Google regelt die Verfügbarkeit der Daten nach eurem Tod (oder Inaktivität)

11. April 2013 Kategorie: Backup & Security, Google, Internet, geschrieben von: caschy

Eine Frage, die hoffentlich noch weit weg für unsere Leser ist: was passiert mit meinen Daten nach dem Tod? Der eine sagt: mir egal, nach mir die Sintflut, der andere will seine Daten „versorgt“ wissen. Google hat nun etwas eingeführt, was auf den Namen Inactive Account Manager hört. Hier kann man im Account einstellen, was mit einem Google Account passieren soll, wenn dieser für einen bestimmten Zeitraum inaktiv ist.

googlelogo

Hier kann man eine Frist festsetzen, zum Beispiel, dass Daten nach 3 Monaten Inaktivität gelöscht werden. Ebenfalls kann man Begünstigte eintragen, denen der Zugriff übertragen wird. Hier einmal im Überblick.

Einrichten:

EinrichtenAuswahl der Optionen. Hier kann man einstellen, dass man per SMS oder E-Mail benachrichtigt wird, bevor Aktionen durchgeführt werden.

Bildschirmfoto 2013-04-11 um 18.32.05Was soll nach welchem Ablauf passieren? Sollen die Mails gelöscht werden? Oder sollen Freunde / Verwandte Zugriff erhalten? Bis zu 10 Freunde können Zugriff erhalten.

Bildschirmfoto 2013-04-11 um 18.33.23Finde ich persönlich erst einmal eine tolle Lösung, die Dienste wie Facebook und Co gerne anbieten dürften. Ich werde das Ganze nachher sicherlich einmal einrichten, denn so komisch es sich anhört: ich möchte schon, dass nach meinem Ableben meine Frau Zugriff auf dieses Konto hat – und nein, das Passwort im Safe zu deponieren ist für mich keine Option. Guter Job, Google! (via)



Über den Autor: caschy

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36 Kommentare

timobeil 11. April 2013 um 18:43 Uhr

Kein Vertrauen zu Deiner Holden? 😉

@DasLampe 11. April 2013 um 18:43 Uhr

Auf jeden Fall eine coole Sache! 🙂

Hatte mir vor ner Zeit mal Gedanken drüber gemacht, wie ich ein Skript schreiben könnte, dass eben meine Accounts löscht, oder sonst was. Das Problem ist nur, dass man dieses Skript immer wieder umbauen müsste, bei jeder Änderung an einer API von irgend einem Dienst, daher habe ich es dann gelassen.

Lars 11. April 2013 um 18:44 Uhr

Wieso ist das Passwort im Safe keine Option für dich? Hast du keinen oder wie? ^^

DECON16Z (@DECON16Z) 11. April 2013 um 18:44 Uhr

Wenn die Funktion anders als die Facebook Silvester App funktionieren würde, Praktisch…

JanB-Punkt 11. April 2013 um 18:44 Uhr

Witzig.
Hab letztens erst (wieder) darüber nachgedacht, ob ich mal alle meine Accounts dokumentieren sollte, damit die Hinterbliebenden nach meinem Ableben Zugriff darauf nehmen können.
Google macht es mir da schön einfach =)

Alex 11. April 2013 um 18:50 Uhr

Nicht für Google Apps Konten

UK 11. April 2013 um 18:50 Uhr

Ha, viel zu kurz gedacht! Was, wenn alle 11 in einem Kleinbus zum Skifahren gehen und der Bus dann in eine tiefe Schlucht stürzt und dabei explodiert und alle sterben?

timobeil 11. April 2013 um 18:55 Uhr

@UK: Na dann ist das aber sehr leichtsinnig gewesen. Natürlich verteilt man die Empfänger so, dass Du niemals mit allen gleichzeitig unterwegs bist 😀

sYndrom 11. April 2013 um 19:03 Uhr

Testament 2.0

Daki (@DakiX) 11. April 2013 um 19:12 Uhr

Auch gut, zuvorkommend und positiv: Wenn ein Google Mitarbeiter erliegt wird die Familie weitere zehn Jahre den Lohn von ihm erhalten..

sascha 11. April 2013 um 20:08 Uhr

wie navigiert man denn innerhab google zu dem inactive account manager?
hab nirgendwo den button dazu gefunden?
ich komm da bloß über den link hier im blog rein

Achim 11. April 2013 um 20:29 Uhr

@Sascha:
Im Text ist der Begriff „Inactive Account Manager“ auf die entsprechende Seite verlinkt… 😉

Achim 11. April 2013 um 20:32 Uhr

@Sascha:
Uups, Sorry!
Hatte Deinen Text nicht ganz fertig gelesen und gleich die Antwort eingetippert…

Josef 11. April 2013 um 20:49 Uhr

Sehr gute Idee seitens Google, werde ich mir ansehen, danke für den Hinweis.

Daniel Minvenio 11. April 2013 um 21:03 Uhr

Finde ich auch eine interessante Sache. Sowas ist in jedem Fall sinnvoll. Fraglich ist dagegen ob Anbieter, die nach dem Tod anfangen Nachrichten bei Twitter etc. zu posten auch für irgendwas gut sind. Sowas gibts ja inzwischen auch ;9

ClaudiaBerlin 11. April 2013 um 22:04 Uhr

Wer will denn wohl, dass nach dem Ableben „alle Beiträge auf G+, Blogger etc.“ verschwinden? Seltsame Idee! Schließlich sind diese Beiträge gelebte Teilhabe an der Welt, am Geschehen, an zig Gesprächen und in unzähligen Kontexten. Verrückt, das alles irgendwann raus zu reissen…. warum auch?

Ronny 11. April 2013 um 22:14 Uhr

Gute Sache. Aber ich finde bei Google immer ein bißchen doof das es keine Links außer dem oben genannten Direktlink zu geben scheint. Das gleiche mit Wallet, wo findet man in den Kontoeinstellungen einen Link zu Wallet. Auch bei Produkten ist es nicht zu finden…

nikosch 11. April 2013 um 22:36 Uhr

„Google regelt …“ ist eine Überschrift die unnötig offensiv formuliert ist. Man könnte meinen, hier soll wieder auf der allgemeinen Google-Bash-Welle geritten werden. „Google ermöglicht Euch … zu regeln“ wäre ein weitaus passenderer Titel gewesen.

Blaine 11. April 2013 um 22:55 Uhr

Klasse, auf so eine Funktion warte ich schon ewig. Werde ich in den nächsten Tagen einrichten.

Michael Jauernik 11. April 2013 um 23:08 Uhr

Gerade eingerichtet. Sollte Facebook auch mal drüber nachdenken.

André 12. April 2013 um 00:39 Uhr

@Michael: Bei Facebook gibt es irgendwo vergraben ein Formular mit dem Angehörige mithilfe der Sterbeurkunde den Account in einen „Erinnerungsmodus“ versetzen können (Dann sieht jeder, dass derjenige tot ist) oder den Account schließen können. Zumindest soweit ich weiß.

    Michael Jauernik 12. April 2013 um 08:55 Uhr

    @Andre Ah, OK, ich höre immer nur von Fällen, in denen es gerade da zu Problemen kommt. Danke.

Virgel 12. April 2013 um 06:47 Uhr

Es ist auf jeden Fall mal ein Anfang… die Idee ist sicher ausbaufähig und auch andere Anbieter vorallem Fratzenbuch sollten sich über den Ansatz mal Gedanken machen!!!

Annett 12. April 2013 um 14:16 Uhr

Unter Konten (Klick auf oben rechts) > Konto: Kontoverwaltung gibt es den Link „Weitere Informationen erhalten und Funktion einrichten“. Dort erreicht man die Funktion auch direkt.

Albert 12. April 2013 um 17:23 Uhr

@sYndrom
Testament 2.0 finde ich sehr treffend xD

Marc 1. Juni 2014 um 19:46 Uhr

Das ist jetzt mal eine anderes „Recht auf Vergessen“…

Markus Haselböck 2. Juni 2014 um 10:03 Uhr

Sehr schön!
Aber leider wieder einmal eine Funktion, die es für Google Apps-Nutzer nicht gibt…

P.S. 2. Juni 2014 um 14:38 Uhr

Weiß schon jemand ob das auch funktioniert? 😉

Konstantin 2. Juni 2014 um 15:36 Uhr

@P.S. mach einfach einen neuen Google-Account, richte das Ding ein, und setz es auf deinen anderen Google-Account an – lass den Zweitaccount brach liegen und lösch das Ding dann per Inactivity-Manager – nichts leichter als das…

Tobias 3. Juni 2014 um 12:01 Uhr

Ist aber nicht wirklich neu, wurde schon im April 2013 bereitgestellt – http://googlepublicpolicy.blog.....-with.html




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