Samsung verkauft Musik-Abos

29. Mai 2012 Kategorie: Internet, Mobile, geschrieben von:

Samsung. Vom beschaulichen Anbieter zum größten Mitbewerber von Apple. Größter Mitbewerber? Eigentlich ist man schon weiter voraus, denn Geräte von Samsung finden mittlerweile in allen Bereichen Einsatz, die irgendwie mit Technik zu tun haben. Vom Smartphone, über Bodenstaubsauger und Kühlschränke. Und nun macht man noch „in Musik“. Erinnert ihr euch noch an mSpot? Den Dienst stellte ich ja auch mal vor. Mittlerweile von Samsung gekauft.

Und was macht Samsung schlauerweise? Launcht den Music Hub in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und England. Starten kann man vorerst, wenn man sich über Galaxy S3 registriert – wird aber noch ausgeweitet. Den neuen Music Hub gibt es in einer kostenlosen und in einer Bezahl-Version, 19 Millionen Songs darf man für 30 Sekunden als Vorschau hören – von daher ist die kostenlose Variante eigentlich nicht als Feature zu nennen.

Legt man 9,99 Euro im Monat an, dann bekommt man den vollen Zugriff auf die Songs. Diese werden in der Cloud gespeichert und ist auf allen Geräten verfügbar, auch offline kann Musik innerhalb der App gespeichert werden. Zuhause am PC kann über den Web Player abgespielt werden. Zusätzlich kann man eigene Musik hochladen, dafür stehen bis zu 100 GB Speicher zur Verfügung.

Tolles Angebot? Ich weiss ja nicht. Ich persönlich sehe da nun momentan keinen Vorteil gegenüber Spotify, ausser der eigenen Cloud mit bis zu 100 GB Space. Auch iTunes macht ähnliches. Wir müssen uns wohl langsam daran gewöhnen, dass große Firmen immer weiter ihrer Süppchen kochen, auch Microsoft wird mit Windows 8 einen eigenen Store für Musik stark promoten. Ich selber bleibe daher lieber Nutzer von Musikdiensten, die ich auf mehreren Plattformen nutzen kann – unabhängig von einem Soft- oder Hardwarehersteller – obwohl das auch immer schwieriger wird. Ökosysteme sind toll für Menschen, die in ihnen leben und agieren wollen. Über-den-Tellerand-Gucker sind da eher nicht glücklich mit.

Samsung. Mit dem Musikdienst in die Nische gestartet oder mittlerweile „Staatsfeind Nummer 1“ für Apple?


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