Google plant Glass-Nachfolger ohne Bildschirm

17. November 2015 Kategorie: Google, Hardware, Wearables, geschrieben von: André Westphal

Artikel_Google Glass

Google Glass war für den dahinter stehenden Konzern bisher eher ein Flop: Mit viel Tamtam 2012 angekündigt, verkündete Google Anfang 2015, dass man die Augmented-Reality-Brille quasi ans Reißbrett zurückschicke. Intern richtet man Google Glass derzeit unter Leitung des ehemaligen Apple-Ingenieurs Tony Fadell neu aus. Jetzt gibt es Informationen zu zwei bzw. möglicherweise gar drei potentiellen Nachfolgern. Das Project Aura soll dabei auch ein Fitness-Wearable ohne eigenen Bildschirm zustande bringen.

Google hatte den Verkauf von Google Glass im Januar 2015 eingestellt. Ursprünglich sollte die Augmented-Reality-Brille 2014 für den Massenmarkt erscheinen. Viel Kritik von Datenschützern, ein Funktionsumfang, der deutlich hinter den ersten PR-Videos zurückblieb und höhere Kosten pro Gerät als ursprünglich vorgesehen, sorgten jedoch für etliche Verzögerungen. Mittlerweile ist klar, dass Google Glass nicht in der Form auf den Markt kommen wird, welche wir von den Entwickler-Modellen kennen.

Laut neuesten Angaben sehe Google derzeit im Rahmen des Project Aura vielmehr drei unterschiedliche Wearables vor. Aktuell wäge Google jedoch ab das Projekt auf zwei verschiedene Versionen zusammenzuschrumpfen. Die erste Version würde sich an Geschäftskunden richten. Hier bleibe ein Display für Augmented-Reality an Bord und es bestehe noch Ähnlichkeit zu dem Google Glass, das wir bisher kennen.

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Die zweite Variante für Privatkunden sei angeblich ein Wearable ohne Bildschirm und ähnele aktuell einem aufmotzten Bluetooth-Headset. Google wolle hier die Knochenleitung zur Schallübertragung nutzen. Zielgruppe seien ähnlich wie bei anderen Fitnesstrackern vor allem Sportler und Menschen, die sich für Gesundheits-Anwendungen interessieren.

Google selbst enthält sich zu den jüngsten Gerüchten eines Kommentares. Die Meldungen klingen allerdings glaubwürdig, denn Tony Fadell, der Leiter von Project Aura, hatte bereits bei Apple mit ähnlichen Designs experimentiert. Sein Team visiere immer noch 2016 als Erscheinungsjahr für die Nachfolger zu Google Glass an. Hier noch einmal als kleine Rückblende eines der ersten, vollmundigen PR-Videos zur Datenbrille:


 

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Über den Autor: André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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