iPad Pro: Microsoft Office benötigt Office 365-Abo für das Editieren von Dateien

26. September 2015 Kategorie: Apple, geschrieben von:

artikel_microsoftDie neue Office-Version von Microsoft bringt auf den iPads zahlreiche neue Funktionen, die erst durch iOS 9 ermöglicht wurden. Das bald erhältliche iPad Pro wird durch sein größeres Display eventuell zur Arbeitsmaschine, eignet sich dank Keyboard-Cover und Apple Pencil logischerweise auch perfekt für Microsoft Office. Wer nun aber dachte, dass Office – wie auf den anderen iOS-Geräten – auch auf dem iPad Pro kostenlos sein wird, täuscht sich. Denn Microsoft bietet die Editier-Funktionen nur für Geräte mit einer Bildschirm-Diagonalen kleiner oder gleich 10,1 Zoll an, alle anderen müssen ein Office 365-Abo besitzen, um Office-Dokumente auch bearbeiten zu können.

Bei den bisherigen Office-Apps für iOS ist es so, dass nur einige Features ein Office 365-Abo voraussetzen, generell eine Bearbeitung möglich ist. Das legte Microsoft seinerzeit fest, mobile Geräte können Office kostenlos nutzen. Allerdings definiert Microsoft mobile Geräte durch die Bildschirmgröße, setzt hier die Grenze bei 10,1 Zoll. Somit fällt das iPad Pro mit seinem 12,9 Zoll Display heraus.

Microsoft bestätigte dies gegenüber ArsTechnica bereits, lässt aber nicht verlauten, wie genau dies vonstatten gehen wird. iPad Pro-Nutzer werden die gleichen Apps laden wie andere iOS-Nutzer auch, die App wird also vermutlich die Displaygröße erkennen und entsprechend Funktionen sperren, die ein Abo voraussetzen.

Schaut man sich nun noch an, an wen sich das iPad pro richtet – das ist nicht der YouTube-Konsument auf der Couch – ergibt das für Microsoft auch Sinn. Einnahmen von Business-Nutzern sind nicht zu verachten, in den meisten Fällen liegt hier sowieso ein Office-Abo vor, sodass Office auf dem iPad Pro dennoch vollumfänglich genutzt werden kann, ohne Extra-Kosten zu verursachen. „Privat“-Anwender stehen so als potentielle Neukunden auf dem Plan, diese kommen dann nämlich nicht an einem Abo vorbei.

Das Wording in den iOS-App-Beschreibungen ist bislang noch nicht angepasst, sodass hier nicht klar hervorgeht, wie es sich mit Office-Apps auf dem iPad Pro verhält. Bis zum Release des großen iPads wird dies aber noch geändert werden, sodass dann pünktlich alle Unklarheiten beseitigt sind.

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