NEC präsentiert Dual-Screen-Smartphone

24. Januar 2013 Kategorie: Android, Hardware, Mobile, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Der japanische Mobilfunkbetreiber NTT Docomo präsentierte kürzlich ein neues Android-Smartphone Medias W N-05E, welches etwas verschieden zu den sonstigen Smartphones ist. Es besitzt nämlich zwei Bildschirme. Wenn das Gerät zugeklappt ist, habt ihr ein gewöhnliches 4,3 Zoll großes Smartphone, welches mit eher schwachen  960x540Pixel auflöst. Klappt man das Gerät aber auseinander, hat man plötzlich 2 Bildschirme die sich zu einem großen zusammensetzen.

nec_medias_wn-05E

Anschließend hat man dann plötzlich ein 5,6 Zoll großes Display, welches eine Auflösung von 1920×1080 besitzt und sich schon eher sehen lassen kann. Technisch ist das Gerät auch ansonsten recht ordentlich ausgestattet.

So hat es unter anderem einen Dual-Core-Prozessor Snapdragon S4 Pro von Qualcomm, einen 1 GB großen Arbeitsspeicher, 16 GB interne Speicherkapazität, eine 8-Megapixel-Kamera, sowie einen 2.100 mAh starken Akku und LTE-Unterstützung.

Bisher gibt es allerdings keine Informationen zum Preis und ob das Gerät auch außerhalb Japans auf den Markt kommen wird. Bei dem recht schwachen Akku und zwei Displays kann man allerdings befürchten, dass die Laufzeit nicht die beste sein wird.

Das Konzept selbst ist zwar recht interessant, allerdings wäre es nicht gerade mein persönlicher Favorit. Zudem ist man nicht der allererste auf dem Markt mit einer solchen Idee. Das Kyocera Echo oder das vielleicht bekanntere Sony Tablet P haben ebenfalls Dual-Screen-Konzepte vorgestellt. Ob das Medias W N-05E nun erfolgreicher sein wird, bleibt erstmal abzuwarten, oder würdet ihr gerne solch ein Gerät kaufen?

Abschließend noch ein erstes Hands-on von dem Gerät. [via]


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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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19 Kommentare

Marc 24. Januar 2013 um 20:14 Uhr

Auf jeden Fall interessant! Die “üblichen” 4,3 Zoll für den Alltag, wenns ums spielen oder Filme sehen geht einfach aufklappen für FullHD(?). Inneres eher nichts neues, aber diese Idde, alle Achtung! Gut, das es kleine Firmen auch mit SmartPhones versuchen. Ein Samsung würde sich selbst das nicht trauen!

jb_ 24. Januar 2013 um 20:18 Uhr

Ich komm’ grade nicht dahinter, wie sich beim verdoppeln des Display, die Auflösung vervierfacht…

qwertz123456789x 24. Januar 2013 um 20:20 Uhr

uh, 2 Bildschirme a 960*540 ergeben zusammen einmal 1920*1080, bitte nochmal nachrechnen

jb_ 24. Januar 2013 um 20:29 Uhr

sicher? ich komme bei zwei Bildschirmen auf 1080*960px.

stone17ax Power 24. Januar 2013 um 20:36 Uhr

Aus Differenzen und Summen kuerzen nur die Dummen… hat meine Mathelehrer immer gesagt.
2*(960*540)=1080*960 (die Bildschirme sind der Breite nach zusammengesetzt)

Mike 24. Januar 2013 um 20:45 Uhr

@qwertz123456789x
Tja, da haben die Personalchefs wohl doch recht, wenn sie den heutigen jugendlichen Stellenbewerbern fortgeschrittene Verdummung abseits von “Shootern” und “Diamond Dash” unterstellen.
Jedenfalls bedeutet eine Verdoppelung der Auflösung durch Verdoppelung der Fläche nicht, dass sich die Punktzahl vertikal UND horizontal verdoppelt, denn das wäre eine Vervierfachung…..

anon 24. Januar 2013 um 20:47 Uhr

Exakt. Ich war auch gerade extremst verwirrt, wie man durch Aufklappen (und damit Verdoppeln der Pixelanzahl) an einer Seite eines zweiten gleichgroßen Bildschirms mit Verhältnis 16:9 (960×540) im gleichen Seitenverhältnis bleibt (1920×1080).

Basti 24. Januar 2013 um 21:05 Uhr

Gutes Konzept und mit flexiblen Displays die Zukunft – dann hätte man z.B. ohne Unterbrechung ein 7″Display, welches z.B. bei dreimaligen Falten auch noch gut in jede Hosentasche passen würde!

Jens 24. Januar 2013 um 21:12 Uhr

Haben will – wenn die Laufzeit stimmt. Das Sony P hätte mich auch gereizt, aber auch damals war die schwache Laufzeit (unter vier Stunden) ausschlaggebend für den Nicht-Kauf. 2100 mAh klingt jetzt nicht so dolle. Mal die Tests abwarten.

Auf der anderen Seite gibt es ja endlich ein paar Geräte im 5- bis 6-Zoll-Segment, da wird schon irgendwas für mich brauchbares dabei sein.

guest 24. Januar 2013 um 21:16 Uhr

ich finde 960×540 pixel nicht schwach, aber das ist wohl ansichtssache. mich stört eher der wahn, die displays immer größer zu machen (nicht jeder hat fleischerhände für 5 zoll) und die auflösung immer weiter hoch zu drehen (brauche ich auf dem handy wirklich full-hd?).
ein handy zum telefonieren, sms, navigation und wenn man doch mal mehr braucht hat man ein pad zum spielen, surfen, … – also für mich persönlich ein recht interessantes modell.
ob die akkulaufzeit ein problem wird? gute frage, aber welches smartphone hat denn keine akkuprobleme? wo sind die telefone, die ein mal in der woche an die steckdose mussten? vielleicht sollten die hersteller in diesem bereich mal etwas optimiere. displaygröße und pixelanzahl ist nicht alles.

Jens 24. Januar 2013 um 21:16 Uhr

Oh, da steht ja was: “連続通話時間(3G/GSM) 約 500分/約 680分”
Gesprächszeit in Minuten 3G/GSM.

Naja, das klingt ja ganz ok… wobei bei dieser Gesprächszeitberechnung wahrscheinlich der/die Bildschirm(e) ausgeschaltet sind, und das wird hier ja schon sehr relevant.

Mike 24. Januar 2013 um 21:24 Uhr

Die Dual-Display-Idee find ich gut, die Umsetzung aber eher mau. Mir würde es besser gefallen, wenn das zweite Display unter dem ersten läge und wie bei einer Slider-Tastatur ausgefahren werden könnte. Mit cleverem Design könnte man die dann auf die gleiche Höhe bringen und wäre den dicken Trennrahmen los; zudem wäre das zweite Display bei nicht-Verwendung besser geschützt.

FriedeFreudeEierkuchen 24. Januar 2013 um 23:56 Uhr

@Mike: wenn ich mir die mechanischen Probleme bei Smartphones mit Ausziehtastatur ansehe, willst du das nicht wirklich ;-)
Zum einen wäre ein dicker Rahmen für die Stabilität nötig, zum anderen wird es schwierig sein, die für relativ hohe Datenraten optimierten Display-Kabel so flexibel zu bauen auf engem Raum.

@guest: Als Besitzer eines Galaxy Note mit 5,5” widerspreche ich bei den Fleischerhänden… Nachdem der erste Schock überwunden war, habe ich mich so an die tolle Screen-Größe gewöhnt, dass mir alles andere inzwischen lächerlich winzig vorkommt. Diese Erfahrung haben die allermeisten Besitzer von großen Smartphones gemacht.

Mike 25. Januar 2013 um 03:23 Uhr

@FriedeFreudeEierkuchen,
ich hab hier einige ältere HighEnd Slider rumliegen, keines davon hat mich jemals im Stich gelassen oder bis jetzt Ermüdungserscheinungen des Materials gezeigt. Man kann das also durchaus hinbekommen, aber es ist nicht einfach und nicht billig – NEC ist nun auch wahrlich kein billiger Laden, man schaue sich deren Monitore an.

Bzgl. Datenrate, das ist doch endlich mal wieder ein sinnvolles Problem, was man mal lösen könnte. Einfach Thunderbolt mal ausrollen sozusagen (ja, ich weis, ist nicht so einfach).

Wie ich oben schon zur Dicke schrieb, ich hab persönlich kein Problem damit, wenn sie mir denn einen Vorteil liefert. Ich hab mein erstes Handy vor 18 Jahren gehabt und kam mit der Dicke gut klar, die heutigen Teile sind mir zu filigran, grade wenn sie auch noch so riesig sind.

FriedeFreudeEierkuchen 25. Januar 2013 um 08:16 Uhr

@Mike: prinzipiell fände ich die Slider Idee auch gut. Ausfälle des Slider-Mechanismus hat man z.B. bei HTC (der Auszieh-Klappmechanismus entspricht in etwa deiner Idee) oder bei Motorolas Milestone Modellen gesehen. Mein eigenes Milestone funktioniert immer noch bestens, aber das meines Sohnes musste bereits in Reparatur.

Beim Auszieh-Screen sehe ich neben der Belastung für die Display Verkabelung auch ein Problem mit den Kanten. Damit die Screens, wie von dir angedacht, bündig nebeneinander zu liegen kommen, musst du auf den letzten Millimetern das Display nach oben drücken. Dabei wird es zur Berührung der Screenkanten unter Druck kommen. Man müsste also die Kanten verstärken, was vermutlich nicht ohne einen dicken Rahmen geht.

ulkfisch 25. Januar 2013 um 12:55 Uhr

@FriedeFreudeEierkuchen:

Das will ich sehen, wie du ein Note ohne “Fleischerhände” einhändig bedienst.

FriedeFreudeEierkuchen 26. Januar 2013 um 16:50 Uhr

@ulkfisch: er hat doch nichts von einhändig gesagt, oder? Einfache Touch-Bedienung (App öffnen etc) kann ich auch einhändig. Das Note hat sogar eine Option, bei der man eine einhändige Bedienung aktivieren kann. Soweit ich weiß, wird dann das Keyboard entsprechend optimiert.
Tippen geht bei mir zweihändig schneller, deshalb nutze ich meist beide Hände im Querformat.
Aber klar, das Note ist Geschmackssache. Für mich super cool, für andere nervig groß. Android ist nicht Apple, deshalb haben wir die Auswahl von klein bis groß, von billig bis teuer…

FriedeFreudeEierkuchen 26. Januar 2013 um 16:54 Uhr

@Mike: beim Kyocera ist die Lösung leicht anders, aber im Endeffekt kommt annähernd das raus, was du dir vorstellst: http://de.engadget.com/photos/hands-on-kyocera-echo/


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