Smartwatches Q2/16: Verkäufe sinken um 32 Prozent, 55 Prozent Rückgang für die Apple Watch

22. Juli 2016 Kategorie: Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_idcSmartwatches sind eine noch sehr junge Produktkategorie mit noch eingeschränkten Möglichkeiten. Noch kein Produkt für den Massenmarkt, auch wenn uns die Hersteller das gerne glauben lassen wollen. Das gilt nicht für jeden, wer etwas mit einer Smartwatch anfangen kann, möchte sie meist nicht mehr missen, andere warten auf bessere Akkulaufzeiten oder mehr Funktionen. Das schlägt sich auch in den Verkaufszahlen nieder. IDC hat diese für das zweite Quartal 2016 veröffentlicht. Diese zeigen einen deutlichen Rückgang der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr, zurückzuführen allerdings hauptsächlich auf die Apple Watch.

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Betrachtet man die Zahlen isoliert, sieht das brutal aus für Apple. Ein Minus von 55 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2015. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Apple Watch erst seit dem zweiten Quartal 2015 verkauft wird. Logisch, dass die Verkäufe zum Start wesentlich höher sind als nach einem Jahr. Da die Verkäufe letztes Jahr im Vergleich zu anderen Smartwatches sehr hoch waren, zieht dies natürlich auch den Gesamtmarkt entsprechend mit – trotz steigender Verkaufszahlen bei Android Wear-Smartwatches. Hier scheint sich der iPad-Effekt zu wiederholen.

Samsung, Lenovo, LG und Garmin konnten ihre Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um zweistellige Prozente steigern, aber wenn der Grundwert schon niedrig ist, ist das auch einfacher. Lenovo trifft es hier mit einer Steigerung von 75 Prozent noch am besten, allerdings bedeutet dies auch nur 0,3 Millionen verkaufte Smartwatches im zweiten Quartal. Doppelt so viele Smartwatches konnte Samsung absetzen, 0,6 Millionen Einheiten bedeuten eine Steigerung von 51 Prozent.

Bei Apple waren es trotz des großen Rückgangs laut IDC immerhin 1,6 Millionen verkaufte Smartwatches, was einem Marktanteil von 47 Prozent entspricht. Bedeutet im Umkehrschluss, dass im zweiten Quartal 2016 insgesamt gerade einmal 3,5 Millionen Smartwatches verkauft wurden. Ändern soll sich dies, wenn Smartwatches auch ohne Smartphone genutzt werden können, die Plattformen einen Anreiz bieten. Dann soll der Markt auch wachsen.

Eine Rolle könnten auch die traditionellen Uhrenhersteller spielen. Sie stiegen später ein als die Tech-Konzerne, Tag Heuer und Fossil seien hier genannt. Aber nach wie vor muss dem Kunden erstmal ein Anreiz geboten werden, eine Smartwatch auch nutzen zu wollen. Daran hapert es bei der breiten Masse aktuell noch.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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