Pebble verkaufte 2014 eine Million Smartwatches, hat große Pläne für 2015

2. Februar 2015 Kategorie: Wearables, geschrieben von:

Apple und Google mögen im vergangenen Jahr durch die Ankündigung der Apple Watch und Android Wear beinahe die komplette Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat, dennoch ist noch ein großer Player im Spiel: Pebble. Wie jüngste Zahlen des durch Crowdfunding ermöglichten Unternehmens aussagen, hat man Ende des vergangenen Jahres die eine Millionste Pebble Smartwatch an den Mann gebracht. Und man hat auch weiterhin große Pläne.

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Der letzte Report aus dem März 2014 sah da noch anders aus, wenn auch nicht weniger erfolgreich. Damals hatte das Unternehmen vermeldet, dass man insgesamt 400.000 Smartwatches verkauft hat. Nun soll Pebble genau am 31. Dezember seine eine Millionste Smartwatch versandt haben.

Ein großer Vorteil der Pebble war stets, dass sie sowohl mit Apple iPhones sowie Android-Smartphones kompatibel ist und. Hinzu kommt, dass die Akkulaufzeit der Pebble – auch dank des energiesparenden Displays – um ein vielfaches höher liegt, als die der Konkurrenten, die in der Regel entweder AMOLED- und LCD-Displays verbaut haben. Ein weiterer Kaufgrund für viele dürfte der verringerte Verkaufspreis für die Einsteigermodelle mit Plastik-Armband sowie die neue, elegantere Edelstahlversion sein. Dennoch, die Konkurrenz schläft nicht und man kann davon ausgehen, dass die für April angekündigte Apple Watch ebenfalls den einen oder anderen Abnehmer finden wird.

Aus diesem Grund gab Pebble-CEO Eric Migicovsky bekannt, dass man auch 2015 nebst neuer Produkte eine neue Software-Plattform erschaffen will, die „anders sei als die, die andere Smartwatches bislang genutzt haben“. Apple würde sich des Weiteren zu sehr auf das Apps konzentrieren, die denen auf einem Smartphone gleichkommen. Das will man mit Pebble anders angehen. „We’ve found a new framework to use as an interaction model on the watch,“ sagte Migicovsky gegenüber The Verge, bevor er klarstellt, dass Apps auch weiterhin wie gewohnt auf der Pebble funktionieren werden. Sie werden wohl nur nicht mehr so im Fokus auf der neuen Plattform stehen. „It doesn’t look like what we have today, and it doesn’t look like what’s on your smartphone,“ fügt er hinzu.

Um diese Plattform zu erschaffen, will Pebble auch weiterhin Entwickler dazu motivieren, Apps für die Pebble Smartwatch zu erschaffen. Bislang hatte man damit recht guten Erfolg, denn bis heute wurden insgesamt 6.000 Apps und Watchfaces von weltweit über 25.000 Entwicklern für die Pebble Smartwatch kreiert. Um den Entwicklern ein wenig die Arbeit zu erleichtern, hat Pebble jüngst einen webbasierten Emulator online gestellt, um die Apps und Watchfaces live zu testen.

Viele vollmundige Worte kommen da von Pebble. Ich hoffe, dass die neue Plattform tatsächlich das hält, was sie verspricht. Ob Pebble den Rekord aus dem vergangenen Jahr noch einmal einholen oder gar brechen kann, bleibt eben durch besagte Konkurrenz, die im Nacken sitzt, abzuwarten. Pebble hat vom kleinen Kickstarter-Projekt zur erfolgreichen Firma aber bislang einen beeindruckenden Weg hingelegt und der weitere Erfolg sei dem Unternehmen gegönnt.


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