Microsoft hat viele Neuerungen für OneDrive parat

26. September 2017 Kategorie: Software & Co, geschrieben von:

Microsoft hat auf der Ignite 2017, einer Konferenz für Unternehmenskunden, einige Ankündigungen rund um OneDrive vorgenommen. Wir hatten ja beispielsweise schon über Files On-Demand berichtet: Ihr könnt dadurch quasi auch Vorschauen zu Dateien sehen, die noch nicht lokal verfügbar sind. Diese Funktion gibt ab dem 17. Oktober mit dem Windows 10 Fall Creators Update ihren Einstand. Für Geschäftskunden interessant: OneDrive mit ADAL, also Microsoft Azure Active Directory Authentication Library, wird bald die stille Synchronisation für Konten bieten. Auf neuen Geräten wird OneDrive dann automatisch ohne weiteres Zutun für den Nutzer korrekt eingerichtet.

Microsoft führte auch sein Projekt Microsoft 365 Powered Device mit OneDrive vor: Im Grunde geht es dabei darum, Windows AutoPilot mit Windows 10 RS3, Exchange Online mit Office Click to Run und OneDrive Files On-Demand mit ADAL zu kombinieren – also eine relativ umfangreiche Kette. Auf diese Weise ist es dann möglich, dass ein IT-Admin quasi einen kompletten PC einrichten kann, ohne vor Ort zu sein.

Alle Daten werden für einen bestehenden Nutzer herangeschafft. Kann z. B. sinnvoll sein, wenn ein alter PC nicht mehr zu gebrauchen ist und der betroffene User an einem neuen Computer nahtlos mit all seinen Daten weiterarbeiten soll. OneDrive unterstützt zudem bald die Synchronisation von Bibliotheken mit Information Rights Management (IRM) oder Digital Rights Management (DRM).

Außerdem hat Microsoft eifrig an der Weboberfläche gebastelt bzw. jene aufgeräumt. Auch die Geschwindigkeit soll zugenommen gaben. Zudem kann man sich über nur einen Klick anzeigen lassen, wer auf bestimmte Inhalte zugegriffen hat. Das Universal-Sharing via Office unter Windows und an Macs ermöglicht zudem das übergangslose Teilen mit einer standardisierten Oberfläche, die überall gleich ist. Diese einheitliche Funktion und Oberfläche soll bei Office 2016 in den nächsten Monaten ihren Einstand geben.


Außerdem gibt es bald im Admin-Bereich mehr Überblick für OneDrive, denn die aktiven Konten, die spezifischen Aktivitäten und Benachrichtigungen sollen dort übersichtlicher gebündelt werden. Auch die Berechtigungen sollen besser kontrollierbar sein und hierarchisch geordnet werden. Noch vor Jahresende soll OneDrive außerdem Workflows über Microsoft Flow unterstützen. Auch ein Self Service Migration Toolkit kommt. Darüber können dann Nutzer anderer Share-Laufwerke bzw. cloudbasierter Dienste leicht ihre Daten zu OneDrive umziehen.

Weitere Optimierungen betreffen die Vereinfachungen der mobilen App, die allgemeinen Web-Oberfläche, Unterstützung für ZIP-Dateien, das Teilen von Desktop-Benachrichtigungen oder „Files Restore“ für die automatische Wiederherstellung nach einer Systemkrise. Microsoft wird mit OneDrive zudem bald NGSC (next generation sync client) in SharePoint 2019 unterstützen. Bei der Installation von Office für Apple Macs wird außerdem bald OneDrive als Teil der Installation mit auf das jeweilige System gehievt.

Reichlich Neuerungen für OneDrive, die Microsoft selbst euch auch noch einmal komplett an dieser Stelle aufschlüsselt. Das meiste ist nur für Geschäftskunden relevant, aber einige Aspekte, wie die Veränderungen der Benutzeroberfläche, sind allgemein ganz spannend.


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