Otto Now bietet bald Smartphones und Co. zum Mieten an

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Der Versandhändler Otto will sich laut eigenen Aussagen zu „einem Technologie-Unternehmen“ wandeln. Einen weiteren Schritt in diese Richtung will man dann mit der Initiative „Otto Now“ wagen. Dahinter verbirgt sich nicht etwa ein neuer Streaming-Dienst oder dergleichen, sondern eine neue Plattform. Auf jener soll es online möglich sein Geräte zu mieten statt zu kaufen. In das Angebot von Otto Now will der Händler unter anderem Smartphones, Fernseher, Waschmaschinen, Tablets und Kaffeevollautomaten integrieren.

Klingt von der Idee her erstmal gar nicht so übel. Otto Now soll dabei aber nicht Artikel für ein oder zwei Tage vermieten, sondern für längere Zeiträume. Als Beispiel nennt Otto eine Studenten-WG, welche sich gemeinsam eine Waschmaschine mietet. Löst sich die WG auf, kann die Waschmaschine dann zurückgeschickt werden. Auch Early Adopter will Otto so ködern: Sie könnten sich beispielsweise immer den jeweils neuesten Ultra-HD-Fernseher mieten und zu der nächsten Generation wechseln, sobald jene erscheint.

Erstmal will man Otto Now aber in eine Testphase schicken. Schon in wenigen Wochen soll die Plattform daher provisorisch an den Start gehen. Zunächst wird das Produktangebot zum Mieten eingeschränkt sein und sich auf Multimedia (z. B. Smartphones, Notebooks, Beamer, Spielekonsolen, Drohnen), Haushaltselektronik (z. B. Geschirrspüler) und Sport (z. B. Laufbänder, E-Bikes) beschränken. Später will Otto das Sortiment noch gehörig erweitern.

Leider schweigt Otto noch dazu, wie teuer der Spaß werden soll. So wären einige Beispielpreise natürlich interessant: Was zahle ich denn etwa, wenn ich ein Samsung Galaxy S7 für ein Jahr mieten möchte? Von den Preisen wird abhängen, ob sich Otto Now tatsächlich lohnt. Zudem wird interessant sein, wie lange die Maximalzeiträume zum Mieten sein sollen und wann man den Mietvertrag jeweils beenden kann. Die Mindestmietdauer bei allen Produkten beträgt drei Monate, das verrät man zumindest. Wie werden also die Kündigungsfristen aussehen? Hoffentlich liefert Otto hier bald klare Informationen nach.

Immerhin: Otto will zu jedem via Otto Now vermieteten Produkt einen Rundum-Service inklusive Aufbau, Wartung und kostenloser Reparatur anbieten. Ich bin aber noch etwas zwiegespalten. Die Idee klingt wie gesagt auf den ersten Blick sehr gut. Doch auf die Preisgestaltung bin ich extrem gespannt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Als ich Drohne gelesen habe hat es bei mir geklingelt. Wäre sehr cool sich so mal eine teure Drohne zu gönnen zum Experimentieren und konkret geplante Projekte zu verwirklichen, ohne sich in große Unkosten zu Stürzen. Für mich ist da auch der Preis die große Frage, ob sich das in der Realität lohnt.

  2. Sehr interessant! Mal sehen, wann http://www.ottonow.de dann online geht 😀

  3. Die Idee ist sehr geil, bei Otto würde ich aber vermuten des sich preislich nicht lohnt.. leider…

  4. @caro
    Ich wäre geradezu überrascht wenn Otto mal ein wirklich attraktives Angebot auf die Beine stellen würde.
    Heute noch habe ich mich gefragt wie der Laden soviele Kunden haben kann bei den maßlos überzogenen Preisen. Hatte in der Post einen 10 Euro Gutschein plus kostenlosen Versand von Otto, und habe mir gedacht ach was solls schau mal. Habe also nach ein paar Sachen aus der Kategorie „kann man immer gebrauchen“ geschaut und wirklich eine Weile gesucht (Boxershorts, Socken, Pullis), aber selbst nach Abzug der 10 Euro plus kostenloser Versand war ich immer noch auf einem höheren Endpreis als wenn ich das gleiche Produkt einfach bei Amazon, eBay oder sonst wo bestellt hätte. ich frage mich wirklich wie der Laden bei solchen maßlos überteuerten Preisen noch soviele Kunden haben kann.

  5. Ich hab bei Otto vor einiger Zeit einen günstigen Kaffeevollautomaten gekauft und wenn ich mir jetzt den Preis für das neuere Modell ansehe finde ich via die üblichen Preissuchmaschinen nichts günstigeres. Kommt also ganz darauf an.

  6. Na, interesant ist das schon. Kalkulation wohl wie üblich. Wertverlust eines Produktes, von der UPE ausgehend, verteilt auf die Laufzeit, plus ein Zuschlag X.

    So in etwa. Erfahrungswerte dürfte es genug geben. Lese da oben zB Vollautomaten. Top Geräte kosten auch mal 1500 – 2000 Euro. Was sind die im Schnitt noch wert, nach einem Jahr. Ich denke mal, so ein Teil wird 75 – 100 im Monat kosten. Drohnen. Schwer zu sagen, die üblichen Phantom 4 wohl.

    Wir werden sehen, interesant ist es aber schon.

  7. Also unser Kühlschrank war bei Otto auch am günstigsten und nicht zu vergessen die PS4 Aktion 🙂

  8. TV, Waschmaschine… alles bei Otto gekauft, da billiger als bei Amazon. Bin gespannt.

  9. Enttäuschung vorprogrammiert: Die nutzen einfach folgende Formel (UVP / durchschnittliche Nutzungsdauer) + % Mietaufschlag.

    1. Beispiel SGS 7:
    Neupreis: 729 Euro Nutzungsdauer 2 Jahre
    (729 / 24) * 1,2 (20% Aufschlag) = 36,45 Euro im Monat…………
    2. Beispiel Geschirrspüler:
    Neupreis: 400-600 Euro Nutzungsdauer: 3 Jahre
    (600 / 36) * 1,2 (20% Aufschlag) = 20 Euro im Monat…………

    Wer geht mit?

  10. Michael Ganowski says:

    Also die Idee ist gut. Mal vorstellen: 80″ TV 10000€ und nach 3 Jahren ist das Panel hinüber. Solche TV nur noch über Mieten? Gute Idee. Mal sehen was das kostet

  11. Gute Idee.
    Preis ist aber entscheidend.
    Und hoffentlich kein Versand per Hermes!

  12. @Jan: ich schmeiß mich weg! Fragst du Otto auch brav, ob sie stattdessen über Amazon Logistics ausliefern wollen? (wäre auch nicht besser).
    Für die die’s nicht wissen, schaut mal was so alles zu Otto gehört:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Group

  13. „Heute noch habe ich mich gefragt wie der Laden soviele Kunden haben kann bei den maßlos überzogenen Preisen. “

    Weil billig Preise nicht alles sind.

    Zb wo gibt es denn ohne Zwischenschaltung einer Bank Ratenzahlung, Zahlpausen, 24 Stundenlieferung, Auf Rechnung usw. Dazu ist der Service erstklassig.

    Zb hatte ich mal einen Toplader da gekauft. Nach 3-4 Monaten muss ich ungeplant umziehen. Nun war der Toplader falsch ich brauchte einen normale Maschine. Einfach mich da gemeldet. Neue Maschine bekommen alte ging Retoure. Kostenlos und ohne Nutzungsabzug.

    So was ist echt nicht selbstverständlich. Oder schreibe mal eine EMail. In 1-2 Stunden bekommt man da eine Antwort. Sogar am Samstag und Sonntag. Besser geht es kaum vom Service.

    Dazu gibt es für Stammkunden dann auch Dauer Rabatte.

    Zb Otto Card
    Alle Vorteile der OTTOcard auf einen Blick

    1. Sie bekommen ein Startguthaben in Höhe von 5 Euro.
    2. Für jede Bestellung im Otto-Online-Shop werden Ihnen 2 Euro gutgeschrieben.
    3. Für jede der ersten 10 Artikelbewertungen werden Sie mit 1 Euro Sparguthaben belohnt.
    4. Sie bekommen eine Chance auf 5 Prozent Sparvorteil. Dieser Rabatt wird aktiviert, wenn Sie in einem Halbjahr mindestens 3 Bestellungen mit einem Gesamtumsatz von 300 Euro erreicht haben.
    5. Sie bekommen Rabatte bei Ihrem nächsten Kinobesuch in allen teilnehmenden Kinos. Aber auch beim Ausleihen von Filmen sind Sie mit Ihrer OTTOcard bestens beraten: Damit können Sie bei World of Video täglich 2 Filme zum Preis von einem leihen.

    Ich habe sogar schon 6% Rabatt. Was den Preisunterschied auch etwas relativiert.

    Von den ganzen anderen Aktionen nicht zu sprechen. Also kostenlose Ratenzahlung, 24 Stunden Lieferungen und Prozente usw die es immer wieder zusätzlich gibt.

    Und Otto belegt im Brancheranking des Versandhandels den zweiten, in der Gesamtwertung der aus Konsumentensicht 200 attraktivsten Marken den achten Platz.

    Viele wissen gar nicht das nach Amazon schon Otto kommt. Und das hat seinen Grund.

    Inzwischen werden 80 Prozent der Umsätze der Otto-Einzelgesellschaft über das Internet erzielt Viele setzen die immer noch mit dem ollen Katalog gleich.

  14. Am Ende ist es doch so. Ein Produkt verkaufen per Ratenzahlung oder vermieten für X-Monate. Möglich wer 12 oder 24 Monate mieten bekommt mehr Rabatt bzw kein Zuschlag. Klar bleibt die Frage was mit den Geräten passiert die nach 2 Jahren zurück gehen.. sind ja gebraucht aber möglich das man dann diese günstiger bekommt.

  15. Die Mindestmietzeit ist ja wohl 3 Monate. Ich finde das ganz praktisch, sofern die Preise nicht überteuert sind. Auch eben um ein Produkt mal längere Zeit zu testen bevor man es kauft. Würde gerne mal das MacBook ne längere Zeit testen, bevor ich so viel Geld raushaue. Es kamen ja auch schon vergleiche, dass sich ab einer Nutzdauer von 4 Jahren sich das Mieten von Otto nicht lohnt.

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