iPhone drahtlos laden: Belkin BoostUp angeschaut

29. Oktober 2017 Kategorie: Apple, Hardware, iOS, geschrieben von: caschy

Wir haben hier im Blog natürlich schon das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus getestet. Zig Jahre nach vielen anderen kann nun auch das Apple iPhone drahtlos aufgeladen werden. Viele andere heißt eben auch nicht alle – und wenn ich mich umschaue, dann bin ich doch überrascht, wie viele Smartphones nicht mehr drahtlos aufgeladen werden können.

Der normale Zustand

So viele Hersteller, die Wireless Charging als den heißen Kram verkauft haben, den man nun unbedingt haben müsse. Ist bei vielen nichts mehr von übrig geblieben. Jahre später nun also Apple und bei den Zubehörherstellern hat man schon die Produktion von QI-Lösungen hochgefahren und sich sicherlich die Hände gerieben. Hersteller, die nun Wireless-Charging-Stationen anbieten, gibt es einige. Ich habe mir mal für den Zeitraum von einer Woche ein Sample von Belkin kommen lassen, um das Ganze für mich zu bewerten.

Ich sag mal so: Mir hat drahtloses Aufladen bisher nicht gefehlt. Ich habe einen Arbeitsplatz am Schreibtisch. In diesem liegt ein leistungsstarker USB-Hub mit diversen Kabeln, hier lade ich meinen ganzen Plünn auf. Des Weiteren steht auf dem Schreibtisch eine Dockingstation. Über diese lade ich mein iPhone auf und habe zudem eine Draufsicht, sehe also Benachrichtigungen. Und so eine Ladestation von Belkin, die BoostUp? Die bringt erst einmal bis 7,5 Watt (das iPhone unterstützt derzeit 5 Watt, ein Update soll es auf 7,5 Watt bringen – dürfte dann iOS 11.1 sein) und liegt irgendwo rum.

Das ist natürlich alles sehr nett und auch bequem. Handy hinlegen, Handy wegnehmen. Ob es nun auf dem Schreibtisch liegt oder auf einem festen Platz, das macht ja keinen Unterschied. Nur dass es auf Wireless Charging Pads eben auflädt. Die Belkin-Lösung hat einen gummierten Boden, damit der Spaß nicht davon rutscht, ebenfalls ist ein gummierter Ring oben zu finden, der für den nötigen Grip beim Handy sorgt. Demzufolge ist mir also auch kein iPhone von der Ladeschale vibriert. Sollte das der Fall bei euch sein, so empfiehlt Apple, die Benachrichtigungen eventuell auszuschalten. Hahahahahaa.

Der Rest ist weißer Kunststoff und hier überlasse ich es euch, das Ganze anhand eurer Ästhetikvorlieben optisch zu bewerten. Wirkt nicht billig, ist aber eben weißer Kunststoff und geht somit beispielsweise bei mir nicht wirklich eine optische Symbiose mit dem Schreibtisch ein.

Und im Einsatz? Muss man nicht viel zu sagen. Drauflegen, aufladen. Hab das Ganze aber noch einmal anhand eines iPhone 8 Plus gemessen, welches ich mittels Pokémon Go in Windeseile auf 5 Prozent runtergedaddelt habe. Und runtergedaddelt heißt in diesem Fall, dass ich mich keinen Meter bewegt habe, sondern lediglich das Spiel gestartet habe und beobachtet habe, wie der Akkuladezustand minütlich nach unten tickte.

Das Aufladen. Um von 5 Prozent auf 23 Prozent zu kommen, benötigte ich mit dem BoostUp von Belkin 30 Minuten. Weitere 30 Minuten brachten mich auf 51 Prozent. Noch einmal 30 Minuten auf 64 Prozent. Und als ich das Telefon mal nutzen wollte um 18:05 Uhr, war ich bei 73 Prozent. Bedeutet, dass ich 68 Prozent Akkuzugewinn hatte – in 2:20 Stunden.

Ich weiss. Darf man eigentlich so nicht rechnen. Weil ihr euch mindestens eine solcher Schalen in die Bude packt. Und das iPhone immer mal drauf legt, wenn ihr es nicht braucht. So habt ihr immer Saft. Verstehe jeden, der das als Bequemlichkeits-Feature sieht und das schätzt. Ich glaube für mich allerdings, dass ich noch eine Weile auf meine alte Kombi von Dock oder Kabel setze. Weil „schneller is das“. Und eigentich möchte man ja flott aufladen. Kabellos oder richtig flott, beides geht nicht so ganz.

Mal schauen, ob sich meine Meinung ändert – oder die von Nutzern. Apple wird ja eine eigene kabellose Lademöglichkeit namens AirPower Basis auf den Markt bringen, diese lädt dann zeitgleich die neuen Cases der AirPods, das iPhone und die Apple Watch. Wer in der Apple-Welt unterwegs ist und die eben genannte Hardware nutzt, der kann sich Kabel-Geraffel sparen.

BoostUp von Belkin wird ebenso von Apple empfohlen und vertrieben, wie das Wireless Charging Pad von mophie, allerdings kommen bald noch frische Lösungen von Anker dazu. Und die liegen preislich darunter. Belkin BoostUp kostet 64,95 Euro.


Über den Autor: caschy

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