Vodafone: Ab Oktober gibt es den Pass gegen den Datenengpass

26. September 2017 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Mobile Daten sind heute eine Selbstverständlichkeit (je nach Anbieter versteht sich :D), wir können mit unseren Smartphones jederzeit und überall auf sämtliche Inhalte zugreifen oder gar selbst für solche sorgen. Einzige Bremse: Die Limitierungen der Anbieter. Zwar gibt es mittlerweile durchaus Angebote, die auch datenhungrigen Nutzern genügen, dennoch zählen in Deutschland mobile Highspeed-Daten durchaus als Luxusgut. Wer sein monatliches Kontingent aufgebraucht hat, kann entweder verzichten oder teuer nachbuchen.

Bei der Telekom gibt es seit ein paar Monaten die StreamOn-Option, die bestimmte Dienste nicht auf das Inklusivkontingent eines Vertrages anrechnen. Während die einen die Netzneutralität gefährdet sehen, ist es für andere eine günstige Möglichkeit, auch mobil auf Streaming und Co. zurückzugreifen. Etwas ähnliches führt Vodafone nun im Oktober rein, gelöst wird das Ganze über einzelne Pässe.

Neue Red- und Young-Tarife wird es ab dem 26. Oktober bei Vodafone geben. Und vier verschiedene Pässe, die zum Betrag gebucht werden können – einer ist bereits ohne Aufpreis enthalten. Es stehen ein Chat-, Social-, Music- und Video-Pass zur Verfügung. Jeder Pass enthält bestimmte Dienste, die dann nicht auf ein vorhandenes Inklusive-Volumen angerechnet werden. Folgende Dienste sind zum Start dabei:

Chat-Pass: Facebook Messenger, Telegram, Threema, Viber, Vodafone Message+, WhatsApp

Social-Pass: Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter

Music-Pass: Amazon Music Unlimited/Prime Music, Deezer, I Love Radio, Napster, Soundcloud, Tidal

Video-Pass: Amazon Prime Video, Netflix, Sky Go, Sky Ticket, Vevo, Vodafone GigaTV

Aufpassen sollte man dennoch. Denn Vodafone teilt mit, dass bei Aufbrauch des Highspeed-Volumens auch die Pässe betroffen sind. Allerdings sollte sich das Volumen durch Nutzung der Pässe eben gar nicht erst so schnell verbrauchen. Ab Januar 2018 wird man die Pässe auch monatlich wechseln können, falls sich der persönliche Bedarf ändert.

Eine kleine Ausnahme bildet der Video-Pass. Dieser kann zum einen erst ab den Tarifen Red/Young M als Inklusive-Pass gewählt werden. Bei zusätzlicher Buchung kostet der Video-Pass 10 Euro monatlich. Die anderen Pässe sind in allen Tarifen wählbar, zusätzliche Pässe kosten 5 Euro pro Monat. Die Pässe werden auch in den Red+-Tarifen Data- und Allnet-Zusatzkarten hinzugebucht werden können.

Vodafone betont, dass jeder Partner werden kann, dessen Angebot in eine der vier Pass-Kategorien passt und dessen Angebot auch legal ist. Alle teilnehmenden Apps können Kunden dann zum Vermarktungsstart einsehen, entweder über MeinVodafone oder die Webseite.

Die neuen Red-Tarife inklusive Vodafone Pass beginnen bei einem monatlichen Basispreis von 34,99 Euro; die Young-Tarife für Kunden bis zum Alter von 27 Jahren starten ab 22,99 Euro. Ab dem 26. Oktober sind die neuen Tarife verfügbar.

Ich bin bei solchen Angeboten immer skeptisch. Nicht aus Netzneutralitätsgründen, sondern weil die Netzbetreiber hier etwas verkaufen, wofür sie durch die unsäglichen Datenpakete überhaupt erst einen Bedarf geschaffen haben. Hier nun nach einzelnen Apps auszusieben anstatt einfach das Highspeed-Volumen auf ein angemessenes Maß zu erhöhen, hat einen mehr als faden Beigeschmack – da nehmen sich allerdings alle Anbieter nichts.

Aber egal, der andere Zug ist abgefahren, insofern bleibt den Kunden nichts anderes übrig als in den sauren Apfel zu beißen, wenn er nicht auf eine mobile Highspeed-Verbindung verzichten möchte. Wobei man in diesem Fall schon gut hinsehen sollte, was man selbst so nutzt, eventuell fährt man mit einem anderen (Daten-)Tarif dich günstiger.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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