iPad Pro: Microsoft Office benötigt Office 365-Abo für das Editieren von Dateien

artikel_microsoftDie neue Office-Version von Microsoft bringt auf den iPads zahlreiche neue Funktionen, die erst durch iOS 9 ermöglicht wurden. Das bald erhältliche iPad Pro wird durch sein größeres Display eventuell zur Arbeitsmaschine, eignet sich dank Keyboard-Cover und Apple Pencil logischerweise auch perfekt für Microsoft Office. Wer nun aber dachte, dass Office – wie auf den anderen iOS-Geräten – auch auf dem iPad Pro kostenlos sein wird, täuscht sich. Denn Microsoft bietet die Editier-Funktionen nur für Geräte mit einer Bildschirm-Diagonalen kleiner oder gleich 10,1 Zoll an, alle anderen müssen ein Office 365-Abo besitzen, um Office-Dokumente auch bearbeiten zu können.

Bei den bisherigen Office-Apps für iOS ist es so, dass nur einige Features ein Office 365-Abo voraussetzen, generell eine Bearbeitung möglich ist. Das legte Microsoft seinerzeit fest, mobile Geräte können Office kostenlos nutzen. Allerdings definiert Microsoft mobile Geräte durch die Bildschirmgröße, setzt hier die Grenze bei 10,1 Zoll. Somit fällt das iPad Pro mit seinem 12,9 Zoll Display heraus.

Microsoft bestätigte dies gegenüber ArsTechnica bereits, lässt aber nicht verlauten, wie genau dies vonstatten gehen wird. iPad Pro-Nutzer werden die gleichen Apps laden wie andere iOS-Nutzer auch, die App wird also vermutlich die Displaygröße erkennen und entsprechend Funktionen sperren, die ein Abo voraussetzen.

Schaut man sich nun noch an, an wen sich das iPad pro richtet – das ist nicht der YouTube-Konsument auf der Couch – ergibt das für Microsoft auch Sinn. Einnahmen von Business-Nutzern sind nicht zu verachten, in den meisten Fällen liegt hier sowieso ein Office-Abo vor, sodass Office auf dem iPad Pro dennoch vollumfänglich genutzt werden kann, ohne Extra-Kosten zu verursachen. „Privat“-Anwender stehen so als potentielle Neukunden auf dem Plan, diese kommen dann nämlich nicht an einem Abo vorbei.

Das Wording in den iOS-App-Beschreibungen ist bislang noch nicht angepasst, sodass hier nicht klar hervorgeht, wie es sich mit Office-Apps auf dem iPad Pro verhält. Bis zum Release des großen iPads wird dies aber noch geändert werden, sodass dann pünktlich alle Unklarheiten beseitigt sind.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Es mag unsinnig klingen, an der Bildschirmgröße festzumachen, ob etwas kostenlos ist oder nicht, aber MS bleibt irgendwie keine andere Wahl. Irgendwie muss man ja Geld mit seinen Produkten verdienen und wenn schon nicht mit Office, mit was denn dann?

    Immerhin bekommt man selbst als Gelegenheitsnutzer mit Office 365 für einen fairen Preis viel geboten. Für mich ist das Office auf Mac und Windows ohne Lizenzschwierigkeiten eine tolle Sache und obendrauf bekommt man auch noch 1TB OneDrive. Das ist selbst als Google oder Apple Nutzer eine wirklich geile Backupmöglichkeit.

    Die iPad Pro Nutzer wird es überdies finanziell nicht ruinieren. Wer sich für über 1000€ eine Tablet/Tastatur-Kombi kauft, dürfte das verschmerzen können und allen anderen bleiben noch Pages, Numbers und Keynote. Die sind weiterhin kostenlos.

  2. Apple Pencil, Editier-Funktionen, Bildschirm-Diagonalen, Office-Dokumente, Features, Display, Pro-Nutzer, Extra-Kosten und Release. Schon einmal im Leben einen Deutschkurs absolviert? Ups, ich meinte Deutsch-Kurs.

  3. Sascha Ostermaier says:

    @Roelf: Das erste Mal in einem Techblog gelesen?

  4. Ob sich das so lohnt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Teil von vielen gekauft werden wird. Und Unternehmen, die es kaufen, werden sicher eh ein Abo haben.

    PR-technisch ist das auch eher ungünstig, aber wenig durchdachte Konzepte ist man ja von MS in der Hinsicht schon gewohnt.

  5. Eine absolut nachvollziehbare Entscheidung. Irgendwo muss die Grenze zwischen gratis und bezahlt eben gezogen werden. Alle die sich drüber beschweren, sollten lieber dankbar sein, dass es unter 10 Zoll umsonst bleibt. Das ist immerhin auch nicht selbstverständlich.

  6. apple user müssen zahlen, die kennen es nicht anders

  7. Wenn man je eine Lizenz MS Office mit Outlook für die Rechner und Notebooks von Mama, Papa, und Kindern kauft (= je 180-230€), ist das Abo plötzlich nicht mehr wirklich teuer.

  8. Preislich ist Office 365 einfach nur fair… habe früher immer eher unlizenzierte Versionen benutzt, aber nun empfinde ich 50-60 € im Jahr (so viel kostet Home Premium bei Amazon) gut. Dafür sind alle Rechner im Haus lizenziert, immer neuste Version, keine Probleme. Und dann 1TB OneDrive on top. Kann man nicht meckern.

    Und seien wir mal ehrlich… die Produkte sind es wert gegenüber Freeware Alternativen.

  9. Die gleiche Unterscheidung gibt es bei der Android Version auch, so dass ich für mein Samsung Note Pro 12.2 um Dokumente editieren zu können eine Lizenz brauche und beim Note 8.0 nicht.

  10. Es werden die meisten professionellen Anwender, wie schon oben gesagt, ohnehin ein Abo haben. Für den Privatanwender der gerne ein bisschen mehr tippen möchte, bleibt dann ja immer noch das kostenlose Apple Office.

    @Sascha Ostermeier:
    Bildschirm-Diagonale, Extra-Kosten etc bleiben leider auch auf einem Techblog falsch.
    Das lässt sich nicht wegdiskutieren.

  11. @Roelf + @Kohlruebe: Also laut Duden spricht nichts gegen die Verwendung von Bindestrichen, so wie es Sascha macht. Ob das noch ein schönes Schriftbild ist, ist eine andere Frage, aber falsch ist es anscheinend nicht. Außerdem, ist das wirklich so wichtig hier?

    Quelle: http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/bindestrich

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