Nutzerdaten nach Hack von PlayStation Network, Windows Live und 2K Games veröffentlicht

21. November 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von:

Wieder einmal ist Sony von einem Hack betroffen. Damit befindet man sich diesmal allerdings in bester Gesellschaft, denn auch 2K Games und Windows Live sind betroffen. Die Hacker-Gruppe DerpTrolling ist für die Veröffentlichung einiger Daten verantwortlich. Diese wurden zwar nicht im großen Stil veröffentlicht, DerpTrolling weist aber darauf hin, dass man weitaus mehr Daten hat, als die veröffentlichten.

MacBook

Veröffentlicht wurden lediglich 2.131 PSN-Zugänge, 1.473 Windows Live Logins und 2.000 Datensätze von 2K Games-Nutzern. Insgesamt will die Gruppe über 7 Millionen Datensätze in ihrem Besitz haben. Wie aktuell diese allerdings sind, wird nicht verraten. Diese Datensätze beinhalten auch Facebook- und Twitter-Logins in einem relativ großen Maßstab:

„We have 800,000 from 2K and 500,000 credit card data. In all of our raids we have a total of around 7 million usernames and passwords,“ he said. „We have around 2 million Comcast accounts, 620,000 Twitter accounts, 1.2 million credentials belonging to the CIA domain, 200,000 Windows Live accounts, 3 million Facebook, 1.7 million EA origins accounts, etc,“ äußerte ein Mitglied von DerpTrolling gegenüber CNet.

DerpTrolling will den Nutzern eigentlich nicht durch die Veröffentlichung der Daten schaden. Man fühle sich aber dazu gezwungen, da andere Attacken keine Wirkung zeigen. Letztendlich will man nur, dass die Firmen sich besser um ihre Kunden kümmern, ihre eigenen Server so schützen, dass sie nicht mehr für DDoS-Attacken und Daten-Hacks empfänglich sind.

Da hier dennoch die Kunden die Geschädigten sind, da es ihre Daten sind, die da im Netz auftauchen, muss man solche Aktionen nicht verstehen. Bisher ging noch keine Firma den Bach runter, weil Kundendaten veröffentlicht wurden, ebenso wenig wie sich etwas an der Situation der Angreifbarkeit geändert hätte. Sich, die betroffenen Firmen müssen sich zu solchen Ereignissen äußern, viel mehr kommt da aber auch nicht. Insofern ist es für mich nicht nachvollziehbar, was diese „Hier, schaut, wir haben drölf Zillionen Daten geklaut und für alle einsehbar veröffentlicht“-Nummern überhaupt sollen. Wer bei einem der betroffenen Dienste angemeldet ist, kann vielleicht in Erwägung ziehen, sein Passwort zu ändern.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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