Smartphone gesteuertes Licht

29. Oktober 2012 Kategorie: Hardware, geschrieben von: caschy

So langsam kommen wir in Bereiche, in denen das Smartphone auch im Haus praktische Dinge erledigen kann. Musikstreaming war vor Jahren nicht denkbar und mittlerweile finden wir von günstigen bis hin zu teuren Geräten jede Menge Lösungen vor, Musik in die einzelnen Räume zu bringen. Und Licht? Auch schon lange möglich, meistens allerdings mit Massenuntauglichen Frickellösungen oder durch Spezialanwendungen, die einen tiefen Griff in die Tasche erfordern.

Meine Glühbirne der Zukunft lässt sich ja eh auf einen Sockel setzen, der mittels WLAN oder so per Smartphone, Tablet oder Smartphone steuerbar ist – ähnlich meinem Sonos-Soundsystem. Philips hat da nun was realisiert, was natürlich nicht perfekt ist, aber in diese Richting geht. Nennt sich hue und wurde heute vorgestellt. Liest sich ganz schick erst einmal: Im Starter-Paket sind drei LED-Lampen, die Smartbridge und die Mobile App enthalten.

Einfach die LED-Lampen in eine bestehende Leuchten-Fassung (E26, E27) einschrauben, die Smartbridge an den heimischen Wifi-Router anschließen und dann die hue App für Android- oder Apple-Endgeräte herunterladen und starten. Die App ermöglicht es, eigene Lichteinstellungen zu entwerfen und zu speichern sowie die Beleuchtung auch dann anzupassen, wenn man selbst nicht Zuhause ist. hue ist auch als Lichtuhr nutzbar.

Zum Beispiel lässt sich ein regelmäßiges Lichtsignal als Erinnerung setzen, das in zehn Minuten der Bus vor der Haustür zur Arbeit abfährt – oder so etwas eben.  In Zukunft soll hue auch auf Videosignale aus dem Fernseher oder  auf Sound-Signale aus der Hifi-Anlage reagieren können. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen daran, Geo-Location Services in diese Technologie einzubinden.

Mithilfe dieser Funktion kann hue künftig erkennen, wann sich der Anwender in der Nähe seines Zuhauses befindet und schaltet das Licht automatisch ein oder aus, wenn er sein Zuhause verlässt. Klingt klasse, ist es sicher auch – aber: kostet mal eben für drei Lampen 199 Euro, die Einzellampe schlägt mit 59 Euro zu Buche. Für 199 Euro bekommen man das Starterpaket:

- 3 hue Lampen mit einer Lichtleistung von jeweils 600 Lumen (entspricht einer 50-Watt
Glühbirne)

- Jede hue Lampe kann alle Weißtöne von warm bis kühl abbilden und ermöglicht den
Zugriff auf über 16 Millionen Farben, um die Beleuchtung auf jeden Raum beliebig
anzupassen

- 1 Smartbridge, um das persönliche Lichtnetzwerk einzurichten

- 1 Netzteil für die Smartbridge

- 1 LAN-Kabel, um die Smartbridge mit dem Router zu verbinden

- 1 Anleitung, um die App herunterzuladen

Wie erwähnt: sicherlich eine tolle, wenn auch momentan für mich viel zu teure Sache. Meine Zukunft stelle ich mir dennoch mit Lampen vor, die nicht speziell sein müssen, sondern die auf einer steuerbaren Fassung sitzen, inklusive Schaltuhr und Co. Müsste dann auch günstiger sein, wenn mal die Birne den Geist aufgibt :) Würdet ihr euch so eine Lampe / Birne wünschen? Falls ja: was darf so etwas für euch kosten?


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18 Kommentare

Rainer 29. Oktober 2012 um 17:47 Uhr

Nicht schlecht. Kannst du vielleicht auch mal das Thema “Hausautomation” / “Gebäudeautomation” aufgreifen? :)

Simon 29. Oktober 2012 um 17:52 Uhr

Als bekennender Flashaholic* begeistert mich das sofort. Philips ist bei neuen Ideen zur LED-Beleuchtung oft der erste bekannte Hersteller und daher auch relativ teuer. Ich habe bei mir schon seit letztem Frühjahr 3200 Lumen an der Decke hängen, bei welchen sich mit einer Fernbedingung Heligkeit und Farbtemperatur ändern lassen.

Beispielseite: http://www.taschenlampen-forum.de/

Christoph B. 29. Oktober 2012 um 17:54 Uhr

Finde ich total genial. Sowas suche ich noch. Und dann auch nicht mit einer 0815 sonst wie gearteten Fernbedienung sondern per Smartphone. Genau so muss es sein.

Preis kann ich schlecht schätzen. Kommt ja auch darauf an was nun tatsächlich an Technik drinne steckt, ne?

Christoph B. 29. Oktober 2012 um 18:04 Uhr

Weil sobald da andere Hersteller mitspielen dürfte der Preis noch sinken. Hoffe ich. Für 100€ Würde ich mir das StarterSet schon eher kaufen.

Stefan 29. Oktober 2012 um 18:10 Uhr

@knuddelbacke: Schau mal da: http://stadt-bremerhaven.de/lifx-neues-kickstarter-projekt-will-unsere-beleuchtung-revolutionieren/ ;) Daran musste ich auch direkt denken als ich den Artikel gelesen habe. Aber die kleineren Pakete sind dort ohnehin schon ausverkauft.

@Caschy: Ein Hinweis, wo man das Starter Kit überhaupt kaufen kann, wäre auch hilfreich gewesen. Wenn ich das richtig gelesen habe, scheint das vorerst wohl nur im Apple Store erhältlich zu sein.

Preislich nicht ganz ohne. Ich hoffe, dass es in zwei bis drei Jahren vom Preis her lukrativer ist. Da wäre es auch interessant zu wissen, wie gut sich das in Hausautomationssystem, z. B. ipSymcon oder OpenHAB etc. einbinden lässt. Dann könnte man theoretisch allen möglichen Kram damit realisieren, z. B. bestimmte Farben/Effekte, wenn es an der Tür klingelt oder das Telefon klingelt ;)

Marko 29. Oktober 2012 um 18:20 Uhr

Ich finde es absoluten Käse. Was genau bringt das einem genau, wenn man mal die klare Erleichterung für körperlich eingeschränkte Menschen außen vorlässt – es gibt ja schließlich auch heute schon Fernbedienungen für Lampen. Die bislang gängigen Zeitschaltuhren und steuerbaren Steckdosen ziehen zumeist, gerade im unteren Preissegment, bis zu 5 Watt oder sogar deutlich mehr – permanent – das ist in Summe nicht nur ein Umweltfrevel, sondern oftmals völlig unnötig. Das Licht im Urlaub einschalten, damit kein Einbrecher kommt? Halte ich für überflüssig, aber auch so wäre das auch heute schon mit einer Zeitschaltuhr realisierbar. Nicht mehr aufstehen müssen? Na klasse, nicht mal mehr fürs Licht einschalten erheben – willkommen in einer Welt, wo man mit 80 Kilo schon Untergewicht hat^^. Ich kann dem wirklich nicht viel abgewinnen – jeden Falls nicht in der Form, was es heute bietet. Interessant finde ich allenfalls Lösungen, um Waschmaschinen und Geschirrspüler aus der Ferne einzuschalten – das kann der Umwelt auch tatsächlich was bringen – ist aber eigentlich auch schon heute durch eine Vorprogrammierung realisierbar und befüllen muss man sie ohnhehin manuell. Naja – ihr seht – so richtig, reißt mich das nicht vom Hocker – sorry für den langen Beitrag ;-)

konfluenzpunkt 29. Oktober 2012 um 18:27 Uhr

Erinnert mich an das Kickstarter-Projekt, dass Du vor einiger Zeit auch in deinem Blog erwähnt hast.

Viel interessanter finde ich die Ankündigung von AVM derzeit: http://www.avm.de/de/News/artikel/2012/newsletter/ifa_dect_200E.html Du hast doch bestimmt gute Verbindungen zu den Jungs? Würde mich ein Review interessieren.

Muhkuh 29. Oktober 2012 um 19:25 Uhr

@ Stefan (shit Kommentarfunktion hier) :-)
Das Pack gibt es zur Zeit ausschl. in Apple Stores in den USA. Nicht online in Deutschland und auch nicht in deutschen Apple Stores.

Muhkuh 29. Oktober 2012 um 19:30 Uhr

@ Cashy Auf der offiziellen hue Website von Apple steht dick und fett. Ausschl. fuer Apple hergestellt und exclusiv in Apple Stores erhaeltlich. Ich gehe nicht davon aus, dass da noch eine Android App kommt, wie Du schreibst.

Muhkuh 29. Oktober 2012 um 19:34 Uhr

Urgs, und noch mal ich. Philips weiss wohl selber nicht wo es lang geht. Eine Android Version gibt es schon. Dann gibt es wohl die Hardware nur bei Apple. Etwas schlecht beschrieben, auf der Philips HP

caschy 29. Oktober 2012 um 19:38 Uhr

Sag ich doch ;) Und ja, ich hatte das vorher rausgesucht ;)

Richard Kaufmann 29. Oktober 2012 um 20:54 Uhr

GlühLAMPE. Es gibt kein leuchtendes Obst.

Tony Matysik 29. Oktober 2012 um 21:44 Uhr

Was ist eigentlich aus der Sache mit den Samsung-Lampen geworden, über die du berichtet hattest?!

Hanne Bambel 29. Oktober 2012 um 21:46 Uhr

Ich finde die App von SteckerChecker http://www.steckerchecker.de/ echt spannend.

Da werden heute schon mehrere Hersteller unterstützt und es gibt nicht wieder so ein proprietäres, überteuertes AVM Zeugs, das manchmal sogar zu sich selbst inkompatibel ist.

Stefan 29. Oktober 2012 um 22:28 Uhr

@Hanne Bambel: Überteuert? Dann nenn mir mal ein Gerät, das in der Lage ist, per Funk ein/ausgeschaltet werden kann, in der Lage ist den aktuellen Stromverbrauch des Gerätes zu zeigen und gleichzeitig auch noch deutlich günstiger ist als die AVM-Teile. Bei den drei Firmen auf SteckerChecker gibt’s jedenfalls nur normale Dimmer. Das ist ja wieder etwas ganz anderes.

SteckerChecker ist imho auch nicht das Wahre. Vielleicht nicht so proprietär wie AVM, aber man ist doch trotzdem enorm eingeschränkt. Dadurch, dass es keine echte Zentrale gibt, lässt sich das auch nicht ins richtige Hausautomationsumgebungen einbeziehen. Laut der Seite soll da wohl noch etwas kommen, aber dann dient das Smartphone als Zentrale. Ganz und gar nicht ideal.

Für eine ernsthafte Steuerung bedarf es schon etwas, was vor Ort läuft und aus der Ferne verwendet werden kann. Immerhin hat da die Fritz!Box bei einem ihrer Modelle sogar FHEM mit drauf. Ansonsten wäre da wohl eher Homematic besser, wenn man schon etwas halbwegs günstiges haben möchte. Da gibt’s dann entweder eine Steuereinheit oder irgendein Homeserver mit passender Software. Bringt ja nichts, wenn man nachher für unterschiedliche Anwendungsbereiche jeweils eigene Systeme verwenden muss. Dimmer mit SteckerChecker, Heizung mit Homematic usw…

kreisel 30. Oktober 2012 um 15:09 Uhr

@Muhkuh Tja, das ist schon geschehen mit der Androidapp ;)
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.philips.lighting.hue

JanB 31. Oktober 2012 um 11:42 Uhr

An Alle:

Teuer?
Jede Glühbirne ist nach 2 Jahren teurer als eine LED-Lampe und dies bei berüksichtigtem Anschaffungspreis.
Siehe mein PDF:
https://docs.google.com/open?id=0BxGUJzWkEkUILXBQYkZZR0xhVkk


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