iPhone drahtlos laden: Belkin BoostUp angeschaut

Wir haben hier im Blog natürlich schon das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus getestet. Zig Jahre nach vielen anderen kann nun auch das Apple iPhone drahtlos aufgeladen werden. Viele andere heißt eben auch nicht alle – und wenn ich mich umschaue, dann bin ich doch überrascht, wie viele Smartphones nicht mehr drahtlos aufgeladen werden können.

Der normale Zustand

So viele Hersteller, die Wireless Charging als den heißen Kram verkauft haben, den man nun unbedingt haben müsse. Ist bei vielen nichts mehr von übrig geblieben. Jahre später nun also Apple und bei den Zubehörherstellern hat man schon die Produktion von QI-Lösungen hochgefahren und sich sicherlich die Hände gerieben. Hersteller, die nun Wireless-Charging-Stationen anbieten, gibt es einige. Ich habe mir mal für den Zeitraum von einer Woche ein Sample von Belkin kommen lassen, um das Ganze für mich zu bewerten.

Ich sag mal so: Mir hat drahtloses Aufladen bisher nicht gefehlt. Ich habe einen Arbeitsplatz am Schreibtisch. In diesem liegt ein leistungsstarker USB-Hub mit diversen Kabeln, hier lade ich meinen ganzen Plünn auf. Des Weiteren steht auf dem Schreibtisch eine Dockingstation. Über diese lade ich mein iPhone auf und habe zudem eine Draufsicht, sehe also Benachrichtigungen. Und so eine Ladestation von Belkin, die BoostUp? Die bringt erst einmal bis 7,5 Watt (das iPhone unterstützt derzeit 5 Watt, ein Update soll es auf 7,5 Watt bringen – dürfte dann iOS 11.1 sein) und liegt irgendwo rum.

Das ist natürlich alles sehr nett und auch bequem. Handy hinlegen, Handy wegnehmen. Ob es nun auf dem Schreibtisch liegt oder auf einem festen Platz, das macht ja keinen Unterschied. Nur dass es auf Wireless Charging Pads eben auflädt. Die Belkin-Lösung hat einen gummierten Boden, damit der Spaß nicht davon rutscht, ebenfalls ist ein gummierter Ring oben zu finden, der für den nötigen Grip beim Handy sorgt. Demzufolge ist mir also auch kein iPhone von der Ladeschale vibriert. Sollte das der Fall bei euch sein, so empfiehlt Apple, die Benachrichtigungen eventuell auszuschalten. Hahahahahaa.

Der Rest ist weißer Kunststoff und hier überlasse ich es euch, das Ganze anhand eurer Ästhetikvorlieben optisch zu bewerten. Wirkt nicht billig, ist aber eben weißer Kunststoff und geht somit beispielsweise bei mir nicht wirklich eine optische Symbiose mit dem Schreibtisch ein.

Und im Einsatz? Muss man nicht viel zu sagen. Drauflegen, aufladen. Hab das Ganze aber noch einmal anhand eines iPhone 8 Plus gemessen, welches ich mittels Pokémon Go in Windeseile auf 5 Prozent runtergedaddelt habe. Und runtergedaddelt heißt in diesem Fall, dass ich mich keinen Meter bewegt habe, sondern lediglich das Spiel gestartet habe und beobachtet habe, wie der Akkuladezustand minütlich nach unten tickte.

Das Aufladen. Um von 5 Prozent auf 23 Prozent zu kommen, benötigte ich mit dem BoostUp von Belkin 30 Minuten. Weitere 30 Minuten brachten mich auf 51 Prozent. Noch einmal 30 Minuten auf 64 Prozent. Und als ich das Telefon mal nutzen wollte um 18:05 Uhr, war ich bei 73 Prozent. Bedeutet, dass ich 68 Prozent Akkuzugewinn hatte – in 2:20 Stunden.

Ich weiss. Darf man eigentlich so nicht rechnen. Weil ihr euch mindestens eine solcher Schalen in die Bude packt. Und das iPhone immer mal drauf legt, wenn ihr es nicht braucht. So habt ihr immer Saft. Verstehe jeden, der das als Bequemlichkeits-Feature sieht und das schätzt. Ich glaube für mich allerdings, dass ich noch eine Weile auf meine alte Kombi von Dock oder Kabel setze. Weil „schneller is das“. Und eigentich möchte man ja flott aufladen. Kabellos oder richtig flott, beides geht nicht so ganz.

Mal schauen, ob sich meine Meinung ändert – oder die von Nutzern. Apple wird ja eine eigene kabellose Lademöglichkeit namens AirPower Basis auf den Markt bringen, diese lädt dann zeitgleich die neuen Cases der AirPods, das iPhone und die Apple Watch. Wer in der Apple-Welt unterwegs ist und die eben genannte Hardware nutzt, der kann sich Kabel-Geraffel sparen.

BoostUp von Belkin wird ebenso von Apple empfohlen und vertrieben, wie das Wireless Charging Pad von mophie, allerdings kommen bald noch frische Lösungen von Anker dazu. Und die liegen preislich darunter. Belkin BoostUp kostet 64,95 Euro.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

21 Kommentare

  1. Mir pers. erschließt sich der Sinn vom drahtlosen Laden, bei aktuellem Technikstand, nicht. Es ist weniger effizient, verbraucht also mehr Energie, Kabel spart sich auch keine, beweglicher wird man auch nicht. Okay, man spart sich das Einstöpseln, aber sonst?

  2. Ich glaube das ganze Thema wird erst dann interessant wenn es in Tische (o.ä.) direkt integriert ist.

    Wie schon erwähnt wurde spart man sich ja nur das einstöpseln und das bei Verlust.

    Wenn der Schreibtisch, der Tisch im Lokal oder in der Bahn das aber kann könnte ich mir einen echten Nutzen/Mehwert vorstellen.

  3. Bei mir ist QI direkt im Wagen eingebaut. Einfach Handy in die Mittelkonsole legen und es lädt / verbindet sich mit dem Wagen (ka wie das genau dann geht, Bluetooth geht auf jedenfall dann an). Das ist sehr bequem. Ansonsten würde ich mir keine Ladestation für 64 EUR auf den Schreibtisch stellen… und das als Apple User 😀

  4. Mich wundert, dass jetzt da die drahtlose Ladetechnik in immer mehr aktuelle KFZ – auch der Kompaktklasse – Einzug erhält, immer weniger aktuelle Smartphones mit dieser Technik ausgestattet sind. Ich selbst nutze schon seit Jahren diese Technik und möchte nicht mehr darauf verzichten. Mein aktuelles Fahrzeug – ein Skoda Octavia – ist nun mit einer Phonebox ausgestattet, die mit QI funktioniert. Handy reinlegen und der Ladevorgang startet. Das Multimediasystem ist dabei mit dem Hotspot des Handys verbunden.
    Sorgen über einen zu geringen Ladestand des Handys gehören der Vergangenheit an.
    Also, ich finde diese Technik klasse und möchte nicht mehr darauf verzichten.

  5. Sehe ich auch so. Man sieht immer öfter Ladestationen, die meisten scheinen mir Qi zu sein. Ich denke es ist kein Zufall dass Apple abwartete um zu sehen welcher Standard sich am Ende durchsetzen wird. Wenn die Entwicklung so weiter geht kann man sich mehrmals am Tag mal kurz etwas Ladung abholen.

  6. Was mich an diesen Dingern stört ist dieser klobige Stecker…ich habe mir die das Pad von Mophie und bin eigentlich sehr damit zufrieden, trotzdem stört mich extrem dieses zu groß geratene Netzteil, klar die Technik muss irgendwohin aber ich werd scheinbar gezwungen das Teil in eine Steckdose zu stecken weils von den Maßen nicht in die Steckerleiste passt…

  7. @Boris Lewandowski
    Meine Freundin ist aufgrund Ihrer Arbeitszeiten früher im Bett, wenn man das Smartphone nur auf die Ladeschale legen muss, ist das wesentlich angenehmer als im dunkeln das Kabel (Micro USB) reinzufummeln.

    In neueren Automodellen wie z.B. im Mazda 3, ist in der Mittelkonsole eine QI-Spule verbaut. Ist auch wesentlich komfortabler als ein Kabel anzuschließen. Somit spart man sich auch das nervige Kabel sowie vielleicht ein Netzteil für den Zigarettenanzünder.

    Wenn man natürlich möglichst viel Akkuladung in kürzester Zeit generieren muss, ist das natürlich die falsche Technik für das Vorhaben. Aber warum sollte man nicht beides kombinieren können? Ist ja nicht so, dass man gezwungen wird, sich für die eine oder andere Methode zu entscheiden.

  8. Ich lade mein iPhone7 normalerweise in einer Dockingstation zusammen mit iPad und iWatch nachts, gesteuert per Zeitschaltuhr.
    Die Zeit reichte immer, das die Akkus morgens voll sind.

    Nun hab ich ein Ladepad von Ikea und ein QI-Receiver am iPhone7 dran und braucht die doppelte Zeit zum laden des Akkus und zudem verbrät das ganze soviel Energie, das Akku und Ladepad recht warm werden – gesund für Elektronik und Akku ist das mit Sicherheit nicht.

  9. @schorni Ja klar, kann jeder machen wie er/sie beliebt. Ist mir im Prinzip auch egal. Fragte ja nur, weil sich mir der Sinn/Vorteil wirklich (bei bestem Willen) nicht erschließt. Selbst im Auto, bei der Mittelkonsole.

    @Thomas Das mit der krassen Wärme ist mir (bei meinen Versuchen) auch schon aufgefallen. Kann auf Dauer für den Akku nicht gut sein.

  10. Bei Amazon finden sich haufenweise solche 7,5W Qi-Lader für unter 20€. Hab zwei verschiedene hier. Beide funktionieren wunderbar mit dem iPhone 8. 60€ sind wirklich lächerlich übertrieben.

  11. Mit fehlt der Vergleich, wie lange das iPhone 8 am Kabel lädt? 1 Stunde? 2?

  12. Was ist mit den begrenzten Ladezyklen eines Akkus?

  13. @Samuel: Völlig irrelevant, einmal kurz auflegen ist kein Ladezyklus. 2x von 0 auf 50 wäre einer. Oder 10x von 10 auf 20%. Ob ich mit Kabel oder induktion lade, ist egal.

    @Sascha: habe es kürzlich getestet. Kommt auf das Netzteil an. Mit dem Standard-Netzteil von 0 auf 50% hat es etwas über 60 Min gedauert (5W), mit dem iPad Pro Ladegerät (12W) knapp 31 Minuten. Power Delivery über USB-C dauert übrigens genauso lang.

    Zum Thema:

    Alle Qi-Lader über 20 Euro halte ich für hoffnungslos überteuert. Die Technik ist ziemlich simpel und die Teile von Anker funktionieren problemlos.
    Wer sich die Sachen in Möbel einbauen will, einfach mal bei Ikea schauen. Die haben z.B. Lampen mit Qi-Ladepads eingebaut oder alternativ Pads, die man selbst in Möbel einbauen kann.

  14. Es hat durchaus Sinn gemacht, dass Apple hier lange gewartet hat. Mittlerweile macht drahtlos Laden einfach Sinn, da es in Autos und in Möbel bereits verbaut ist. Besonders im Auto fand ich es schon immer sehr nervig jedes Mal das Kabel einzustöpseln. Nun wird das Gerät einfach in die Konsole gelegt und fertig. Bluetooth ist ja jetzt beim iPhone auch immer an, so dass man automatisch verbunden wird und dank Qi leidet die Akkulaufzeit darunter nicht.
    Bald wird man bestimmt in Restaurants, zb im Vapiano denk ich, Tische mit Qi Ladepunkt sehen. Dann ist das ein echter Fortschritt.

  15. @HO…

    Es ERGIBT (keinen) Sinn!!! „Sinn machen“ gibt es nicht abseits der RTL2-News…

  16. Da ich im Auto mittels Carplay navigiere, kann ich mir eh kein Kabel sparen. Und zu Hause…weiß nicht.

  17. Samsung S7 und S8 bei uns zu Hause. Einmal voll laden dauert drahtlos mittels schnell laden je nur 1,5 Stunden. Somit nur 10 min länger als mit Kabel.
    ….. der Komfortgewinn mittels drahtloser Aufladung unbezahlbar. Wir möchtens nicht mehr missen.

  18. @caschy: welches USB-Hub verwendest du?

  19. Michel Ehlert says:

    Hatte das bei meineem LG G4 auch ein Jahrlang benutzt aber die Wärmeentwicklung war ein Grauß. Außerdem hat es fat 4 std. gebraucht den Akku von 20 auf 100 zukriegen. Mit dem Schnellladen von meinem jetzigen HTC U11 bin ich echt zufrieden. Stöpsel hin oder her bei USB-C aber nach nicht mal 45 min von 20 auf Hundertprozent. Nachteil bei dem Qi ist doch eben mal ne Whatsapp nachricht beantworten oder ein Telefonanruf annehen ohne das Laden gleich komplett zunterbrechen find ich Praktischer

  20. Ich hab gerade inen QI-LAder aus dem Elektronikversand für unter 10,- im Test, das Teil funktioniert besser als der vom schwe. Möbelhaus. Vorteil dazu, der ist sehr flach und hat zudem die Grösse des iPhone7+, so das das Geräte plan aufliegt und direkt richtig ausgerichtet ist.
    Einziger NAchteil, der funktioniert bisher nur mit dem beiliegen USB-Netzteil und nicht mit meinem grossen USB-Netzteil von RAVPower, das sogar mehr Ausgangstrom liefert.

    Allerdings das Thema Wärme beim Laden lässt mich gewaltig stark dran zweifeln, das diese Lademethode gut ist.
    Die Ladespule wird warm, die Empfangsspule wird warm und der Akku selber wird warm, überall wird Energie in Wärme verheizt.

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