Kochen mit Caschy – Part IV

28. Januar 2007 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Tja, im Alter (was f?r eine Ausdrucksweise mit bald 30) ?ndert sich so einiges. Man merkt, welche Menschen einem wichtig sind und welche nicht – und geht mit seiner kargen Freizeit sparsam um. Vorbei die Zeiten mit Anfang 20, als man den Sonntag eh vergessen konnte, weil man mal wieder im Koma lag. Samstags so lange aufbleiben bis man m?de wird – irgendeinen D?delkram (ich: respektive surfen) machen und am Sonntag sch?n ausschlafen. Viel Kaffee, erst um 13:00 duschen und dann ab in die K?che.

Bisher eher frickeltechnisch leichte Gerichte zum Besten gegeben. Heute Neuland f?r mich: Rouladen. Eigentlich recht einfach – wenn da nicht die origamitechnische Schwierigkeit w?re, die Dinger zusammenzuklappen und mit Zahnstochern zu verdrahten. Ich habe vorhin mehrere Male „Scheisse, Scheisse“ geschrien und h?tte die Scheisse am liebsten kaputt gekloppt. Aber aller Anfang ist schwer – und w?hrend ich diesen ersten Teil schreibe, garen die Rouladen vor sich hin.

Was braucht der geneigte Nachkocher?

Fangen wie bei den Rouladen als solches an:

4 Rouladen vom Jungbullen z.B.
Salz, Pfeffer – wer mag auch noch Paprika
Senf, saure Sahne
Saure Gurken
Zwiebeln
Speck – oder gew?rfelter Katenschinken
Zahnstocher

Zwiebeln und Gurken klein schneiden und den Senf mit der sauren Sahne mixen.

roulade1

Man entrolle nun die Rouladen und bestreiche sie mit der Mixtur aus Senf und saurer Sahne. Dann mit ordentlich Salz und Pfeffer w?rzen. Den bunten Mix aus Speck, Zwiebeln und Gurken auf dem Fleischlappen gut verteilen.

Nun zur Schwierigkeit (f?r mich zumindest). Man rollt den ganzen Spass zusammen und frickelt mit Zahnstochern die offenen Enden zu.

Originalgespr?ch:

Carsten: ?hhhh, wie macht man das?
Nadine: Wie beim weben, einen hoch, einen runter…
Carsten: Was zum Teufel ist weben???
Carsten: Scheisse, Scheisse, Scheisse…

Letztendlich habe ich es hinbekommen.

Man schnappe sich einen grossen Br?ter, in dem dass heisse ?l nur darauf wartet, die Kombination aus Fleisch und F?llstoffen aufzunehmen. Rouladen rein und kurz und knackig anbraten.

roulade2

Der kluge Koch denkt jetzt schon an die Sauce und haut bereits jetzt ein paar Zwiebeln dazu.

roulade3

Nachdem das Fleisch aussen knackig braun ist, gie?t man ca. einen halben Liter Wasser dazu. Des Weiteren verteilt man gut zwei Essl?ffel Gem?sebr?he ?ber die Menge.

roulade4

Den ganzen Spass l?sst man jetzt ca. f?r eine Stunde k?cheln. Alle 10 Minuten kann man die aufgerollten Fleischlappen mal wenden und den Sud umr?hren.

Ist man der Meinung, dass die Rouladen gut sind, werden diese entfernt und zum Warmhalten in den Backofen gestellt. Jetzt geht es an Herstellung der Sauce. Ich pers?nlich kippe dann noch ein paar Champignons rein.

Vorbereitung der Sauce:

Man schnappe sich ein Messbecher, in den man ca. 400ml heisses Wasser einf?llt. Dazu noch einen L?ffel Br?he. Unter st?ndigem r?hren gibt man nun St?rkemehl dazu.

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Hat man eine recht feste Konsistenz erreicht, r?hrt man das Ganze in den Sud ein.

roulade6

Nun kann man „beigehen“ und die Sauce abschmecken. Eventuell noch ein wenig Pfeffer oder Knoblauchpulver – je nach Belieben – bis es halt schmeckt. Zum Schluss noch die Pilze hinzu – und die Rouladen nicht vergessen!

roulade7

Den ganzen Spass mit Kartoffeln – (oder meinem Fall Kn?deln) Erbsen und M?hren servieren.

Have Fun 🙂


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Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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