Spark: Readdle veröffentlicht Mail-Client für iOS und die Apple Watch, ein Blick hinein

29. Mai 2015 Kategorie: iOS, geschrieben von:

Spark, so ist der Name eines neuen E-Mail-Clients für das iPhone. Dieser stammt von Readdle, den Entwicklern der beliebten Produktiv-Apps wie Documents oder Calendars 5 oder Scanner Pro. Gut gemachte Apps, die man auch wirklich gerne nutzt, wenn man sie denn benötigt. Hier möchte sich auch Spark einreihen und bietet zahlreiche Features, die man in anderen Clients vergeblich sucht.

Ich habe Spark nun schon eine ganze Weile auf dem iPhone und der Apple Watch ausprobiert, allerdings noch nicht die finale Version, wie sie nun im App Store erhältlich ist. Ich hoffe deshalb auch, dass die Probleme, die ich mit den Vorabversionen hatte, nun nicht mehr da sind, diese machten die App nämlich teilweise (bei mir, Caschy hatte zum Beispiel gar keine Probleme) unbenutzbar.

Genutzt werden kann Spark mit diversen E-Mail-Anbietern oder auch einer eigenen E-Mail-Adresse, der Konfigurationsscreen beim Start der App sieht aus wie Apples eigene Mail-App auch. Einmal eingeloggt – man kann natürlich auch mehrere Accounts nutzen – wird man dann von der Smart Inbox begrüßt. Diese will Euch wichtige Mails priorisiert anzeigen, kann aber auch deaktiviert werden, sodass Ihr Euren normalen Posteingang seht. Da ihr Euren Startbildschirm in der App selbst mit Elementen befüllen könnt, ist auch ein Mix aus Smart Inbox und vollständiger Inbox möglich.

Spark_03

Der Startbildschirm sieht aufgeräumt aus und zeigt Euch an, wie viele neue E-Mails Ihr empfangen habt. Lest Ihr diese, egal in welcher Reihenfolge, werden die gelesenen Mails hinten angestellt, sodass Ihr die ungelesenen immer an oberster Stelle habt. Die ganze Aufmachung erinnert ein wenig an Googles Inbox-Client.

Mails könnt Ihr nicht nur lesen, sondern auch anpinnen, archivieren oder löschen. Spark bietet außerdem die Möglichkeit von Quick Replies. Mails können per einfaches Tippen „geliked“ werden, man kann sich bedanken oder ein Lächeln schicken. Der Empfänger benötigt Spark nicht, er erhält eine normale E-Mail mit „xy liked your mail“ oder den anderen Aktionen. Sehr schick gemacht und in manchen Fällen als Antwort auch völlig ausreichend.

Spark_02

Die Smart Inbox fasst nicht nur alle Accounts zusammen, sondern filtert auch die E-Mails. Persönliche Nachrichten sind wichtiger als Newsletter, das erkennt Spark und sortiert die Mails entsprechend ein. Auch kann man sich einen schnellen Überblick über empfangene Dateianhänge anzeigen lassen, ohne dabei die zugehörigen Mails durchsuchen zu müssen. Ein Kalender innerhalb der App steht ebenfalls zur Verfügung. Es gibt auch noch weitere Widgets sowie die Möglichkeit, diverse andere Dienste mit Spark zu verknüpfen.

Über Smart Notifications ist es zudem möglich, dass man nur bei wichtigen Mails eine Benachrichtigung erhält. Das sorgt für mehr Ruhe auf dem iPhone, da nicht jede eingegangene Mail mit einer nervigen Notification angezeigt wird. Je nach Mailaufkommen kann dies sehr entlastend sein.

Auch die Suche ist smart. So kann man zum Beispiel nach E-Mails von bestimmten Personen suchen und weitere Suchparameter anhängen, allerdings nur auf Englisch, die App ist noch nicht auf Deutsch lokalisiert. Eine solche Suche könnte dann „from john with pdf attachment“ lauten, daraufhin erhält man alle Mails angezeigt, die von John stammen und eine PDF-Datei beinhalten.

Spark_Personalization

Spark kann auch mit Signaturen umgehen. Nutzt Ihr bereits welche, erkennt Spark diese selbstständig und schlägt diese auch vor, sie können aber auch neu in den Einstellungen erstellt werden. Die Einstellungen lassen auch Änderungen der Aktionen von Wischgesten zu, die Änderung der Benachrichtungstöne und vieles mehr. Anhänge können direkt bei den üblichen Cloudspeicher-Anbietern gespeichert werden, außerdem können E-Mails als PDF gespeichert werden.

Ein selbst bei den Entwicklern kontrovers diskutiertes Feature ist die „gelesen“-Funktion. Ist diese aktiviert, wird in der versendeten Mail eine 1-Pixel-Grafik eingefügt. Sobald der Empfänger die Mail öffnet, erhaltet Ihr den Hinweis, dass die Mail gelesen wurde. Da der Empfänger dies weder mitbekommt, noch verhindern kann, ist dies durchaus ein Feature, das diskutiert werden darf. Neu ist eine solche gelesen-Abfrage nicht, die meisten Newsletter funktionieren nach dem gleichen Prinzip, um zu überprüfen, wie häufig dieser von den Nutzern tatsächlich geöffnet wurde.

Spark_AppleWatch

Umfangreich ist auch die Apple Watch-Unterstützung. Ihr könnt direkt aus der Benachrichtigung heraus per Quick Reply, oder per Spracheingabe antworten, außerdem habt Ihr auf der Apple Watch quasi den kompletten Mail-Client. Ihr könnt Eure Mailbox durchstöbern und im Prinzip alles machen, was Ihr auf dem iPhone auch machen würdet, wenn Euch das kleine Display dafür nicht zu klein ist. In den Checks seht Ihr eine Übersicht, in welchen Kategorien Ihr neuen Mails habt und könnt auch direkt auf gepinnte Mails zugreifen.

Durch die vielen Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten sollte Spark für jeden etwas bieten, egal ob man am Tag 10 oder 100 Mails empfängt. Bei mir wird Spark Inbox ablösen, dies aber hauptsächlich wegen der Apple Watch-Unterstützung. Spark ist kostenlos und wird es mit der Ausstattung, die jetzt vorhanden ist, auch bleiben. Möglich ist allerdings, dass neue Features dann gekauft werden müssen, aber sicher ist auch das noch nicht.

Falls Ihr auf der Suche nach einem umfangreichen Mail-Client seid, probiert Spark ruhig einmal aus, der Client ist nicht nur optisch ansprechend, sondern bietet auch Funktionen, die wirklich durchdacht sind. Von meiner Seite gibt es eine klare Empfehlung, auch wenn es bei Mail-Clients oftmals so ist, wie bei vielen anderen Dingen auch: der persönliche Geschmack entscheidet.

Spark von Readdle
Spark von Readdle
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: Kostenlos
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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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