Nintendo Switch: Erster Teaser stellt die Hybrid-Konsole vor

20. Oktober 2016 Kategorie: Games, Hardware, geschrieben von: André Westphal

nintendo-logo-neuNintendo hat in einem fast vierminütigem Teaser seine neue Konsole Switch vorgestellt. Das Video zeigt, dass es sich dabei offenbar, was vorher teilweise auch in der Gerüchteküche spekuliert wurde, um einen Hybrid aus klassischer Konsole und Handheld handelt. Etwa nimmt der Gamer im Video den Controller auseinander bzw. bastelt an einem Dock herum und kann die Switch anschließend unterwegs nutzen und nicht mehr nur am Fernseher. Zudem lässt sich die Swich ähnlich wie ein Tablet mit Kickstand aufstellen, während man die Bestandteile des Controllers zweigeteilt links und rechts in den Händen zum Steuern einsetzt. Erinnert fast alles ein wenig an Transformers.

Sprich die Controller-Einheiten lassen sich direkt an den Bildschirm stöpseln oder lose in der Hand zum Bedienen der Konsole nutzen. Das Mittelstück, an dem die beiden Controller-Versatzstücke sich anstöpseln lassen, nennt sich übrigens Joy-Con Grip. Am Dock macht man im Video mindestens zwei USB-Anschlüsse aus.

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Im Video sieht man zudem, dass Nintendo wie beim 3DS auf Module bzw. GameCards setzt. Auch dazu gab es bereits seit Monaten Spekulationen, die sich nun bewahrheitet haben. Einen Nintendo Switch Pro Controller soll es zusätzlich zum Joy-Con Grip bzw. den beiden Joy-Con-Bestandteilen geben. Jener erinnert dann eher an traditionelle Controller, sieht für mich aber irgendwie recht retro aus, wenn ich das mit dem Pad der Xbox One S oder dem Sony DualShock 4 vergleiche.

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Als Partner hat Nintendo dann auch gleich eine ganze Bandbreite an Publishern und Entwicklern gennant: Unter anderem sind SEGA, Konami, Bethesda, Capcom, Ubisoft, EA und Activision an Bord. Allerdings habe ich so meine Zweifel, ob es nicht eher für Spott unter Gamern sorgen könnte, dass Nintendo im Teaser ausgerechnet das mehrere Jahre alte „The Elder Scrolls V: Skyrim“ exzessiv für Gameplay-Beispiele nutzt. Wer Interesse an jenem Titel, konnte ihn bereits 2011 an PS3, Xbox 360 und am PC durchzocken. Klar ist die Idee interessant das Game unterwegs zu rocken, aber ich sehe da weniger den großen Wow-Effekt.

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Im Video sieht man dann auch allerlei hippe Casual-Gamer, welche nahtlos vom Betrieb der Switch am TV zum Einsatz als Handheld wechseln. Offenbar wird man dann übergangslos weiterspielen können, ohne das Gerät ausschalten zu müssen. Für Leistung sorgt im Inneren übrigens ein angepasstes Tegra-SoC, wie Nvidia gleich mal flugs verraten hat. Veröffentlichen will Nintendo die Switch im März 2017, das verrät der Teaser ebenfalls bereits am Ende.

Optisch sieht die Switch übrigens, das ist aber natürlich auch persönliches Empfinden, alles andere als zeitgemäß aus: Erinnert mich an einen Klotz aus den 1990er-Jahren. Hübsch häßlich, würde ich dazu sagen. Gilt leider auch für den Joy-Con-Grip. Im Wesentlichen konzentriert sich Nintendo im Teaser-Video voll und ganz auf die Flexibilität der Konsole: Zuhause zocken, unterwegs ob mit Kickstand oder ohne, ob mit Pro Controller oder Joy-Con…Switch soll quasi immer einsatzbereit sein.

Doch für mich bleibt die Frage offen: Wollen die Spieler das? Bei der schieren Grafikleistung, das erkennt man schon im Teaser, scheint die Switch keine Bäume auszureißen. Um die Handheld-Einheit mal eben mitzunehmen, wäre mir das Ding aber wieder zu groß. Ist also die Frage, ob Nintendo hier zwei Welten perfekt vereint – Konsolen- und Mobile-Gaming – oder eher ein Gerät veröffentlicht, das beides ein bißchen kann, aber leider nichts so richtig.

Wie findet ihr denn den Teaser zur Nintendo Switch? Ist die Konsole für euch der erhoffte Volltreffer oder kann man schon jetzt absehen, dass hier ein zweiter Flop wie bei der Wii U ins Haus steht?



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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