Pokémon GO Fest: Spieler verärgert – Sammelklage

28. Juli 2017 Kategorie: Android, Games, iOS, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Es hätte so schön sein können. Zum einjährigen Geburtstag von Pokémon GO veranstaltete Niantic in Chicago das Pokémon GO Fest, ein Event, das Eintritt kostete – und völlig in die Hose ging. Statt wie versprochen seltene Pokémon zu fangen, kämpften die Teilnehmer darum, das Game überhaupt nutzen zu können. Mehr als ärgerlich und das sollte in dieser Form auch nicht passieren. Niantic entschuldigte sich noch während des Events, bot die Erstattung der Tickets an und jeder Teilnehmer hat auch In-Game-Credits erhalten.

Außerdem natürlich das legendäre Pokémon, einer der Hauptgründe, warum viele Spieler auch eine längere Anreise in Kauf nahmen. Aber die Veranstaltung war natürlich dennoch keinesfalls so wie geplant und hat Pokémon GO Spieler sehr verärgert. So sehr, dass einige Niantic nun vor Gericht zerren wollen. Zumindest die Reisekosten sollen erstattet werden – wie erwähnt, manch einer nahm lange Wege auf sich.

20 bis 30 Teilnehmer sollen sich der Klage bereits angeschlossen haben und mal so rein Pi mal Daumen betrachtet haben sie bestimmt auch keine so schlechten Chancen. Ob das allerdings sein müsste, ist fraglich. Ich sehe das irgendwie wie bei einem Konzert oder Festival. Entspricht das Gebotene nicht meinen Erwartungen, habe ich halt Pech gehabt, so etwas passiert ja live.

Es ist nicht so, dass Niantic den Kopf in den Sand gesteckt hätte und das Misslingen der Veranstaltung abstritten hat. Im Gegenteil, es wurde schnell reagiert, von der Ticket-Erstattung bis zur Verlängerung der Event-Boni. So etwas sieht man auf anderen schief gegangenen Veranstaltungen nicht unbedingt. Klar, ärgerlich, wenn man vielleicht extra hinfliegt, aber gleich klagen?

Auf der anderen Seite braucht sich Niantic darüber wohl keine allzu großen Gedanken machen. Pokémon GO ist nach wie vor stets in den Top-Plätzen der umsatzstärksten Apps vertreten und allein der Anfangs-Hype hat Niantic laut eigener Angabe genug Geld eingebracht, um Pokémon GO über Jahre zu unterhalten.


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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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