche ich für mich persönlich, die Abhängigkeit so gering wie möglich zu gestalten – oder Verschlüsselung zu nutzen, so bequem wie möglich. Wer meint, dass die doppelte Anmeldesicherheit nicht reicht, der kann ja zum Beispiel bei Dropbox zusätzlich verschlüsseln. Mit TrueCrpyt zum Beispiel. Oder ganz bequem, da unter Windows, OS X und diversen mobilen Systemen: BoxCryptor.

Ich habe heute massig Dienste gecancelt und Konten gelöscht, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Dienste, die Features anderer Dienste beinhalten, ziehe ich vor, anstatt meine Konten und ToDos zu fragmentieren. Möglichst viel mit möglichst wenig erledigen.  Nicht nur bei Online-Diensten, sondern auch bei Apps, Erweiterungen und Programmen.

Nein, dieser Beitrag ist natürlich keine Aufforderung, euren Evernote-Account zu kicken – denn die Mädels und Jungs machen einen sehr guten Job und vielleicht fängt man mich wieder ein, wenn es eine Zwei-Faktor-Authentifizierung gibt. Aber wenn ich Dinge mit unwesentlich mehr Aufwand und kaum Bequemlichkeitseinbußen sicherer gestalten kann, dann mache ich dies. Solange taugt Evernote halt immer noch für viele für Dinge, die man vielleicht nicht verschlüsseln muss. Einkaufszettel. Rezepte und Co.

Ja, ich liebe die Cloud und deren Möglichkeiten – aber dennoch lasse ich mich nicht von jeder noch so schönen Wolke blenden – denn auch aus dieser kann mal ein (Daten-)Regen prasseln – und gegen diesen hilft dann ein (Verschlüsselungs-)Regenschirm. Natürlich werdet ihr hier weiterhin über diverse Dienste informiert und auch meine persönliche Meinung gibt es dazu. Wie und ob ihr einen Dienst oder so nutzt, müsst ihr für euch selbst entscheiden.

Schönes Restwochenende!

Bildquelle 1: 하트 구름 von innerpeace8 auf Flickr unter CC 2.0 Lizenz

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74 Kommentare

Tobias W. 15. September 2012 um 19:54 Uhr

Wenn ich Artikel schreibe (nicht als Blogger), geht für mich nichts über die Clipping-Funktion von Evernote; auch für private Notizen nutze ich die sehr gern.

Die Argumentation verstehe ich aber sehr gut. Vielleicht sollte ich zumindest meine Akten aus Evernote abziehen, im Grunde funktioniert das auch mit Ordnern …

Dominik 15. September 2012 um 19:59 Uhr

Ich stelle mir immer wieder die Frage: Sind Clounddienste für Dokumenten-Management wirklich nützlich oder nur nice-to-have-Gimmicks, die das ganze Archivieren unnötig kompliziert machen.

Claus 15. September 2012 um 20:02 Uhr

Mein Reden … die Cloud wird überbewertet. Vor allem sollte man sich vorher ganz genau überlegen was man in der Cloud ablegt und was nicht!

Lars 15. September 2012 um 20:06 Uhr

Was sind denn die 5 Chrome Erweiterungen, wenn ich fragen darf?

pcwastel 15. September 2012 um 20:11 Uhr

Cloud ? Ja.
Für Daten, Docs, Rechnungen, private Bilder etc ? Nein.

Um dort Einladungen für den Kindergeburtstag zu speichern und per Link abrufen zu lassen ? Ja.

Wo habe ich das nochmal gelesen : Wer Daten in die Cloud gibt hat keine
(Daten) mehr …

In diesem Sinn, genießt die Restsonne Wolken gibts schon genug

Hulk 15. September 2012 um 20:14 Uhr

@caschy Du schreibst häufiger über die Möglichkeiten von Verschlüsselung in der Cloud. Reicht da nicht auch eine 256bit-verschlüsselte ZIP-Datei aus (via 7zip) aus, sofern der Dateiname nicht unbedingt mit verschlüsselt werden soll?

caschy 15. September 2012 um 20:16 Uhr

@Hulk: Sicherlich, aber der dauerhafte Upload dauert sicher ewig, oder?

joh 15. September 2012 um 20:35 Uhr

Zwei-Faktor-Authentifizierung interessiert mich echt überhaupt nicht – wüsste nicht wie fahrlässig ich mit meiner Hardware/Passwörtern umgehen müsste, damit mir diese einen Vorteil bieten wurde?

Was mich interessiert: Durch mehrere PC/Notebooks/Tablets/Smartphones die Daten synchron zu halten – und dabei alles verschlüsselt zu haben, die Kontrolle zu behalten.

Nur gibt es keinen mir bekannten Cloud-Service, welcher das erledigt. Schon alleine wenn’s um Tasks geht, ist man da hoffnungslos verloren.
Synchronisation über eigenen WebDav-Server? Solche Apps werden einfach nicht entwickelt?

Habe jetzt einen eigenen Exchange-Server und OwnCloud eingerichtet. Aber es könnte soviel einfacherer sein.
Doch Leute welche auf Datenschutz achten scheinen eine nicht weiter zu beachtendes Nischendasein zu führen, in den Augen von Entwicklern :(

Konstantin 15. September 2012 um 20:42 Uhr

Ich verschlüssel noch einiges direkt per Truecrypt und mit der Zeitstempel-Anpassung… – d.h. Dropbox wuppt jedes mal nen 400 MB Container hoch, sobald der von Truecrypt getrennt wurde…
Da das ja im Hintergrund passiert und Dropbox auch die Rechte hat notfalls die vollen 25 MB/s zu nutzen geht das jedenfalls bei mir innerhalb von Sekunden…

Denni 15. September 2012 um 20:42 Uhr

(Vorneweg: Alles was ich schreibe bezieht sich auf wenig sensible Daten, meine Kreditkarteninformationen würde ich nicht unverschlüsselt in der Cloud lagern!)
So, alle reden ständig über Datensicherheit, und vergessen dabei eins:
Es muss jemand den Willen und die Fähigkeiten haben, um uns unsere Daten aus den Onlinediensten zu klauen.
Vllt. würden einige meiner überneugierigen Freunde *Verfolgungswahn* gerne mal einen Blick in meine Daten bei Dropbox werfen, allerdings hat von denen keiner die technischen Voraussetzungen, um sich in mein Konto einzuhacken (so einfach ist das ja nun auch wieder nicht, sofern sie nicht mein Passwort herausfinden).
Auf der anderen Seite stehen die Leute, die die Möglichkeiten haben (also ziemlich Profis sind), sich meine Daten anzuschauen.
Doch ist es für diese wirklich erstrebenswert sich meine Uni-Protokolle und ein Paar Fotos von meinen Haustieren zu erschleichen? Nein!

Zusammengefasst: Beim Thema Datenklau aus der Cloud sollte der Durchschnittsbürger kleine Brötchen backen… denn seine Daten interessieren einfach kein Schwein!

mcbexx 15. September 2012 um 20:43 Uhr

@Joh: Es ist unmaßgeblich, wie vermeintlich sicher DU mit Deinen Passwörtern umgehst, es reicht ja schon, wenn einer der Dienste Mist baut oder gehackt wird.

Dann verwendest Du vielleicht noch identische Passwörter oder eine Passwortstruktur, die leicht zurückzuverfolgen und auf andere Dienste/Portale übertragbar ist und schon hast Du den Salat.

Hier ist mal ein schöner Tatsachenbericht, was passieren kann, wenn die richtigen (beziehungsweise falschen) Leute an nur einen Teil Deiner Login-Daten kommen.

http://www.wired.com/gadgetlab/2012/08/apple-amazon-mat-honan-hacking/all/

Bodo 15. September 2012 um 20:48 Uhr

caschy schrieb:
“Ja, ich liebe die Cloud und deren Möglichkeiten – aber dennoch lasse ich mich nicht von jeder noch so schönen Wolke blenden…”

Alles Gute für deinen Blog, auf dass dir der “Spagat” gelinge…
;)

Alex 15. September 2012 um 20:48 Uhr

Ich überlege auch zur Zeit ob ich mehr solche Dienste nutze um etwas mehr Papierlos zu leben aber es ist so schön einfach den Zettel in die Hand zu nehmen zu lochen und abzuheften. Das ist doch einiges an mehr aufwand wenn ich das noch fotografiere und irgendwo hochlade und das auch komplett verwalten muss oder? . Da ich es auch eher einfach mag werde ich wohl eher abheften ;)

Dominik 15. September 2012 um 20:49 Uhr

OT: Ist das hier auf der Website ein neues mobiles Theme von WordPress? Bitte wieder zum alten wechseln, das sieht schrecklich aus. Inhalt und Bilder werden teilweise falsch dargestellt (Chrome auf Galaxy Nexus).

john 15. September 2012 um 21:06 Uhr

@mcbexx:
Ich benutze für jeden Dienst eine eigene Mail-Adresse (Dank googles “+”-Feature ja kein Problem) sowie ein zufallsgeneriertes Passwort welches ich per RoboForm Manage (wird natürlich nicht online synchronisiert.)

Inwiefern soll mir da Zwei-Faktor-Authentifizierung einen Vorteil bieten, wenn ich nicht gerade mir grob fahrlässig einen Trojaner eingefangen habe, oder über unsichere Wlan Netzwerke am besten noch ohne https Webseiten besuche? ;)

Shaphard 15. September 2012 um 21:06 Uhr

Ist es nicht einfacher Wuala anstatt Dropbox oder Google Drive und irgendwelche Crypt Tools zu nutzen?

Tempura 15. September 2012 um 21:07 Uhr

Immer diese Substanzlose Paranoia. Als ob irgendwer hier wichtig genug wäre das sich irgendein Angreifer für seine Daten interessiert. Das man Passwörtern und Illegalem bzw. Privat Verfänglichem aufpassen sollte, ist klar. Aber wer seinen Ehepartner Dokumentiert Betrügt, hat sowieso ganz andeere Probleme…

Sascha 15. September 2012 um 21:16 Uhr

@joh
Zwei-Faktor-Authentifizierung interessiert mich echt überhaupt nicht – wüsste nicht wie fahrlässig ich mit meiner Hardware/Passwörtern umgehen müsste, damit mir diese einen Vorteil bieten wurde?

Vielleicht mal daran gedacht, dass man auch mal einen anderen Rechner nutzen könnte (Freund, Familie, Schule)? Soll Leute geben, die das tun. Und dann ist die doppelte Anmeldesicherheit schon interessant.

joh 15. September 2012 um 21:26 Uhr

Für solche Fälle wurde ich es deutlich interessanter finden ein temporäres Passwort generieren zu lassen, z.B. per App auf dem Smartphone, welches nur ein einmaliges Einloggen erlaubt …

Thomas 15. September 2012 um 21:41 Uhr

Interessieren diese Ausflüsse wirklich jemanden? Sind wir alle so unmündig, dass man uns vorkauen muss, wer wann was benutzt oder nicht? Übrigens , mein Klopapier Hammer als eine Lage.

Schönes WE

Don 15. September 2012 um 21:57 Uhr

“Interessieren diese Ausflüsse wirklich jemanden?”

Dich ja offenbar nicht, vielleicht solltest Du sie in Zukunft besser nicht mehr lesen!

caschy 15. September 2012 um 21:58 Uhr

@Shaphard Wuala bietet keine 2 Faktor Auth an.

XeniosZeus 15. September 2012 um 22:04 Uhr

Zitat: “Dokumente, die zwingend in die Cloud müssen? Gibt es nicht.”
Ein riesiger Vorteil der Cloud ist für mich schlicht der “andere” Ort. Man denkt nicht dran, aber in Deutschland werden jedes Jahr ca. 200.000 Brände in Wohnungen bzw. Häuser gemeldet (bei ca. 600 Brandtoten).
Klar ist das Ultima Ratio und auch keinem zu wünschen, aber es passiert eben. Da nützen dann keine Sicherungskopien auf dem NAS, wenn die Feuerwehr das Wohnzimmer geflutet hat. Klar kann man superwichtige Sachen bei der Bank im Tresor hinterlegen oder an einem anderen Ort (Eltern, Geschwister, whatever), aber doch nicht ein USB-Stick mit den Hochzeitsbildern oder so.
Und genau dafür liebe ich die Cloud – für einem persönlich wichtige Sachen, aber eben nicht das Dokument mit allen Bankverbindungen und PIN-Nummern… :-D
Für Dropbox hatte ich schon immer nur ein müdes Lächeln übrig und SkyDrive punktet bei mir nur wegen dem gigantischen kostenlosen Speicherplatz von 25 GB (als Altkunde).
Wuala ist bei mir erste Wahl – Backup und Synchronisation von beliebig verschiedenen Verzeichnissen auf unterschiedlichen Geräten und Plattformen (Windows Phone wird leider noch nicht unterstützt).
Das Einscannen von normalen Rechnungen im Privathaushalt halte ich dagegen auch für “über-motiviert”.
Wenn die bezahlt sind, will die ja eigentlich keiner mehr sehen, es sei denn bei einem Garantiefall. Und wenn die Bude abgefackelt ist, ist das Thema auch durch.
Man muss eben nur einmal im Jahr ran und das alte Zeugs vernichten.
Andererseits bekommt man ja auch schon viel online zugestellt wie Strom, Gas, Telefon, Kontoauszüge usw.

caschy 15. September 2012 um 22:06 Uhr

@XeniosZeus: Für externe Backups kann man in der Tat die verschlüsselte DB oder GDrive nehmen, schrieb ich ja auch.

Sasch71 15. September 2012 um 22:12 Uhr

Hallo Caschy, was machst du mit den ganzen Product-Keys? Hast du die alle im Kopf? Was passiert wenn es z.B. zuhause mal brennt? Dann nutzen die ganzen Backups nichts oder? Oder Menschen die ein Haus haben. Ich glaube es bringt nicht viel die Brandschutzpolice schön ordentlich Zuhause im Ordner zu haben.Wären das nicht Sachen, bei denen es Sinn macht die in der Cloud verschlüsselt parat zu haben?

Stefan 15. September 2012 um 22:14 Uhr

hallo caschy.

mich würde interessieren, welche dienste du gelöscht hast.
und wenn du einen dienst gelöscht hast, ob du diesen durch einen anderen ersetzt hast, weil dieser mittlerweile diesselbe funktion bietet.

Sasch71 15. September 2012 um 22:15 Uhr

Lol, war wohl einer schneller…

Schönes WE

caschy 15. September 2012 um 22:15 Uhr

@Sasch71: Beitrag gelesen? Auch für dich noch einmal der Absatz, der erklärend sein dürfte ;)

Dennoch versuche ich für mich persönlich, die Abhängigkeit so gering wie möglich zu gestalten – oder Verschlüsselung zu nutzen, so bequem wie möglich. Wer meint, dass die doppelte Anmeldesicherheit nicht reicht, der kann ja zum Beispiel bei Dropbox zusätzlich verschlüsseln. Mit TrueCrpyt zum Beispiel. Oder ganz bequem, da unter Windows, OS X und diversen mobilen Systemen: BoxCryptor.

Heißt: Backup in der Cloud, aber verschlüsselt. Soweit klar? :)

Sascha 15. September 2012 um 22:20 Uhr

@joh “Für solche Fälle wurde ich es deutlich interessanter finden ein temporäres Passwort generieren zu lassen, z.B. per App auf dem Smartphone, welches nur ein einmaliges Einloggen erlaubt …”

Wenn ich mich auf einem fremden Rechner bei Google Mail einlogge, bekomme ich z.B. eine SMS auf’s Handy zugeschickt. Wäre dann ja quasi ein temporäres Passwort. ;) Denn nach dem Ausloggen, würdest du wieder ne SMS bekommen, sofern du den Rechner nicht als autorisiert angiebst.

Aber mach was du willst, ich finde diese Sicherungsfunktion super.

flo 15. September 2012 um 22:34 Uhr

Was interessiert mich bitte Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Seit dem ich das Internet benutze – und das ist schon eine ganze Weile – konnte sich noch nie jemand unbefugt Zugang zu einen meiner Accounts verschaffen.

Wer sein Brain 2.0 einschaltet, hat Zwei-Faktor-Authentifizierung einfach nicht nötig.

Und das man sich nicht über fremde Rechner in sensible Accounts einloggt, und nicht überall das gleiche Passwort benutzt, sollte wohl jeder mittlerweile wissen.

Klar kann es in bestimmten Fällen nützlich sein – bei einem Blogger der viel unterwegs ist zum Beispiel ;) – aber das eigentliche Risiko bei der Cloud, ist der Cloud-Anbieter selber, und ein mögliches Sicherheitsleck.

Somit kommen bei mir nur Cloud-Lösuungen in Frage, wo ich alles so verschlüsseln kann dass nicht mal der Anbieter selber es wiederherstellen kann – und solche Anbieter gibt es leider viel zu selten, ebenso Tools welche sowas ermöglichen.

Northlander 15. September 2012 um 22:41 Uhr

Wer was und wie benutzt, das ist immer eine persönliche Entscheidung. Ich entscheide für mich und oft anders als andere für sich jeweils.

Mit Clouddiensten, von denen ich mehrere Konten habe, habe ich mich nie anfreunden können. Das, was ich gerne synchronisiert hätte, ging
viel zu langsam vonstatten, da ich meistens auf mobiles Internet zurückgreifen muss, was lokal manchmal extrem langsam ist. Also habe ich die Wolke bleiben lassen.

Meine “Dokumente” befinden sich auf zwei verschiedenen Rechnern in
zwei verschiedenen Städten, und die Synchronisierung geschieht über
USB-Sticks, teilweise auch kryptiert. Ich trage also nur wenige Gramm schwere mit mir herum und auf Reisen. Ich mache es mir so leicht wie möglich. Und wenn ich eine CD füllen kann, dann werden ungefähr fünf oder mehr Jahrgänge Dokumente gebrannt und auch noch auf diese Weise gesichert. Nach siebzehn Jahren steht demnächst erst die vierte CD an.

Mehr brauch ich nicht.

Marco 15. September 2012 um 22:47 Uhr

Witzig, hab heute auch sämtliche Dienste gekickt und bin dem gleichen Gedanken gefolgt. Hab zwar seit geraumer Zeit auf meinem Server ownCloud installiert, diverse Daten dort untergebracht, aber nie auf diese Daten zugegriffen. Ergo, auch gekillt.

Sascha 15. September 2012 um 23:23 Uhr

@ Flo:

“Seit dem ich das Internet benutze – und das ist schon eine ganze Weile – konnte sich noch nie jemand unbefugt Zugang zu einen meiner Accounts verschaffen.”

Hast du mal davon gehört, dass auch Anbieter gehackt werden können? Und ich nutze Dropbox eben nicht nur zu Hause. Wenn ich bei einem Kumpel meine MP3 hören möchte, die in meiner Dropbox liegen, muss ich mich wohl dort einloggen. Und da ich den Rechner nicht kenne, bin ich froh, dass es die Zwei-Faktor-Authentifizierung gibt. Nach Benutzung ausloggen und gut ist.

“Wer sein Brain 2.0 einschaltet, hat Zwei-Faktor-Authentifizierung einfach nicht nötig.”

Dein Brain scheint wohl noch ein Update zu brauchen, ansonsten würdest du nicht so beschränkt denken.

David 15. September 2012 um 23:29 Uhr

@Caschy: Du solltest dir vielleicht mal OwnCloud ansehen. http://owncloud.org/
Das ist quasi eine eigene Cloud (mit Datei Syncronisierung usw) die auf dem eigenen Server (bzw Webspace) läuft.

Das hast du dann keine Abhängigkeiten mehr, musst deine Daten nicht verschlüsseln da die Daten bei dir sind und du hast volle Kontrolle über deine Daten.
Vielleicht kannst du darüber ja mal bloggen. (Installiert ist das ganze innerhalb von Minuten)

btw: Es gibt auch Clients für iOS und Android die Fotos, Kalender, Kontakte, Dateien syncronisieren können oder bald können.

Brater 15. September 2012 um 23:37 Uhr

Warum muss man Rechnungen einscannen? Wenn man ein paar Ordner macht und dann nach einem LIFO Prinzip immer mal ausmistet, sollte sich das Volumen doch in Grenzen halten.

Ich finde es gut, in Zeiten von massiven Aufkommen vonApps, Widgets, Clouds Gedöhns sein eigenes Handeln zu hinterfragen und vielleicht mal nicht jedem Trend hinterherzurennen.

Um ein persönliches Beispiel zu nennen: ich habe manchmal angefangen, größere Todo-Listen zu schreiben. Klar wäre es toll, die dann auch noch zu syncen um auch ja nichts zu vergessen. Aber die beste Todo-Liste bringt nichts, wenn man es zeitlich nicht schafft oder man einfach irgendwann keinen Bock mehr hat und Feierabend machen will.

Und wenn man auf dem Weg zur Arbeit im Bus sitzt kann man ja auch mal wieder ein einfaches Buch lesen oder einen Podcast hören – so ganz ohne Internetverbindung und Feed-Einträgen im 2-Minuten-Takt.

Dominik 15. September 2012 um 23:44 Uhr

@Caschy: wesentlich besser.

plumtree 16. September 2012 um 00:20 Uhr

Cloud? Ja, aber – nicht für wirklich sensible Daten.
Dropbox ist genial, wenn man bestimmte Software oder Daten an vielen verschiedenen Standorten schnell benötigt. Bondruckertreiber etwa. Die findet man meist nicht mal eben im Netz und ein USB Stick geht schnell mal verloren.
Oder um weniger sensible Daten (Fotos!) mit mehreren zu teilen – sensationell.

Aber niemand käme auch nur auf den Gedanken einen Geschäftsbericht oder Einkaufskonditionen in der Dropbox o.ä. zu speichern.
Man muss sich halt überlegen, wie hoch das eigene Sicherheitsbedürfnis ist. Aber für die von mir/uns im Netz abgelegten Daten wäre ehrlich gesagt kaum ein Kennwort nötig.

Übrigens kenne ich kaum jemanden, der/die wirklich für jeden Dienst ein anderes Kennwort verwendet. Die meisten schütteln schon den Kopf, wenn ich vom 2-Phasen-Kennwort unserer Bank erzähle. Viel zu umständlich.
Die meisten merken sich zwei, maximal drei Kennwörter und verwenden die munter für alle Dienste und ändern sie auch niemals.
Das ist hier im Blog mit mutmasslich hohem Nerd-Faktor sicher anders, aber im meinem, durchaus repräsentativen, Verwandten und Bekanntenkreis eben nicht.
Und es geht erstaunlich selten schief auch wenn der Einzelfall ärgerlich ist. Jedenfalls höre ich sehr selten von gehackten Amazon oder Mail Accounts.

info 16. September 2012 um 01:27 Uhr

hatte auch alle dokumente auf google docs, bis jedoch die news über den “icloud – remote delete hacker angriff” vor einigen monaten kam. ich wollte meine daten immer und überall verfügbar haben – auch am ipad. jezt hab ich mir jedoch eine festplatte an den usb-port des routers geklemmt und nutze so den zugriff im lan. geht wesentlich schneller, auch weil man bei dropbox erstmal alles ins internet hochladen muss, und ich die daten ohnehin nur in meine lan nutze. seit dem “icloud vorfall” hab ich außerdem bei jedem onlinedienst ein anderes passwort – keepass und ipad sei dank.

Anon 16. September 2012 um 01:38 Uhr

Endlich mal wieder ein guter Beitrag, nicht nur immer dem neusten Hype hinterherhecheln.
Caschy, so gefällst du mir wieder besser. Back to the roots muss kein Rückschritt sein.

Leandros 16. September 2012 um 04:11 Uhr

Stimmt. Abhängigkeit von irgendwelchen Diensten kann ich auch nicht leiden.
Deswegen habe ich seit geraumer Zeit bei mir auch alles umgestellt, habe alles auf meinem eignen Server laufen. Das ist das einfachste, sicherste und günstigste. ;)

Josef Brockers 16. September 2012 um 06:56 Uhr

Der Beitrag entspricht exakt meiner Meinung,zum Thema Cloud’s.
Ich hab es so gemacht das ich bei SkyDrive u. iCloud zur Wahrung des kostenlosen Speicherplatzes zwei einfache Fotos eingestellt habe,und gut ist.
In einer Cloud,Name egal, hat ich mal zum Test eine Kalkulation zum Hauskauf eingestellt,4 Tage später hätte ich aus meinem mail-account einen werbemailer machen können :(
Fazit: In meiner Cloud nur noch belangloses!
An dieser Stelle nochmals Danke für deine Blogs.

Josef

Thomas 16. September 2012 um 06:58 Uhr

Ich nutze überhaupt keine Cloude-Dienste – warum nicht ? Ich brauch die nicht, die sind für mich überflüssig und ich hab ein massives Problem darin, private Daten egal welcher Art, auf einem Server zu legen, der nicht mir gehört.
Meine Dokumente ( Versicheurngsunterlagen, Verträge usw. ) werden ggf. eingescannt und in einer elektr. Dokumentenverwaltung organisiert, diese wir regelmässig gebackuped und eine der Sicherheitskopie davon liegt auf einer verschlüsselten Festplatte im Büro und wird regelmässig aktualisiert ( im Austausch mit einer zweiten Platte ). Ins Büro fahre ich eh fast jeden Tag und 2,5″ Platte sind robust und auch in 500GB-Versionen rest günstig.

Meine ganzen Passwörter, Zugangskennungen und Software-Keys verwalte ich mit einem Passwordsafe, den ich dank USB-Stick auch immer dabei habe und der wird ebenfalls auf der Platte gebackuped.

Ich hab kein grossen Vertrauen in die Datensicherheit bei einem Cloud-Anbieter, die erzählen viel wenn der Tag lang ist, aber was passiert, wenn denen mal eine ihrer Storage-Boxen abraucht. Funktioniert deren Backup, machen die überhaupt eines…. ? Wir betreiben bei uns im Rechenzetrum etliche Storage-Systeme und die fallen auch schon mal aus und ich weiss auch wie aufwendig und teuer das entsprechende Backups oder gespiegelte Datenhaltung von solchen Datenmengen im xxx TByte Bereich ist.
Und gegen Feuer ist auch ein hochmoderens-Hochsicherheitsrechenzentrum nicht 100% geschützt, da haben wir vor einiger Zeit leider selber erleben müssen.

Meinen Einkaufszettel schreibe ich übrigens immer noch auf Papier, weil ich das wesentlich praktischer finde und schneller geht.

flo 16. September 2012 um 09:39 Uhr

“Hast du mal davon gehört, dass auch Anbieter gehackt werden können?”

Ja – und?
Wenn ein Anbieter gehackt wird, dann hat er weit größere Probleme – da hilft dann auch eine eventuelle 2-Faktor-Auth nichts mehr …

Florian 16. September 2012 um 09:52 Uhr

5 Chrome Erweiterungen? Welche sind das denn? Aber brauch man einzelne Clouddienste eigentlich wirklich?

Sind Sie notwendig? Oder ist es einfach nur cool sie zu haben?

Dominik 16. September 2012 um 10:18 Uhr

Pauschal kann man jetzt nicht sagen Clouddienste wären nutzlos. Ich finde es zB ziemlich praktisch, wenn ich mich im Chromebrowser anmelde und kurz darauf alles so eingerichtet ist, wie es war. PlugIns, Formulardaten, Passwörter usw.

shad 16. September 2012 um 10:24 Uhr

Also wer den Sinn von 2-Way-Authentification nicht sieht, der tut mir leid. Ist z.B. schon allein für die Leute interessant, die sich mal über einen Firmenrechner (oder sonstigen Fremdrechner) Zutritt zu ihren Mails oder Feeds verschaffen wollen/müssen. Bei Google ist das super gelöst.

Und zum Thema Dokumente in der Cloud: Ich habe mich damals schon darüber gewundert und mir die Augen gerieben, als Caschy schrieb, er würde alle Dokumente bei Evernote hochladen. Das geht datenschutztechnisch einfach überhaupt nicht. Für Dokumente müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Punkt.

Der Einzige Anbieter, der dies derzeit (leider nur für Windows) bietet ist amagno. Der Client verschlüsselt vor dem Upload, fragmentiert und macht Dateinamen unkenntlich. Sicher lege ich da nach wie vor keine Dokumente, die irgendetwas mit Bankdaten zu tun haben ab, aber die Hürde ist für Angreifer schon mal um einiges höher. Und wer den Sinn darin nicht sieht: Stichwortsuche ist einer davon.

Über diese ganzen Dokumente in Dropbox ablegen Geschichten kann ich eigentlich nur lachen. Denn unsicherer gehts fast nicht. Dafür gab es in der Vergangenheiten schon zu viele Pannen bei diesem Dienst. Für mich ist das maximal ein Sync-Tool, mehr nicht.

Ben 16. September 2012 um 10:40 Uhr

… ich verfolge einen ähnlichen Ansatz – zumindest habe ich es mir vorgenommen. Das einzige Problem das ich aktuell habe ist, dass ich noch keine Software gefunden habe mit denen ich Evernotelike Notizen auf meinem Mac ablegen kann (und vllt sogar über Dropbox oder ähnliches, und nur, wenn ich es aktiv “will” auf mein iPad bekomme).
Onenote wäre echt spitze aufm Mac, schade, dass es das nicht gibt :-(

EchtAtze 16. September 2012 um 11:07 Uhr

@caschi:
Du hast doch diesen tollen Fujitsu Scanner bisher mit EverNote genutzt.
Wie nutzt du ihn nun? Einfach in Datei-Scannen? Oder mit einer anderen Applikation, die noch Modifikationen/Organisation vornimmt?


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