Mozilla: Keine 64 Bit-Version von Firefox für Windows

22. November 2012 Kategorie: Software & Co, Windows, geschrieben von: Casi

Gibt es hier welche, die noch auf eine 64 Bit-Version von Mozillas Browser Firefox warten? Dann hab ich schlechte Neuigkeiten: ihr braucht nicht länger warten, weil das Projekt komplett auf Eis gelegt wurde. Mozillas Benjamin Smedberg hat jetzt via Bugzilla Entwickler dazu aufgefordert, keine weiteren Versionen für Windows zu basteln.

Während die 64-Bit-Ausführung von Firefox für Linux und MacOS X offiziell ist, ist man bei Windows nie über Nightlies hinausgekommen. Die Builds wären frustrierend und führten zu Missverständnissen, sagt Smedberg weiter. In der Google-Gruppe erklärt er das und lässt auch über die Entscheidung diskutieren.

Die vielen Plugins sieht er als Grund für die Schwierigkeiten, weil sie oftmals nicht in kompatiblen Versionen vorliegen. Darüber hinaus will man sich nun wohl auch eher auf sein eigenes Firefox OS und auf Windows 8 konzentrieren. Macht in meinen Augen auch Sinn, den Fokus auf das aktuelle Windows zu richten, wenngleich die Verbreitung von Windows 8 noch nicht so groß ist zum derzeitigen Zeitpunkt.

Quelle: The Next Web


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30 Kommentare

TWiddern :) (@twiddern) 22. November 2012 um 14:16 Uhr

Also ich benutze Waterfox weiterhin, was ja nichts anderes ist im Grunde, nur dass es eben gut läuft.

Andy 22. November 2012 um 14:28 Uhr

Welche Vorteile hätte denn eine 64-Bit Version des Firefox Browsers?

Niklas Graeber 22. November 2012 um 14:33 Uhr

Waterfox läuft viel besser, Mozilla hat einfach keinen Bock auf Anpassungen. Selbst mit den Plugins habe ich keine Probleme. Verstehen muss man diese Entscheidung auf jeden Fall nicht.

tuxy1 22. November 2012 um 15:09 Uhr

Watercox, Pale Moon, …

’nuff said.

Jens 22. November 2012 um 16:23 Uhr

“Q:Why should I use a 64-Bit variant of Firefox?
A:64-Bit computing is the future! Any 64-Bit user will notice an instant increase in performance, but that is not the only advantage such as multi-tasking and improved stress handling.”

Aha. Die Waterfox-Kompilierer sind Experten. (In irgendetwas. Vielleicht. Möglicherweise.)

Andreas 22. November 2012 um 16:47 Uhr

Schon komisch das alles…
Sogar Microsoft empfielt 32 BIT (anstatt 64) beim eigenen Office-Produkt:

http://office.microsoft.com/en-us/products/office-2010-frequently-asked-questions-HA101674631.aspx#About_Office_2010_4

ny alesund 22. November 2012 um 16:48 Uhr

firefox-20.0a1.en-US.win64-x86_64.zip

rennt hier 1a. nutze seit es x64iger ff gibt diesen; sicherlich sind diese x64 ff’s auch eher f profis gedacht. wie dem auch sei, dann werde ich halt mit der letzten noch zu habenden x64 von ff weiter arbeiten. profi bleibt profi.

Sören Hentzschel 22. November 2012 um 17:51 Uhr

“Welche Vorteile hätte denn eine 64-Bit Version des Firefox Browsers?”

Einen Vorteil hast du dadurch nicht in dieser Form, wie Mozilla derzeit die 64-Bit-Versionen für Windows anbietet. 64-Bit-Versionen können Vorteile haben, wenn das Produkt entsprechend optimiert ist. Ist es hier aber nicht. Das heißt, man nimmt die Nachteile wie einen höheren Speicherverbrauch und Plugin-Probleme mit. Dass Mozilla mittelfristig damit nicht plant, das ist keine neue Information. Deswegen verstehe ich das Geheule aufgrund dieser Entscheidung nicht, was in den Newsgroups oder auf Bugzilla stattfindet. Wenn Mozilla nicht aktiv daran arbeitet, haben die Nightly-Builds keinen Sinn. Der Endanwender hat keinen Vorteil momentan. Am Lustigsten sind dabei die, die Mozilla damit drohen wollen, dass sie dann zu Chrome wechseln. Chrome gibt es auch nicht als 64-Bit-Version für Windows. Aber viele denken wohl, nur weil etwas offiziell 64-Bit heißt, sei es automatisch besser. Ist die einzige Erklärung, die ich habe. ;)

“Waterfox läuft viel besser, Mozilla hat einfach keinen Bock auf Anpassungen.”

Waterfox, Pale Moon etc., das sind Derivate. Die können optimieren und machen, was sie wollen. Mozilla muss ein Produkt entwickeln, welches auf möglichst vielen Plattformen ohne Probleme läuft. Lieber eine Optimierung weniger und dafür ein paar tausend Nutzer ohne Probleme mehr. Das ist ein Riesen-Unterschied. Das ist ja der Unterschied bei diesen Optimierungen, für einen Teil haben die selben Maßnahmen möglicherweise negative Auswirkungen, welche für sehr viele andere funktionieren.

MiNiMALLOUNGE 22. November 2012 um 18:21 Uhr

Schade eigentlich. Bin zwar selber erst vor kurzem vollständig auf Chrome umgestiegen, hatte zuvor aber auch schon die 64 bit Version vom Fuchs getestet (Watercox, Pale Moon). Ob sie nun besser schneller oder sonstwas liefen, kann ich nicht beurteilen. Auch die Addons (27) liefen alle Problemlos.
Also mir isses Wumpe; solln se sich halt mehr auf das Thema Sandbox, Windows 8 und Speicherverbrauch Konzentrieren und da gute Arbeit leisten. Vielleicht überlege ich mir dann doch wieder den Fuchs zu nutzen.
Sodelle, dann bis neulich.

ny alesund 22. November 2012 um 18:35 Uhr

mehr ist immer besser. 32×2 = 64.
geile prollotypen fahren x64 eh klar. ich bleib dabei, profis – wie ich einer bin – nutzen eh nur 64bit software. vorteil ist hier vorallem das ich (wie derzeit) unmengen von tabs fahren kann, hab 256 tabs im ff x64 offen und alles rennt 1a. gut auch die infrastruktur auf der der ff hier rennt ist entsprechend potent.

Andy 22. November 2012 um 18:53 Uhr

OK…. also bisher konnte mir also noch keiner einen wirklichen Mehrwert eines 64 Bit Browsers nennen. Wenn noch jemand was einfällt, nur her damit ;-)

ny alesund 22. November 2012 um 19:02 Uhr

@andy, ich bin nicht verantwortlich wenn du unsere professionellen argumente nicht verstehst. ich versuchs nochmal mit ganz einfachen worten: mehr ist besser, größer ist cooler, sozusagen hubraum statt kubic!

64bit bedeutet ich hab den längsten.

spezi, haben wir uns nun verstanden?

Jens 22. November 2012 um 19:25 Uhr

@ny alesund
Für 256 Tabs reicht aber auch die 8-Bit-Version.

ny alesund 22. November 2012 um 20:00 Uhr

@jens, dir vielleicht. hier laufen ja in jedem dritten tab profianwendungen wie z.b facebook und ähnlich nützliche sachen.

jens 22. November 2012 um 20:26 Uhr

@jens, aber nur, wenn immer mindestens ein Tab auf sein muss. ;) Oder wie stellt man sonst die “0″ dar?

Robert 22. November 2012 um 22:10 Uhr

Wegen der grossen Nachfrage…
hier die VORTEILE von 64bit: http://de.wikipedia.org/wiki/64-Bit-Architektur#Vorteile

marc.malus 23. November 2012 um 08:11 Uhr

Profianwendungen wie Facebook… ich könnte mich gerade kugeln vor lachen!

Gabe 23. November 2012 um 08:30 Uhr

Nutze Palemoon x64

Läuft, ist flott und stabil.

Jens 23. November 2012 um 10:03 Uhr

@Jens
Kommt darauf an, was man mit den 8 Bit macht. Man kann sie etwa als Index für ein Tabreferenzenarray nutzen, dann kann man einfach jede Referenz nullen. Oder man säuft sie.

FERNmann 23. November 2012 um 21:52 Uhr

Ein 64-Bit-Browser alleine bringt noch keinen Vorteil, den Vorteil hat man erst, wenn man ausschließlich 64-Bit-Software einsetzt, so wie auf meinem System, denn ohne 32-Bit-Software braucht man nicht sämtliche Bibliotheken zusätzlich als 32-Bit-Version installieren und verbraucht somit nur halb soviel Speicher, sowohl auf der Festplatte als auch im Arbeitsspeicher.

Mich wundert, dass es Mozilla nicht schafft, einen 64-Bit-Firefox für Windows bereitzustellen. Das Debian-Projekt schafft es etwa, all die enthaltene Software (inklusive Firefox in Form von Iceweasel) für eine ganze Handvoll Architekturen anzubieten.

Sören Hentzschel 23. November 2012 um 22:18 Uhr

Es liegt nicht daran, dass Mozilla es nicht schaffen würde. Natürlich würden sie, Mozilla hat sehr fähige Software-Entwickler. ;) Mozilla hat aber eben auch nur begrenzt Ressourcen. Natürlich kann Mozilla viel Energie in dieses Projekt stecken. Aber diese Energie fehlt dann an anderen Stellen, wo sie dringender benötigt wird und wo sich mehr in gleicher, wenn nicht sogar weniger Zeit erreichen lässt. Das Ganze ist ja auch keine Absage an 64-Bit für Windows generell, sondern zumindest für das nächste Jahr. Mozilla könnte ohne Probleme jederzeit neu priorisieren und die Builds wieder produzieren. Nur wenn’s soooo viel halt nicht bringt…

Dass es Iceweasel als 64-Bit-Variante gibt, ist übrigens keine Leistung. Mozilla bietet Firefox sowohl für Linux als auch für Mac OS X von Haus aus als 64-Bit an und daran wird sich nichts ändern.

Andy 24. November 2012 um 13:49 Uhr

@Robert:
Der Wiki Beitrag ist toll. Aber die dort aufgeführten Vorteile kann ich nun trotzdem nicht auf den Firefox Browser ableiten. Eine wirkliche Notwendigkeit für einen 64-Bit Firefox ergibt sich dadurch nicht.

Ist wohl der länger, größer, besser Vergleich von @ny alesund wirklich der einzige Grund.

FERNmann 24. November 2012 um 18:31 Uhr

@Sören: Debian (und andere Distributionen) nehmen gar nicht das Binary von Mozilla. Die nehmen den Quellcode, kompilieren ihn, packen ihn in ein Paket und laden dieses dann auf ihre Paketquelle hoch. Und das für viele unterschiedliche Architekturen und nicht nur mit Firefox, sondern mit einem Großteil der für Linux verfügbaren freien Software.

Warum ist es dann für Mozilla so schwer, für ihre eigene (!) Software ein 64-Bit-Binary anzubieten bzw. warum gibt es dieses für Linux und Mac OS X, nicht aber für Windows? Sind die Unterschiede zwischen 32-Bit-Windows und 64-Bit-Windows so groß, dass es so schwierig ist, ein Programm zu schreiben, das für beide problemlos gebaut werden kann?

Sören Hentzschel 24. November 2012 um 18:53 Uhr

Wie gesagt, für Linux bietet Mozilla selber eine 64-Bit-Version an. Daher ist ein Vergleich mit einer Linux-Distribution absolut uninteressant. Schön, dass Debian eine 64-Bit-Version anbietet, wie gesagt, macht Mozilla selber auch. Und ja, natürlich. Windows und Linux sind zwei vollkommen unterschiedliche Betriebssysteme. Natürlich sind die Unterschiede groß. Mit schwer hat das alles nichts zu tun, siehe mein vorheriger Kommentar, sondern mit Ressourcen, Prioritäten und kaum vorhandenem Nutzen.

FERNmann 24. November 2012 um 19:05 Uhr

Dann würde Mozilla aber gar keine Binaries für Linux anbieten, schließlich nutzen fast alle, die Firefox unter Linux nutzen, die Version von ihrer Distribution. Anscheinend fällt das Kompilieren der Linux-Version nicht so sehr ins Gewicht, das zusätzliche Kompilieren einer Windows-Version aber schon, und genau das wundert mich.

Sören Hentzschel 24. November 2012 um 19:22 Uhr

Es geht ja nicht um das ins Gewichtfallen des Kompilier-Vorgangs. Für Linux und Mac OS X gibt es die 64-Bit-Versionen schon ziemlich lange. Es gibt keinen Grund, das einzustellen, denn das läuft doch gut. Mit der Windows-Version hat das aber nichts zu tun, das ist eine ganz eigene Baustelle. Und hier hat Mozilla eben nicht vor, die Entwicklung im nächsten halben und wahrscheinlich auch nicht in der zweiten Jahreshälfte 2013 aktiv voranzutreiben. Mozilla hat jetzt aktuell andere Prioritäten. Das ist auch ausdrücklich keine definitive Entscheidung für immer, sondern wirklich nur für den eben genannten Zeitraum definitiv. Und solange sie das nicht vorhaben, ergibt das Kompilieren dieser Versionen keinen Sinn. Gäbe es jetzt aktuell noch keine 64-Bit-Version für Linux, würden sie daran sehr wahrscheinlich auch nicht 2013 arbeiten. ;)

FERNmann 24. November 2012 um 20:35 Uhr

Das ist alles gar nicht mein Punkt. Ich frage mich,, warum der 64-Bit-Firefox unter Windows so “frustrierend” sein soll. Firefox läuft schon seit Jahren problemlos auf 64-Bit-Linux (auch, als Mozilla noch keine Binaries dafür anbot), warum ist dies bei 64-Bit-Windows anders? Es kommt ja vor, dass ein Programm auf manchen Architekturen nicht läuft, entweder bei sehr hardwarenahen Programmen (ist Firefox nicht) oder weil das Programm schlampig programmiert wurde (z.B Annahmen über die Länge von Datentypen). Dann müsste Firefox aber auf x86_64 gar nicht laufen, statt nur unter Windows nicht.

Sören Hentzschel 25. November 2012 um 22:52 Uhr

Das kann ich dir leider nicht beantworten. Ich bekomme ab und zu mal mit, dass es den einen oder anderen Programmabsturz mehr gibt, welcher 64-Bit betrifft, aber nicht 32-Bit. Und die Situation rund um Plugins in 64-Bit ist auf Windows wohl auch nicht so toll, da gibt es wohl zu viele Kompatibilitätsprobleme. Nicht nur bei Firefox. Microsoft empfiehlt zum Beispiel ausdrücklich selber Office nur in der 32-Bit-Version zu nutzen, auch auf einem 64-Bit-Windows. Sowas höre ich von anderen Betriebssystemen nicht. Woran das liegt, da habe ich keine Ahnung. In der Windows-Welt scheinen 64-Bit einfach noch nicht so wirklich angekommen zu sein. Es gibt ja auch nicht soooo viel optimierte Software dafür, im Verhältnis.


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