Microsoft „warnt“ Nutzer vor Chrome und Firefox

5. September 2015 Kategorie: Internet, Software & Co, Windows, geschrieben von:

edgeEs ist eine nie enden wollende Geschichte um Microsoft und die Internetbrowser. So hatte die EU-Kommission den US-Konzern 2010 für das Bevorzugen des eigenen Internet Explorers gerügt. Seitdem musste Microsoft auf Browser-Alternativen hinweisen. Später unterlief den Redmondern ein Fauxpas und die Browser-Auswahl fehlte im ersten Service Pack zu Windows 7 – 561 Mio. Euro Strafe hagelte es dafür. Jetzt legt Microsoft eine andere Taktik an: Nutzer des Betriebssystems Windows 10 bekommen bei einer Suche nach dem Wettbewerb die Info angezeigt, dass Microsoft den Browser Edge empfiehlt.

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„Von den Machern von Scroogled“ möchte man sagen: Wer unter Windows 10 bei Verwendung des neuen Edge-Browsers mit der Suchmaschine Bing erstmals nach den Begriffen „Chrome“ oder „Firefox“ sucht, erhält eine ernsthaft aussehende Info. Letztere weist darauf hin, dass Microsoft die Verwendung des Browsers Edge empfehle. Ein Link führt zudem zu einer weitschweifigen Begründung des Konzerns, die allerdings in Deutschland noch nicht angezeigt wird. So erscheint die Info offenbar insgesamt bisher bei EU-Nutzern wohl auch noch nicht – hier scheint Microsoft aufgrund seiner Vergangenheit mit der EU-Kommission Vorsicht walten zu lassen.

Edge Screenshot

Selbst in den USA berichten User, dass die pompös aussehende Info nur bei der allerersten Suche nach „Chrome“ und „Firefox“ auftauche. Lustigerweise spart Microsoft Opera aus: Die Suche nach jenem Browser fördert nichts zutage. Insgesamt ist das Vorgehen aber eine recht typische Taktik für Microsoft, die auf diese Weise Kunden gerne beim hauseigenen Edge-Browser halten wollen. Ob der Plan aufgeht, Microsoft das „Feature“ vielleicht noch über die USA hinaus erweitert oder ein Aufschrei durch die Community gehen wird, muss sich nun zeigen.

(via VentureBeat)

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