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Projekt Sartre: Per Kolonne unterwegs – und ohne Fahrer

Wie ihr vielleicht wisst, sind Caschy und ich große Fans der Filmreihe „Zurück in die Zukunft“. Dort nimmt man einfach ein herkömmliches Auto (wenn denn ein DeLorean DMC-12 ein herkömmliches Auto ist), verpasst dem einen Atom-betriebenen Motor und kann damit nicht nur fliegen, sondern zudem auch durch die Zeit reisen. Im guten, alten Jahr 2012 sieht das alles noch nicht so toll aus – weder fliegende Autos noch Zeitreisen stehen ganz oben auf der Agenda der Fahrzeug-Hersteller.

Trotzdem fängt so langsam ein Stück Zukunft an – nämlich in Form von Autos, die nicht mehr von uns gesteuert werden müssen. Google forscht hier sehr prominent und hat sogar schon eine Lizenz, um seine Autos zu Testzwecken durch Nevada gurken zu lassen, aber natürlich arbeiten auch viele andere Unternehmen an diesem Projekt.

Mit dem Sartre-Projekt wird ein etwas anderer Ansatz verfolgt. Hierbei geht es darum, mehrere Fahrzeuge in einer Kolonne fahren zu lassen. Hierbei gibt es ein Auto an der Spitze, welches ganz normal mit Fahrer ausgestattet ist und welches dann die Kontrolle über die Kolonne übernimmt. Bereits vor einem Jahr konnte man das in Schweden erfolgreich testen, nun gab es den ersten Versuch auf öffentlicher Straße: in Spanien waren es drei PKWs und zwei LKWs, die so die Straßen unsicher machten (bzw gerade ja nicht unsicher). Das Experiment darf als geglückt bezeichnet werden und klingt für die Zukunft dadurch absolut erfolgversprechend. Schließlich geht es hier ja nicht lediglich darum, mehrere Fahrer zu entlasten, sondern es finden sich weitere Vorteile. Die mit etwa 85 km/h fahrende Kolonne hat zwischen den Autos jeweils 6m Abstand, was dafür sorgt, dass man den Windschatten ausnutzen kann und so energie-effizienter fährt. Zudem werden auf diese Weise Staus vermieden.

Solltet ihr also demnächst auf den Straßen mal ein oder gar mehrere Autos ohne Fahrer sehen: nicht gleich in den nächsten Graben lenken und auch nicht sofort die Polizei anrufen 😉 Was haltet ihr von dieser Geschichte und den fahrerlosen Autos generell? Ist es eine Technik, der ihr vertrauen würdet oder seid ihr skeptisch?

Quelle: Übergizmo

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

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32 Kommentare

  1. Ich nehme doch lieber den DeLorean 😉

  2. Das Einzige was mir Sorge macht: Was passiet, wenn der 1. Fahrer einpennt und die Böschung herunterfährt? Ach ja: Und immer wenn ich einen Sicherheitsabstand einhalte, drängelt sich in der Regel jemand dazwischen 🙂

  3. Ein vergleich mit K.I.T.T. aus Knight Riger wäre angebrachter. Der kann nämlich auch ohne Fahrer fahren und sprechen (SIRI). 😀

  4. der DMC-12 aus Back to the Future läuft mit „regular gas“, hat also einen ganz ordinären Benzinmotor für die Beschleunigung auf die nötigen 88 mph (im übrigen vorne eingebaut, obgleich im „normalen“ DMC-12 der Motor hinten ist). Im Heck des Fahrzeugs ist dann der 1,21 GW Nuklearreaktor zu finden, welcher den Fluxkompensator mit der nötigen Energie versorgt….oder heißt es doch Nukularreaktor? 😀

  5. Interessant wäre zu wissen was das System bei einem Reifenplatzer oder sonstigen Extremsituationen macht…

  6. Die Idee ist gut.
    Das Argument „…zwischen den Autos jeweils 6m Abstand, was dafür sorgt, dass man den Windschatten ausnutzen kann und so energie-effizienter fährt.“ gefällt mir auch.
    Ich stell mir nur gerade das Gesicht der Zivilstreife (und mit Kamerawagen) vor, wenn die wie bei „Achtung Kontrolle“ oder sonstigen Sendungen den vermeintlichen „Fahren“ dann die Strafe für das Unterschreiten des Mindestabstandes aufdrücken wollen.

  7. Ich auch schon des öfteren darüber gehört und ich finde das richtig toll. Ich hab jetzt zwar gerade erst meinen Führerschein gemacht und selber fahren macht auch Spaß aber, dass in der Zukunft die Autos selber Fahren und das viel sicherer wie jetzt erscheint für mich logisch und ich freue mich auf die Zeit, falls ich sie noch erleben darf 🙂

  8. @Svenf83: Von Sicherheitsabstand kann man hier aber nicht sprechen. Im Text wird von 6 m Abstand bei einer Geschwindigkeit von 85 km/h berichtet. Das musst mir mal zeigen, wie sich da jemand noch rein drängelt.

  9. ach wat schön wäre es, wenn ich auf dem täglichen Weg zu Arbeit mal ein Buch lesen kann, und dabei in meinem eigenem Auto sitze…

    und bei 6m Abstand wird es auch schwer für andere sich reinzurücken

  10. Einen derartigen Versuch hat es doch schon einmal gegeben vor langer Zeit in Amerika, da gibt es auch ein Video dazu welches ich grad nicht finden kann.
    Die Idee an sich ist ja nicht verkehrt, aber ich denke da sind doch einige Fragen offen. Ein System ohne Fahrer, daran glaube ich nicht, es können ja auch Defekte auftreten und hier muss der Fahrer reagieren. Am ehesten macht aus meiner Sicht ein System Sinn welches den Abstand der Fahrzeuge kontrolliert und ggf. eingreift auch hier währe Kolonnenfahren möglich.

  11. @Klaus 😀 Stimmt, das war ein wenig übertrieben:-). Obwohl ich subjektiv das Gefühl schon hatte, dass sich jemand vor mich gesetzt hat und wirklich nur noch sein Auto zwischen mir und dem Vorausfahrendem passte 🙂

  12. Skyblaster says:

    @Phil: genauso isses 🙂
    Das ganze wird auf jeden Fall irgendwann kommen. Wenn man es mal schafft, die Innenstädte vom regulären Individualisten frei zu bekommen und man vllt. in der Innenstadt nur noch automatisiert und emissionsfrei (elektrisch) fahren darf, der öffentliche Nahverkehr und vllt auch Taxis davon betroffen sind, dann wäre das für die Lautstärke, saubere Luftverhältnisse, die Sicherheit und auch die Überfüllung in den Städten eine saubere Sache.
    Was die Staugefahr und Sicherheit auf Autobahnen und Landstraßen angeht, muss man bestimmt noch länger warten, bis genug Fahrzeuge mit dieser Technik ausgestattet sein werden und es für den „Fahrer“ als normal empfunden wird auch mal passiv in seinem Gefährt zu sitzen.

  13. Find ich gut,
    dass die stinkreichen endlich mal ihr Geld in teure Grundlagenforschung reinblasen!
    Hoffentlich kommt das bald, denn es gibt viel zu viele unbehaarte Affen die zwar einen Schein haben, aber nicht autofahren können.
    Außerdem lege ich auch keinen besonderen Wert darauf, meinen Fröbel täglich eigenhändig in die Arbeit und wieder heim fahren zu müssen!

  14. Doof nur, wenn sich ein Motorradfahrer zwischen dem dritten und vierten Wagen zerlegt. Bis der innovative Herr Fuchs in Wagen 4 seine Zeitung weggelegt hat, ist der Schädel schon im Asphalt einmassiert.

  15. @Skyblaster

    ich seh das genau andersum. Ich glaube es ist auf der Autobahn wesentlich einfacher zu realisieren, da auf der Autobahn sehr „gleichartig“ gefahren wird. Desweiteren ist die Autobahnfahrt nunmal sehr monton, wenn man nicht gerade mit 200 auf der Linken Spur unterwegs ist.

    Ich fänds super mich auf der Autobahn einzuklinken, xx Kilometer Automatisiert zu fahren und mich wieder auszuklinken wenn ich in der nähe des Zieles bin.

  16. @Josef Türk jun.
    So ein System gibt es schon: http://goo.gl/5pVsw
    @Skyblaster
    Seit wann sind Elektrofahrzeuge „emissionsfrei“?

  17. ich warte ja schon lange darauf, denn ich kann mir das sehr gut vorstellen. Ich fahre zwar gern Auto, im Jahr so 50000 km, aber auf längeren Strecken würde ich am liebsten die Koordinaten eingeben, mich auf die Rückbank setzen und im Internet surfen, oder ein Buch hören oder selbst lesen. Das wäre für mich sehr entspannend. Mein Eindruck ist, dass wohl die meisten Menschen mit ihrem Fahrzeug überfordert sind , sei es mangelnde Fahrpraxis, oder die Stimme aus dem Navi, und dann ruft noch Tante Erna an, das ist zu viel…..

  18. fail, … wie soll das gehen, selbst einfaches kolonne fahren führt häufig dazu, abgehängt zu werden. passiert bei ampeln, kreisverkehren und ausscheeren/d.h.ausweichen u. überholen auf der autobahn.

    was den spritverbrauch anbelangt effizient sind bestimmt auch autotranzporter, oder autozüge.

    macht meiner meinung nur sinn bei stauauflösung – abstand zwischen den faahrzeugen wird schrittweise gleichmäßig vergrößert und geschwindigkeit gesteigert. allerding würde das noch 20 jahre bestimmt dauern und das problem von abremsenden auf den stau auflaufenden fahrzeugen kann nicht damit behoben werden.

  19. Gibt’s das dann nur mit 85 km/h oder je nach dem, wie schnell der vorderste Fahrer fährt?
    Das gibt dann lustige Bilder beim Blitzen 😉

  20. LinuxMcBook says:

    @Kiliman
    Wenn der Motorradfahrer so fährt, dass der Autofahrer reagieren MUSS, damit er den Motorradfahrer nicht über den Haufen fährt, dann hat der Motorradfahrer gerade Nötigung begannen.
    Und wer bei 90 km/h in eine 6 Meter Lücke einschert, hat sowieso selber Schuld.

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