Media Markt und Grover vermieten jetzt Elektro-Artikel

20. Januar 2017 Kategorie: Hardware, geschrieben von: André Westphal

Grover ist ein Startup aus Berlin, das es sich zum Ziel gesetzt hat Technik nicht mehr nur zum Kauf anzubieten, sondern eben auch zum Mieten. Nun hat Grover einen dicken Fisch an Land gezogen, denn als neuer Partner fungiert Media Markt. Die Konditionen bleiben identisch: Austausch oder Upgrade zu einem höherwertigen Produkt seien etwa jederzeit möglich. Auch der Versand sowie die Retouren seien neben dem Versicherungsschutz kostenlos. Letzten Endes soll das Miet-Modell von Grover eine Alternative zu klassischen Kaufverträgen sein. Ein ähnliches Konzept verfolgt z. B. auch Otto mit Otto Now.

Media Markt fungiert für Grover nun als Partner und bietet dessen Mietangebote nun direkt über seinen Onlineshop mit großer Reichweite an. Davon dürften am Ende wohl beide Parteien profitieren: Für Grover vergrößert sich mit der Reichweite der potentielle Kundenkreis und die etablierte Marke Media Markt stärkt natürlich das Vertrauen der potentiellen Kunden. Media Markt dürfte sich eine Provision sichern. Aktuell sollen bereits etwa 500 Produkte aus verschiedenen Bereichen zum Ausleihen verfügbar sein. Als Beispiele nennt Grover  Smartphones, Drohnen, Spielekonsolen, Kameras, Notebooks und Robotersauger.

Die Mindestlaufzeit beträgt bei Grover nur einen Monat. Anschließend kann das jeweils gemietete Gerät schon wieder zurückgehen. Wen Grover und Partner Media Markt damit anvisieren? Nun ja, das Procedere kann sich eventuell lohnen, wenn man eh alle paar Monate ein neues Smartphone kauft, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Da ist die Miete vielleicht die bessere Option. Das gilt auch, falls man vor dem Kauf einer Spielekonsole vielleicht einmal in Ruhe daheim mit dem Gerät experimentieren will. Media-Saturn Deutschlands COO, Lennart Wehrmeier, begründet damit auch die Entscheidung sich mit Grover zu verpartnern: „In vielen anderen Bereichen gehören Mietoptionen längst zum Alltag. Wir glauben die Zeit ist reif dafür, dass Media Markt diese Möglichkeit nun auch für die begehrtesten Elektronikprodukte bietet.

Ob ein Gerät statt zum Kaufen auch zum Mieten bereitsteht, soll im Media Markt Onlineshop dann bereits auf der jeweiligen Produktseite kenntlich sein (siehe Bild oben). Der Mietpreis variiert und richtet sich auch nach dem Wert des Produkts. Wer z. B. eine Sony PlayStation 4 Pro mit 1 TByte Speicherplatz für einen Monat mieten möchte, zahlt 39,90 Euro – das entspricht somit gut 10 % des Kaufpreises. Ob das ein lukratives Angebot ist, müsst ihr für euch selbst abwägen. Eine Kaution müsst ihr nicht zahlen, allerdings wird der Mietpreis jeweils im Voraus in monatlichen Zyklen abgebucht. Die Lieferung und Rücksendung des Produkts ist im Mietpreis bereits enthalten. Wie gesagt, besteht für den Schadensfall außerdem eine Versicherung. Es ist auch möglich gemietete Produkte dann doch während des Mietzeitraums zu kaufen.

Media Markt hat bereits mit einer Testphase namens „Online-Mietwochen“ begonnen – dort erhaltet ihr auch einen Überblick über einige der Produkte, welche ihr mieten könnt. Das Sortiment soll dann Schritt für Schritt erweitert werden. Je nachdem wie das Angebot bei den Kunden ankommt, steht laut Grover auch eine Erweiterung auf die stationären Märkte im Raum.

Habt ihr Interesse am Mieten von Elektrogeräten? In Einzelfällen stelle ich mir das schon ganz nützlich vor: Es könnte z. B. auch dem Retouren-Wahn ein Ende setzen. Denn wer die Produkte zum Ausprobieren erstmal mietet, statt meinetwegen drei DSLR-Kameras zu kaufen und zwei zurückzuschicken, würde es Händlern und anderen Kunden leichter machen. Ich bin gespannt, wie das Angebot bei Media Markt angenommen wird und ob es dann zu einer Ausweitung auf die Filialen kommt.


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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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