Ist Gott Kapitalist?

1. Juli 2006 Kategorie: Privates, geschrieben von:

Irgendwann Ende der 70er in Dortmund Nord. Unm?ndig und klein wurde ich ohne meine Einwilligung getauft. Ende der 70er in Dortmund Nord – der Jung wird evangelisch, macht seine Lehre auf Hoesch und w?hlt irgendwann SPD.

Alles kam anders – der Jung lie? sich nicht einmal konfirmieren. Bereits in fr?hen Jugendjahren hatte ich eine Abneigung gegen diesen Kommerz. Niemand den ich kannte, lie? sich wegen der Sache „Gott“ oder die „Aufnahme in die christliche Gemeinschaft“ konfirmieren. Man tat es f?r den schn?den Mammon – nur der Kohle wegen. Ich nicht. Im Gegensatz zu vielen meiner Altersgenossen setzte ich mich kritisch mit der Geschichte „Gottes Vertreter auf Erden“ auseinander – was nicht heisst, dass ich ein ungl?ubiger Mensch bin – ganz im Gegenteil.

Kommen wir zum Plot der Sache – gerade in den heutigen Zeiten schaut man etwas genauer auf die Gehaltsabrechnungen, nicht nur auf das, was unterm Strich dabei herauskommt. Nun rechnet man zwei unverheiratete Personen in einer ehe?hnlichen Gemeinschaft – sinnigerweise beide Steuerklasse I. Ein Personenkreis, der steuertechnisch eh geknechtet wird. Rechne ich die Kirchensteuer eines kompletten Jahres aus, so komme ich auf das Ergebnis, dass mich die Kirche eine Woche All Inclusive Urlaub in S?deuropa kostet.

Bisher war mir nur die GEZ ein Dorn im Auge – nun ist es auch noch die Kirche. Klar kann ich austreten – aber die spannende Sache ist ja, dass ich unverschuldet in diese Sache hineingeraten bin. W?re Kirchensteuer eine freiwillige Sache – sicher w?re ich dann gewillt ab und zu etwas in den Klingelbeutel zu werfen.

Ich pers?nlich finde mein Seelenheil nicht in der Kirche – und eine echte „Glaubensstimmung“ kommt in den Kirchen der Neuzeit, welche in den 70ern/80ern hochgerissen worden, eh nicht mehr auf. Gerne unterst?tze ich alte Kirchen – aber neue?

Ist Gott mir b?se, wenn ich austrete? Gott nimmt doch jeden in sein Himmelreich auf, der am Ende seines Lebens seine Fehler einsieht, oder? Kann Gott es verstehen, wenn ich sage: „Dieses Geld m?chte ich f?r mich behalten um meine Lebenszeit auf Erden vielleicht ein wenig aufzuwerten?“

Kann mir jemand zeigen, was mit „meinen“ Steuern gemacht wird? Steht mein Name auf irgendeiner Liste von Leuten, die in ein Gebet eingeschlossen werden? Steht einmal im Monat ein Mensch der Kirche vorm Altar und sagt: „Diese Kerze z?nde ich f?r den Caschy an“?


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Über den Autor:

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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