Megaupload: Nach Schließung weniger Kinoeinnahmen

25. November 2012 Kategorie: Internet, geschrieben von: Casi

Mann, was haben sich die Köpfe in der Filmindustrie die Hände gerieben, als Kim Dotcom und seinem Megaupload der Garaus gemacht wurde. Anfang des Jahres hat man die ganze Bude hoch genommen und den One-Click-Hoster aus dem Verkehr gezogen. Logischerweise geht man davon aus, dass es diese Angebote im Netz sind, die dafür sorgen, dass an den Kinokassen weniger los ist. Jetzt hingegen scheint sich zu zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist!

An der Münchener Ludwig-Maximillians-Universität und der Kopenhagener Business School hat man diesbezüglich Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse belegen, dass es lediglich die großen Blockbuster sind, die von der Schließung Megauploads profitieren können. Bei kleineren Unternehmen sind die Einnahmen durch Kinogänger sogar eingebrochen seitdem.

Fünf Jahre lang hat man in 49 Ländern über 1300 Filme unter die Lupe genommen und die Einspielergebnisse in die Untersuchung mit einfließen lassen. Das Resultat belegt jetzt, dass kleinere Filmfirmen sogar davon profitieren, dass ihre Filme sich bei einem One-Click-Hoster wie Megaupload finden lassen. Mundprogaganda ist das Stichwort. Verrückt, aber somit könnte es sogar sein, dass sich einige Dotcom-Feinde darauf freuen, dass der Megaupload-Nachfolger Anfang des nächsten Jahres an den Start geht. Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Habt ihr das kommen sehen? Oder hinkt der Vergleich und man kann den Schaden der Blockbuster nicht vergleichen mit dem, was kleineren Unternehmen durch die Lappen geht?

Quelle: Futurezone

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48 Kommentare

Hendrik 25. November 2012 um 18:10 Uhr

Das ist zwar ne Korrelation, aber das muss noch lange kein kausaler Zusammenhang sein.

Mittels zwei Werten kann ich auch “nachweisen”, dass Störche Babys bringen oder Fluglärm HIV verursacht.

Florian 25. November 2012 um 18:13 Uhr

Der Grundgedanke könnte sicher stimmen “Ich schau mal grade in den Mittschnitt rein, bevor ich ins Kino gehe”. Das habe ich schon öfters gehört. Ich hätte eigentlich gedacht, dass Filesharing weder die riesen großen Auswirkungen, die die Industrie dauernd beschwört, hat noch dass es größere positive Auswirkungen gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da so starke Zusammenhänge gibt. Aber interessant ist diese “Entdeckung” alle mal.

Und ja, die “großen” dürften sich über den neuen Dienst freuen. Kann man wieder schöne plakative Hetzjagden führen.

Paul 25. November 2012 um 18:15 Uhr

Wenn er pünktlich zum 1.1.2013 startet würde er besonders viel Reichweite im Netz erreichen. In den Feiertagen sind doch fast alle Zuhause und stöbert im Netz rum. Meistens ist zu der Zeit auch nur sehr wenige IimNetz los. Damit würde er davon profitieren.

Boris Schäfer 25. November 2012 um 18:18 Uhr

Ich kenne viele, die Software oder Spiele aus verschiedenen Quellen “testen” und bei Gefallen dann wirklich bei Steam oder MM zuschlagen. Kann doch durchaus bei Filmen auch so sein, dass man diese online sieht und dann Freunden davon erzählt – die dann ins Kino gehen.

Also warum nicht? Durchaus möglich.

Rattapp1 25. November 2012 um 18:30 Uhr

Ich glaube daran. Das mag auch daran liegen, dass Blockbuster noch öfter in guter Qualität verbreitet werden und also als Substitut fungieren. Bei kleineren Filmen hingegen ist man eher froh, wenn man sich den irgendwie reinpfeifen kann. Und geht dann lieber nochmal ins Kino – oder kauft ihn.

Und dann sind da noch die Filme, die teilweise jahrelang GAR NICHT (!) vermarktet werden. da gab und gibt es ein paar, die es noch immer höchstens gebraucht auf VHS gibt… Und nichtmal Independent-Filme, sondern kleinere Produktionen mit internationalen Stars.

Negativity 25. November 2012 um 18:31 Uhr

als ich die artikel-überschrift sah, dachte ich ja plötzlich, “huch, den artikel haste ja schon gelesen”. aber nein, der ist einfach nur von futurezone kopiert.

nunja, die hoffnung dass fehler nachträglich editiert werden könnten hier im blog, habe ich ja schon längst aufgegeben, aber diese zusammenfassung des besagten wissenschaftlichen papiers schießt über leichte übertreibung und boulevard-journalismus weit hinaus.
“belegen” tut diese untersuchung rein gar nichts. bestenfalls kann man von einer leichten andeutung sprechen, aber das wars dann auch schon.

Rattapp1 25. November 2012 um 18:33 Uhr

Beleg + mein Lieblingsbeispiel für diese mangelhafte Vermarktung: “Hitlerjunge Salomon”. Durchaus auch prominent besetzt, Julie Delphy etwa. Kaufen? Bei Amazon nur im Marketplace. Neu für 67 Euro. SIEBENUNDSECHZIG!!

Roman 25. November 2012 um 18:34 Uhr

Ja, ich denke schon, dass da ein ziemlicher Zusammenhang besteht. Ich schaue eigentlich die meisten Filme im Internet (mache damit als Schweizer auch nichts illegales), aber gute gehe ich auch ins Kino schauen. Nur: Wie soll ich wissen, ob ein Film gut ist? Richtig, indem ich mir Teile des MItschnittes anschaue. Klar, das mache ich immer noch, denn es gibt noch tausende andere OCH, aber einige Leute kannten vielleicht nur Megaupload.

Generell ist die Schliessung von Megaupload sowieso lächerlich. Niemand, wirklich niemand geht deswegen mehr ins Kino, kauft sich eher Songs/Apps oder Games.

Negativity 25. November 2012 um 18:34 Uhr

@casi:
achja, wenn man schon damit erträge generiert, dann könnte man auch so nett sein, und das papier verlinken. ich dachte in der bloggosphäre würde man sich da ähnlich den wissenschaftlichen prinzipien bewegen, und verfasser entsprechend verlinken.

Christian Roth 25. November 2012 um 18:54 Uhr

‘Watchman’ habe ich mir 20min am PC angesehen, dann die Jacke genommen und bin ins Kino gegangen. Das habe ich früher bei vielen Filmen so gemacht. Ich ballere ja nicht 20.- Euro (Karte, Popschkörner und Cola) einfach nur so raus, weil mir die Kohle aus den Ohren wächst.

Hendrik 25. November 2012 um 19:02 Uhr

Klaut ihr auch Autos um sie ausgiebig probezufahren?

JMK 25. November 2012 um 19:07 Uhr

Was Hendrik sagt.
Und seit wann ist man gezwungen im Kino Popcorn und Getränke zu kaufen, rechnet ihr das auch für den Heimkinoabend auf?

Don 25. November 2012 um 19:07 Uhr

@ Hendrik
Nö, denn Probefahrten kann man ja auch legal durchführen! ;)

Basti 25. November 2012 um 19:09 Uhr

@Hendrik:
Schönes Beispiel dafür wie irreführend das Wort Raubkopie ist. Dem Kino/Verleiher entsteht im Gegensatz zum Autohändler ja erstmal kein Schaden.
Man müsste eher vom besagten Auto eine (ggf. schlechtere) Kopie machen und diese Probefahren….

Alexander 25. November 2012 um 19:10 Uhr

Wenn ich das Geld habe, bezahle ich für den Film. Wenn nicht lade ich ihn oder schaue ihn – wenn man ihn nicht laden kann – halt gar nicht.
Illegale Beschaffung schmäht (bei mir) in keinster Weise die Menge an Geld die ich für Filme ausgebe (sowohl Kino als auch BD).
Aber wenn ich von Bekannten von Filmen höre, die evtl. nicht so sehr in den Medien beworben werden, gehe ich auch gerne zu diesen Filmen ins Kino, von denen ich ohne illegale Kopien nicht einmal wüsste das sie existieren.

Zum Glück gibt es in meinem Wohnort auch kleinere Kinos, die Spartenfilme zeigen, und das Filmstudio der Uni zeigt auch Blockbuster in den Hörsälen 2 mal die Woche für unschlagbare 2.5€

Aber ich muss leider sagen:
Ich habe gekaufte BluRays zuhause, die mein PowerDVD 9 am PC nicht abspielen kann weil er die Verschlüsselung nicht kennt. Nach dem erstellen einer Sicherheitskopie konnte ich mir den Film ganz entspannt mit dem VLC Player ansehen, die Disc steht jetzt leider für mich unbenutzbar im Regal….
Meine Meinung zu der ganzen Sache mit der Verschlüsselung (die nur die ehrlichen Nutzer trifft. Ist halt Fakt) muss ich gar nicht mehr äußern, würde nur in Wutausbrüchen enden…

JMK 25. November 2012 um 19:13 Uhr

Natürlich verliert der Verleiher Geld durch eine “Raubkopie”. Da der Bedarf des Nutzers besteht sich einen Film anzuschauen und er anstatt diesen zu kaufen oder leihen auf die illegale Kopie zurückgreift.

ggg 25. November 2012 um 19:13 Uhr

Autovergleiche sind erst zulässig, wenn jemand eine Autokopiermaschine erfindet, die dem Besitzer sein Auto lässt. ;)

ggg 25. November 2012 um 19:15 Uhr

Ansonsten Ack zu @Alexander

Alexander 25. November 2012 um 19:16 Uhr

@ JMK
Man sieht ja wie grooooß der Schaden zu sein scheint ;)

Und passend dazu auch: http://www.ted.com/talks/rob_reid_the_8_billion_ipod.html

Alexander 25. November 2012 um 19:30 Uhr

Nur um es klar zu stellen….
Natürlich ist es illegal FIlme zu kopieren, ich will das auch nicht fördern oder mich dafür aussprechen!

Aber ich muss ganz klar sagen das die Entwicklung die am Markt statt findet absolut nicht gut heiße… wenn nicht sogar verurteile…
Früher hat auch jeder Filme vom TV auf seiner VHS aufgenommen. Heute wird das Aufnehmen durch das schöne “+” hinter dem HD oder Ci verboten…
Meine Eltern (und auch ich in jungen Jahren) haben Lieder aus dem Radio auf Kasette aufgenommen – aber auf einem 64GB iPod sind heutzutage natürlich nur legal gekaufte Songs – ist klar! (Wer hat dafür denn bitteschön das Geld?)

Es gibt so viele Themen über die man reden kann und Fakt ist nun mal durch das Internet und die Breitbandleitungen ist es halt einfacher Kopien zu erstellen und zu verteilen, so wie man früher die Kasette des Nachbarn auf seine überspielt hat macht man es heute mit den Filmen… nur halt quer über die ganze Welt. Ich finde es auch nicht gut das man sich Filme ansieht oder Songs anhört ohne das der Künstler, der dafür gearbeitet hat entlohnt wird… Aber niemand kann mir erzählen der Industrie würde es schlecht gehen.
Interessieren würde mich vor allem mal der prozentuale Anteil, und nicht erfundene angebliche Verluste die die Hollywood Studios machen, abgesehen davon das sie natürlich davon ausgehen das jeder der eine TS Kopie auf der Platte hat den Film sowohl im Kino gesehen als auch noch die BluRaySpecialEdition gekauft hätte ;)

Ich persönlich kaufe z.B. Lieder & Alben gerne bei Amazon & Google Play, weil ich dann eine ungeschützte MP3 bekomme und die auf jedes meiner Geräte überspielen kann….
Ein Grund warum ich niemals zu iTunes wechseln würde….

Und bei dem Preis einer BluRay (angucken so oft man will) lohnt es sich nicht wirklich ins Kino (einmaliges Erlebnis) zu gehen – halt nur wenn man was mit seinen Freunden unternehmen möchte o.ä.

heutger 25. November 2012 um 19:59 Uhr

@Alexander: Volle Zustimmung!

@Hendrik: Ich höre auch Titel im Radio, ehe ich mir überlege, sie mir zu kaufen. Ich lasse mir diverse Elektronik und sonstige Artikel auch von Amazon zusenden und teste sie ausgiebig 30 Tage und sende sie im Zweifel zurück, was mir gefällt hingegen behalte ich.

Die Filmindustrie pocht immer noch auf verstaubte Geschäftsmodelle, insbesondere werden ständig Lösungen wie in den USA (hulu) ständig hier verhindert und CI+ ist genau so ein Drama. Danke dafür, ich habe vorher perfekt mit meinem PC fernsehen können und im Fitnessstudio per EyeTV App schön von daheim mein eigenes Fernsehprogramm sehen können und nun? Jetzt brauch ich eine separate Box, die ständig abschmiert, supi!

Ich bin immer noch der klaren Meinung: Hätte man kino.to und Co. einfach den Premiumserver dahinter legal weiterbetrieben und weiter für Abos kassiert, hätte die Filmindustrie mehr kassiert und es wäre den Nutzern wahrscheinlich nicht einmal aufgefallen.

FlyingT 25. November 2012 um 20:08 Uhr

@Alexander
“Es gibt so viele Themen über die man reden kann und Fakt ist nun mal durch das Internet und die Breitbandleitungen ist es halt einfacher Kopien zu erstellen und zu verteilen, so wie man früher die Kasette des Nachbarn auf seine überspielt hat macht man es heute mit den Filmen… nur halt quer über die ganze Welt.”

Genau das quer über die ganze Welt ist doch das problem. Die reichweiter einer Kopie ist viel größer. Früher musste sich jede “Freundeskreis” eine CD kaufen um die zu teilen, heute reicht einer auf der Welt. Ganz davon ab, die Qualität von VHS kopien ( werbung, senderlogo, etc pp) oder von Kassette ( rauschen, wenn aus dem Radio gekürzt oder mit gespräch der Moderatoren) im vergleich zu heutigen Full HD 25GB Video Kopien oder 320 Bit Audio kopien, ist doch ein witz. Ich hatte früher einen Qualitätsunterschied und heute eben keinen mehr.

Ganz davon ab kannst du im Netz saugen wie nen blöder, aber wenn du damals im Freundeskreis immer nur CDs haben wolltest dir aber nie welche gekauft hast weil du zu geizig warst, dann haben dir die Leute nen Vogel gezeigt

@Topic

Wenn die einen weniger verdient haben und die anderen mehr, dann wurde nicht mehr konsumiert sondern nur das Geld für andere Filme ausgegeben. Eventuell die, die man nicht als BluRay Rip aus dem Netz bekommen hat

shx 25. November 2012 um 20:10 Uhr

@Alexander
iTunes hat doch mittlerweile auch kein DRM mehr, nur Digital Watermark (oder lieg’ ich da falsch?) Bezüglich Kassetten:
Das war damals auch schon illegal, und wurde auch verfolgt (war halt damals noch nicht so einfach das dem Nachbarsjungen zu beweisen).

@JMK
Nicht ganz. Bloß weil ich mir gern’ einen Film anschauen möchte, heißt das noch lang’ nicht, dass ich ihn auch kaufen würde (zB weil in meinem Geldbeutel nix mehr ist).
Und dann wären wir beim eigentlichen Haken dieser Rechnungen:
Jeder Film und jeder Song wird berechnet. Das hierbei die Verluste pro Person deren Einkommen übersteigen, wird bewusst übersehen (wenn ich 2000€ in der Tasche hab, kann ich halt nunmal nicht 3500€ für Filme ausgeben).

FlyingT 25. November 2012 um 20:23 Uhr

@heutger

Das deutsche Hulu nennt sich Maxdome. Und ja ich weiss nicht alles auf englisch, aber hey bei Hulu ist auch nix auf deutsch ;)

Dr.UT 25. November 2012 um 20:37 Uhr

Das raffen die eh niemals… Katze im Sack kaufen ist eben scheiße. Ob das Musik ist oder Filme oder sonst was… oder geil gemacht werden auf Filme durch Trailer etc., die dann aber MONATE später erst hier bei uns im Kino erscheinen. Ich habe The Dark Knight Rises erst online geschaut ein wenig, dann wusste ich aber das ich ins Kino gehe für diesen Film, und das tat ich auch. Ich wäre nicht gegangen wenn ich diese Möglichkeit nicht habe. Denn meine Zeit und meine Nerven (jeder Kino Besuch ist heute eben mit Stress verbunden!) und vor allem mein Geld sind mir zu scahde um es einfach zu verschwenden für einen Kino Besuch wo ich dann genervt und enttäuscht nach 3 Stunden raus gehe… da kann ich mir wesentlich besseres vorstellen was ich da machen könnte. Leider habe ich das zu oft erlebt in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Ich gehe nicht mehr Blind ins Kino nur weil irgendwo von irgendwem Teil 32903 von Film XYZ angekündigt wurde. Weil diese i.d.R einfach nur Scheiße sind und darauf abzielen Geld ab zu zocken, sonst nichts. PC Spiele ohne DEMO vorher… ist klar. Sicher kaufe ich auf gut Glück ein 60 EUR Spiel umd ann zu sehen das es mir nicht gefällt. Dann müsste ich ja ins Kaufhaus gehen und dürfte mir nur Klamotten kaufen ihne diese Anprobieren zu dürfen, oder was? Lächerlich… fuck gema fuck gez fuck die MI und die FI… haben alle ein Stock im arsch.

Thorsten 25. November 2012 um 20:55 Uhr

Hi!

Man zahlt doch schon etliche Gema Gebühren bei zig Sachen (Speichermedien jedlicher Art,Drucker PCs etc…..

Da sollten doch die Künstler bestimmt was von abbekommen.

Christian 25. November 2012 um 21:17 Uhr

Hallo,
denke das da ein zusammenhang besteht.
Bevor man ins Kino geht und relativ viel Geld dafür bezahlt lädt man sich den Film lieber vorher Gratis runter und guckt ihn später im Kino an.In guter Qualität und mit gutem Sound. Und/oder kauft ihn später auf Blu ray.

Andreas R. 25. November 2012 um 21:18 Uhr

Ich sehe hier einen anlocken ähnlichen Vergleich bei Ebooks. Man ladet sich Ebooks die man wahrscheinlich nicht kaufen würde, aber wenn man sie ladet warum nicht lesen. Dafür erzählt man aber das es ein gutes Buch ist und der eine oder andere kauft es. Wenn man jedes Buch legal kauft dann liest man wahrscheinlich deutlich weniger. Und so ahnlich sehe ich das auch bei Musik und bei Filmen. Ich denke auch das Filesharing der Industrie im Grunde nicht wirklich schadet wobei ich das natürlich nicht gut heissen möchte.

Faggle 25. November 2012 um 21:23 Uhr

@Hendriks erster Kommentar:
Klar kann man nicht so einfach die Schlüsse ziehen, nur hat das die Content-Familie ebenfalls getan als sie einen Schaden proklamierten. Wenn also die eine Seite ein Argument auf solchen Dingen aufbaut, ist das Gegenargument auf dieser Argumentationsbasis gleichermaßen richtig oder falsch.

Sinn macht es schon, denn für die Blockbaster sieht man genügend Werbung um auf sie aufmerksam zu werden. Oder Berichte darüber. Bei den kleinen hingegen weniger.

DerHansemann 25. November 2012 um 23:02 Uhr

hendriks arbeitet eh für die GEMA ;) oder für son blockbusterhersteller :) und korrelation und kausalität sind begriffe aus dem ersten semester…
ich denke, dass auch die schlechteste uni oder fh da eine einigermaßen nachvollziehbare untersuchung auf die beine stellen kann.
viel interessanter ist die frage wer die studie in auftrag gegeben hat, denn niemand beisst seinem geldgeber absichtlich in die hand.
ähnliche untersuchungen in der musikindustrie haben ja ähnliche ergebnisse zu tage gebracht.
ich muss auch keinem weiss machen, dass ein verpixelter film auf einem 24zöller mit einem kinobesuch zu vergleichen ist und ausserdem fällt für die fetten fische im film und musikmarkt genug ab, die sind nur gierig und wollen noch mehr…

ach ja und der storch bringt die babys, soll mal einer was anderes behaupten :D

Loken 25. November 2012 um 23:12 Uhr

Meiner Meinung nach ein ganz klarer zusammenhang. Ein Freund eines Freundes eines Freundes schaut wohl auch ab und zu Filme aus dubiosen Quellen bei denen er sich nicht sicher ist ob die sich fürs Kino lohnen… und wenn die Filme gut sind kauft er sich sogar öfters die Bluerays davon… sind die Filme Mist werden sie meist eh nicht fertig geschaut. Andersherum lässt er Filme bei denen er sich unsicher ist und keine Möglichkeit hat sich die anders anzuschauen links liegen und schaut sie wenn überhaupt irgendwann mal im TV…

Zum Thema Blockbuster muss man ganz klar sagen dass die genug Werbung machen um Leute anzuziehen etc… sich z.B. den Hobbit im Kino anzuschauen ist aber auch einfach ein ganz anderes Erlebnis als daheim auf der Couch.
Allerdings und da wird mMn nicht genügend drauf eingegangen, muss man auch mal die immer weiter steigenden Kinopreise erwähnen. Für einen Film wie den jetzt anstehenden Hobbit z.b. zahlt man mal eben mit zwei Personen rund 26 Euro ohne Getränke und Knabebrkram. 50 Euro für einen Film kommen da ohne Probleme zusammen und auch wenn die meisten das nicht hören wollen… aber 100 Mark ich ich früher nie fürs Kino bezahlt, das wüsste ich. ;)
Das die Leute da nach alternativen suchen ist nur nachvollziehbar auch wenn es dadurch nicht legaler wird. MMn ist das ein Nachvollziehbarer Kreis.

FlyingT 25. November 2012 um 23:28 Uhr

“Das die Leute da nach alternativen suchen ist nur nachvollziehbar”

Und trotzdem laufen den Videotheken die Kunden weg…

User 26. November 2012 um 02:51 Uhr

Ich denke die Rechnung ist hier ganz einfach (hier mal ein Beispiel, trifft aber nicht auf mich zu):

Ich habe im Monat 20Euro für Kino & 2x Zeit, kann also 2 Filme schauen.

Vergangenheit:
Bevorzugen tue ich Blockbuster, die waren aber zu Megaupload-Zeiten (und sind es ja auch immer noch) im Netz in guter Quali weit verbreitet. (Nach der MU-Schliessung werden aber einige Hobby-Downloader & Stream-Gucker doch ein wenig Schiss bekommen haben). Also zurück zum Thema, Blockbuster ist mit US-DVD-Bild und Autokino Line-Tonspur in top Quali online, also lad ich den und schau mir im Kino auch mal ne “kleinere” Produktion an.

Gegenwart:
Da ich mein Geld aber nur einmal ausgeben kann und mehr Zeit schon garnicht herbei zaubern kann, schaue ich jetzt, weil ich schiss habe was im Stream zu schauen oder keine Streams mehr bei Megavideo finde und auch keine Alternativen kenne, da ich die Stream-Seiten beispielsweise von Arbeitskollegen empfohlen bekommen habe, wieder die Blockuster im Kino und die kleinen Filme leiden unter Zuschauerschwund.

Das sind meine Gedanken zu dem Thema, sie spiegeln aber nicht mein Verhalten wider.
Ich denke mit dem Kauf der Cowl-TDKR-Edition für 56€ + der Triologie Steelbook Edition für 54€ + eine Kinokarte am Premieren-Tag des 3. Batman Films habe ich für einen Film mehr Geld ausgegeben als manch anderer wahrscheinlich für Filme im ganzen Jahr. Ich glaube jetzt schade ich Warner nicht sonderlich, wenn ich nun mal wieder 2 Filme im Stream anschaue und in Zukunft einen der beiden Filme vielleicht noch auf BluRay kaufe.

Generell verstehe ich das ganze Gejammer der Industrien nicht. Früher habs halt nur Kino und CD, jetzt gibts aber viel mehr wofür man sein Geld ausgeben kann (Handy, Konsole, Flat-TVs, Paintball usw.), da bleibt für die einzelnen Zweige eben nicht mehr so viel übrig.
Sieht man doch auch an den Wahlen, je mehr kleine Parteien es gibt, desto schwerer haben es die großen eine Mehrheit zu bekommen. Da muss halt was am System geändert werden anstatt immer nur über Wählerschwund und weniger Einnahmen zu jammern.

elknipso 26. November 2012 um 08:22 Uhr

Ein großes Problem ist ja auch noch, dass es immer noch an wirklich attraktiven legalen Angeboten mangelt.

Ich denke da an so was wie netflix, das ist in anderen Ländern schon lange selbstverständlich. Hier bekommt man für einen Betrag von deutlich unter 10 Euro (mein letzter Stand ist was um die 6 Euro umgerechnet) einen unbegrenzten Streaming Zugang zu einem sehr großen Filme und Serien Archiv.

Wieso gibt es so was immer noch hier nicht? Es gibt zwar entsprechende Angebote welche in diese Richtung zielen (lovefilm z.B.) aber das Angebot an Streaming fähigen Filmen ist lächerlich gering. Der größte Teil ist dann doch nur auf DVD/BD verfügbar, und das ist einfach völlig antiquiert.

Warum sollte ich in Zeiten von 32 – 50 Mbit/s und mehr Internetanschlüssen noch einen physikalischen Datenträger bestellen, 1-2 Tage warten bis dieser mit der Post ankommt, diesen dann noch einlegen, mich über einige nicht überspringbare Trailer ärgern, und erst dann den Film schauen?

Das geht schon lange wesentlich einfacher, der Bedarf ist ganz klar da. Wenn ich einen Film schauen will, dann genau JETZT in dem Moment, und nicht erst 2 Tage später nach dem ich mir ihn ausgesucht habe.

Matthias Krueger 26. November 2012 um 08:32 Uhr

Wurde ja schon öfter gesagt. Man kann das Geld nur einmal ausgeben. Ein girgendwo gezogener Film schadet den Kinos wahrscheinlich eher nicht so sehr, wie immer behauptet. Eher den Videotheken oder dem Fernsehn (weil man den Werbeschrott nicht sieht). Kino ist einfach mehr ein Ereignis, als nur der Film.

Bei Musik sehe ich das noch weniger. Ich gehe dafür mehr auf Konzerte. Auch mal zu Bands, die ich mir sonst nie angesehen hätte. Das Geld kommt denen damit mit Sicherheit noch viel direkter zu Gute.

Für private Zwecke wurde schon immer kopiert – ob früher auf Tonband oder Kassette oder später halt als MP3. Filme waren VHS. Na und? Gute Filme machen Geschmack auf mehr. Bei den Gagen der Schauspieler kann die Situation im Übrigen nicht so schlimm sein…

Alberto Tomba 26. November 2012 um 09:04 Uhr

@hendrix

Nachdem dein irrsinnig schlechter Vergleich zerpflückt wurde, hast du jetzt wenigstens ein schlechtes Gefühl! Oder bleibst du stur bei deiner naiven Ansicht?

NeNeNe 26. November 2012 um 10:08 Uhr

Könnte vllt. aber auch daran liegen, dass immer mehr Menschen große Flachbildschirme und Beamer besitzen! Ich persönlich gehe auch viel seltener ins Kino. Daheim stört mich keiner mit geknirsche von Popcorn und Co… keine Nasen die auch noch während des Filmes laut mit ihrem Nachbarn reden müssen.

Ich kann Pause machen wenn ich Lust habe, entspannt den Film mit Freunden genießen etc. Wieso also ins Kino, wenn ich mir den Film ausleihen kann und in den eigen vier Wänden genauso erleben kann?

Als weitere Möglichkeit könnte auch noch die Frage beantwortet werden,ob es vllt. auch an den erschienen Filmen grundsätzlich liegt. In den letzten Jahren kommen meiner Meinung nach auch immer weniger interessante Filme ins Kino. Also gibt es verschiedene Zusammenhänge und die scheinen nicht untersucht worden zu sein… :-)

Al 26. November 2012 um 10:14 Uhr

Ich denke das ist ein ähnliche Effekt wie die Statistik die besagt, dass es genau die Leute sind die Musik kaufen im Internet auch die Leute sind die sie illegal herunterladen!

Hansbert 26. November 2012 um 11:33 Uhr

Man nehme iPod Verkaufszahlen von hier: http://www.statista.com/statistics/12769/worldwide-apple-ipod-sales-since-1st-quarter-2006/
Man gehe davon aus, dass einige der iPods gar nicht benutzt oder inzwischen durch neuere abgelöst wurden und rechne mit 20 Millionen Geräten pro Jahr seit 2006.
Man gehe weiter davon aus, dass auf jedem iPod im Schnitt 10 GB Musik drauf sind.
Man rechne pro Musikstück mit 5 MB Speicherbedarf.
Man rechne mit einem Preis von 0,50€ pro Musikstück.

20.000.000 * 10 GB / 5 MB * 0,50€ = 20.000.000.000€

Mit dieser sehr sehr konservativen Abschätzung einer unteren Schranke könnte man also davon ausgehen, dass pro Jahr Musik im Wert von 20 Milliarden € alleine auf iPods gelangt. Das entspricht in etwa dem gesamten weltweiten Musikmarkt (http://www.musikindustrie.de/jwb-international-10/).

Anders gesagt: Wäre alle Musik auf iPods legal erworben, dann wäre sämtliche andere Musik (inklusive aller CDs) illegal :)

Thalon 26. November 2012 um 12:29 Uhr

Ich für meinen Teil habe meine Geld in einen Full-HD-Beamer investiert und sehe die Filme entweder direkt im Fernsehen bzw. als Aufnahme (ggfs. kleine Schnittfehler in Kauf nehmend). Leihen tute ich am Automaten in der Videothek. 80Cent für einen Film der vor wenigen Monaten im Kino gelaufen sind SIND ein echtes Argument zu 20-70€ im Kino (2-4 Personen).
Kaufen tu ich dann im Videothek-Abverkauf (die auch öffentlich vorgeführt werden dürfen) oder vom Flohmarkt. Selten auch mal neu.
Ein kleiner Unterschied existiert schon zwischen Beamer und Kino (vorallem beim Ton), weswegen ich besonders Action-Filme nach wie vor gerne im Kino sehe. Ansonsten hat sich der Beamer schon selbst bezahlt.

Thalon

Ick 26. November 2012 um 13:15 Uhr

Wer sich die Zeit nimmt und die Studie etwas genauer unter die Lupe nimmt, wird merken, dass nicht die Filesharer selbst diejenigen waren die ins Kino gegangen sind und somit für bessere Besucherzahlen gesorgt haben, sondern Leute aus deren Bekanntenkreis die durch die Filesharer auf gute Filme hingewiesen wurden.
Also ala: “Oh, den Film hab ich schon gesehen, der ist gut, schau ihn dir an!”.

Die Filesharer werben somit indirekt für die Filme, was vor allem im Bereich der Independent-Filme für bessere Besucherzahlen gesorgt hatte. Bei Blockbustern war dieser Trend eher weniger zu beobachten.

Hendrik 26. November 2012 um 13:54 Uhr

Nein, ich arbeite nicht bei der GEMA.

Und dieser Vergleich der hier geführt wurde: “Gucken ob der Film was taugt, dann ins Kino”. Und JA, dem Kino entsteht ein Schaden. Nämlich dann, wenn der Film schlecht ist. Der Logik folgend schaut man sich dann den Film nicht im Kino an. Hier entsteht in erster Linie erst einmal dem Kino ein Schaden, weil man es dann nicht besucht hätte. Für einen schlechten Film kann das Kino nichts.

Und wir wollen mal ehrlich bleiben. Der Bruchteil der Leute, die sich einen Film im Internet anschauen, gucken nur die ersten zehn Minuten und gehen dann ins Kino….

Ich mache das z.B. bewusst nicht, weil ich keine Lust habe in schlechter Qualität mir einen Film anzuschauen und evtl. schon einen Teil zu sehen. Den will ich komplett im Kino sehen.

Und bzgl. dem Auto klauen Beispiel: Wenn ich das Auto nur knacke, ohne einen Schaden zu hinterlassen (was durchaus möglich ist) und ich es mir dann in aller Ruhe anschaue, entsteht dem Autoverkäufer auch keinen Schaden. Trotzdem macht es hier vermutlich keiner.

Ich möchte nicht den Moralapostel spielen o.ä., ich finde nur die Rechtfertigungsversuche lächerlich.
Dann soll man so ehrlich sein, und sagen “Ja, ich gucke Filme im Internet, weil ich zu faul bin ins Kino zu gehen und keine Lust habe Geld auszugeben”.

Horst Schulte 26. November 2012 um 15:05 Uhr

Hat noch niemand den Artikel bei macnotes.de gelesen? http://goo.gl/Whpk4. Den Kommentaren nach ja nicht.

lio 26. November 2012 um 18:20 Uhr

Wenn ich einen Film im Kino sehen will gehe ich dazu ins Kino – das Erlebnis “Kino” kann und will ich nicht kopieren – auch nicht mit großer HD Glotze.
Ich glaube seit jeher, dass Kinos kaum unter Filmkopien leiden – Videotheken dagegen bestimmt schon.
Bei Musik ist es vermutlich ähnlich, wie beim Ergebnis dieser Studie: unbekannte(re) Künster profitieren durch Kopien im Netz; bei bekannten Größen ist es eher schädlich.
Ich denke für viele ist es so:
die Kopien machen es möglich sich Neues anzusehen/-hören.
Und wenn einem Loyalität nicht komplett fremd ist wird man sich im Anschluss bei Gefallen auch “ehrlich machen” und Geld dafür hinlegen. Ich habe viele Bands auf diesem Weg kennengelernt, die ansonsten sicher kein Geld an mir verdient hätten.


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