Mozilla rudert teilweise zurück und stellt wieder 64-bit Version des Firefox für Windows zur Verfügung

22. Dezember 2012 Kategorie: Firefox & Thunderbird, geschrieben von: Patrick Meyhöfer

Wir haben euch vor einem Monat von der Einstellung der 64-bit (Nightly-) Firefox Version für Windows-Systeme berichtet (eine offiziell stabile Version gab es nie). Benjamin Smedberg gab dies offiziell bekannt, da es zu mehr Problemen mit Plugins gab, die nicht funktionierten und es insgesamt ein frustrierendes Erlebnis für den Nutzer sei.

Mozilla Firefox

Jetzt ruderte man allerdings etwas zurück. Er schreibt in einem neuen Posting, dass er signifikant negatives Feedback über die Einstellung dieser instabilen Testversionen bekam und hat jetzt noch mal mit seinen Leuten beim Release-Team gesprochen, ob es denn ein großes Problem sei, diese Version weiterhin mit zu veröffentlichen.

Er führt als Grund an, dass eine sehr kleine Gruppe von Firefox-Benutzern an das 4 GB Speicherlimit bei den typischen 32-bit Versionen stoßen. Dies sind aber laut seiner Aussage nur diejenigen, die 100 oder gar tausend Tabs offen haben. Diese nutzen die Versionen nicht zum testen, sondern weil sie das beste Werkzeug für ihre Arbeit seien.

Zukünftig werden sie diese Versionen wieder zur Verfügung stellen, er fügt allerdings gleich hinzu, dass Mozilla keine Kapazitäten hat, um diese aktiv zu unterstützen und überlässt dies weitestgehend der Community. Deshalb wird man zukünftig bei Installation einer 64-bit Version auch aktiv darauf hingewiesen, dass es keinen Support gibt. Natürlich wird man weiterhin an einer 32-bit Version arbeiten, die auch einwandfrei unter den 64-bit Versionen von Windows funktionieren werden.

Irgendwie habe ich Schwierigkeiten mit der ganzen Entscheidung, denn klar hat Mozilla viele Projekte am laufen und muss Projekte priorisieren. Dennoch müsste nach meiner Auffassung 64-bit eher priorisiert behandelt werden. Bei Ars Technica haben sie da ein paar gute Argumentationen zusammen getragen. Fairerweise sei dazu gesagt, dass es auch von Google Chrome oder auch Opera (Update: seit Version 12 gibt es 64-bit) keine 64-bit Version unter Windows existiert. Einzig der Internet Explorer verfügt meines Wissens über solch eine Version, was heutzutage für mich einfach Standard sein sollte. [via]

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Über den Autor: Patrick Meyhöfer

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14 Kommentare

Deto 22. Dezember 2012 um 19:02 Uhr

Opera x64 einfach runterladen: http://www.opera.com/browser/download/
sogar 32bit Plugins funktionieren. Ein Hoch auf Opera ;)

Michael Grote 22. Dezember 2012 um 19:03 Uhr

Grade Firefox profitiert enorm von 64bit, bei der integrierten “Speicherverwaltung” braucht man einfach RAM anders ist Firefox mit ein paar mehr Tabs(>50) einfach nicht zu nutzen, imho.

Du 22. Dezember 2012 um 19:06 Uhr

Wer glaubt 64Bit sei sinnvoller als 32Bit sollte nix mit Computern zu tun haben oder gar beim Cashy bloggen…

Kizune 22. Dezember 2012 um 19:22 Uhr

Stimme Michael Grote zu, die 64bit-Variante läuft mit vielen geöffneten Tabs (> 50) bei weitem flüssiger, als die 32bit-Variante.

Ny Alesund 22. Dezember 2012 um 20:53 Uhr

Meine Intervention hat also gefruchtet! Gut so!

To98 22. Dezember 2012 um 21:18 Uhr

Also ich verwende sowieso nur Opera 64 bit unter OpenSuse 12.2 Tumbleweed. Firefox nervt die ganze Zeit mit Hängern und Abstürzen.

tux- 22. Dezember 2012 um 21:53 Uhr

Es gibt ernsthaft Leute, die die hässliche Bloatware Opera nutzen?

Und dieses Mimimi zu 64 Bit versteh ich nicht. Wenn ihr “sonst nicht arbeiten könnt”, nutzt halt Pale Moon, herrje.

antitux 23. Dezember 2012 um 01:10 Uhr

Jemand, der noch nie Opera benutzt hat, sollte sich Bezeichnungen von wegen Bloatware, sparen.

tux- 23. Dezember 2012 um 01:56 Uhr

Benutzt, gelacht, gelöscht.

LeifiOS 23. Dezember 2012 um 02:39 Uhr

Habe zu später / früher Stunde mal ´ne Frage: Worin liegt der Sinn, mehr als 100 Tabs offen zu haben? Die Frage ist ernst gemeint.

llk 23. Dezember 2012 um 03:21 Uhr

Nur dass es bei Google Chrome keinen Unterschied macht, da dort quasi jedes Tab einen eigenen Prozess hat und somit die 4GB-Grenze keine Rolle spielt (anders als beim monolitisch aufgebauten FF).

tux- 23. Dezember 2012 um 04:17 Uhr

Dafür hat jeder Tab auch mehr Overhead, so dass Chrome insgesamt deutlich mehr RAM belegt.

Kizune 23. Dezember 2012 um 10:35 Uhr

LeifiOS: Bei mir: Schlechte Gewohnheit. Ich öffne oft Seiten, die ich später eventuell noch brauchen kann, und dann bleiben sie monatelang offen, bis ich ausmiste.
Allerdings bin ich nie auf über 90 Tabs gekommen.^^

llk: Wie tux sagte, Chrome verbrät deutlich mehr RAM. Außerdem kam er bei mir mit vielen Tabs überhaupt nicht klar: Er ist oft abgestürzt oder eingefroren (entweder nur einzelne Tabs oder komplett).

Bob 23. Dezember 2012 um 11:05 Uhr

Versteh nicht warum immer nur gesagt wird, dass sich die 64 Bit bei mehr als 100 Tabs lohnt.

Es macht sich auch schon bei einigen Tabs bemerkbar. Das hin- und herwechseln geht sanfter von der Hand.

War auch erst skeptisch, aber es nicht nicht langsamer als die 32Bit, dafür aber in manchen Sachen schneller/ sanfter.

Kann aber nur für Pale Moon reden. Nutze Firefox schon sehr lange nichtmehr


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