Mozilla Firefox plaudert zum Multi-Prozess-Design

23. Dezember 2016 Kategorie: Firefox & Thunderbird, Internet, Software & Co, geschrieben von: André Westphal

Die Umwandlung von Firefox in einen Multi-Prozess-Browser für alle schreitet voran. Bereits vor vier Monaten hatten Mozilla angefangen Firefox 48 als Multi-Prozess-Version mit einigen Usern zu testen. Später konnten ca. 50 % der User Firefox in jener Variante nutzen. Im Grunde erfasste man fast alle Nutzer, die ohne Erweiterungen auskommen. Laut Mozilla offeriere der Multi-Prozess-Firefox den Anwendern eine Steigerung der Reaktionsschnelligkeit um ca. 400 % sowie um 700 % beschleunigte Ladezeiten. Ab Firefox 49 begann Mozilla dann das Multi-Prozess-Design mit ausgewählten Erweiterungen zu testen und plant nun für 2017 die nächsten Schritte.

So unterstützen aktuell eben nur einige Erweiterungen den neuen Aufbau des Browsers. Ab Firefox 51 soll es nun so laufen, dass die Multi-Prozess-Version alle Nutzer und Erweiterungen erfasst, die nicht explizit als inkompatibel durch die Entwickler markiert wurden. Auf lange Sicht soll der Multi-Prozess-Aufbau Firefox flexibler machen: Die Leistung werde gesteigert und parallel erhöhe sich auch durch die Auslagerung der Content-Verarbeitung die Stabilität. In Nightly laufen laut Mozilla bereits erweiterte Tests – die Rückmeldungen werte man bereits aus.

Auf lange Sicht soll auch das sogenannte Security-Sandboxing durch die Multi-Prozess-Techniken in den Vordergrund rücken. Hier nutzt man Unter-Prozesse (Child Processes), welche als zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen herhalten. Mozilla weist jedoch darauf hin, dass das Re-Design von Firefox als Multi-Prozess-Browser immer noch Zeit benötigen wird, bis es endgültig abgeschlossen ist. Man sei aber von den Ergebnissen bisher begeistert und hoffe auch die Nutzer überzeugen zu können. Zu weiteren Updates wolle man bald Näheres bekannt geben.

(via Mozilla)

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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