Google streamt nutzbare Apps als Werbung, will unnötige Installationen vermeiden

4. Dezember 2015 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel google logoMobile Werbung ist ein ertragreiches Geschäft, vor allem, wenn man so ein großer Player wie Google ist. Aber Google steht nicht ohne Konkurrenz da, Facebook erzielt durch mobile Werbung ebenfalls sehr gute Umsätze. Klar, dass man sich hier immer wieder etwas neues einfallen lassen muss. Googles neueste Idee ist App-Streaming. Werbung für Apps besteht dadurch nicht mehr nur aus Videos und tollen Grafiken, die einen vielleicht zu einem Download animieren, die App dann aber auf dem Smartphone dahindümpeln lassen. Vielmehr sollen Nutzer die App vor dem Download ausprobieren. Die richtige App, keine Webversion, kein Mist.

Möglich wird diese neue Werbeform, man kann sich das in etwa so vorstellen wie PlayStation Now, in allen Apps, die auf das AdMob Werbenetzwerk setzen, immerhin rund 650.000 Stück. Die beworbenen Apps laufen praktisch auf virtuellen Maschinen und werden auf diese Weise zum Nutzer gestreamt,d er sie direkt in der Anzeige ausprobieren kann. So spart er sich unter Umständen den Download und das Liegenlassen der App. Ist für den Nutzer gut, noch besser aber für den Werber, der so nicht für Downloads bezahlen muss, die dann gar nicht genutzt werden.

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Damit Nutzer bei diesem App-Streaming auch wirklich alles ausprobieren können und nicht plötzlich vor einer Registrierungshürde stehen, kann der Entwickler auch speziell angepasste APKs nutzen, die dann in der Werbung verwendet werden. Bis zu 60 Sekunden können die Testphasen der Apps innerhalb einer Anzeige dauern. Neben dieser neuen Werbeform, gibt es noch eine weitere, die Google „Interactive Interstitials“.

Für diese Werbeform können Entwickler interaktive HTML5-Gebilde erstellen. Der Nutzer kann innerhalb der Werbung dann Aktionen ausführen, diverse Gesten nutzen. Der Nutzer soll sich mit der Werbung beschäftigen, sie nicht als störend empfinden. Klingt aber bei Weitem nicht so interessant wie das App-Streaming, eher wie ein iAds-Versuch von Google.

(Quelle: TechCrunch)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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