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Jawbone stoppt Fitnesstracker-Produktion und räumt Lager

29. Mai 2016 Kategorie: Wearables, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_jawboneupFitnesstracker sind das Genre der Wearables, das aktuell am erfolgreichsten ist. Jawbone gehört dabei zu den bekannteren Herstellern der Fitnesstracker, die UP-Armbänder und die begleitenden Apps sind seit Jahren verfügbar. In letzter Zeitz wurde es allerdings still um Jawbone, den letzten neuen Tracker gab es vor über einem Jahr. Nun soll Jawbone die Produktion der UP-Fitnesstracker eingestellt haben und Restbestände günstig an einen Reseller verscherbelt haben, um das Geschäft aufrecht erhalten zu können. Tech Insider stellt aber klar, dass Jawbone nicht aus dem Fitnesstrackergeschäft aussteigt, es wurden lediglich vorhandene Bestände abverkauft.

Warum das Ganze? Kann man nur spekulieren. Jawbone hat trotz seines frühen Einstiegs in den Markt nie eine starke Position gehabt, Konkurrent Fitbit war immer voraus. Wohl auch aus diesem Grund wollte man die Finanzspritze anfang des Jahres (165 Millionen Dollar) dafür aufwenden, um Fitnesstracker zu entwickeln, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden können.

Neben dem Inventarverkauf steht auch noch ein Abstoß des Bluetooth-Lautpsrecher-Geschäfts bei Jawbone im Raum, dazu gab es aber von Jawbone keinen Kommentar. Fortune berichtete darüber Ende der Woche. Interessante Dinge, die da bei Jawbone vorgehen, vielleicht gibt es dazu auch bald einmal eine offizielle Stellungnahme. Jawbone könnte sich immerhin auch komplett vom Privatkundenmarkt zurückziehen und alles in den medizinischen Bereich legen, dazu würde auch der Verkauf der Bluetooth-Lautsprecher-Sparte passen.

Nutzt ihr einen Fitnesstracker von Jawbone? Zufrieden damit? Ohne jemals einen Tracker der Firma ausprobiert zu haben, hatte ich schon immer den Eindruck, dass diese ganz brauchbar sind, auch wenn mir die Probleme – gerade der ersten Generationen – natürlich bekannt sind.

[Update 31.05.016] Hier noch die offizielle Stellungnahme von Jawbone zur Thematik (die nicht unserem Artikel widerspricht):

Derzeit kursieren diverse fehlerhafte Berichterstattungen in den Medien, die mutmaßen, dass Jawbone sich vom Wearable Markt zurückziehen oder sogar vollständig aus dem Geschäft aussteigen wird. Diese Berichte sind eindeutig falsch. Sie stammen aus einer unrechtmäßigen Unterstellung eines Reporters innerhalb eines Blog-Posts für eine digitale Publikation, die vornehmlich Technologie, Wissenschaft, Innovation und Kultur behandelt. Das Unternehmen Jawbone wurde zu dieser spezifischen Unterstellung im Vorhinein der Veröffentlichung nicht kontaktiert. Der verantwortliche Reporter hat eine ‚Korrektur‘ bezugnehmend auf die unwahren Implikationen veröffentlicht. Allerdings konnte der Schaden durch die schnelle Verbreitung über weitere Medien nicht verhindert werden. Wir beabsichtigen dieses Missverständnis aufzuklären und werden jede einzelne Publikation kontaktieren und das Geschriebene korrigieren.

Um es eindeutig klarzustellen, Jawbone wird sich weiterhin mit großer Hingabe und Begeisterung der Entwicklung und Herstellung innovativer Wearable Produkte widmen. Selten war das Unternehmen so über kommende Produkte und Entwicklungen begeistert, und wird diese zu gegebener Zeit präsentieren. Das bestehende Inventar wird durch interne Geschäftsprozesse und strategischen Produktlebenszyklen verwaltet. An dieser Situation hat sich nichts geändert und Jawbone wird auch weiterhin alle auf dem Markt befindlichen Produkte unterstützen.

Im Hinblick auf Rechtsstreitigkeiten hat Jawbone keine Instanzen oder ähnliches ‚verloren‘, das Unternehmen freut sich auf jegliche Rechtsbehelfe, die von der Justiz gewährt werden.



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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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