Microsoft „warnt“ Nutzer vor Chrome und Firefox

edgeEs ist eine nie enden wollende Geschichte um Microsoft und die Internetbrowser. So hatte die EU-Kommission den US-Konzern 2010 für das Bevorzugen des eigenen Internet Explorers gerügt. Seitdem musste Microsoft auf Browser-Alternativen hinweisen. Später unterlief den Redmondern ein Fauxpas und die Browser-Auswahl fehlte im ersten Service Pack zu Windows 7 – 561 Mio. Euro Strafe hagelte es dafür. Jetzt legt Microsoft eine andere Taktik an: Nutzer des Betriebssystems Windows 10 bekommen bei einer Suche nach dem Wettbewerb die Info angezeigt, dass Microsoft den Browser Edge empfiehlt.

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„Von den Machern von Scroogled“ möchte man sagen: Wer unter Windows 10 bei Verwendung des neuen Edge-Browsers mit der Suchmaschine Bing erstmals nach den Begriffen „Chrome“ oder „Firefox“ sucht, erhält eine ernsthaft aussehende Info. Letztere weist darauf hin, dass Microsoft die Verwendung des Browsers Edge empfehle. Ein Link führt zudem zu einer weitschweifigen Begründung des Konzerns, die allerdings in Deutschland noch nicht angezeigt wird. So erscheint die Info offenbar insgesamt bisher bei EU-Nutzern wohl auch noch nicht – hier scheint Microsoft aufgrund seiner Vergangenheit mit der EU-Kommission Vorsicht walten zu lassen.

Edge Screenshot

Selbst in den USA berichten User, dass die pompös aussehende Info nur bei der allerersten Suche nach „Chrome“ und „Firefox“ auftauche. Lustigerweise spart Microsoft Opera aus: Die Suche nach jenem Browser fördert nichts zutage. Insgesamt ist das Vorgehen aber eine recht typische Taktik für Microsoft, die auf diese Weise Kunden gerne beim hauseigenen Edge-Browser halten wollen. Ob der Plan aufgeht, Microsoft das „Feature“ vielleicht noch über die USA hinaus erweitert oder ein Aufschrei durch die Community gehen wird, muss sich nun zeigen.

(via VentureBeat)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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55 Kommentare

  1. aha Warnung 😀 es gibt wohl ein Grund weshalb in dem Beitrag kein Bild von der „Warnung“ zu sehen gibt. 😀

  2. Hallo zusammen,

    eine Frage in diesem Zusammenhang: warum wird MS eigentlich andauernd angegriffen wegen der Bündelung von Betriebssystem und Browser, während das hingegen bei Apple ok zu sein scheint, i- bzw. Mac OS mit dem Safari zu koppeln? Kann mich diesbezüglich jemand hier aufklären? Danke vorab. 🙂

  3. @AVALOST: Bestimmt wg. Quasi-Monopol, das kann man ja bei Nischen-Systemen nicht behaupten 😀

  4. @caschy: Diese Vermutung hatte ich schon, aber ich komme da beim Nischenprodukt iPhone irgendwie nicht weiter. 😀 Da hätte doch bestimmt schon mal wer bellen können im Bezug auf Alternativ-Browser unter iOS? Ich verstehe das alles nicht. ^^

  5. Andre Westphal says:

    Ja, das mit der „Warnung“ nehm ich auf meine Kappe, das war etwas zu provokativ, mea culpa. Ist eher eine Entmutigung oder gezielte Ablenkungstaktik mit dem Hinweis auf Edge. Ich hab es persönlich wie einen Warnhinweis interpretiert, da er eben auftaucht, wenn man nach Chrome oder Firefox sucht. Aber ob man das nun als Warnung versteht oder nur als harmlose Empfehlung ist dann eben Interpretation.

  6. Das macht Google doch auch so? Wenn man dort die Startseite mit anderem Browser aufruft kommt ein Hinweis, wie toll doch Chrome ist. Das erscheint jedes Mal mit dem Satz „Besser mit Chrome surfen“.

  7. Oh gott, Microsoft macht Werbung für ihren Browser!
    Doppelmoral: Bei Google regt sich keiner auf….

  8. André Westphal says:

    Ja, man kann es halt so und so sehen – ein Fan des Chrome-Hinweises bin ich persönlich auch nicht. Bei Microsoft kommt halt der Faktor hinzu, dass Edge der Standardbrowser ist und man sozusagen dezent darauf hingewiesen wird jenen besser nicht zu wechseln. Ob man das dann als nett gemeinten Hinweis, Entmutigung etwas anderes zu installieren oder als Warnung ansieht – ist dann wohl die subjektive Frage. Wenn mir ein Verkäufer sagen würde, wenn ich ihn nach einer Ware fragen würde und er sann sagt: „Ne, bleiben sie bei Produkt XY – das ist besser“ – wäre das für mich auch eine Art Warnung nicht umzusteigen. Alles eine Frage der semantischen Interpretation. Vielleicht trage ich da auch zu sehr einen Aluhut ;-).

  9. Apple verkauft keine Betriebssysteme, sondern Hardware. Die Hardware hat ca. 10 % Marktanteil am PC und ca. 20% am Smartphone-Markt. In beiden Bereichen kannst du problemlos Alternativen finden. Einem Hardwarehersteller kannst du schlecht vorschreiben, was er als Software auf der Hardware installieren darf, wenn er kein Monopol hat. Auf welcher Grundlage willst du da eingreifen?

  10. „Doppelmoral: Bei Google regt sich keiner auf….“

    Wirklich keiner? Ich kenne einige, denen das mächtig auf den Zeiger geht. Also ich bekomme durchaus mit, dass dieses Vorgehen von Google auf Kritik stößt. Insofern kann ich keine Doppelmoral erkennen, wenn das nun auch bei Microsoft kritisiert wird.

    Ich halte dieses Vorgehen für ziemlich traurig, aber die Sache ist halt, dass solange sie es dürfen, sie es machen werden. Und selbst wenn sie es irgendwann nicht mehr dürften, egal ob Google, Microsoft oder beide, auf Grundlange von was auch immer, dann hat das bis dahin die benachteiligten Hersteller schon so viele Nutzer gekostet, dass die Hersteller selbst mit einer hohen Geldstrafe strategisch alles „richtig“ gemacht haben, denn Geld haben Google und Microsoft, während Nutzer unbezahlbar sind.

  11. na und? Wenn Edge die Synchronisierung auf den Markt bringt, steige ich sofort um. Google bleibt aber natürlich meine Suchmaschine – gibt aus meiner Sicht keine Alternative dazu

  12. Nutzer? „Werbe-Zielobjekt“ wäre bei Windows 10 die bessere Wortwahl…

  13. recommends == empfehlen
    recommends != warnen

    was für ein sinnfreier Artikel .. Hauptsache Überschrift sorgt für Klicks … echtes Bild Niveau.

    Bei Google finden es immer alle normal. Google macht ständig Werbung für eigene Sachen… selbst bei Flügen:

    https://www.google.de/webhp?hl=de#hl=de&q=flug+frankfurt+new+york

  14. „Aber ob man das nun als Warnung versteht oder nur als harmlose Empfehlung ist dann eben Interpretation.“

    Also eigentlich nicht – da steht schlicht und ergreifend „Microsoft recommends…“, also „Microsoft empfiehlt“… Da steht schlicht nicht „Microsoft warnt vor Benutzung von…“ 😉

  15. Wie deinstalliert man eigentlich Edge?

  16. @iZef auf konventionellem Weg garnicht.
    Mit PowerShell: Get-AppxPackage *edge* | Remove-AppxPackage

  17. André Westphal says:

    @ Mirco Na, wie gesagt, wenn ich im Supermarkt z. B. nach nem Saft suche, hab einen in der Hand und der Verkäufer sagt „Nehmen sie lieber den anderen da“, kann das je nach Betonung auch eine Warnung sein. Ist halt die Frage ob eher das „Abraten“ von dem einen Produkt oder die „Empfehlung“ des anderen Produkts im Vordergrund steht. In diesem Fall sucht der User „Chrome“ oder „Firefox“ und dann kommt gezielt der Hinweis auf Edge. Ich würde das als Nutzer als „Warnung“ interpretieren nach dem Motto „Lassen Sie die Suche lieber sein nach Chrome und Firefox – Edge ist doch viel besser.“ Aber ich versteh schon deine Argumentation. Sage ja, vielleicht bin ich da zu skeptisch ;-).

  18. „Seitdem muss“ – Hm… Die EU-Auflagen zur Browserwahl galten 5 Jahre lang ab Dezember 2009 also *denk* bis Dezember 2014, falls ich richtig rechne.
    Wobei ich nie verstanden habe, warum die EU Microsoft nicht auch gerügt hat, daß das Betriebssystem standardmäßig mit einem Grafikprogramm ausgeliefert wird, obwohl das vonrinstallierte Paint die Verbreitung von Konkurrenzprodukten benachteiligt. Vor dem Urteil habe ich immer geglaubt, daß sich bessere Software dadurch verkauft daß sie besser ist, und nicht, weil sie von der Konkurrenz aktiv beworben wird.

  19. André Westphal says:

    @ Fabian ich hab das Tempus von Präsens zu Präteritum korrigiert :-).

  20. Isch sehe hier keine Warnung. Microsoft macht das, was Google oder Mozilla auch machen. Sie wollen natürlich, dass IHR Browser genutzt wird. Mir versucht Google auch auf sämtlichen Google-Seiten Chrome anzudrehen, wenn ich nicht gerade mit Chrome surfe…

    Hauptsache eine Headline. CLICKBAIT. Nichts interessantes im Artikel.

    Kurz: Google empfiehlt Chrome. Microsoft empfiehlt Edge. Einfache Geschichte. Und natürlich hat Microsoft zig Gründe, warum Edge toller ist, und man nicht Chrome o.ä. nutzen sollte. Und Google hat gegenteilig eben auch seine Gründe… Alles im Interesse des Users und zu „Lasten“ der Konkurenz 😉

  21. André Westphal says:

    Also ich finde persönlich nicht, dass eine griffigere Überschrift direkt Clickbait sein muss – aber ich nehm die Kritik durchaus an. Die meisten meiner Überschriften sind übrigens sonst immer recht neutral, daher dachte ich das ist vielleicht auf die Dauer etwas langweilig :-). Aber ich seh schon, dass ich mit meiner „Warnungs“-Interpretation etwas einsam dastehe ;-).

  22. @Benny:

    „Microsoft macht das, was Google oder Mozilla auch machen“

    Wo soll Mozilla sowas bitte machen? Dazu müsste Mozilla ja erst einmal einen Dienst anbieten, auf dem sie werben könnten. Aber mir fällt ehrlich gesagt nichts. Worauf beziehst du dich?

  23. Edge? Ist das nicht das Programm zum Herunterladen von Firefox? War mir diese Woche auch unangenehm aufgefallen, dass der bei Bing an vorderster Stelle beworben wird. Aber man kennt die URL von Mozilla ja langsam auswendig.

  24. Ach guck mal der Hentzschel, der mit seinen Schergen den Topal sein Forum kaputt gemacht hat, betet wieder sein Firefox Ave Maria!

  25. Das war jetzt mal ein richtig peinlicher Trollversuch, versteckt hinter einem Pseudonym. In keinem einzigen meiner Kommentare zu diesem Artikel geht es um Firefox, Firefox wurde von mir nicht einmal erwähnt. Dieser schlechte Versuch ist also aufgeflogen, dein Kommentar ergibt nicht den geringsten Sinn. Nächstes Mal vielleicht.

  26. @André Westphal: Wir sind da unterschiedlicher Meinung, aber ein riesiges Danke dafür, dass du hier auf die Kommentatoren eingehst, deine Meinung vertrittst, aber auch Kritik annimmst ohne dabei herablassend zu wirken! Da gibts hier leider ein paar Negativbeispiele…
    @Caschy: DAS ist die Art, wie man mit seinen Lesern umgehen sollte – bei Bedarf liefer ich gern Gegenbeispiele anderer Autoren hier 😉

  27. @André: Also ich muss hier mal ein wenig für Dich in die Bresche springen. Ich empfinde die Meldung auch in gewisser Form als „Warnung“. Es muss nicht unbedingt das Wort „Warnung“ drin vorkommen, um als solche empfunden zu werden. Es ist vielmehr entscheidend, was für ein Eindruck erweckt wird. Und für mich entsteht hier ebenfalls ein „warnender“ Eindruck.

  28. Hm, praktisch jeder Artikel dieses neuen Autors ist oberflächlich oder hat Kernelemente falsch wiedergegeben. Schlampig ist da doch gleich noch ein Euphemismus.

    Caschy, bitte austauschen oder mal mehr auf die Finger schauen. Bei Sascha habe ich zu Beginn nie was gesagt – da fehlte vielleicht etwas Erfahrung. Aber das hier ist einfach ganz, ganz schlechter Stil. Wäre mir peinlich dafür meinen Namen herzugeben.

  29. „Microsoft „warnt“ Nutzer vor Chrome und Firefox“ und „Microsoft empfiehlt Edge“ sind für mich 2 unterschiedliche paar Schuhe. Sorry, aber für mich ist das auch eher Clickbait.

    Vorschlag für ne passende Überschrift:
    „Microsoft empfiehlt Edge bei Suche nach Chrome und Firefox“
    -> Das würde für mich den Artikel zusammen fassen und wäre nicht unbedingt der Rede (bzw. meines Klicks) wert. Aber Du wirst sicherlich noch viele Versuche zur „Überschriftenfindung“ bekommen 😉

  30. Auf die Frage warum wird MS bezüglich der Bündelung OS und Browser ….

    1. Microsoft hatte das „Internet“ total verpennt.
    2. Microsoft musste die technisch weiter entwickelte Konkurrenz loswerden.
    3. Dazu verwendete man teils unlautere Mittel, bzw. wettbewerbswidrige Methoden.
    3.a. Beispiel (nur eins von mehreren): Compaq lieferte seine PCs mit dem weiterentwickelten und technisch besseren Netscape aus. Daraufhin setzte Microsoft Compaq solange unter Druck, entzog ihnen unter anderem die Vertriebslizenz für Windows bis Compaq nachgab und auf Netscape verzichtete.
    3.b. „Embrace, extend and extinguish“ (EEE, „annehmen, erweitern und auslöschen“)*
    3.c. ……
    4. Als Microsoft sein Ziel erreichte… Zitat Wikipedia: =>
    „Im Jahr 2003 lag der Marktanteil des Internet Explorer nahezu bei 90 Prozent. Gleichzeitig wurde er kaum noch weiterentwickelt.“ … „Nach dem Erscheinen vom Internet Explorer 6 wurde im Herbst 2001 das Entwicklerteam so gut wie aufgelöst. Es dauerte ganze fünf Jahre, bis Microsoft eine neue Version veröffentlichte. Erst im Zuge der Entwicklung von Windows Vista hatte ein neues Team die Entwicklung abgeschlossen und am 19. Oktober 2006 den Internet Explorer 7 veröffentlicht. … „ Die weite Verbreitung des Internet Explorer hatte außerdem dazu geführt, dass Webseiten für diesen Browser „optimiert“ wurden. Das führte teils sogar so weit, dass Nutzer alternativer Browser von bestimmten Angeboten wie Online-Banking oder Online-Handel ausgeschlossen wurden.“

    Dieses Vorgehen: zuerst die weiterentwickelte Konkurrenz mit teils unlauteren Mitteln vom Markt drängen, dann die Entwicklung mehr oder weniger einstellen, wollte man beim „zweiten“ Mal von vorneherein verhindern (EU). Übrigens hatte Microsoft im eigenen Land durchaus auch jahrelang mit Anklagen bezüglich wettbewerbswidrigen Verhalten zu kämpfen.

    Beispiel:
    Marktstrategische Verzögerung der Innovationen von Intel

    Da Windows mit den Audio- und Video-Fähigkeiten der x86-Prozessoren des PC nicht Schritt gehalten hatte, plante Intel kurz vor der Markteinführung von Windows 95, anderen Hard- und Softwareherstellern dazu eigene Treiberschnittstellen und sogenannte APIs anzubieten, um so in das sich bereits ankündigende Multimedia-Geschäft einzusteigen. Da diese Software auch für andere Betriebssysteme bereitgestellt werden sollte und auch das von Microsoft bereits abgeschriebene Windows 3.1 aufwerten würde, drohte Microsoft Mitte 1995 in Verhandlungen mit Intel, die Unterstützung der Intel-Plattform nur dann fortzusetzen, wenn diese Entwicklungen eingestellt würden. Intel lenkte ein. Selbst das Jahre später entwickelte Windows 98 war noch nicht mit allen Fähigkeiten ausgestattet, die Intel 1995 hatte bereitstellen wollen.

    3.b.*
    „Embrace, extend and extinguish“ (EEE, „annehmen, erweitern und auslöschen“)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Embrace,_Extend_and_Extinguish
    Die Strategie besteht in der Regel aus den drei folgenden Schritten:

    1. Embrace (annehmen): Microsoft entwickelt Software, die weitgehend kompatibel zu Konkurrenzprodukten oder zu bereits etablierten offenen Standards ist.
    2. Extend (erweitern): Microsoft fügt zusätzliche Merkmale hinzu und bewirbt sie massiv, dokumentiert hingegen die Implementierung in den eigenen Produkten nicht, diese können folglich von den Konkurrenzprodukten auch nicht unterstützt werden, wodurch Interoperabilitäts-Probleme für Anwender der Konkurrenzprodukte entstehen.
    3. Extinguish (auslöschen): Microsofts Erweiterungen werden de facto Standard (durch ihre Marktdominanz), wodurch die Konkurrenz, die die Erweiterungen nicht unterstützen will oder kann, verdrängt wird und Barrieren für künftige Konkurrenten geschaffen werden.

    Und das war jetzt nur ein kleiner Ausschnitt ….

  31. André Westphal says:

    @ Michael

    Ich bin persönlich durchaus mal ein Fan „griffigerer Überschriften“ – damit meine ich nicht Verzerrungen oder sachlich falsche Headlines, aber es darf ruhig mal etwas provokativ sein. Das ist für mich auch der Charakter einer guten Überschrift – der Text soll dann ja die Details aufschlüsseln. Clickbaiting ist für mich bewusste Irreführung – das mache ich aus meiner Sicht ganz sicher nicht. Ob man aber nun meine Überschrift mag oder nicht – sehe ein, dass man sich da streiten kann. Also ich verstehe eure Sichtweise.

    Was ich aber in den meisten meiner Artikel an „Kernelementen falsch wiedergegeben“ haben könnte, ist mir nicht ganz klar. Bin da übrigens gerne lernfähig – Fehler korrigiere ich immer direkt, wenn ich auf etwas aufmerksam gemacht werde. Aber dass da überall die ganzen Dinger quasi falsch gewesen sein sollen, überrascht mich etwas.

    @ Nils

    Danke :-).

    @ André

    Wie gesagt, für mich ist es vergleichbar: Ein Polzist steht auf der Straße, durch die du fahren wolltest und hält ein Schild hoch und guckt eindringlich – dann winkt er sich in eine Umleitung. Man kann nun sagen „er empfiehlt“ die Umleitung. Man kann aber auch sagen, er warnt vor der ursprünglichen Strecke (Unfall als Ursache der Umleitung meinetwegen). Für mich ist Microsofts Meldung, die ja explizit unaufgefordert nach einer Suche nach Konkurrenzprodukten auftaucht, in dem Sinne schon eine Warnung. Ich würde es jedenfalls als User eindeutig so wahrnehmen. Aber kann nur wiederholen: Verstehe, dass es da abweichende Meinungen zu gibt :-).

  32. Edge ohne Werbeblocker,ist nicht zu gebrauchen.Auch ist das Schriftbild in diesem Browser sehr unscharf und ausgefranzt.Zumindest auf einen Dell 24 zoll Monitor.Google chrom und Firefox sind dagegen sehr scharf im Schriftbild.
    Ansonsten sehr schneller Browser.

  33. Gut, dass ich keine Microsoftprodukte nutze 🙂 Microsoft war mir sowieso noch nie sympathisch. Ihre Malwareschleuder können sie getrost behalten. Mir wäre es lieber wenn Microsoft zerschlagen wird. Das wäre das beste für alle !

  34. Also „Microsoft empfiehlt den Edge Browser“ als Warnung darzustellen ist und bleibt Schwachsinn.

    Deine Erklärungsversuche sind eher lustig, du eierst in einem fort rum. MS hat das nicht geschrieben und du machst was völlig anderes draus.

    Wenn Google die gleiche Meldung bezüglich Chrome bringt, würdest du das nie schreiben.

    Mich interesseieren auch etliche andere Artikel hier in diesem Blog nicht, z.B. alles über Spiele. Aber anhand der Überschrift (und des Intros) entscheide ich dann das ich das nicht lesen weill und klicke halt nicht drauf.

    Die meisten werden hier eine sachliche Art der Redakteure erwarten, basierend auf technischen Hintergründen. Gerne auch wie bei caschy garniert mit Humor und etwas Sprachwitz.

    Wenn ich auf so eine Überschrift klicke und dann was völlig anderes lesen muss, stiehlt das meine -und nicht nur meine- Zeit.

    Das ist Bildzeitung pur.

    Ich hoffe das das nicht zu oft passiert, weil sonst habe ich keine Lust mehr hier zu lesen.

  35. Als Web-Entwickler kann ich auch beim Microsoft Edge nur sagen: Finger weg von den Microsoft Browsern! Nach außen hin sieht er vielleicht anders aus, aber im Hintergrund macht dieser Browser exakt dieselben Probleme wie der IE & zwingt die Entwickler durch nicht Einhaltung von Standards immer wieder zum umdenken. Microsoft wäre vermutlich pleite, wenn sich alle Webentwickler der Welt die Überstunden von ihnen auszahlen lassen würden, die sie durch Anpassungen für deren Browser leisten mussten. Außerdem besitzen IE und Edge nachweislich eine schlechtere Rendering Engine für Bilder. Ruft mal die Microsoft Startseite im Edge / IE & Chrome auf, achtet dabei auf die Bilder. Insbesondere Kantenglättung ist für Microsoft offenbar immer noch ein Problem.

    Wer das Internet in vollen Zügen genießen & dessen Weiterentwicklung unterstützen möchte, der nutzt Chrome, Firefox oder Opera (Safari ist mittlerweile sogar fast noch schlimmer als der IE).

  36. @Thomas
    Das stimmt. Microsoft Browser sind anstrengend für Web Entwickler, ich leide auch darunter 😉

    Ich selbst nutze weder IE noch Edge, leider muss ich die Webseiten in IE und Edge testen.

    Das ändert aber nichts daran das in diesem Artikel einiges nicht stimmt.

  37. André Westphal says:

    @ Norbert Wie gesagt, ich bleib dabei und mach mir hier nicht die Mühe, um mich zu verteidigen, sondern um es für dich und andere transparent zu machen. Das hat mit „Rumeieren“ für mich jetzt nichts zu tun. Aber wenn Kritik geübt wird, finde ich es richtig mich dazu zu äußern – ob da nun zustimme oder nicht. Eine Warnung muss halt nicht fett mit „Warnung“ überschrieben sein. Das kann ich vielmeht auch implizit aus dem Kontext ergeben.

    Aber wie gesagt: Ich bin niemand, der Kritik einfach abtut und mit den Achseln zuckt. Insofern freue ich mich trotzdem über die Rückmeldungen – auch wenn ich mir einige etwas konstruktiver gewünscht hätte. Beim nächsten Mal wähle ich die Überschrift eventuell etwas anders und dann passt das ;-).

  38. André Westphal says:

    „Das ändert aber nichts daran das in diesem Artikel einiges nicht stimmt.“ – Na ja, übertreiben muss man nun auch nicht ^^. Bis auf den „Zoff“ um die Warnung oder auch Nicht-Warnung seh ich da nun keine großen Anlässe für Kontroversen :-). Wenn du aber noch mehr Kritikpunkte hast, höre ich natürlich gerne zu – meine ich jetzt auch nicht ironisch, sondern ganz neutral.

  39. Safari lässt sich unter OS X einfach deinstallieren, Chrome unter Android genauso einfach deaktivieren, Edge unter win 10… ähmmm… geht leider nicht… FUM$!

    @sieben – Danke!!!

  40. Ich empfand das Urteil der EU-Komission damals schon als Skandal.

    Es handelt sich hier lediglich um eine Empfehlung und weder um eine Warnung, noch eine Entmutigung oder gezielte Ablenkungstaktik. Legitime Werbung in eigener Sache, die Google schon seit wann noch mal selbst praktiziert?

    Keine Ahnung was dich da geritten hat, das so reißerisch zu thematisieren; ob du vielleicht zulang „Hau den Maulwurf“ gespielt hast und schon draufklopfst, wenn noch nix zu sehn ist – aber das war jetzt schon BILD-Niveau.
    Sorry, wenn ich da etwas persönlich werde, aber da wirken „mea culpa“ und Rechtfertigungsversuche eher kontraproduktiv.

  41. Öhm wo zeigt den Google auf Chrome?

    https://www.google.de
    https://www.google.de/#q=firefox

    Kann da keinen Hinweis auf Chrome sehen?

  42. Auf der Suchseite von Google habe ich schon häufig Hinweise auf Chrome gesehen. Ich kann nicht genau sagen, wovon das abängt, da ich in diesem Moment auch keinen Hinweis sehe. Aber nicht auf der Suchseite. Auf Google Translate heißt es (gerade vor wenigen Sekunden getestet):

    „Testen Sie einen neuen Browser mit automatischer Übersetzungsfunktion. [Chrome herunterladen] [Schließen]“

  43. Ich mag Edge!

    Etwas nervig ist, das ich dort keinen Werbeblocker einsetzen kann, aber er ist „gefühlt“ flink…

    Tablet = Edge
    Surface = Firefox

    Und ich würde es bevorzugen wenn die EU Kommision mich vor dieser Seuche vo Chrome warnen würde, auch wenn ich sonst der absolte Google-Boy bin (okay auch Android ist bei mir auf dem Index seit kurzem!)….

    P.S.: Ist diese Disskussion zur Wortwahl:

    „Warnen“ vs. „Empfehlen“ wirklich, ernsthaft, absolut euuer größtes Problem?

  44. P.S.

    In diesem Zusammenhang und dem Kontroll- und Einmischzwang der Eu Kommission mal Fragen:

    – Läßt sich der Internet Explodierer auf dem Chromebook installieren, bzw. gibt es hier einen „Browser-Choice“ bei der ersten Inbetriebname?

    – Läßt sich Chrome restlos auf einem Android entfernen? (Meines Wissenstands seit „Jelly“ nicht möglich!

    – …

  45. Lässt sich Apple Safari auf Apple iOS deinstallieren? Nein.

    Lässt Apple überhaupt alternative Browser in iOS zu, die nicht auf der Safari-Engine (Webkit) basieren? Nein.

  46. André Westphal says:

    „Keine Ahnung was dich da geritten hat, das so reißerisch zu thematisieren; ob du vielleicht zulang „Hau den Maulwurf“ gespielt hast und schon draufklopfst, wenn noch nix zu sehn ist – aber das war jetzt schon BILD-Niveau.
    Sorry, wenn ich da etwas persönlich werde, aber da wirken „mea culpa“ und Rechtfertigungsversuche eher kontraproduktiv.“

    Ich sage nicht „mea culpa“ und versuche auch nix zu retten, sondern erkläre die Wahl der Überschrift. Und was daran kontraproduktiv ist, über eine kontrovers aufgenommene Überschrift zu diskutieren, weiß ich nicht. Ist doch ganz spannend.

    Übrigens müsstest du die Überschrift der Quelle dann auch sehr reißerisch finden, da ist auch von einer „Entmutigung“ die Rede. Und wenn eben ein User nach „Firefox“ oder „Chrome“ sucht und dann der Hinweis kommt „Benutzen Sie bitte Edge“ ist das doch ein ganz klarer Versuch den Nutzer davon abzuhalten umzusteigen. Sonst könnte man sich den Hinweis entweder sparen oder ganz allgemein mal einblenden.

    Es geht hier auch weniger um ein Problem der benutzten Worte, sondern der Semantik. Wenn ich auf der Straße jemand mit grimmiger Miene anspreche und die Faust ins Gesicht recke: „Ich rate dir, nimm die Beine in die Hand!“ – mag das in meiner Wortwahl ein „Ratschlag“ sein und ich benutze das Wort „raten“ sogar. Semantisch ist es aber wohl eher unstrittig eine implizite Drohung.

    Und auch wenn Microsoft hier also mit dem Wort „empfehlen“ arbeitet, ist es implizit, wenn auch nicht nach jeder Meinung eine „Warnung“ so doch mindestens eine „Entmutigung“. Wir müssen da aber auch nicht einer Meinung sein ;-). Wie gesagt, will ich da gar nicht ewig drauf rumreiten. Beim nächsten Mal überlege ich mir eventuell eine etwas andere Überschrift und fertig :-).

  47. Es ist einfach eine Empfehlung, Wie das Wort ja schon sagt.

    Wiktionary zu „Empfehlung“:
    Handlung, die darin besteht, anderen einen Vorschlag zu machen, etwas Bestimmtes zu tun oder zu unterlassen.

    Der Duden sagt:
    – empfehlender Vorschlag, Rat, Hinweis, Tipp
    – empfehlende, lobende Beurteilung, Fürsprache
    – (gehoben) höflicher, respektvoller Gruß

    Von Warnung steht da nichts. Nirgendwo. Das existiert nur in deiner Einbildung.

    Und spannend finde ich das ganze auch nicht. Eher mühselig.

  48. Und im Gegensatz zu Micrososoft „empfiehlt“ Apple nicht nur. Apple ZWINGT.

    Und warum thematisiert Ihr das bei Apple nicht?

  49. @ Norbert Der Duden hat mit Semantik nix zu tun, sondern mit Lexik. Daher liefert er da auch keine Erklärung ;-). Denn der Kontext fehlt. Das habe ich ja nun zu genüge erklärt: Ob eine sprachliche Äußerung als Empfehlung, Warnung, Drohung, etc. verstanden werden kann, hängt weniger von der Lexik als von der semantischen Bedeutung ab. Wenn jemand sagt „Ich piss mich ein!“, meint er auch nicht, dass er sich wirklich mit Urin besudelt ;-). Da hilft nicht die Lexik (auf die du dich hier irreführender und überhaupt nicht zielführend berufst), sondern die Semantik.

  50. Um es mit einem letzten Kommentar auf den Punkt zu bringen: Wenn ich sage „Ich rate dir, komm mir nicht zu nahe!“, bringt absolut nix darauf zu verweisen, was im Duden zum Wort „raten“ oder „Ratschlag“ steht. Denn es handelt sich bei jener Äußerung eben nicht um einen Ratschlag, sondern eine Drohung. Denke viel verständlicher geht es nicht. Es ist also eine Sache, welches Wort benutzt wird, eine andere, was es im Kontext bedeutet.

    Und ich behaupte: Wenn ein DAU jene Meldung aufploppen sieht, während er nach Chrome oder Firefox sieht, wird das mindestens ein wesentlicher Teil als „Warnung“ auffassen und lieber die Finger von einem anderen Browser lassen. Das ist meine Meinung dazu – die kann man gerne konstruktiv kritisieren oder es auch gerne anders sehen – hab ich null Problem mit. Aber dann irgendwelche Wortdefinitionen rauszuklauben, ist reichlich themenfremd ^^. Das wars dazu aber auch von mir, meine ich nicht böse :-).

  51. Wie gesagt: Das existiert nur in deiner Einbildung.

    Wie auch immer.

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