Motorola Moto G4 im Test: Das (teure) Mittelmaß der Dinge

26. Juni 2016 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von: Pascal Wuttke

Moto G4 FrontEs ist ja schon ein Weilchen her, dass Motorola durch die Gegend gereicht wurde. Von Google gekauft, nach kurzer Liaison – verbunden mit Patentausschlachtung – an Lenovo weiter veräußert, hatten viele den Untergang von Motorola prophezeit. Doch Lenovo hatte viel mit dem amerikanischen Kommunikations-Urgestein vor und drehte die Smartphone-Reihe ein wenig auf Links. Aus dem Moto X machte man drei Modelle. Moto X Play – den ausdauernden Alltagsbegleiter, der nicht das leistungsstärkste Pferd im Stall ist, aber solide alle Tasks ausführt, die man einem Smartphone so entgegenschleudern kann.

Das Moto X Style hingegen ist das teurere Pendant, mit einem protzigen Datenblatt und vielen Design-Optionen, die dem Namen „Style“ alle Ehre machen. Rechnet man noch das Moto X Force als unkaputtbaren Nachzügler in die Familie mit ein, ist die Verwirrung beim Endkunden groß. Zu viele Köche verderben halt den Brei und so bleibt das Moto G durch gute Mittelklasse-Specs zum schmalen Preis der Verkaufsschlager – bis jetzt zumindest.

In diesem Jahr entschied sich Lenovo nämlich, auch bei der Moto G-Linie zwei Modelle auf den Markt zu werfen. Das Moto G4 will das Segment für den „anspruchsloseren“ Kunden mit zeitgemäßeren Specs abdecken, wohingegen das Moto G4 Pro mehr Features im Gepäck hat und beinahe in direkte Konkurrenz zur eigenen Oberklasse – der Moto X-Reihe – tritt. Ich verstehe Motorolas, bzw. Lenovos Gedankengänge nicht ganz, da man durch solche Handlungen die eigenen Produkte untereinander kannibalisiert. Doch fokussieren wir uns auf die Dinge, die wir mit dem regulären Moto G4 geboten bekommen, bevor wir kopfschüttelnd vorm Rechner sitzen bleiben.

Moto G4 Front


DAS STECKT IM MOTO G4

  • Display: 5,5 Zoll IPS LC-Display bei 1.920 x 1.080 Pixeln (Full HD) (401 ppi)
  • Prozessor: 1,5 GHz Qualcomm Snapdragon 617, Octa-Core mit 550 MHz Adreno 405 GPU
  • Arbeitsspeicher: 2 GB RAM
  • Speicher: wahlweise 16/ 32 GB – erweiterbar via MicroSD-Karte um bis zu 128 GB)
  • Kamera: Rückseite 13 Megapixel, ƒ/2,0 Blende, 4 x Digitalzoom, Auto-HDR und digitale Videostabilisation, Videoaufnahme in 720p HD bei 30 fps // Front: 5 Megapixel, ƒ/2,2 Blende, Weitwinkelobjektiv und Display-Blitz
  • Betriebssystem: Android 6.0.1 Marshmallow
  • Akku: 3.000 mAh (nicht austauschbar), TurboPower-Laden (15 Minuten Laden = bis zu 6 Stunden zusätzlicher Akkulaufzeit)
  • Abmessungen: 153 mm x 76,6 mm x 7,9 – 9,8 mm, 155 Gramm
    Verbindungstechnologien: 4G LTE, WLAN 802.11 a/b/g/n (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 4.2 LE, A-GPS
    Farben: Schwarz/ Weiß (Basisfarbe, anpassbar via Moto Maker)
  • Sonstiges: In ausgewählten Regionen als Dual-SIM erhältlich

HAPTIK UND OPTIK

Motorola macht optisch einen starken Cut gegenüber den Vorgängermodellen der Moto G (2015er Modell-Review) und Moto X-Reihe. Die bislang ergonomisch abgerundete Rückseite ist nun (nahezu) flach wie ein Toastbrot – abgesehen von der Anhöhung rund um die Kamera. Abgerundete Kanten findet man zwar noch, aber das angenehme Handgefühl ist durch die flache Rückseite komplett verloren gegangen. Für mich bereits ein großer Kontrapunkt, hatte Motorola es doch sonst stets mit der abgerundeten Rückseite hinbekommen, dass man nie die Angst hatte, das Smartphone fallen zu lassen. Das Smartphone fühlt sich zwar wertiger denn je in der Hand an – vor allem durch den massiven Zuwachs an Display-Fläche von 5,0 auf 5,5 Zoll.

Letzteres ist eben ein Punkt, der vielen Nutzern nicht schmecken dürfte. Das Moto G ist erneut in die Höhe geschossen. Viele Nutzer hatten bereits das Wachstum von 4,5 Zoll auf 5 Zoll moniert. Nun sind wir eben bei einer ziemlich unhandlichen Größe von 5,5 Zoll angelangt. Verabschiedet euch von der einhändigen Bedienung.

Moto G4 Front 2

Der Unhandlichkeit steht jedoch ein – in meinen Augen – positiver optischer Wechsel gegenüber. Das Moto G4 besteht nach wie vor nahezu ausschließlich aus Plastik, doch es sieht edler aus und es fühlt sich auch so an. Die Frontseite wurde aufgeräumt, der Lautsprecher befindet sich nun oben in der Hörmuschel und unten auf der Front hat man bei Motorola den zweiten Lautsprecherschlitz wegrationalisiert. Einziger Störfaktor auf der Vorderseite sind die Displayränder. Diese stehen ein wenig hoch, sodass das Display nicht direkt auf dem Tisch liegt, wenn man es umgedreht ablegt. Diese stören beim Telefonieren jedoch ungemein, da sie sich ziemlich ins Ohr bohren.

Die Rückseite ist erneut gummiert, allerdings entscheidet man sich nicht mehr für grobmaschige Maserung auf dem Plastik, sondern für ein feines, beinahe leinenstoffartiges Muster. Gefällt mir sehr gut. Die Kamerastrebe ist schmaler geworden und die ikonische Motorola Logo-Mulde ist wieder alleinstehend.

Alles in allem wirkt das Motorola Moto G4 unaufgeregt, aber edel. Wer es etwas extravaganter mag, stellt sich seine eigene Farbkombination eben im beliebten Moto Maker zusammen.


DAS DISPLAY

Motorola verabschiedet sich vom standardisierten 720p-Display beim Moto G und spendiert dem G4 ein Full HD Display. Meine Gebete aus meinem Review zum Vorjahresmodell wurden also erhört als ich schrieb: „Das Moto G 2015 liefert mit seinem 720p Display auf 5 Zoll zwar immer noch ein scharfes Bild ab, doch man kann schon sehr gut die Pixelausläufer um Icons und Schriften erkennen. Sollte Motorola beim nächsten Moto G ein größeres Display vorstellen wollen, sollte es besser ein Full HD 1080p-Display sein, denn sonst war es das mit der Schärfe.“

Moto G4 Seite

Beim Moto G4 kann ich getrost sagen: Motorola hat alles richtig gemacht. Das Display ist erwartungsgemäß sehr scharf, Ausfransungen an Icons und Schriften sind nicht mehr direkt zu erkennen. Auch das launische Display, das in der 2. Generation blaustichig und in der 3. Generation eher auf der warmen Seite aufzufinden war, ist nun für meinen Geschmack gut ausbalanciert. Farben kommen weder blass noch übersättigt rüber. Ein sehr gutes Display, auf dem Videos und Bilder nett anzuschauen sind.


DER AKKU

Akkulaufzeiten waren im seltensten Fall ein Problem bei Motorola-Smartphones. So kann ich vorweg sagen, dass auch das Moto G4 keine Ausnahme ist – zumindest im gefühlten Alltagsgebrauch. Sicherlich dürfte Android 6 Marshmallow mit seinen Energiesparfunktionen unter der Haube seinen Beitrag leisten, dass die Akkulaufzeit wirklich großartig ist.

Im Alltagsgebrauch musste ich mich nie darum sorgen, die nächste Steckdose nach der Mittagszeit aufsuchen zu müssen. Im Gegenteil – 10-11 Stunden außer Haus und ich kam im Schnitt zwischen 65 und 75% Akku heim. Stark. Ein großer Benefit im Fall eines doch mal ausgelutschten Akkus ist, dass das Moto G4 nun TuroPower-Laden unterstützt. Motorola spricht von 6 Stunden zusätzlicher Akkulaufzeit bei nur 15 Minuten aufladen.

Doch ich wollte es natürlich wie immer genau wissen und habe den „PCMark“-Akkubenchmark angeworfen. Dieser führt eine Reihe an Tests unter Alltagsbedingungen durch (Bilder- und Videorendering, Web-Browsing, etc.), bis der Akku von 100% auf 20% runtergekaut ist. Das Ganze wird bei manuell auf 50% festgelegter Helligkeit durchgeführt, die Benachrichtigungen sind dabei die ganze Zeit scharfgestellt und die SIM-Karte wurde entfernt.

Am Ende rechnet man die fehlenden 20% Akkulaufzeit mit mathematischer Brillanz drauf und erhält einen Richtwert. Richtwert deshalb, weil die Laufzeit bei jedem Nutzer – je nach Nutzung und installierten Apps – variieren kann. Nagelt mich also nicht auf die Laufzeit fest, sie gibt nur eine Richtung vor.

Moto G4 Akkulaufzeittest Benchmark

Und hier kommen wir an den Punkt, wo ich doch recht verblüfft war, denn der Akku ist laut Benchmark nach 6 Stunden 49 Minuten leer, was auf 100% gerechnet 8 Stunden und 11 Minuten entspricht. Das ist immer noch ein guter Wert, doch ich hatte hier bei weitem mehr erwartet. Dennoch kann ich aus dem Bauch heraus sagen, dass euch der Akku des Moto G4 gut über den Tag bringen wird.

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DIE PERFORMANCE

Das Moto G aus dem Jahr 2015 hat mich in puncto Performance an die Grenzen meiner Geduld gebracht. Dies lag sicherlich einerseits an dem keuchenden Qualcomm Snapdragon 410, der gepaart mit gerade mal 1 GB RAM schnell aus der Puste kam, doch auch die Software erschien mir einfach nicht optimal abgeglichen. Alles ruckelte, fror ein und dauerte ewig.

Moto G4 Display

Das Moto G4 hat nach wie vor einige dieser Ruckler, doch die Software und Hardware sind eindeutig besser im Einklang miteinander. An die Grenzen stößt das, mit 2 GB Arbeitsspeicher ausgestattete, Moto G4 dann beim Scrollen durch die Facebook-Timeline oder im Browser. Hier ist es oft sehr träge und reagiert nicht ordnungsgemäß, was häufig dazu führte, dass ich Beiträge likte oder auf Links beim Scrollen klickte, obwohl ich dies gar nicht wollte. Summa summarum ist die Performance aber meilenweit besser, als noch beim Moto G 2015, welches inzwischen sicher viele Software-Probleme aus der Welt geschaffen hat.

Moto G4 AnTuTu Benchmark

Für alle die, die es genauer wissen möchten, habe ich noch den AnTuTu-Benchmark hinzugezogen, der ein wenig handfestere Aussagen in Sachen Performance trifft. Hier dürfte es niemanden wundern, dass das Moto G4 keine Pole Position im Ranking hinlegt, sondern im direkten Vergleich mit der Konkurrenz weit abgeschlagen mit 45123 Punkten auf Platz 26 – noch hinter dem iPhone 5S – liegt. Aber man sollte nie zu viel in Benchmarks interpretieren, denn wenn ein Smartphone in der Bedienung flüssig läuft, macht es mich glücklicher, als eine Gaming-Maschine. Aber jeder hat hier seine eigenen Präferenzen.


DIE KAMERA

Das Moto G 2015 konnte endlich einige Kritikpunkte abarbeiten und machte, für Budget-Smartphone-Verhältnisse, tatsächlich brauchbare Bilder. Nun möchte man meinen, dass das Moto G4 dank der gleichen 13 Megapixel Rückkamera ähnliche, wenn nicht sogar gleiche Ergebnisse erzielen würde. Nicht so ganz.

Moto G4 Kamera

Auf den ersten Blick wirken die Testbilder tatsächlich brauchbar, bieten genügend Schärfe und satte Farben. Doch leider ist dem nicht ganz so. Die Bilder verlieren bei leichtem Heranzoomen sämtliche Struktur und Schärfe und sind am Ende ein ziemlicher Pixelbrei. Die Farben sind in der Realität viel lebhafter, als sie auf den Testbildern rüberkommen. Hier wirken sie etwas farb- und glanzlos. Wohlgemerkt: Die Testbilder im Garten sind bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen worden. Gleich beim ersten Gartenbild kann man erkennen, dass die Kamera mit Bewölkungen hilflos überfordert ist. Details und Farbe gehen komplett verloren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und da kommen wir zum nächsten Kritikpunkt. Sobald die Lichtverhältnisse auch nur leicht von strahlendem Sonnenschein abweichen, haben wir tabula rasa beim Moto G4. Die Bilder sind zumeist unterbelichtet, wenn man den Fokuspunkt versetzt, ist das Motiv im Vordergrund zwar gut belichtet, der Hintergrund jedoch trotz HDR-Modus häufig hilflos überbelichtet. Schade, irgendwie hatte das Moto G 2015 eine bessere Figur gemacht und auch das kürzlich erschienene Firmware-Update brachte nicht die versprochenen Verbesserungen an der Kamera. Die Originalbilder könnt ihr euch übrigens >HIER< anschauen

Viele denken sich nun: Ja, aber was meckert er denn? Das Moto G4 ist ein Budget-Smartphone und dafür sind die Bilder doch top. Nun, das ist nur teilweise richtig. Klar, die Bilder, die das Moto G4 macht, sind – bei ausreichenden Lichtverhältnissen – sicher absolut brauchbar für soziale Netzwerke und sonstiges, doch das Moto G4 ist inzwischen kein Budget-Smartphone mehr. Das einst so günstige Smartphone in der unter-200-Euro-Klasse ist inzwischen mit 249 Euro in der Basis-Version eine Kategorie in der Mittelklasse höher gerutscht und spielt inzwischen preislich auf einem Level mit dem Moto X Play oder dem OnePlus X (unser Testbericht) mit. Dies kommt nicht überraschend, da das Moto G 2015 bereits mit einem Startpreis von 229 Euro den Kunden sauer aufstoßen ließ. Und in dieser Preisklasse habe ich einfach schon bessere Bilder gesehen.

Ein weiterer Minuspunkt: Auch im Jahr 2016 ist es nicht möglich, Videos mit dem Moto G4 aufzunehmen, die höher auflösen als 720p. Das gilt leider für beide Kameras.


DIE SOFTWARE UND SONSTIGES

Dieser Bereich wird etwas kürzer als sonst ausfallen, denn Software-seitig hat sich am Moto G4 so gut wie nichts gegenüber dem Vorgänger getan. Kleine hilfreiche Shortcuts sind immer noch mit an Bord, sodass man mit zwei Mal „Hacken“ in der Luft die Taschenlampe oder mit zwei Drehbewegungen aus dem Handgelenk die Kamera startet. Das Ambient- oder Active Display, bei dem man im gesperrten Zustand für eingehende Nachrichten eine Vorschau sehen kann, ist ebenfalls in optisch veränderter Form wieder mit an Bord.

Ansonsten ist alles beim Alten. Die Benutzeroberfläche ist nach wie vor Stock-Android, was mich begeistert, aber leider auch enttäuscht. Erneut ist hier nämlich das Stichwort „Skalierung“ zu nennen. Heißt: Die Displaygröße ist nicht mit der Auflösung des Displays im Einklang, was zur Folge hat, dass Icons und Menüs aufgeblasen, beinahe bauklotzartig wirken. Das machen andere Hersteller einfach nach wie vor besser. Doch davon abgesehen bleibt Motorola seiner Linie treu und fährt gut damit, das installierte Android-Betriebssystem nahezu unangetastet zu belassen.

Moto G4 Dual SIM

Motorola nennt in seinem Datenblatt, dass das Moto G4 „in ausgewählten Regionen“ als Dual-SIM-Variante erhältlich sein soll. Das gleiche Spielchen hatten wir beim Moto G 2015, bevor man am Ende feststellen musste, dass es bei uns in Deutschland keine Dual SIM-Geräte geben wird. Beim Moto G4 macht man also erneut schwammige Aussagen. Mein Testgerät hingegen besaß die Dual SIM-Funktionalität, was nicht heißen muss, dass es final so in den Handel kommt.


DAS FAZIT

Motorola steigt ein Level auf. Das Moto G4 ist der leistungsschwächere kleine Bruder des Moto G4 Plus und das merkt man ihm auch leider an. Die Benutzererfahrung ist sicherlich vollkommen ausreichend und man hat sich Mühe gegeben, die Fehler des Moto G3 auszubügeln. Das Smartphone ist recht flott unterwegs mit kleinen Atempausen zwischendurch, die aber verschmerzbar sind.

Doch leider überzeugt mich das Moto G4 nicht. Und das aus den naheliegenden und genannten Gründen. Das Moto G4 will im höheren Mittelklasse-Segment mitspielen. Das kostet natürlich auch Geld, was dem Endkunden absolut nicht schmeckt. Das Moto G4 mit der Basis 16 GB Version geht nämlich, erneut wie der Vorgänger, bei über 200 Euro los – genau genommen ab 249 Euro in der 16 GB Speichervariante. Die Zeiten des Budget-Smartphones für rund 150 Euro sind längst passé.

Mir wirkt das Moto G4 mit 5,5 Zoll einfach zu klobig und unförmig in der Handhabung, insbesondere, weil man sich von der ergonomischen Rückseite verabschiedet hat. Für 249 Euro hat Motorola dem Moto G4 sicherlich einige nötige Spec-Upgrades verpasst, denn schließlich liegt die Display-Auflösung endlich bei Full HD, der Arbeitsspeicher wurde in der Basis-Version verdoppelt, ein flotterer Octa-Core-Prozessor ist mit an Bord. Doch wenn man sich die Konkurrenz anguckt, reicht das einfach nicht.

Moto G4 Unten

 

Das OnePlus X ist hier, dank größtenteils stärkeren Specs ein besserer Griff – vor allem, weil es mit aktuell 239 Euro sogar 10 Euro günstiger ist, als das Moto G4. Selbst das Moto X Play ist aktuell bei Amazon für zwischen 266 und 280 Euro zu haben, welches meiner Meinung nach ein besseres Nutzererlebnis bietet als das Moto G4. Und das Moto X Play beinhaltet zusätzlich noch NFC und den dedizierten Sprachprozessor, mit dem ihr dem Moto X Fragen stellen könnt, ohne das Gerät auch nur anzufassen.

Sicher steckt Motorola im Dilemma, denn bessere Specs sind nicht mehr zwingend mit einem Preisetikett um die 150-170 Euro zu rechtfertigen, aber 249 Euro für ein Einstiegsmodell in die Mittelklasse finde ich – für das, was es mir bietet – aktuell einfach zu überteuert. Hier heißt es für Interessierte: Abwarten und Tee trinken, denn das Moto G4 dürfte sicher bald, spätestens zur Weihnachtszeit, um einiges günstiger zu schießen sein. Andernfalls ist das Moto G3 einen zweiten Blick wert, denn dies ist inzwischen ordentlich auf die magische unter-200-Euro-Grenze bei Amazon gefallen.


Über den Autor: Pascal Wuttke

Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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