Microsoft Windows 10 Cloud: Neue Edition unterstützt wohl nur UWP-Apps

31. Januar 2017 Kategorie: Software & Co, Windows, geschrieben von: André Westphal

Microsoft Windows 10 Cloud: Neue Edition unterstützt wohl nur UWP-AppsMicrosoft scheint eine neue Edition von Windows 10 zu planen: Windows 10 Cloud. Wer nun aber ein Betriebssystem vor Augen hat, das extrem den Fokus auf die Cloud legt oder sogar selbst in irgendeiner Weise in der Cloud beheimatet ist, der irrt. So soll es sich laut Mary Jo Foley von den normalerweise sehr gut informierten ZDNet um eine Windows-10-Variante handeln, die auf die Verwendung von Universal-Windows-Platform-Apps beschränkt sein soll.

Im Klartext werden dann nur entsprechende Apps aus dem Windows Store funktionieren. Das wäre allerdings eine recht deftige Einschränkung, so dass die Frage auftaucht, wer die Zielgruppe sein könnte.

Ein wenig würde Windows 10 Cloud damit dem ausgestorbenen Windows RT oder Windows 8.1 mit Bing ähneln. Zumindest würde das für den Aspekt gelten, dass das Betriebssystem eine eingeschränkte / vergünstigte Windows-Version darstellen könnte.

Schenkt man ZDNet Glauben, sei Microsofts Primärziel dann eben auch, mit Windows 10 Cloud eine günstigere Variante des Betriebssystems für Einstiegsgeräte bereit zu stellen.

Hier habe die Konkurrenz durch die Chromebooks Microsoft zum Handeln veranlasst. Es sei gleichzeitig aber wahrscheinlich, dass Microsoft Windows 10 Cloud mit anderen Argumenten vermarkten werde.

Entdeckt wurde der Hinweis auf Windows 10 Cloud durch den User Walking Cat, der dann einen Screenshot bei Twitter postete. Die entsprechenden Einträge sind im SDK 15003 bereits vorhanden. Die Version mit dem Zusatz „N“ ist für den europäischen Markt gedacht und verzichtet auf den vorinstallierten Media Player.

Warum Microsoft diese Einstiegs-Version von Windows 10 aber nun mit dem Zusatz „Cloud“ versieht, ist einigermaßen unklar. Vielleicht wurde der Begriff einfach aus Marketing-Gesichtspunkten addiert. So könnten die Redmonder in der Werbung etwa die digitale Assistentin Cortana, OneDrive und ihre gesamte „Cloud First“-Initiative hervorheben.

Microsoft selbst hat zu Windows 10 Cloud lediglich gesagt, dass man aktuell nichts Neues mitzuteilen habe. Da die Verweise auf diesen Ableger des Betriebssystems erstmals in den Builds des Windows 10 Creators Update auftauchen, ist wohl wahrscheinlich, dass offizielle Ankündigungen nahe der finalen Veröffentlichung anstehen dürften. Aktuell rechnet man damit, dass Microsoft das Windows 10 Creators Update im April 2017 freigeben könnte.


Über den Autor: André Westphal

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