Lenovo Moto Z Play mit Moto Mods getestet oder: Warum unser Sohn nun ein kleines Stückchen traurig ist

6. November 2016 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von: Benjamin Mamerow

moto-z-play-250x250Das LG G5 wollte mit seiner modularen Bauweise beeindrucken, scheiterte daran in Saschas Test aber vor allem in der Ausführung, während die Idee selbst überzeugte. Die Damen und Herren von Lenovo wollten es mit ihrer Moto Z-Reihe auf eine andere Weise probieren den Anwender von zusätzlichen Modulen zu überzeugen und haben auf eine Magnet-Verbindung zwischen Smartphone und Modul gesetzt. Ob das Ganze am Ende nun auch wie versprochen funktioniert und überzeugt, das durfte ich nun innerhalb von knapp zwei Wochen herausfinden. Ich konnte das Moto Z Play zusammen mit den Moto Mods Incipio offGRID Power Pack, JBL SoundBoost | Speaker und dem Moto Insta-Share Projektor ausprobieren und fand schnell einen kleinen Fan des stylischen Smartphones.

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Bereits im August dieses Jahres angekündigt, gesellt sich das Moto Z Play zu seinen beiden „großen“ Brüdern, dem Moto Z und dem Moto Z Force. Auch wenn bei der kleineren Z-Variante damit zu rechnen war, dass man Abstriche in der Austattung erwarten konnte, soll es dem Nutzer an nichts fehlen. So bietet das Gerät ein 5,5 Zoll Super AMOLED-Display, das mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst und neben Corning Gorilla Glass 3 auch noch einen 3.510 mAh starken Akku besitzt, der eine Laufzeit von bis zu 50 Stunden verspricht. Aber lasst mich doch einfach mal die einzelnen Spezifikationen auflisten:

Specs Lenovo Moto Z Play
  • 5,5 Zoll Super AMOLED (1920 x 1080 – 403 ppi)
  • Gorilla Glass 3
  • Abmessungen: 156.4 x 76.4 x 6.99 mm
  • Gewicht: 165 Gramm
  • Betriebssystem: Android 6.0.1 Marshmallow
  • Qualcomm Snapdragon 625 – Octa Core @2 GHz
  • Adreno 506 GPU
  • 3 GB LPDDR3 Arbeitsspeicher
  • Bluetooth 4.0 Low Energy
  • unterstützt GSM/GPRS/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz) | UMTS/HSPA+ (850, 900, 1700, 1900, 2100 MHz) | 4G LTE (B1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 19, 20, 28, 38, 40)
  • interner Speicher: 32 GB (erweiterbar via microSD)
  • NFC
  • WLAN-Standards 802.11 a/b/g/n 2.4 GHz + 5 GHz
  • Kamera: 16 MP Hauptkamera, 5 MP Frontkamera
  • 4K-Video, Laser Autofokus, PDAF (Phase detection autofocus)
  • USB-C-Anschluss, 3,5 mm Klinke
  • kompatibel mit Moto Mods
  • Fingerprint-Sensor
  • 3.510 mAh Akku (bis zu 50 Stunden Laufzeit)

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Der Erstkontakt

Es ist für mich das erste Gerät der Moto-Serie, welches ich testen darf. Allerdings bin ich natürlich durch das Bloggen und persönliches Interesse bereits im Vorfeld viel mit den Geräten in Kontakt gekommen. Und immer wieder überrascht mich, wie es Motorola/Lenovo seit jeher schafft, anfangs optisch so unauffällig anmutende Geräte derart angenehm in der Hand ankommen zu lassen. Waren es sonst meist die abgerundeten Rückseiten der Geräte, die wirklich gut und griffig in der Pranke lagen, so packt es diesmal auch das neue kantige Pendant, keineswegs schlechter dazustehen.

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Generell ist die gesamte Verarbeitung und das gewählte Material sehr hochwertig. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und reagieren ohne Verzögerung. Der eingebaute Fingerprint-Sensor sitzt prominent und allein an der Unterseite des Gerätes und lädt gewissermaßen dazu ein, für einen Homebutton gehalten zu werden. Tatsächlich lässt sich über diesen neben dem Entsperren auch noch das Abschalten des Displays vornehmen. Das war es dann aber auch schon. Dabei habe ich mich wirklich anfangs oft dabei erwischt, wie ich über den Sensor auf den Homescreen zurückkehren wollte.

Das Gerät liegt sehr gut in der Hand und ist durch seine kantige Form angenehm griffig. Was hingegen schnell auffällt ist, dass die Kameralinse weit auf der Rückseite hinausragt. Das mag viele nicht stören, sorgt bei mir persönlich aber eher für Unbehagen. Ich mag es nicht, ein Smartphone auf so einem wichtigen und (zumindest gefühlt) sensiblen Bauteil ablegen zu müssen. Aber ganz offensichtlich kennt Lenovo seine Kunden gut und liefert direkt im Karton des Geräts eine magnetische Backplate („Style-Shell“) mit, die an den Konnektoren für die Moto Mods sicher haftet.

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Die Backplate hat mehrere Zwecke. Zum einen passt sich das Gerät nun noch besser der Hand-Innenfläche an, weil es nun leicht abgerundet wird, zum anderen sorgt die raue Oberfläche für deutlich besseren Halt. Es ist interessant zu sehen, wie fest die Platte nur dank eines kleinen Magnet-Nubsis an der Geräte-Rückseite hält. Und da kommen wir auch schon zu einem weiteren Nutzen der Schale, denn sie schützt die ansonsten so freiliegenden Magnet-Konnektoren für die Moto Mods.

Kamera

Die Hauptkamera des Moto Z Play löst mit 16 MP auf und schafft vor allem bei Tage – zumindest nach meinem Empfinden – sehr gute Shots. Wer mit dem manuellen Modus experimentiert und sich vor allem ein wenig auskennt mit der Materie, der wird auch noch deutlich bessere Resultate erzielen als die, die ich in meiner kleinen Galerie für Euch abgelegt habe.

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Ich erstelle mit Testgeräten gern Snapshots, wie sie im Alltag eher mal gelingen als hoch-professionell ausgeleuchtete und nachjustierte Motiv-Aufnahmen. Sehe ich ein Motiv, das mir gefällt, spiele ich maximal ein wenig mit dem Fokus und der Perspektive herum, verzichte aber eher auf Zoom oder anderen Firlefanz. Die Bilder sind meiner Meinung nach angenehm scharf und bieten kräftige Farben, verlieren aber in dunkleren Umgebungen schnell an Schönheit. Da gibt es gelegentlich noch nerviges Rauschen oder einfach zu starke Kontraste. Allerdings reiht sich die Hauptkamera des Moto Z Play hier nur hinter zahlreichen anderen Geräten in dieser Preisklasse ein. Bei Tageslicht-Aufnahmen braucht sie sich jedoch nicht zu verstecken.

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Die Frontkamera löst mit 5 MP auf und ist damit noch für „gute“ Selfies tauglich. Ein in die Kamera-App integrierter (auch abschaltbarer) Verschönerungs-Modus versucht, aus – dezent ausgedrückt – nur halbwegs tauglichen Gesichtern mit Glätten und Filtern ein einigermaßen vorzeigbares Resultat zu zaubern. Ein Beispiel wie aus Murks, Murks mit Rallye-Streifen wird, seht Ihr hier:

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Leistung

Wer das Moto Z Play das erste Mal bedient, stellt schnell fest, dass dieses in Sachen Performance durchaus einiges zu bieten hat. 3 GB RAM und Snapdragon 625 sind grundsätzlich ja auch nicht das Schlechteste, was man in einem Smartphone verbauen kann. Gerade beim täglichen Gebrauch – das umfasst bei mir vorrangig Telefonieren, Chatten, Surfen und Fotografieren – konnte ich keine Einbußen in der Geschwindigkeit oder Hänger des Systems feststellen. Wenn man dann aber mal auf aufwendigere Szenarios wechselt, wird schnell klar, warum man beim Play nämlich „nur“ vom kleinen Bruder redet.

Denn gerade der Name Play wird der Leistung nicht ganz gerecht. Games wie Asphalt 8 oder Modern Combat 5 leiden arg unter der Hardware. Hier kommt nicht viel Freude bei Gamern auf. Schaut man sich dann einmal die Werte des 3DMark oder des AnTuTu-Benchmarks an, wird dieser Eindruck leider auch schnell bestätigt:

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Gerade im Vergleich mit den Scores anderer Geräte stinkt das Z Play dann doch deutlich ab und schafft es nicht einmal am iPhone 5S oder dem Nexus 6 vorbei. Ja, das sind alles nur Zahlen und können subjektiv betrachtet auch einen anderen Eindruck vermitteln, je nachdem, wie belastbar die Nerven des einzelnen Anwenders sind. Aber fest steht für mich: Spieler sollten lieber nach anderen Geräten Ausschau halten oder eben direkt zum Moto Z greifen, wenn sie weiterhin die Moto Mods nutzen möchten. Anwender, die ein zuverlässiges Gerät mit quasi Stock-Android – gespickt mit ein wenig Moto-Funktionen suchen – das trotz günstigerem Preis kompatibel mit den Mods ist, sind beim Play gut beraten.

Akku

Die Akku-Laufzeit des Moto Z Play gibt Lenovo bei dem 3.510 mAh-Akku mit „bis zu 50 Stunden“ an. Dem kann ich nur zustimmen, denn im alltäglichen Gebrauch musste ich mir keine Gedanken um den Batteriestand des Geräts machen. Das ist selbstverständlich und wie schon so häufig herunter gebetet eine ausgesprochen subjektive Erfahrung, da jeder ein anderes Anwendungsszenario fährt. Bei mir sind das eben vorrangig Messenger-Dienste, Twitter, das Anfertigen von Fotos, gelegentliches Telefonieren mit der Führung (aka Ehefrau) und hier und da Spotify-Streaming via Bluetooth. Damit komme ich mit dem Play locker über zwei Tage Laufzeit. Wenn es doch einmal knapp wird, kann ich mit dem mitgelieferten TurboPower-Netzkabel binnen 15 Minuten knappe neun Stunden Betriebsdauer ins Smartphone pumpen, so jedenfalls laut Hersteller. Für Zahlen-Akrobaten habe ich natürlich wieder einmal den so oft schon eingesetzten PC Mark durchrattern lassen und dafür die Helligkeit des Displays auf manuell 50% getrimmt.

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Nach genau 11 Stunden und 10 Minuten (also knapp 670 Minuten) wurde der Akku durch den Dauerbetrieb von 100 auf 20 Prozent entladen. Rechnen wir die verbleibenden 20 % nun noch herunter, kommt das Gerät damit auf eine Gesamt-Laufzeit von 837 Minuten oder eben nicht ganz 14 Stunden. Das ist ansehnlich und beruhigend zugleich. Einer der Gründe für die lange Laufzeit dürfte unter anderem das auf „nur“ Full HD-auflösende Super-AMOLED-Display sein, welches hier Verwendung findet.

Auftritt der Mods – Das Incipio offGRID Power Pack

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Als einer von drei Mods begrüsste mich das Incipio offGRID Power Pack, welches mit seinen 2.220 mAh für bis zu 22 Stunden zusätzliche Laufzeit sorgen soll. Wem also die versprochenen 50 Stunden des Play nicht ausreichen sollten oder wer einen längeren Trip ohne Lade-Möglichkeit zwischendurch plant, den dürfte das Power Pack für 89 € durchaus weiterbringen. Ansonsten muss ich gestehen, dass ich für den Alltag wenig Verwendung dafür sehe. Wie eben bereits erwähnt, hält der Akku des Moto Z Play gefühlt ewig. Das angeklemmte Power Pack lädt das Smartphone parallel immer mit 4-6 W wieder auf, was in meinem Fall also für durchaus vier Tage ohne weiteres Laden ausreicht.

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Die Hersteller-Aussage „Extra-Energie fürs Smartphone ohne dick aufzutragen.“ kann ich so leider nicht teilen. Das Power Pack ist schlank, allerdings nur im Vergleich mit den anderen Mods, die noch klobiger (weil mit noch mehr Funktionen bestückt) ausfallen. Habe ich das Power Pack am Play hängen, kommen schnell Erinnerungen an mein damaliges Galaxy S3 mit angebrachtem 4.000 mAh-Akku, der ein extra buckeliges Case benötigte, hoch.

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Das Ganze sieht mittlerweile bei Weitem nicht mehr so hässlich aus, ist aber immer noch schwer und – ja – klobig. Das Material des Packs macht das Gerät ein wenig griffiger und sorgt für eine gewisse Rutschfestigkeit. Personen, die tatsächlich Bedarf an solch einer Akku-Erweiterung haben, dürften sich im Gegensatz zu mir wohl weniger an der Gesamt-Optik stören. Dann nämlich handelt es sich um ein enorm schnell angebrachtes Stück hilfreicher Technik.

JBL SoundBoost | Speaker

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In meiner persönlichen Rangliste auf Platz zwei gelandet ist der JBL SoundBoost Speaker. Diesen muss man weder pairen noch anderweitig mit dem Gerät einrichten, sondern ihn einfach nur während des Betriebes andocken und es kann losgehen. 3 W pro Seite, also 6 W Gesamtleistung liefert die praktische Sound-Erweiterung in Mod-Form, welcher auch die Freisprech-Funktion des Telefons unterstützt. Das Gerät ist wirklich stylisch, bietet einen ausklappbaren Klappständer, trägt aber durch die eingebaute Technik enorm auf. Immerhin 115 Gramm hängen demnach zusätzlich am Play, was aber eigentlich niemanden stören sollte. Denn wer den Mod nutzt, plant normalerweise nicht, das Gerät quer durch die Gegend zu schleppen.

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Der Sound wird durch den JBL SoundBoost drastisch verbessert, nicht nur in den Bässen. So eignet sich das Smartphone hervorragend als Musik-Streaming-Station für’s Wohnzimmer, wenn man sonst keine Alternative zur Hand hat. Auch beim Zusammensitzen mit Freunden oder in ähnlichen Szenarios ist man hiermit gut bedient. Für mehr Ausdauer sorgt der integrierte 1.000 mAh-Akku. Laut Hersteller sei es dadurch möglich, „bis zu 5 Stunden länger (zu) hören, ohne den Akku des Smartphones zu nutzen“. Alles in allem eine nützliche Erweiterung für Besitzer eines Moto Z-Gerätes, die häufiger damit Musik hören wollen als der Otto Normal-Anwender. 99 € kostet das Ganze.

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Moto Insta-Share Projektor

Kommen wir zu meinem persönlichen Highlight des gesamten Test-Zeitraums, dem Moto Insta-Share Projektor, der mit 349 € den wohl teuersten Mod der ganzen Reihe darstellt.

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Es kommt selten vor, dass ich meinen Sohn in einen Test mit einbeziehe, aber hier konnte ich ihn einfach nicht außen vor lassen. Aber dazu später mehr. Was kann der Projektor denn so im Einzelnen? Er kann die Bildschirminhalte des Smartphones auf eine Fläche von bis zu 70 Zoll sauber projizieren, was natürlich vor allem für Videos und Fotos geeigent ist. Er bietet eine WVGA-Auflösung von 854×480 bei 480p Pixeldichte und einem Kontrast von 400:1, was im Test für ein wirklich gutes – wenn auch nicht überragendes – Projektions-Bild gesorgt hat. Ein integrierter Akku mit einer Kapazität von 1.100 mAh soll dafür sorgen, dass der Projektor allein bereits bis zu einer Stunde Laufzeit bietet, ohne den Akku des Smartphones zu belasten.

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Die integrierten Lautsprecher sorgen für einen sauberen Ton bei der Darstellung von Videos, die eingebaute Lampe soll eine Lebensdauer von bis zu 10.000 Stunden besitzen. Ein frei justierbarer Klapp-Ständer lässt das Projizieren aus jedem Winkel zu und trägt ohne Probleme das Gesamtgewicht von Smartphone und Mod. Neben der Lampe sind noch zwei physische Tasten angebracht, davon ein Button für An/Aus und die Einstellungen wie Bildneigung und Helligkeit, sowie ein Stellrad für den manuellen Fokus. Die Bedienung geht intuitiv von der Hand und bedarf im Grunde keiner Einweisung. Diese gibt es dennoch direkt nach Anbringen des Mods an das Moto Z Play in Form eines kleinen Tutorials.

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Ich habe den Projektor in unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausprobiert und konnte dabei feststellen, dass auch bei Tageslicht dank der 50 Lumen Helligkeit der Lampe das Bild recht gut erkennbar ist, wenngleich auch nur bei reduziertem Abstand zwischen Gerät und Projektionsfläche. Idealerweise hat man eine ebene, glatte Fläche wie eine Leinwand parat und schaut dann entweder bei gedimmtem oder komplett ausgeschaltetem Licht. Und hier kommt Sohnemann ins Spiel. Über seinem Hochbett haben wir eine freie Fläche von circa 2,20 x 1,20 Meter. Rauhfaser, Erfurt Classic. Der Fläche gegenüber steht ein Regal, auf welchem ich in idealer Höhe das Moto Z Play mit dem Insta-Share Projektor aufstellen konnte, wenn auch leicht versetzt. Den Versatz konnte ich mit den Einstellungen des Projektors aber schnell ausgleichen, so dass wir ein wand-füllendes Bild auf die Wand projizieren konnten.

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Das obige Bild stellt noch nicht die volle Schärfe der Projektion dar. Die habe ich erst nach ein paar Versuchen am Stellrad gefunden und war für mein Empfinden ausreichend genug für ein klares Bild. Je nach Ausrichtung des Klappständers erkennt der Mod, ob das Bild noch an die Perspektive des Nutzers angepasst werden muss und justiert dementsprechend nach.

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Besonders begeistert zeigte sich der Sohnemann, der mich wiederum ganz entgeistert anschaute, als ich ihm klarmachen musste, dass das Gerät nicht auf Dauer bei uns verweilen wird. Gerade für Kinder scheint es sich beim Insta-Share Projektor um ein Produkt zu handeln, das schnell mal gezückt werden kann und die Lieblingsserie oder ähnliches an die Wand wirft. Generell ist dieser Mod für mich derjenige aus der Reihe, der am meisten Mehrwert mit sich bringt, damit aber leider auch bei weitem der teuerste ist. Ich kann schlecht einschätzen, ob 349 € nicht ein wenig viel für solch ein Gerät sind. Persönlich würde ich das Geld dafür nicht ausgeben wollen, auch wenn ich (und Liam) dieses arg vermissen werden.

Fazit

Bleibt also die Frage, was mein finaler Eindruck vom Moto Z Play und den drei getesteten Moto Mods ist. Nun, das Gerät ist für den Normal-Anwender ideal. Es ist flott genug, hält enorm lang durch, sieht absolut schick aus und ist auch noch kompatibel mit den Moto Mods. Wer hingegen ein wirklich leistungsstarkes Smartphone sein Eigen nennen möchte, sollte eher direkt zum Moto Z oder einem anderen Gerät greifen. Für richtig starke Performance fehlt dem Play einfach die Basis. Für aktuell knapp 425 € bekommt man aber ein faires Hardwarepaket geboten.

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Die Mods hinterlassen einen gemischten Eindruck. Sie sind nicht gerade günstig und bieten abgesehen vom Insta-Share Projektor auch nur ein ausgesprochen eng gehaltenes Einsatzfeld. Der Akku des Play hält eh schon wunderbar lange durch, was den Bedarf des Power Packs für noch weniger Menschen sinnvoll erscheinen lässt. Der JBL SoundBoost bietet einen wirklich guten Klang und dürfte bei einigen Sit-Ins und ähnlichen Zusammentreffen für idealen Hintergrund-Sound sorgen. Als Freisprech-Gerät sehe ich den Mod allerdings weniger, dafür ist er einfach zu klobig und bietet zu wenig Mehrwert gegenüber der sonstigen Freisprech-Option des Smartphones. Bleibt noch mein Liebling – der Projektor. Hier handelt es sich wirklich um ein feines Stück Technik, welches als Vorzeige-Mod herhalten sollte, um zu zeigen, was mit diesen Mods alles machbar ist.



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Über den Autor: Benjamin Mamerow

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