Google im Visier der Hamburger Datenschützer

30. September 2014 Kategorie: Backup & Security, Internet, geschrieben von:

Aus Hamburg ertönen wieder laute Rufe, die sich gegen Google richten und das Thema Datenschutz zum Inhalt haben. Grund zur Kritik sollen wieder einmal Googles Daten-Erhebungen in Sachen Dienstenutzung geben.

Google Office

Der Hamburgische Beauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit ist der Meinung, dass die bisherige Praxis der Erstellung von Nutzerprofilen weit über das zulässige Maß hinaus geht und in die Privatsphäre der Google-Nutzer eingreift.

Johannes Caspar, eben genannter Hamburgischer Beauftrage für Datenschutz und Informationsfreiheit, ist der Meinung, dass Google die erhobenen Daten der Nutzer zu umfassend sammelt und gezielt miteinander verknüpft.

Die Inhalts- und Nutzungsdaten verraten seiner Ansicht nach bereits viel über den Einzelnen und dessen Interessen, Gewohnheiten und Lebensweise. Zwar schließt Google explizit die Verknüpfung besonders sensibler personenbezogener Daten lediglich zu Werbezwecken aus, doch die ganzen Einzeldaten sollen ebenfalls „aussagekräftige und nahezu umfassende Persönlichkeitsbilder“ entstehen lassen.

Sowohl im europäischen als auch im nationalen Recht ist laut Ansicht der Datenschützer bisher keine Rechtsgrundlage vorhanden, sodass der Nutzer umfassender über die Erhebung und Verarbeitung in Kenntnis gesetzt werden muss – er sogar widersprechen kann, soweit gesetzlich vorgesehen.

Die Hamburger Datenschützer haben sich in der Vergangenheit schon des Öfteren mit Google getroffen und zahlreiche Gespräche geführt. Man gibt an, schon Verbesserungen für den Nutzer erstritten zu haben, „bei der wesentlichen Frage der Zusammenführung der Nutzerdaten war Google jedoch nicht bereit, die rechtlich erforderlichen Maßnahmen einzuhalten und substantielle Verbesserungen zugunsten der Nutzerkontrolle umzusetzen„.

Während in anderen Ländern Bußgelder verhängt werden, geht man in Hamburg anders vor – hier hat man Google mittels förmlicher Verwaltungsanordnung verpflichtet, für Nutzer eine Lösung zu realisieren, damit diese künftig selbst über die Verwendung der eigenen Daten zur Profilerstellung entscheiden können.

Wie schaut es bei euch aus – findet ihr euch – eingeloggt oder nicht – zu sehr von Google ausgewertet und in eine Schablone gepresst? Der Ball kann nun von Google aufgenommen werden, sicherlich werden wir bald ein Statement zu diesem Fall bekommen.


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