Otto Now bietet bald Smartphones und Co. zum Mieten an

21. September 2016 Kategorie: Hardware, Internet, Mobile, geschrieben von: André Westphal

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Der Versandhändler Otto will sich laut eigenen Aussagen zu „einem Technologie-Unternehmen“ wandeln. Einen weiteren Schritt in diese Richtung will man dann mit der Initiative „Otto Now“ wagen. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein neuer Streaming-Dienst oder dergleichen, sondern eine neue Plattform. Auf jener soll es online möglich sein Geräte zu mieten statt zu kaufen. In das Angebot von Otto Now will der Händler unter anderem Smartphones, Fernseher, Waschmaschinen, Tablets und Kaffeevollautomaten integrieren.

Klingt von der Idee her erstmal gar nicht so übel. Otto Now soll dabei aber nicht Artikel für ein oder zwei Tage vermieten, sondern für längere Zeiträume. Als Beispiel nennt Otto eine Studenten-WG, welche sich gemeinsam eine Waschmaschine mietet. Löst sich die WG auf, kann die Waschmaschine dann zurückgeschickt werden. Auch Early Adopter will Otto so ködern: Sie könnten sich beispielsweise immer den jeweils neuesten Ultra-HD-Fernseher mieten und zu der nächsten Generation wechseln, sobald jene erscheint.

Erstmal will man Otto Now aber in eine Testphase schicken. Schon in wenigen Wochen soll die Plattform daher provisorisch an den Start gehen. Zunächst wird das Produktangebot zum Mieten eingeschränkt sein und sich auf Multimedia (z. B. Smartphones, Notebooks, Beamer, Spielekonsolen, Drohnen), Haushaltselektronik (z. B. Geschirrspüler) und Sport (z. B. Laufbänder, E-Bikes) beschränken. Später will Otto das Sortiment noch gehörig erweitern.

Leider schweigt Otto noch dazu, wie teuer der Spaß werden soll. So wären einige Beispielpreise natürlich interessant: Was zahle ich denn etwa, wenn ich ein Samsung Galaxy S7 für ein Jahr mieten möchte? Von den Preisen wird abhängen, ob sich Otto Now tatsächlich lohnt. Zudem wird interessant sein, wie lange die Maximalzeiträume zum Mieten sein sollen und wann man den Mietvertrag jeweils beenden kann. Die Mindestmietdauer bei allen Produkten beträgt drei Monate, das verrät man zumindest. Wie werden also die Kündigungsfristen aussehen? Hoffentlich liefert Otto hier bald klare Informationen nach.

Immerhin: Otto will zu jedem via Otto Now vermieteten Produkt einen Rundum-Service inklusive Aufbau, Wartung und kostenloser Reparatur anbieten. Ich bin aber noch etwas zwiegespalten. Die Idee klingt wie gesagt auf den ersten Blick sehr gut. Doch auf die Preisgestaltung bin ich extrem gespannt.



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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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