Google+ ohne Klarnamenzwang

16. Juli 2014 Kategorie: Social Network, geschrieben von: caschy

Google+ gibt es mittlerweile über drei Jahre. Noch immer konnte sich das Netzwerk nicht so stark platzieren, wie es viele vielleicht dachten. Sicherlich finden auch dort wundervolle Unterhaltungen statt, doch die mir bekannte Masse nutzt eben das Kontaktnetzwerk Facebook zum Austausch – dennoch muss man sagen: Google+ ist nicht die oft zitierte Geisterstadt.Google+

Ich selber bin seit Anbeginn aller Tage bei Google+, weil es auch Teil meines Berufes ist. Viele Googler geben – sicherlich auch aus taktischen Gründen – nur bei Google+ Neuerungen bekannt – und sofern Entwickler kontrollierte Betattests über den Play Store anbieten wollen, dann springt ebenfalls Google+ zur Seite.

Als Google+ damals startete, verlangte man von seinen Mitgliedern den Klarnamen. Bei offensichtlichem Brechen der Regeln kam es häufig zu Sperrungen der Nutzer, inklusive nachfolgender Diskussion der Empörungs-Eventisten. Nun also die offizielle Mitteilung, dass der Klarnamenzwang gefallen ist, John Doe, Max Musterman und Peter Gehtdichnichtsan werden euch vielleicht häufiger über den Weg laufen.

Inwiefern das die Kommentarkultur des Netzwerkes verändert, wird zu beobachten sein, schließlich gab es schon vorher jede Menge Fake-Accounts, die unerkannt blieben. Wer nur in seinen Kreisen postet, der wird sich sicherlich seine Kontakte ausgesucht haben, mit denen er kommuniziert, bei öffentlichen Postings klickt man ansonsten einfach die Block-Taste.

Sofern ihr euren Namen bearbeiten wollt: einfach im Profil auf euren Namen klicken.



Über den Autor: caschy

Hallo, ich bin Carsten! Daddy von Max, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter, Gerne-Griller und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, XING, Linkedin, Instagram und YouTube. Persönliches Blog. PayPal-Kaffeespende.

Carsten hat bereits 22149 Artikel geschrieben.

34 Kommentare

caschy 16. Juli 2014 um 08:01 Uhr

@JD: Sehe ich ganz anders.

*DOC [KOELLEWOOD.TV] (@dockoellewood) 16. Juli 2014 um 08:14 Uhr

Endlich! Facebook machts hat auch Klarnamenszwang aber da hält sich (gottseidank) kaum einer dran!

smk 16. Juli 2014 um 08:19 Uhr

Aber ausschließlich einen Nicknamen angeben erlaubt g+ nicht.
Allerdings kann man bei Vor- und Nachnamen jetzt jeweils einen Punkt oder anderes Satzzeichen eingeben, was aber stets mit dem Nicknamen angezeigt wird.

Le Fronc 16. Juli 2014 um 08:21 Uhr

Glück gehabt.
Bin auch von Anfang an bei G+ und schon immer mit Pseudonym.
Den gleich wie hier, wie in meinem Block, meine Mailadresse und auch bei FB. 🙂

Wolfgang D. 16. Juli 2014 um 08:59 Uhr

Ist es immer noch so, dass man sich für eine App-Bewertung zusätzlich bei G+ anmelden muss? Dann ist es klar, woher die Karteileichen kommen, und warum der Dienst eine Geisterstadt ist.

Jack.Appelbaum 16. Juli 2014 um 09:32 Uhr

@Wolfgang D.
G+ ist keine Geisterstadt, nur weil der örtliche Schützenverein oder die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr fehlt.
– Ingress Spieler sprechen sich fast nur über G+ und Hangouts ab.
– Android entwickler tummeln zu hauf auf G+
– Technick Blogger, auch G+
– Nachrichten Seiten, auch G+
und noch viele weitere.

In meinem Bekanntenkreis fehlt nur meine Oma 😀

P.S. 16. Juli 2014 um 09:37 Uhr

Am meisten nerven bei Google+ diese „Deshalb bin ich nicht bei Facebook“ Trolle. Das grenzt in einigen Threads schon an heise-Niveau für wie viel besser sich einige Typen bei Google+ halten. Als wenn bei Facebook nur Idioten angemeldet wären.

Wolfgang D. 16. Juli 2014 um 09:39 Uhr

@Jack.Appelbaum
G+ ist eine Geisterstadt, weil der örtliche Schützenverein oder die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr angemeldet ist, aber den Dienst nie nutzt.

Stefan Musil 16. Juli 2014 um 09:46 Uhr

…für mich ist es mit Google+ ähnlich wie mit Google Hangout. Es ist da, aber kaum ein User benutzt es freiwillig. Wir nutzen in der Firma Google Apps for Business, jeder Mitarbeiter könnte mit den anderen mal schnell via Hangout kommunizieren, macht aber keiner… Warum eben weil die Funktionen schlecht durchdacht sind. Ich bin bekennender Google Fan, aber was die Nutzung von Google+ oder Google Hangout betrifft, da gibt es anderes was einfach besser und intuitiver funktioniert.

JD 16. Juli 2014 um 10:07 Uhr

@Jack.Appelbaum
Jo, Wer-kennt-wenn haben auch viele genutzt….je nachdem wie man das definiert. Ich wette aber das mind 50% der von dir genannten ebenso andere Netzwerke nutzen. Und „Nein“,mir geht es nicht um das hervorstellen von einem anderen.

Kuba 16. Juli 2014 um 10:09 Uhr

Google+? Was war das nochmal? Wurde der Dienst nicht längst eingestampft?

Lars 16. Juli 2014 um 10:10 Uhr

Ich nutze G+ hauptsächlich privat und habe kaum Leute in meinen Kreisen, die ich nicht persönlich kenne. Ich mag es sehr, dass bei G+ nicht jeder ist, so wie bei Facebook. Und wenn, wäre es auch nicht so schlimm, weil ich alle in den Kreisen organisieren kann. Das ist schon sehr gut. Mit Klarnamen bin ich übrigens weder bei Facebook noch bei G+.

Hansbert 16. Juli 2014 um 10:11 Uhr

@Stefan Musil: Ernstgemeinte Frage: Was ist den besser als Hangouts, vorausgesetzt man befindet sich schon in der Google-Umgebung wie im von dir beschriebenen Szenario?

    Stefan Musil 16. Juli 2014 um 11:14 Uhr

    @Hansbert In dem von mir beschriebenen Szenario, in dieser Google Apps for Business Umgebung kann nix besser sein. Vielleicht irgendwelche 3rd-party Apps, aber da sind mir auch keine bekannt und ich habe da auch nicht mehr gesucht, nachdem ich bei der Suche nach einem geeigenten 3rd-party Gmail Client auch nix gefunden habe. Die Menschen in der Firma für die ich arbeite schreiben da tatsächlich lieber Mails oder kommunizieren via WhatsApp… (Ja, nix verschlüsselt etc..). Was wird da geschrieben ? Wo ist… Kannst Du mal helfen.. Also keine Patentschriften sondern die üblichen Worthülsen um Wasserstandsmeldungen auszutauschen. Ich selbst habe da mal über einen Monat lang versucht Kommunikation über das Medium Hangout vorzuleben… Die Meldungen gingen zum Teil bei den anderen unter da man da gar nicht drauf achtet…
    Ich habe mir da inzwischen auch abgewöhnt zu missionieren denn die Menschen entscheiden sich immer für den leichtesten Weg und für das was immer funktioniert…
    Das ist wie mit Google Drive und DropBox. Google Drive wird als sicherer beschrieben, DropBox funktioniert aber einfach besser und schneller und es gibt Schnittstellen in alle Richtungen. Ich denke das das auch der Grund ist warum Google+ da eben nicht so beliebt ist wie FaceBook. Microsoft kommt mit seiner komischen BING Suchmaschine ja auch nicht an den Horizont von Google. Es ist eben der Fluch der ewig Zweiten oder Dritten. Ausnahme bietet hierbei Google Chrome der eben mal schnell aus dem Stand FireFox überholt hat in dem Sie aus den Fehlern von FireFox und Internetexplorer ihre Schlüsse gezogen haben…

Mike 16. Juli 2014 um 10:19 Uhr

Mich freut das, ob ich da jetzt eher mitmache, weis ich nicht, obwohl’s mich für die ein oder andere App-beta interessieren würde – allerdings bin ich auch nicht bei FB oder Twitter, insofern keine Erfahrungen.

Ich seh’s positiv unter dem Aspekt, dass vielleicht wieder mehr richtige Leute, wenn auch anonym/pseudonym, apps bewerten und das nicht mehr den Bots überlassen.

Allgemein versteh ich den Sinn/Reiz eines „sozialen Netzwerkes“ aber immer noch nicht. Ich für meinen Teil will gar nichts mit Arbeitskollegen oder ehemaligen Schulkameraden zu tun haben, erst recht nicht in meiner Freizeit. Für die gern gesehenen Leute gibt’s Messenger und selbst gehostete Imageboards und Foren, was bleibt denn dann noch über, was man dringend braucht?

andre 16. Juli 2014 um 11:00 Uhr

@P.S. & Mike:

bin seit 1995 im Web privat und selbstständig unterwegs. habe seit 2008 einen FB Account und seit Google Start dort. FB nutze ich max 1x pro Woche und Google inkl. G+ täglich warum? Weil mir meine Zeit wertvoll ist und für Gruppenzwang Niveau viel zu schade ist und immer war. Kenne auch niemanden der ernsthafte Umsätze als Selbstständige in Social Netzwerke macht oder echte und sinnvolle neue Kontakte findet. Im wahrsten Sinne ist es diese unbändige Masse, die einen bei FB ebenso wie im realen Leben die unzählige Werbeflut, diese zu filtern sehr viel Zeit kostet bzw verschwendet ohne realistischen Gegenwert. Wer sich austauschen ist auf anderen Wegen als bei FB besser bedient. Bei G+ hilft die bessere Filterung einfach Zeit zu sparen statt nur überflutet zu werden. Bei FB finde ich nur zahllose Selbstdarsteller, die im echten Leben kein Gehör finden würden. Ist einfach so.

Bart 16. Juli 2014 um 12:09 Uhr

Privat bin ich eher auf FB unterwegs und habe dank FB auch ppar neue gute Freunde gefunden die ich sogar im Reallife treffe 😉
G+ nutze ich aber genausohäufig. Hauptsächlich für mein Hobby die Fotografie, die dort ein riesige Community hat. Aber bei G+ kommt man auch viel besser an Informationen, wenn man jemanden folgt. Bei FB mit dessen manipulierten Feed und Zahle-für-mehr-Reichweite-Taktik kann man das ja vergessen.

Harry 16. Juli 2014 um 12:56 Uhr

Wenn man sich mal anschaut was sich für asoziales pack sich teilweise in den sozialen Netzwerk und da hauptsächlich in Facebook herumtreibt wäre ein Klarnamen Pflicht gar nicht so verkehrt. Facebook nutze ich nur noch selten da man in fast jedem Bericht irgendwelche Vollpfosten mit Beleidigungen gegenüber der Bericht Ersteller anfangen.

Dicky Smith 16. Juli 2014 um 13:46 Uhr

Das Problem ist nach wie vor, dass der eingegebene Name in allen Google Produkten verwendet wird.

Da ich meine E-Mails nicht in Zukunft als Max Mustermann verschicken will, werde ich wohl weiterhin auf G+ und damit auch die Kommentarfunktionen bei Play/Maps/YouTube verzichten müssen. 🙁

unbennant 16. Juli 2014 um 14:05 Uhr

„…dennoch muss man sagen: Google+ ist nicht die oft zitierte Geisterstadt.“

Das ist wohl die subjektive Sichtweise eines Technik-Bloggers mit 84.000 Follower, dessen Klientel sich doch grundlegend von der anderer unterscheidet.
Wenn ich dort nach Personen suche, sehe ich erstmal zig leere Profile unter den selben Namen. Geisterstadt trifft es da genau.

Kn0p3XX 16. Juli 2014 um 14:34 Uhr

Ich hab bei G+ meinen Namen geändert, aber es erscheint immer noch oben rechts mein alter, dauert das bis das übernommen wird? Ansonsten seh ich nichts, was ich sonst ändern könnte.

wolfi 16. Juli 2014 um 15:11 Uhr

Genau wie Dicky sagt, solange der Namen zwangsweise in allen Google-Produkten der gleich ist, hilft einem das als Gmail-Nutzer mal überhaupt nicht weiter.

Ich sehe das auch als großen Bremsklotz, was die Bewertung von Apps etc angeht. Nicht, weil ich irgendwelchen Dünnschiss dort ablassen will, sondern weil nicht JEDER wissen muss, welche Apps ich gut/schlecht finde/nutze…

andre 16. Juli 2014 um 17:13 Uhr

finde es immer wieder amüsant, dass die meisten ihre Identität verstecken wollen, entweder ich stehe zu meiner Meinung oder bin zu feige, um zu meinen Aussagen zu stehen. Im normalen Leben würden die gedankenlosen und oft hemmungslosen Äußerungen vieler Onlinenutzer entweder aus Scham nicht stattfinden oder eine aufs Dach nach sich ziehen. ich bin seit Anfang an für Klarnamen im Web, aber da könnten die meisten nicht so oft ohne Hintern in der Hose ihren Dünnpfiff loslassen.

Mike 16. Juli 2014 um 17:25 Uhr

@andre, der Vergleich mit dem RL hinkt gewaltig. Ich hätte auch im RL keine Probleme, dir von angesicht zu angesicht meine ehrliche Meinung zu sagen. Das würde dich aber nicht befähigen, mit minimalem Aufwand herauszufinden, was ich sonst so treibe. Nur weil ich dich z.B. „Depp“ nenne, mußt du ja nicht gleich erfahren, wer meine Bekannten sind, wo ich arbeite und was ich im Bett gerne anstelle.

Für die, die meckern, dass der Name dann bei allen Google-Services gleich ist, abgesehen von minimal höherem Aufwand, was spricht dagegen, sich mehrere zuzulegen? Z.B. einen für App-Store, einen für Mail und einen für G+?

Phil 16. Juli 2014 um 21:34 Uhr

@Mike:

Wo ist das Problem, wenn man das über dich herausfinden kann? Was soll man dann damit so böses anfangen?

Vielleicht mal anfangen gemeinschaftlich zu leben und nicht nur für sich alleine und alles andere von sich abgrenzen. Wo ist das Problem, wenn andere schnell Infos über mich bekommen? Wenn sie mich kennen lernen wollen, geht das dann umso schneller.

Dominik 16. Juli 2014 um 21:40 Uhr

Da kann man nur sagen: Zum Glück ist G+ nicht so überlaufen wie FB. Bei FB gibts in Feed nur noch kopierte und weitergeteilte schlechte Witze und Katzenvideos. Bei G+ werden auch noch ernsthafte Themen behandelt.

Tchooe 16. Juli 2014 um 23:41 Uhr

@ Phil:
Wo ist das Problem, einfach mal die Lebensweise eines anderen Menschen zu akzeptieren, statt nur die eigene als einzig sinnvolle anzusehen?
Warum nur fällt das so vielen Menschen anscheinend so immens schwer?

Dicky Smith 17. Juli 2014 um 04:29 Uhr

@ Mike:
Ich habe mir schon einen „Fake-Account“ angelegt, aber in der Praxis stößt man damit auf so manche Hürde.
z.B. habe ich alle meine (Pay-)Apps logischerweise auf meinem Hauptaccount, kann diese also auch nur damit bewerten (oder eben nicht).

Wolfgang D. 17. Juli 2014 um 08:49 Uhr

@Phil
Darf ich an deinen Lieblingsorten für Geschlechtsakte eine Webcam aufstellen und die Filme von dir und ggf. den Partnern im Netz verkaufen? Du hast doch wohl nichts zu verbergen. Warum stellst du nicht noch deine Gehaltsabrechnung, und deinen vollen Namen samt Kontodaten hier ins Blog?

Alles, was man von dir kennt, kann, und wird, im Zweifel gegen dich verwendet werden.

Von daher: Je weniger, desto besser. Der Bäcker weiss nicht, wo ich wohne, und er verkauft mir trotzdem seine Brötchen. Nur Leuten, denen man so vertraut, dass sie das Wissen nicht benutzen um dich auszubeuten oder zu mobben, gibt man vollen Zugriff. Alles andere ist leichtsinnig und fahrlässig.

Phil 17. Juli 2014 um 16:29 Uhr

@Wolfgang:
Dein Beispiel ist etwas überzogen.

Ich kann dir gerne sagen, was ich verdiene: Mit Abzug der Steuern landen 638.60 Euro auf meinem Konto (1. Ausbildungsjahr). Ich hab kein Problem über Geld zu reden. Und was willste nun mit der Info anfangen? Jetzt weißt du, dass ich zu den wenigen Azubis gehöre, die gut verdienen.




Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung.